Thema: NDR

ZDF-Hitparade: Die kulturelle Gegenreform der 70er

Von , am Sonntag, 31. Dezember 2017

Dieser Tage feiert vor allem das ZDF den runden Geburtstag von Dieter Thomas Heck und damit auch die ZDF-Hitparade. Es ist ein Spiegel des musikkulturellen Niedergangs, wenn Heck und seine Sendung heute ganz überwiegend in den Medien als ernsthafte Musiksendung gelobt oder gar als kulturelle Errungenschaft gefeiert werden. Dabei waren Sendung und Moderator von Anfang an ein Angriff auf guten Geschmack, intellektuelles Niveau und musikalische Qualität im deutschsprachigen Fernsehen der 70er Jahre. Die ZDF Hitparade war der deutsch-spätvölkische Angriff der kulturell Ewiggestrigen gegen die progressive und vorwiegend anglophil geprägte Popkultur und Rockszene, die seit den 60er Jahren die deutschen Medien erobert und den „deutschen Schlager“ ebenso wie die Marschmusik der Kriegsgeneration nahezu aus der Öffentlichkeit verdrängt hatte.

Weiterlesen

ARD-Sportjournalismus – war das alles?

Von , am Samstag, 23. Dezember 2017

Es lief schon am Dienstag, aber ich muss meinem Ärger immer noch Luft machen. Dieses Mal wurde eine ARD-Dokumentation zu Recht um Mitternacht versenkt: das Nichts über Franz Beckenbauer. Da hatten Tom Theunissen und Olli Dittrich mit ihrer scheinbaren Fiktion „Schorsch Aigner“ vor zwei Jahren deutlich mehr zu bieten.
Das, was der NDR diese Woche in der ARD aufbot, und auch dieser Sender kann es eigentlich besser, enthielt absolut keine neue Erkenntnis, und blies die mit einer Riege Dampfplauderer, die alle niemals ein Mikrofon auslassen würden, auf – der Seriöseste war noch Harald Stenger. Interessant war allenfalls, wer alles „nicht zur Verfügung“ stand. Die wollten nichts sagen, weil sie zuviel wissen.
Der WDR hat ein produktives sportjournalistisches Team bei Sport inside zusammen, guckt es aber mit dem Arsch nicht an. Gegenwärtig ist mehrmonatige „Winterpause“ bis Mitte Februar. Die „Sommerpausen“ gehen über mehrere Jahreszeiten. Und zu allen wichtigen Turnieren (WM, EM, Olympia) ist widersinnigerweise auch immer „Pause“. Schön, dass immerhin noch Zeiten gefunden werden, zu denen überhaupt gesendet wird. Die Termine wechseln seitens der WDR-Programmdirektion allerdings so oft, dass ich das Gefühl habe, auf Internetstreaming umerzogen werden zu sollen.
Muss ich noch ein Wort verlieren, dass der öffentlich-rechtliche Auftrag eni anderer ist? Interessiert das noch jemanden? Journalismus?

Onlinekapitalismus / Fluchtursachenkapitalismus / Gewaltstatistik / SPD

Von , am Samstag, 9. Dezember 2017

Marcus Hammerschmitt kritisiert auf Telepolis wie wohlfeile deutsche Amazonkritik. Amazon sei nicht schlimm, weil es einem fiesen US-amerikanischen Milliardär gehöre, sondern weil der Konzern den Gesetzmässigkeiten des Kapitalismus folge.
Der Kapitalismus ist es auch, der in Afrika so viele Menschen zur Migration nötigt: eine Bestandsaufnahme von Jörg Goldberg in der Jungen Welt. Wenn Ihnen das zu viel zu lesen ist, versuchen Sies mit diesem kurzen Beitrag von extra3/NDR.
Birgit Gärtner berichtet sehr gründlich aus den Statistikveröffentlichungen zur Gewaltkriminalität in Deutschland. Ein furchtbares Fundament auf dem die #metoo-Debatte und noch viel mehr notwendig ist. Der gefährlichste Ort für eine Frau ist: zuhause. Dort finden die meisten Gewalttaten, und übrigens auch die meisten Unfälle, statt. Hören Sie zur Thematik sexueller Übergriffigkeit auch das heutige Wochenendjournal des Deutschlandfunks.
Majid Sattar/FAZ schreibt seine Sorgen um die SPD. Manche mögen es rechtsszialdemokratisch nennen, für ein rechtskonservatives, in Teilen reaktionäres, Kampfblatt wie die FAZ ist es bemerkenswert guter und anständiger Journalismus.

Privatfernsehen – bald mausetot

Von , am Freitag, 10. November 2017

In den 80er Jahren verfolgte die CDU-Bundesregierung Kohl die Absicht, konservative Herrschaft in Deutschland durch die Einführung privaten Fernsehens abzusichern. Die öffentlich-rechtlichen Sender erschienen ihr rot (das war den Sozialdemokraten zugeordnet) unterwandert, vor allem NDR und WDR, die mit der Tagesschau in Hamburg und dem Hauptstadtstudio in Bonn die politische Berichterstattung dominierten. Mit seinem Grossspender Leo Kirch zog Kohl an einem Strang. Strippenziehen war sein grösstes Talent.

Nachdem anfangs die überwiegend konservativen Zeitungsverlegerfamilien das Angebot annahmen, sich an privaten TV-Sendern zu beteiligen, merkten manche schnell, andere langsam, das sie das nicht können und liessen sich wieder rauskaufen. Übrig blieben im Geschäft die Konzerne Kirch und Bertelsmann, Senderflaggschiffe Sat1 und RTL.

Bertelsmann wurde fälschlich der SPD zugeordnet, nur weil es im SPD-regierten NRW seinen Konzernsitz hatte und dort selbstverständlich gepflegte diplomatische Beziehungen unterhielt, auch zur zeitweiligen Regierungspartei Grüne. Bei einzelnen Begegnungen in Gütersloh und Köln war ich dabei. Leitendes Interesse war aber keine bestimmte Politik, sondern Geldverdienen. Weiterlesen

ZDF – das neue Erste?

Von , am Mittwoch, 8. November 2017

Schon seit längerem führt das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), allenfalls bedrängt von der Summe der Dritten, die deutsche Einschaltquotentabelle an. Wenn es einen Staatssender gibt, dann ist es dieser. Das Bundesverfassungsgericht musste immer wieder eingreifen, um die grundgesetzlich vorgeschriebene Staatsferne bei der Zusammensetzung seiner Aufsichtsgremien durchzusetzen. Die öffentlich-rechtliche Konkurrenz von der ARD profitiert von und leidet unter dem Föderalismus. Sie setzt sich aus 9 Anstalten zusammen, sogar die Zwergstaaten Bremen und Saarland haben immer noch eigene. Während Bremen früher durch kreative Programminnovationen glänzte, erinnert sei an das Interviewergespann Christian Berg und Michael Geyer oder an die Frühzeit der Talkshow „III nach neun„, können sich die meisten Zuschauergenerationen daran schon nicht mehr erinnern. Das Saarland hatte früher mit Jochen Senf zumindest einen skurril-originellen Tatort-Kommissar (der Gourmet mit dem Rennrad), kennt heute auch keine*r mehr.

Trotz komplizierter Aufsichtsstruktur dürfte also das ZDF die kürzeren anstaltsinternen Entscheidungswege haben. Und während wir es in der alten BRD-Zeit noch als „CDF“ bezeichneten, also als Verschmelzung von Kohl-CDU und Fernsehen, haben sich auch diese Unterschiede abgeschliffen. Weiterlesen

Dominik-Graf-Tatort – Treffer!

Von , am Dienstag, 17. Oktober 2017

Getroffene Hunde … Stefan Aust, in seinem Bemühen die Herrschaft über die historische Deutung der Raf und des „deutschen Herbstes“ zu verteidigen, sah sich gezwungen, den Tatort vom letzten Sonntag unter der Regie von Dominik Graf als „Raf-Propaganda“ zu verunglimpfen. Wo er das tat, enthielt auch gleich das Urteil über dieses Urteil.

Aust, ein klassischer lebenslanger Narzissmus-Fall, hat seine Verdienste. Als ich ihn das erste Mal wahrnahm, hatte er seine Arbeit bei den „St.Pauli-Nachrichten“ bereits beendet, und war zum Reporter beim NDR-Magazin „Panorama“ aufgestiegen. Ich fand den Kerl sehr beeindruckend, er wirkte, zu dieser Zeit, mutig. Was dann als Berufsbiografie folgte, ist weitgehend bekannt. Dem „Spiegel“ hat es nicht gutgetan. Die eigenhändige Zensur Austs einer Titelgeschichte zur Energiepolitik von Harald Schumann, und Verdrehung ihrer Aussagen ins industriefreundliche Gegenteil, wird unvergesslich bleiben. Weiterlesen

Trittin / Kälber / Grindel

Von , am Dienstag, 10. Oktober 2017

„Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“ sagt der Volksmund. Nun, was für AfD-Wähler*innen gelten mag, ist für viele Kälber eher beleidigend. Aber der Reihe nach.

Jürgen Trittin zeigte gestern im Tagesthemen-Interview klare Kante gegen AfD-Positionen der CDU/CSU. Innerparteilich macht er sich damit nicht nur Freund*inn*e*n, aber er bindet damit die noch verbliebenen Grünen-Wähler*innen, mich jedenfalls.

Kälber dagegen sind gar nicht so doof, wie uns am Ende dieses NDR-Films ein kluger Bauer erklärt. Und wussten Sie, dass die meisten Kälber unter unseren konventionellen Haltungsbedingungen Magengeschwüre kriegen? Ich auch nicht. Wollen Sie sowas essen? Ich auch nicht. Darum wird es auch lieber gar nicht erst untersucht.

Wie ein genervtes Kalb guckte DFB-Chef Reinhard Grindel (CDU), als er bei der Pressekonferenz zum Aserbaidschan-Länderspiel Stellung beziehen musste. „Politiker“ sollen ihn „darauf angesprochen“ haben. Ich kenne welche persönlich, die das hier gelesen haben. Noch schöner wäre, wenn das Gerede auch politische Konsequenzen bekäme. Aserbaidschan ist immer noch vorgesehener Spielort der EM 2020. Was sagt der DFB in der UEFA dazu?

War früher alles besser?

Von , am Montag, 18. September 2017

Die Grünen z.B.?
Rüdiger Suchsland macht sich, etwas spät vielleicht, Gedanken, wie sie heute sein könnten.

Die SPD?
Jakob Augstein und Oskar Lafontaine – viele werden jetzt ausstossen: ausgerechnet! – erzählen, wie es mit Deutschland unter einem Bundeskanzler Lafontaine gekommen wäre. Komplett falsch liegt der dieses Mal einen überraschend milden Ton wählende Oskar mit seiner Willy-Brandt-Verherrlichung. Es gab für Willy nichts Wichtigeres als deutsche Einheit und Souveränität, und die hätte er nie ausserhalb der SPD gesucht. Die Willy-Anbetung alter und junger Sozialdemokraten bleibt skurril. Dass Jakob und Oskar in ihrer alltäglichen Arbeitsumgebung von Vielen nicht für Linke gehalten werden – geschenkt.

Was früher besser war, untersuchte letzten Freitag im NDR die sehenswerte „Panorama – die Show„, um 0 Uhr gesendet, trotzdem jugendfrei. Bemerkenswert, wie weit wir bis heute gekommen sind: heute sind schon 6,3% aller Vorstandssitze in DAX-Konzernen weiblich besetzt. Wieviele Frauen hätten das wohl in den 60er Jahren für möglich gehalten? Sollen sich die Türkei oder Ruanda da mal ein Beispiel dran nehmen? Da musste erst ein fünfjähriger Iraner aus Teheran kommen, um uns darauf hinzuweisen?

Pornoindustrie – eine unserer vielen dunklen Seiten

Von , am Sonntag, 10. September 2017

Der Pornobranche wird zurecht nachgesagt, dass sie ein Treiber neuer Medientechnologien ist. Was sich in ihr durchsetzt, hat auch gesamtökonomisch beste Chancen. Das gilt aber nicht nur für Techniken, sondern auch für Geschäftsmodelle: was hier als Ausbeutung funktioniert, das ist auch woanders durchsetzbar. Darum ist es für uns alle ratsam, das zu sehen und nicht auszublenden, nur weil wir das pfuibah und ekelig finden.
Darum ist es verdienstvoll, dass sich die WDR-Reihe „Die Story“ dieses Themas angenommen hat. Diese Reihe ist eine der rar gewordenen Existenzberechtigungen öffentlich-rechtlicher Medien. Ich bin so alt, dass ich mich noch erinnern kann, dass sie um 21 Uhr lief, dann um 21.45 h, jetzt ist sie im WDR-TV bei 22.10 h angekommen. Die Beiträge im ARD-Programm haben frühestens um 22.45 h eine Sendechance. Die Programmdirektionen, die das zu verantworten haben, denken wohl, dass sie schon Ruhestand sind, wenn ihr Mediensystem abgewirtschaftet ist – wozu sie selbst gegenwärtig emsig beitragen – nach mir die Sintflut. Aber das ist ein anderes Thema ….

Der Film der Französin Ovidie (Mediathek bis Anfang Oktober, und nur von 22-6 Uhr) vom WDR offensichtlich angekauft (oder coproduziert), zeigte die aktuellen Möglichkeiten und Systemgrenzen von Recherchepräsentation. Weiterlesen

Gutes Fernsehen – gibts wirklich

Von , am Donnerstag, 18. Mai 2017

Immer wieder donnerstags glüht mein digitaler Videorecorder. Es gibt mehr zu gucken, als ein normaler Mensch schaffen kann, und zwar ganz ohne Privatsender – ich empfange nur 13 öffentlich-rechtliche Sender mit DVB-T2. Hier also, was es nur heute Sehenswertes gibt: Weiterlesen

Hasret – noch eine Istanbul-TV-Perle

Von , am Mittwoch, 29. März 2017

Vor wenigen Tagen lobte ich hier schon ein Istanbul-Filmchen, das der NDR im Nachtprogramm versenkte. Das hat vorgestern auch Arte getan, mit „Hasret“. Eine recht poetisch und in Teilen dichterisch-surreal geratene Wahrnehmung dieser spektakulären Stadt. Dichterisch-surreal nicht nur in der erzählten Geschichte sondern auch und gerade in der Bildsprache. Kritisch anmerken würde ich auch hier wieder, dass die Macher um einiges zuviel um sich selbst kreisten, obwohl ich das andererseits auch gut nachempfinden konnte, als Fremder in Istanbul.
Arte hält die Filme in der Regel 7 Tage in der Mediathek, sie haben also von heute an noch 5 Tage Zeit. Vielleicht verlängert sie sich ein bisschen durch Wiederholungstermine. Der Film lief bereits im Kino, erhielt – gut angelegte – Fördermittel der Filmstiftung NRW, Lindenstraßen-Produzent Geissendörfer produzierte mit, ein starker Bündnispartner mit guten Beziehungen für die Filmmacher.

Istanbul – Barcelona

Von , am Freitag, 24. März 2017

Die bis vor kurzem geilsten Hotspots Europas verändern sich gegenwärtig auf dramatische Weise. Vor kurzem hatte ich hier schon auf die gedrückte Stimmung in Istanbuls Stadtteil Beyoglu hingewiesen. Um Mitternacht versenkte der NDR diese Woche eine bedrückende Istanbul-Reportage von Yasemin Ergin und Katharina Willinger.

Zu dieser unbedingt sehenswerten Reportage folgende Manöverkritik, für die die Autorinnen vermutlich weniger verantwortlich sind als der auftraggebende Sender: Frau Ergin ist nicht nur eine kluge, sondern auch eine ausnehmend junge, gutaussehende Frau. Darum ist sie – gefühlt – auf 50% aller gesendeten Bilder gut zu sehen. Das wird in der Branche als „moderne Presenter“-Reportage bezeichnet; der entschieden eitlere, hässlichere und arrogantere Christoph Lütgert hatte sie im NDR quasi zu einer eigenen Kunstform entwickelt, die sich epidemisch im deutschen Fernsehen ausgebreitet hat. Ich gebe zu Protokoll: ich hasse das als egomanische Selbstbespiegelung der Medienmacher*innen, von der guten Sache lenkt es (meistens) ab. Fast alle Konfliktlagen werden personalisiert, dahinter liegende politische und ökonomische Strukturen werden so – oft – mehr verborgen als freigelegt.

In der Arte-Reportage über den Häuser- und Mieter*innen*kampf in Barcelona wird wohltuend darauf – auf die Presenter, nicht die Personalisierung – verzichtet, sie wird dadurch aber keinen Deut weniger informativ. Während Istanbul von seinem einstigen Bürgermeister Erdogan massiv bedrängt und von seiner globalen Vernetzung abgeschnitten wird, kämpft Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau mit ihren Bürger*inne*n gegen das Bündnis des neoliberalen von einer konservativen korrupten Clique regierten Zentralstaats mit dem globalen Immobilienbusiness.

ARD&ZDF: Seehofers ahnungslos ins Wasser geworfener Stein

Von , am Donnerstag, 6. Oktober 2016

Steine ins Wasser werfen, das kann er der Horst. Welche Wellen die erzeugen, interessiert ihn weniger. Es geht ihm ja nicht um die Sache, sondern er instrumentalisiert sie nur für den öffentlichen Effekt.

Dass es Bedarf nach tiefgreifenden inhaltlichen und strukturellen Umbauten des öffentlich-rechtlichen Mediensektors gibt, ist auch in Fachkreisen unumstritten. Die können aber strukturell nicht von ihm selbst ausgehen – im Gegenteil. Überlässt man ihn sich selbst, wird er seine eigene Implosion herbeiführen.
Der Sektor ist eine deutsche Besonderheit. Er hat historische Verdienste, die noch heute spürbar sind – demokratisch wertvolle Nischen hat er behalten, auch sozialpolitisch ist nicht gering zu schätzen, dass Deutschland vermutlich die größte nationale Free-TV-Landschaft hat.

Alle TV-Sender laufen aber mittlerweile gesellschaftlich und technologisch hoffnungslos hinter der Musik her, Weiterlesen

„Quatsch oder Aufklärung“ – Analyse von TV-Satire

Von , am Montag, 26. September 2016

von Jupp Legrand/Otto-Brenner-Stiftung

Merkel liegt ganz weit vorne … … wenn es darum geht, durch den Kakao gezogen zu werden

+++ Satire boomt im Fernsehen +++ Die heute show hat inzwischen mehr Zuschauer als das heute journal +++ Die Anstalt mit mehr Wucht als manches Politik-Magazin +++ „Erdogan-Song“ von extra 3 findet weltweit Beachtung +++ politische Themen und starke Personalisierung vorherrschend +++ Wird durch Klamauk auch politisches Interesse geweckt und Aufklärung betrieben? +++ Leisten sich die Sender mit Satire nur gebührenfinanzierte Beiträge zur Steigerung von Politikverdrossenheit? +++
Frankfurt/Main, den 26. September 2016. 51 mal hat sich die heute show des ZDF im ersten Halbjahr 2016 über Angela Merkel lustig gemacht. Damit führt die Bundeskanzlerin das Witze-Ranking klar an vor SPD-Chef Sigmar Gabriel, der 25 mal, und CSU-Chef Horst Seehofer, der 23 mal Zielscheibe des Spottes war. Andere Politiker folgen mit großem Abstand. Das Spitzentrio der deutschen Politik ist auch Spitze darin, durch den Kakao gezogen zu werden. Weiterlesen