Archiv für den Monat: September 2015

Endlich Ende des Booms von Luxusimmobilien in Sichtweite?

Von , am Mittwoch, 30. September 2015

Eine Binsenweisheit: wegen ihrer Superprofitraten boomt der Bau von Luxuswohnungen, gerne auch für Studis mit solventen Eltern. Bei uns in Beuel werden mittlerweile Preise für Eigentumswohnungen aufgerufen, bei denen einem Normalverdiener nur schwindelig werden kann.

An der Kennedy-Brücke Weiterlesen

Bürgerkrieg bei der FAZ – Hetze oder Verstand?

Von , am Mittwoch, 30. September 2015

Das Zentralorgan und Kampfblatt des deutschen Großkapitals, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, (zum Vergleich: „Die Welt“ nennt Wiglaf Droste heute recht treffend: „Wirtschaftswehrsportgruppe“) führt einen Existenzkampf. Nein, es geht nicht um Deutschland und seinen Wohlstand, zumindest den der Reichen, wie man bei ihrer Lektüre glauben könnte, es geht um sie selbst. Ihre Auflagenschwindsucht hat sich in der jüngeren Vergangenheit noch beschleunigt.

Das macht verständlicher, Weiterlesen

taz stellt Kritik an Boris Palmer nicht online

Von , am Mittwoch, 30. September 2015

Wenn jemand die Online-Strategie der taz versteht, bitte mal bei mir melden. Immerhin hat es die Kolumne von Silke Burmester heute ordnungsgemäss ins taz-Onlineangebot geschafft. Einem Interview in der gestrigen Druckausgabe mit der Migrationsforscherin Naika Foroutan war das nicht vergönnt.
Foroutan ist seit längerem eine der wissenschaftlich produktivsten Migrationsforscherinnen Weiterlesen

Sahar Khalifa war „die fünfte Enttäuschung“

Von , am Montag, 28. September 2015

Ein fulminantes hochaktuelles und geschichtlich weiterbildendes Plädoyer fand ich in der jüngsten Ausgabe der deutschen Le Monde diplomatique: Sahar Khaliifa: Ich war die fünfte Enttäuschung. „Ich sehe, wie mir westliche Medien ein Stereotyp überstülpen“ und muslimische, christliche und feministische Araberinnen stillschweigend hinter dem Bild einer Burka verschwinden lassen.

Wer es den „westlichen Medien“ nicht gleichtun will, sollte diesen Text unbedingt lesen.

Tiere und Zürich – das neue Slowfood-Magazin

Von , am Montag, 28. September 2015

Im bereits an dieser Stelle empfohlenen Slowfood-Magazin wird im neuen Heft das Reiseziel Zürich vorgestellt – eine Stadt, die derzeit vor allem wegen einer dort ansässigen Mafiaorganisation („Fifa“) in den weltweiten Schlagzeilen ist. Der Stadt gegenüber ist das nicht ganz gerecht. Es gibt dort auch anderes zu essen als Geschnetzeltes.

Ein Dossier des Heftes handelt von „Tiere essen mit Respekt“.
Das neue Heft ist heute noch nicht online, liegt aber schon gedruckt vor.

Dortmund an der Grenze der Belastbarkeit

Von , am Montag, 28. September 2015

Gestern war ich in Dortmund, einem der zwei „NRW-Drehkreuze“ zur Verteilung von Flüchtlingen. Und ich habe erlebt, wie diese Stadt mal wieder an die Grenze der Belastung ihrer Infrastruktur getrieben wurde.

80.000 Menschen reisten an einem einzigen Tag an. Weiterlesen

Was kommt nach dem Zusammenbruch der Fifa?

Von , am Freitag, 25. September 2015

Um es vorwegzunehmen: in den globalen geschäftlichen Konflikten des Weltfußballs gibt es für mich keine „Guten“. Und ob jemand der Beteiligten ein „kleineres Übel“ ist, ist für mich eine weit offene Frage.

Offenbar ist es nun so, das die USA, die für ihre Rechtsprechung schon lange vor TTIP immer einen globalen Anspruch erhoben haben, Weiterlesen

Essen: Stell‘ Dich nicht so an – Du has‘ nix!

Von , am Freitag, 25. September 2015

Die neueste Essstörung soll Orthorexie heissen. Sie soll bedeuten, dass man sich selbst bekloppt macht bei der Überlegung: was kann ich essen und was vertrag‘ ich nicht. Man hat ja keine anderen Sorgen mehr; und was soll man nur machen, so ganz ohne Angst?

Keine Ahnung, wie viele daran schon leiden. Immerhin: ich kenne welche. Und offensichtlich sind es genug, um auf ihre Kosten Super-Umsatz zu machen. Das hat nun letzten Montag die „wdr-story“ Weiterlesen

Das Beste zu VW

Von , am Donnerstag, 24. September 2015

Spiegel-online ist die BILD des Internet-lesers. Ich gebe es zu, auch meine. Ich habe heute nicht nur Theweleits Gladbach-Bericht verschlungen, sondern mehr noch Lobos Kolumne, die bisher das Klügste ist, was ich über VW gelesen habe. Man muss ihn nicht mögen, aber er ist definitiv nicht doof.

Flüchtlingspolitik: Linke zerquatscht und verpennt Paradigmenwechsel

Von , am Donnerstag, 24. September 2015

Die Welt verändert sich mit wachsender Geschwindigkeit, und unsere Republik auch. Vieles, aber nicht alles davon, liegt am Kapitalismus. Und andere Widersprüche, als der zwischen Kapital und Arbeit, sind mitunter keine Nebensache. Z.B. ob man in einer Gesellschaft leben will, die auf Rassismus baut, oder in einer, in der er bekämpft wird. Voraussetzung für Letzteres ist, dass Rassismus-Opfer nicht Gegenstand und Objekt, sondern Subjekt entsprechender politischer Strategien sein müssen. Dazu gehören mitunter auch Kapitaleigner, Präsidenten oder Kanzlerinnen.

Es kann wohl kaum linker Ernst sein, Vegetierende und Ertrinkende erst mal auf Hilfe warten zu lassen, bis der Kapitalismus kapituliert hat. Weiterlesen

Flüchtlinge – wie wird es weitergehen?

Von , am Mittwoch, 23. September 2015

Die Flüchtlinge reissen nicht nur die EU, sondern, noch viel schlimmer, deutsche Urteilsstrukturen und Selbstbilder ein. Merkel und das Großkapital sollen was fortschrittliches wollen und entscheiden? Das ist nicht möglich. Wir lassen uns von denen doch nicht unseren liebgewordenen Rassismus wegnehmen? Und wenn wir selbst den verlieren, unsere schlechte Laune, unsere Machtlosigkeit, unser Rechthaben bleibt uns dann ja immer noch.
Isolde Charim hat dazu heute das Nötige geschrieben, in analytischer Schärfe, Weiterlesen

Ampelingenieure, vermaledeite

Von , am Mittwoch, 23. September 2015

Heute entschloss ich mich ausnahmsweise, das andere Rheinufer aufzusuchen. Die Linie 62, die mich in der Friedrich-Breuer-Straße bereits überholt hatte, ermöglichte es mir durch ihre ausgiebige Wartezeit am Konrad-Adenauer-Platz, sie bequem und ohne Laufschritt zu erreichen. Das hätte mir zu denken geben sollen. Weiterlesen

Kölner Hupke muss Bürgermeister von Peking werden

Von , am Mittwoch, 23. September 2015

Für den Weltfrieden und die Außenhandelsblanz darf uns kein Opfer zu groß sein. Jetzt ist die rheinische Konfliktlösungkompetenz des Exportvizeweltmeisters beim Weltmeister gefragt. Andreas Hupke, grüner Bezirksbürgermeister in Köln und dort seit Jahren in der Konfliktmoderation am Brüsseler Platz engagiert, ist jetzt für höhere Aufgaben gefordert.
In chinesischen Großstädten, erheblich – man glaubt es kaum – größer als Köln, gibt es ähnliche Probleme. Die Jugendlichen der chinesischen Kulturrevolution terrorisieren mit ihren sozialen Aktivitäten die ruhebedürftigen, produktiven und für die Exportweltmeisterschaft schuftenden jüngeren Bevölkerungsmassen. Sozialismus und Kapitalismus stossen hier mit der ganzen Unbarmherzigkeit ihrer Widersprüche aufeinander.
Wie kann man hier zu einem Interessenausgleich kommen, der den Weltfrieden nicht gefährdet sondern erhält? Da muss Hupke ran. Der Brüsseler Platz ist zu klein für ihn.

Hat Hecking bald Zeit?

Von , am Dienstag, 22. September 2015

Hat der vielgelobte Klaus Allofs die derzeitige VW-Krise vorausgesehen, als er Kevin de Bruyne an einen arabischen Feudalscheich verkauft hat? Aber was hat er sich dann dabei gedacht, oder war es alte Freundschaft aus Bremer Zeiten, dass er S04 ein paar der erzielten Millionen für Julian Draxler gab.

S04, dessen Präsident und Zahlmeister Tönnies in seinem Fleischhandelsimperium familiäre Auseinandersetzungen um die Besitzverhältnisse gerichtlich austragen muss, wobei selbst nach ihrer Klärung noch offenbleiben dürfte, wie diese Branche ihre kriminelle Aura überhaupt loswerden will, S04 steht also selbst auf wackeligen Fundamenten.

Die Wolfsburger Spieler, die heute gegen den FC Bayern spielen, werden auch lesen, was in der Welt so los ist. Weiterlesen

Favre (II): Gegen widerwärtiges Spekulieren

Von , am Dienstag, 22. September 2015

Der Unsinn blüht seit dem Wochenende auf weiter Flur. Auf Verlinkungen wird hier verzichtet. Es wird rauf und runter spekuliert, Verantwortung zugewiesen und geheuchelt was das Zeug hält. Das ist die heutige Welt des Fußballs. Immer mehr Fans finden das widerwärtig, insbesondere wenn sich das Business mutwillig einem Lügenblattkonglomerat ausliefert Weiterlesen

Alexis – wie hast Du das gemacht?

Von , am Montag, 21. September 2015

Für linksradikale Deutsche ein Verräter, für Sigmar Gabriel ein selbiger Hallodri, für Wolfgang Schäuble ein Opfer. Deutsche erkannten an Tsipras kein gutes Haar. Ich habe zur Feier des Tages heute morgen erst mal laut den „Canto General“ von Mikis Theodorakis und Pablo Neruda gehört (Vinyl 1975).

Anders als wir klugen durchblickenden Deutschen die bekloppten Griechen. Obwohl er doch immer und überall „verloren“ hat, gewinnt er bei denen ständig Wahlen und Abstimmungen. Für deutsche Linke und Besserwisser eine Horrorvorstellung: Weiterlesen

Duisburg im Zentrum chinesischer Geopolitik

Von , am Montag, 21. September 2015

Die „gelbe Gefahr“ verzichtet weitgehend auf militärische Mittel. Das könnte eins ihrer Erfolgsgeheimnisse sein.

Dieses Licht ist nun auch der Frankfurt Rundschau aufgegangen. An dieser Stelle hatte ich bereits auf den regelmässig verkehrenden Güterzug zwischen Duisburg und Chongqing verwiesen. In Duisburg hat wohl noch niemand wirklich begriffen, welche Entwicklungschancen in dieser darniederliegenden Stadt sich dahinter verbergen. Weiterlesen

Danke Lucien

Von , am Montag, 21. September 2015

Er ist gegangen aus eigenem Entschluss. Der VfL hat ihn nicht rausgeworfen. So ist die öffentliche Performance der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses von Lucien Favre mit dem VfL 1900 Borussia Mönchengladbach. Beide Seiten wahren so ihr Gesicht.

Favre hat als Trainer ein ähnlich sympathisch-verrücktes Image wie Guardiola, dem er er einst als Hospitant beim CF Barcelona beim Trainieren zugesehen hat. Weiterlesen