Thema: Pastis

Sturm über Bonn / ARD-Geld für Ösi-Milliardär?

Von , am Sonntag, 21. Januar 2018

Der Soziologe Stefan Selke, er lehrt in Baden-Württemberg, hat aber einige Jahre hier in Bonn studiert, beschreibt die fragile zivilisatorische Firnis während des Sturms Friederike in der abgelaufenen Woche in Bonn bei telepolis. Ich war an diesem Tag auch in Bonn, nicht am Hauptbahnhof, aber bewegte mich im ÖPNV über die Kennedybrücke, und hatte eher gegenteilige, angenehme Erlebnisse. Vielleicht lags auch einfach an dem guten Mittagessen im Pastis.
Im Alltag, also gerade nicht in Krisen-Ausnahmesituationen, mache ich jedoch ähnliche Beobachtungen wie er. Als Kunde und Gastronomiegast merke ich seit langem, dass ich mit normal-höflichem Verhalten schnell von den Dienstleister*inne*n im Service ins Herz geschlossen werde – weil es so selten ist. Weiterlesen

„Pastis“ – einfach gut

Von , am Sonntag, 12. November 2017

Meine regionalen Freund*inn*e*n wissen bereits, dass ich regelmässig freitagsmittags im Pastis esse, gelegentlich auch donnerstags. Auch mein 60. Geburtstag wurde dort zum Teil gefeiert. Das Preis-Leistungsverhältnis des Mittagsmenüs wird mir ein Rätsel bleiben, weil es aus Kund*inn*enperspektive in Bonn derzeit von niemandem übertroffen wird.
Dieses Wochenende habe ich nun ein Experiment gewagt. Während ich freitags traditionell, und exzellent gut, immer Fisch esse, habe ich mir aufgrund zahlreicher Verabredungen für Sonntag das Selberkochen geschenkt, und den Fleischgang des Mittagsmenüs zum Aufwärmen mitgenommen (9 Euro). Das „Entenkonfit mit Flageolet-Bohnen“ stand zwei Tage im Kühlschrank. Dann habe ich es nicht in der Mikrowelle, sondern in der mit geschmolzener mild gesalzener Biobutter ausgelegten Pfanne heissgemacht; häufig wenden, damit das Fleisch nicht zu lange brät und zäh wird. Auf die Fleischteile kam noch eine Prise Curry (von meinem Arzt empfohlen) und einen kleinen Rest von altem Rotwein habe ich zum Ablöschen verwendet.
Ergebnis: für die 9 Euro, hätte ich so eine Delikatesse nicht selbst zubereiten können. Das ist Handwerk. Und Kunst. Dringend erhaltenswert.