Thema: Tatort

Das enge Weltbild der BRD-Generationen

Von , am Montag, 1. Januar 2018

Als ich im neuen Jahr die Augen öffnete, erschien mir ein mit der Sonne besetzter blauer Himmel. Bonner*innen wissen ja: Beuel, die Sonnenseite ;-) Möge es was zum Charakter des Jahres bedeuten, schön wärs.

Das Fernsehen, die über-60-jährigen wissen noch, was ich damit meine, startet womöglich heute auch programmatisch ins Neue Jahr. Das CDF sendet ein weiteres „Traumschiff“ für die Helmut-Kohl- und Dieter-Thomas-Heck-Generation („geistig-moralische Wende“ hiess das). Die ARD hat heute scheinbar einen Saarland-Tatort für die im Denken stehengebliebenen 68er. Wer 1968 18 war, ist 2018 68 Jahre alt, also Teil der Kernzielgruppe öffentlich-rechtlichen Fernsehens.

Wie naiv dagegen die jungen Leute beim Kongress des Chaos-Computer-Clubs. Was Stefan Krempl bei heise-online über die Abschlussrede berichtet, erinnert mich von der Performance her an meine Ministranten-Zeiten (1965-70). Weiterlesen

Wer ist „der am meisten überforderte Intendant“?

Von , am Montag, 11. Dezember 2017

In Berlin würde jetzt alle schreiend aufstehen und „Dercon“ rufen. Ungerecht. Wir sind ja auch nicht in Berlin. Helmich ist es auch nicht, nach meiner Wahrnehmung eher ein kluger Stratege, der mit immer enger werdenden Spielräumen von seiten einer kurzsichtigen Kommunalpolitik klarkommen muss. Nein, der geschätzte Kollege Rene Martens hat diesen „Eindruck“ vom aktuellen WDR-Intendanten Tom Buhrow gewonnen. Und damit könnte er rechthaben.
Buhrow habe ich in den 80er Jahren noch bei Kölner Antifa-Demos mitlaufen gesehen. Lockerer Typ mit fortschrittlichen Ansichten, so setzte er sich in meiner Erinnerung fest. Das allein reicht offensichtlich nicht, ein immer mehr Fett ansetzendes Dickschiff durch unruhige Gewässer zu steuern. Fett schwimmt immer oben? Ja, das könnte die herrschende „Philosophie“ des WDR von heute sein. Programminnovationen sind aus dem Haus Weiterlesen

Grösste Gefahr für unsere Demokratie: die NSU-Verschwörung

Von , am Donnerstag, 9. November 2017

Gestern wies ich in meinem ZDF-Text bereits auf den Dengler-Krimi von Montag hin, der von Annette Ramelsberger in der SZ in ähnlicher Weise angegriffen wurde, wie zuvor der RAF-Tatort von Dominik Graf Attacken von Springers Angestelltem Stefan Aust hinnehmen musste. Ramelsberger ist diejenige, die in einer SZ-internen Kontroverse dafür eintritt, dass der Münchener NSU-Prozess „endlich enden“ müsse.
Gestern habe ich mir den Film angesehen. Nicht so dicht inszeniert, wie von Graf, aber, und das scheint den Ärger hervorzurufen, informativ für alle, die nur mal wissen wollen, was genau hinter dieser ganzen NSU-Geschichte steckt, und das quält die Kritker*innen des Films besonders: zur „besten Sendezeit“ (20.15 h), wenn wirklich viele Unwissende vor der Glotze sitzen. Der Film und sein Drehbuch beantworten vernünftigerweise nicht alle der vielen offenen Fragen. Denn klar ist nur: die offizielle Version von Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt ist nicht die Antwort. Weiterlesen

ZDF – das neue Erste?

Von , am Mittwoch, 8. November 2017

Schon seit längerem führt das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), allenfalls bedrängt von der Summe der Dritten, die deutsche Einschaltquotentabelle an. Wenn es einen Staatssender gibt, dann ist es dieser. Das Bundesverfassungsgericht musste immer wieder eingreifen, um die grundgesetzlich vorgeschriebene Staatsferne bei der Zusammensetzung seiner Aufsichtsgremien durchzusetzen. Die öffentlich-rechtliche Konkurrenz von der ARD profitiert von und leidet unter dem Föderalismus. Sie setzt sich aus 9 Anstalten zusammen, sogar die Zwergstaaten Bremen und Saarland haben immer noch eigene. Während Bremen früher durch kreative Programminnovationen glänzte, erinnert sei an das Interviewergespann Christian Berg und Michael Geyer oder an die Frühzeit der Talkshow „III nach neun„, können sich die meisten Zuschauergenerationen daran schon nicht mehr erinnern. Das Saarland hatte früher mit Jochen Senf zumindest einen skurril-originellen Tatort-Kommissar (der Gourmet mit dem Rennrad), kennt heute auch keine*r mehr.

Trotz komplizierter Aufsichtsstruktur dürfte also das ZDF die kürzeren anstaltsinternen Entscheidungswege haben. Und während wir es in der alten BRD-Zeit noch als „CDF“ bezeichneten, also als Verschmelzung von Kohl-CDU und Fernsehen, haben sich auch diese Unterschiede abgeschliffen. Weiterlesen

Tatort Saudi-Arabien

Von , am Dienstag, 7. November 2017

Wenn der ARD-Tatort nicht mehr „experimentell“ sein soll, kann ihn quasi jede/r selber schreiben. Die FAS-Medienredaktion hat schon mal ein paar Folgen entworfen. Dafür braucht keiner mehr Drehbuchautor*inn*en und auch keine 23 Drehtage. Die Schauspieler*innen, einmal eingescannt, lassen sich sicher auch digital animieren. Die Zuschauer*innen werden dann über 70 sein, aber 6-8 Mio. sind so immer zu schaffen, und viel billiger! Vielleicht mit einem neuen Soundtrack von Reinhard Mey, der quasi als Teaser alles musikalisch zusammenfasst. Einst hatte das ZDF mit seiner Serie „Der Kommissar“ 90% Marktanteil. Der war 30 Minuten kürzer. Hauptsache ist doch nur, dass am Schluss das Gute siegt und mann gut einschlafen kann.

Ungleich spannender der Wirklichkeitskrimi in Saudi-Arabien.
Aktuelle Berichte aus dem Handelsblatt hier und hier, eine Einschätzung von Guido Steinberg (SWP) zu den innerfamiliären Machtkämpfen in der feudalen Herrscherfamilie Saud, und eine Zusammenfassung von Thomas Pany (Telepolis) zur angeheizten Kriegsgefahr. Wenn das so weiterläuft bekommt EU-Europa in Kürze in seiner Nachbarregion zu der einen Atommacht Israel noch zwei dazu: Saudi-Arabien und den Iran, Chinas Nordkorea-Problem mal 3.
Wer will noch mal unbedingt Aussenminister werden?

Tatort-Erregung

Von , am Montag, 30. Oktober 2017

Der Tatort ist neben dem Fussball das Flaggschiff der ARD als dem grössten der öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland. Den gestern habe ich z.B. nicht geguckt, weil mich der angekündigte paranormale Gruselkram nicht interessiert, und mich die Hessen, ausser mit Tukur, und nachdem Kunzendorf und Krol weg sind, sowieso nicht mehr ansprechen.

Ziemlich krank kommt es mir aber vor, wenn die Audience-Flow-Manager in der ARD-Führungsetage in ihren ausgedehnten Koordinationssitzungen an dem Format rumsägen und verschlimmbessern wollen. So wurde offensichtlich durchgestochen und von zahlreichen Medien berichtet (u.a. auch vom ARD-Videotext selbst), es solle in Zukunft nur noch „zwei experimentelle Tatorte“ im Jahr geben. Hallo, jemand zuhause? Gibt es ein blamableres Armutszeugnis?

Die öffentlich-rechtlichen Sender werden derzeit von den privaten Zeitungsmilliardären in übelster AfD-Manier attackiert. Da die Milliardäre für sich kein Geschäftsmodell mehr finden, gehen sie unter, und vorher Weiterlesen

Was mit Medien / Chinas Volkskongress

Von , am Freitag, 20. Oktober 2017

Sascha Lobo (Sp-on) und Jens Berger (Nachdenkseiten) schreiben zur aktuellen Legitimationskrise „der Medien“ – typischer Fall von beide haben recht.
dpa meldet den medienpolitischen Wasserstand von der Ministerpräsidentenkonferenz, Ex-Jungdemokrat Benjamin Hoff schreibt in der Freitag-Community seine Position als Chef der thüringischen Staatskanzlei (rot-rot-grüne Koalition).
René Martens bewertet im MDR-„Altpapier“ den bisherigen Streit um die Deutung der RAF im Tatort von Dominik Graf. Update 22.10.: Eine Deutung, die meine volle Zustimmung findet, von Peter Körte in der FAS.
Ein Beispiel für seriösen Journalismus im hitzigen Gefecht: Thomas Pany (Telepolis) zum Streit um die Untersuchungen zum Insektensterben.

In der grössten Weltmacht unserer Tage ist Volkskongress. Falk Hartig schreibt in den Blättern zur politischen Ausgangslage, ND-Chef Tom Strohschneider im Oxiblog zur widersprüchlichen Wahrnehmung Chinas hierzulande.
Kai Strittmatter kommentiert das Ereignis im SZ-Leitartikel. Er übersieht beim scheinbaren Sytemgegensatz vielleicht, dass eine deutsche Innenministerkonferenz an der von ihm beschriebenen Herrschaftsform auch Gefallen finden könnte. Und wie viele EU-Innenminister würden sich denn wohl dagegen wehren? Ganz zu schweigen von den kalifornischen Konzernemmissär*inn*en, die Schlangestehen, um unter kommunistischen Türritzen in China durchkriechen zu dürfen, der „großen Märkte“ und Datenmengen wegen. Ärgerliches Problem: sie werden nicht mehr erhört, die chinesischen Oligarch*inn*en, gierig wie unsere, wollen alles für sich.

Dominik-Graf-Tatort – Treffer!

Von , am Dienstag, 17. Oktober 2017

Getroffene Hunde … Stefan Aust, in seinem Bemühen die Herrschaft über die historische Deutung der Raf und des „deutschen Herbstes“ zu verteidigen, sah sich gezwungen, den Tatort vom letzten Sonntag unter der Regie von Dominik Graf als „Raf-Propaganda“ zu verunglimpfen. Wo er das tat, enthielt auch gleich das Urteil über dieses Urteil.

Aust, ein klassischer lebenslanger Narzissmus-Fall, hat seine Verdienste. Als ich ihn das erste Mal wahrnahm, hatte er seine Arbeit bei den „St.Pauli-Nachrichten“ bereits beendet, und war zum Reporter beim NDR-Magazin „Panorama“ aufgestiegen. Ich fand den Kerl sehr beeindruckend, er wirkte, zu dieser Zeit, mutig. Was dann als Berufsbiografie folgte, ist weitgehend bekannt. Dem „Spiegel“ hat es nicht gutgetan. Die eigenhändige Zensur Austs einer Titelgeschichte zur Energiepolitik von Harald Schumann, und Verdrehung ihrer Aussagen ins industriefreundliche Gegenteil, wird unvergesslich bleiben. Weiterlesen

NRW&WDR: Symbiose, fruchtlose

Von , am Samstag, 12. August 2017

Es ist Sommerloch. Die TV-Sender schicken alle Redaktionen, sofern sie überhaupt noch welche unterhalten, in die „Sommerpause“, die aber nicht so kurz ist, wie bei den Schulkindern, sondern gerne doppelt so lang. Freie Mitarbeiter*inn*en bleiben in dieser Zeit auftragslos, so werden Kosten gespart. Sportsenderechte müssen versendet werden, was an Lücken bleibt, füllen Tatort-Wiederholungen. Eine „kreative“ Idee darüber hinaus ist, Volontär*inn*e*n ins Archiv zu schicken, und sie dort ein paar schöne, alte Schwarz-Weiss-Bilder neu zusammenschneiden zu lassen. Das kostet (fast) nichts, und das Ü70-Publikum, und das sind viele, freut sich an den Erinnerungen.
Andreas Rossmann, FAZ-NRW-Korrespondent mit badischem Migrationshintergrund, in Köln lebend, mit einer tiefen Liebe zum Ruhrgebiet, hat sich eine dieser Sendungen vorgenommen, mit einem schweren Denkfehler: er nimmt sie inhaltlich ernst, und kritisiert sie entsprechend qualitativ. Wie naiv von dem alten Mann, kurz vor seinem Rentenalter, gehört insofern also fast schon zur Zielgruppe.
Die sonntägliche WDR-Sendereihe „Mein Verein“ ist nach dem gleichen Muster gearbeitet (meine Anfrage nach dem Verbleib von „Sport inside“ ist seit einer Woche unbeantwortet). Die Folge über S04 schien zunächst ein rührseliges, schmalztriefendes Werbestück zu werden, bis glücklicherweise der eingebettete „Zwischenruf“ von Tom Theunissen kam. Weiterlesen

Tatort – beim WDR geht noch was

Von , am Sonntag, 15. Januar 2017

Der von mir seit einiger Zeit favorisierte Dortmunder Tatort hat seinen Drehbuchautor Jürgen Werner nach Köln ausgeliehen. Kann das gutgehen: von Westfalen in die ganz andere Kultur des Rheinlandes? Dem Kölner Tatort hat es jedenfalls gutgetan. Wie Jürgen Becker immer so schön sagt: „Es ist furchtbar, aber es geht!“ Der Film ist eine Parabel über eine paranoide Gesellschaft. Wer sich Krieg wünscht, bekommt ihn auch. Wer dagegen Frieden will, muss hart arbeiten. So ist das schon immer, als Zeitgenosse und beim Betrachten dieser gelungenen Produktion muss man jedoch immer denken: heute besonders.

Mediatheken-Ärger vor dem Ende?

Von , am Montag, 9. Januar 2017

Niemand blickt mehr durch, was und mit welcher Aufenthaltsdauer in den Mediatheken der von uns bezahlten Rundfunk- und TV-Sender abrufbar ist. Junge Leute glotzen überhaupt kein TV mehr. Selbst unsereiner guckt nur noch die 20-Uhr-„Tagesschau“, die Samstags-Sportschau und ausgewählte „Tatorte“ (Dortmund!, Tukur) live, wenn überhaupt.
Was nicht online steht, existiert auch nicht – für immer mehr Menschen, vor allem die Nachwachsenden.
Wenn die Mediatheken nicht bald verlässlich nutzbar sind, und wenn nicht endlich die sehr inhaltsreichen Archive, die wir auch alle schon bezahlt haben, zugänglich gemacht werden, dann werden auch die öffentlich-rechtlichen Sender bald nicht mehr existieren. Zu entscheiden haben das gemäss Verfassung die Ministerpräsident*inn*en der Länder. Jeder und jedem von ihnen ist vor allem „ihr“ Landessender ein besonderes Anliegen, denn nur dort kommen sie als Politiker*innen überhaupt verlässlich vor. Wenn sie also auch „ihrem“ Sender online die Luft abdrehen, dann ist das so eine Art politischer Selbstmord ;-)
Die Blog-Kolleg*inn*en von netzpolitik.org haben eine Bestandsaufnahme der Diskussion zwischen den Bundesländern gemacht. Es besteht Hoffnung. Aber durch das Einstimmigkeitsprinzip kann es auch Dauern.

Fetisch Kamera

Von , am Montag, 19. Dezember 2016

Wird es nicht immer schlimmer mit der Gewaltkriminalität?
Falsch, wie kommen Sie darauf? Die Gewaltkriminalität in Deutschland hat in den letzten 10 Jahren um ein Siebtel abgenommen, von ca. 210.000 auf 180.000. Von 2014 auf 2015 ist die Zahl ungefähr gleichgeblieben (+0,2%). Also: wie kommen Sie darauf?
Man sieht doch so viel. Jetzt werden Gewalttaten nicht nur im Tatort, sondern sogar schon in der Tagesschau gezeigt.
Richtig! Das ist es, was sich geändert hat: wir bekommen die Gewalttaten jetzt live gesendet.

Das ist der „Gewinn“ der Kameraüberwachung: Weiterlesen

Tatort-Paranoia und Medientrash

Von , am Montag, 21. November 2016

Ich kenne kaum jemand, der in Ulrich Tukur nicht einen erstklassigen Schauspieler sieht. Hier eine Besprechung der gestrigen Tatort-Folge, in der er wieder die Hauptrolle spielte. Im TV ist der Tatort neben Fußball das letzte Ereignis, das in den Augen der öffentlich-rechtlichen und privaten Einschaltquotenjäger*innen noch „funktioniert“. Ich gestehe: als Zuschauer gehöre ich dazu, neben der Tagesschau das einzige Programmelement, das ich zum Zeitpunkt der Erstausstrahlung anschaue.
Dieses Sendeformat ist also das Letzte, mit dem das TV massenhaft aufnahmebereite Hirne erreicht. In der Regel immer mit einem Mord, mindestens einem. Weiterlesen

Gruseltipps: Elbphil / Schwarze Obama-Bilanz / Lügenpresse / Tatorte, sehr alte

Von , am Freitag, 4. November 2016

Private-Public-Partnership soll ein Steckenpferdchen unseres Bonner OB Sridharan sein. Im Kern besteht die Partnerschaft daraus, dass Public bezahlt und Private kassiert. Wenn ein Medium davon etwas versteht, dann das Handelsblatt, das es am Beispiel der heute eröffneten Elbphilharmonie schön erklärt. Es hat wahrscheinlich nur ein bisschen Platz gefehlt – oder es wird bei den bekannt sachkundigen und hochgebildeten Handelsblatt-Leser*inne*n vorausgesetzt – um zu erwähnen, dass die Firma Hochtief heute mehrheitlich zum spanischen ACS-Konzern gehört. Dessen Hauptaktionär ist der semikriminelle Vereinspräsident von Real Madrid und persönliche Freund aller spanischen Regierungschefs, sofern sie der rechten PP angehör(t)en, Florentino Perez.

Wenn Sie unbesorgt um Ihre aktuelle Stimmung sind, lesen Sie diesen Sp-on-Kommentar von Thomas Fricke, der mit Blick auf die US-Präsidentenwahl politökonomische Vergleiche zwischen den 30er-Jahren und heute zieht.
Vor wenigen Tagen sendete das Deutschlandradio ein sehr interessantes Feature zur Bilanz der Obama-Präsidentschaft aus der Perspektive der Afro-Amerikaner, hier nachhör- oder -lesbar.

Neue Fakten zum Thema „Lügenpresse“ hat Stefan Niggemeier gesammelt.

Und wenn Ihnen das noch nicht Grusel genug ist: heute Abend gibt es zwei Tatort-Premieren: „ONE“ wiederholt heute um 20.15 h die allererste Folge von Batic&Leitmayer (Bayern) von 1991! Im „Ersten“ folgt um 22 h die allererste Folge von „Börne&…“ wie heisst er noch, also Axel Prahl Schauspielgott aus dem Jahre 2002.

Dortmund

Von , am Montag, 10. Oktober 2016

Dortmund ist mehrere eigene Meldungen wert. In der BVB-Jugend gibt es eine verheerende Verletzungswelle. Ist es falsches Training? Ist es der grassierende Gladiatorenfußball, die „Notwehr“ aller technisch und strategisch unterlegenen Mannschaften? Eine spätes Erbe von Jürgen Klopps „Philosophie“? Fragen die beim BVB aktuell wohl dringlicher zu klären sind, als der Machtkampf seiner leitenden Angestellten Tuchel und Mislintat. Oder verstecken sich Watzke und Zorc hinter Mislintat? Das wäre ärmliich-schwache Führung. Dass die Schalker Jugend – mal wieder – den BVB schlagen kann, ist übrigens ein spätes Erbe des angeblich so „uncharismatischen“ Jens Keller. Charisma wird allgemein solchen Trainern unterstellt, die Journalisten gut entertainen und viele Werbeverträge sammeln.

Unschlagbar dagegen ist der Dortmunder Tatort. Einen Besseren hat die ARD derzeit nicht im Angebot.

Tatort – ansehen (noch 4 Tage)

Von , am Mittwoch, 14. Oktober 2015

Wie ich haben die meisten von Ihnen letzten Sonntag Fußball geguckt. Dadurch haben Sie den Tatort, den mit 7,2 Mio. 3 Mio. weniger gesehen haben als sonst, verpasst. Das sollten Sie nicht. Ich habe ihn jetzt gesehen. Sie sollten es auch tun – hier ist er abzurufen. Da unter 12-jährige nach Ansicht der ARD-Programmdirektion zu doof für den Film sind, Weiterlesen