Thema: Trittin

Rassismus bei uns / TV-Unterhaltung tot / Duterte / Realos

Von , am Sonntag, 20. November 2016

Isaiah Lopaz spiegelt mit einem Kunstprojekt den deutschen Rassismus in Berlin (FAZ).
Die deutsche TV-Unterhaltung ist im Eimer, wie sie bei einer Fachtagung in Köln selbst feststellte (FAZ).
Auf den Philippinen regiert nun schon über längere Zeit ein Präsident, der ein Vorbote für Entwicklungen in vielen weiteren, großen und kleinen Staaten sein könnte, wenn wir es einfach so weiterlaufen lassen (Jungle World).
Die Grünen Realos haben „es“ vergeigt, meint Franz Sommerfeld; es liest sich ein bisschen wie enttäuschte Liebe, verkennt auch die wichtige Rolle, die Jürgen Trittin bei der Durchsetzung des Präsidenten Gauck gespielt hat, ist ansonsten in der Analyse aber sicher treffend (Carta).

Türkei- & andere Außenpolitik

Von , am Dienstag, 8. November 2016

Während heute weltweit die Nervosität um die US-Präsidentenwahl steigt (s. DLF-Interview von Jürgen Trittin inkl. hübsches Foto! und Kommentar von Jörg Kronauer/JW), dreht sich die Welt weiter und begräbt viele Opfer unbemerkt unter sich. Woody Guthrie, verstorben 1967, kommentierte das Problem Trump schon zu Lebzeiten mit seinen künstlerischen Mitteln – ich grüße seinen Schwiegersohn Michael Kleff, z.Z. New York, ansonsten Beuel.
Der Schweizer Daniele Ganser hat soeben ein Buch über „Illegale Kriege“ veröffentlicht, egal wer heute Nacht gewinnt wird das ein aktuelles Thema bleiben.
Die Sanktionsdebatte in Bezug auf das Erdogan-Regime kommt endlich ingang: Günter Seufert (Stiftung Wissenschaft und Politik) kommentierte im DLF-Interview, Jürgen Gottschlich in der taz.
Nichts gemerkt? In Marokko kommt es aktuell zu Massendemonstrationen, nicht wegen des dortigen Klimagipfels in Marrakesch, sondern wegen Polizeiwillkür gegen einen Fischer, die nur ein Beispiel für grassierende Repression der „konstitutionellen Monarchie“ ist, mit der unsere Regierung gute Beziehungen pflegt.
Sachdienliche Hinweise zum Thema Korruption liefert ein afrikaorientierter Blog, der richtig darauf hinweist, dass zu dieser Seuche wesentlich die Bestechenden gehören.

Grüne Spitzentänze (KK III)

Von , am Samstag, 5. November 2016

Was haben sie sich aufgeregt, die Medien und manche Grüne, dass Winfried Kretschmann bei Maischberger ausgesprochen hat, was die Mehrheit der Republik sowieso denkt und für das es leider ja gute Gründe gibt: Dass Merkel derzeit als die bessere Krisenmanagerin und damit auch Bundeskanzlerin erscheint. Mit seiner selbstbewussten und unabhängigen Schlitzohrigkeit hat er doch nur den Finger in die Wunde der Anhänger von Rot-Rot-Grün gelegt, die doch eine Antwort schuldig sind: Wer soll es denn machen? Selbst wenn die Republik endlich so weit wäre, das zur Regierung zu machen, was viele Wählerinnen und Wähler seit Jahren in Bundesländern und im Bund mehrheitlich wählen – es gibt keinen Kanzlerkandidaten der SPD, Weiterlesen

Hilflos getrieben von der AfD

Von , am Montag, 3. Oktober 2016

In einem Jahr findet die nächste Bundestagswahl statt und beim Blick auf den Zustand der Parteien muss sich Besorgnis breit machen. Es ist absurd bis zur Lächerlichkeit: Da mutiert eine kuriose Splitterpartei, einst von einem rechthaberischen und eitlen Professor gegründet, der nicht die Realitäten von zusammen wachsenden Nationalökonomien in Europa zur Kenntnis nehmen will, unterstützt von einem großmäuligen Unternehmer und Ideologen der Deregulierung zum Auffangbecken für Rechtsextremisten jeder Couleur. Die Partei wird angeführt von zwei Frontfrauen, deren Weltbild dem meiner Tante Erna entspricht, Jahrgang 1914, einst Mitglied im BDM (Bund Deutscher Mädel) und Absolventin der NS- Bräuteschule, welches sie unverändert mit ins Grab nahm. Petry und Storch möchten den Begriff „völkisch“ mit neuem Leben erfüllen, Frauen sollen keusch sein, heiraten und gehören an den Herd – Petry und Co selbst glauben diesen Blödsinn nicht und führen ihn durch die eigene Lebensführung ad absurdum.

Die Programmatik ist primitiv: Arme Zuwanderer, nicht die Reichen, sind an der sozialen Ungerechtigkeit schuld. Weiterlesen

TTIP-artiger Putsch in der Champions League / Trttin zu G20

Von , am Dienstag, 6. September 2016

Lernfähigkeit im Fußballbusiness ist gleich Null. Das dokumentieren Anfang dieser Woche Kicker und Handelsblatt. Der Fußball ist damit ein getreues Abbild der Gesellschaftspolitik in den kapitalistischen Kernländern, die gleichzeitig den G20-Gipfel mit ihrer Agenda zu dominieren versuchen. Der Sieger am Ende des Tages wird China heissen.

Neues aus der Nervösen Zone

Von , am Mittwoch, 6. Juli 2016

„Nervöse Zone“ hiess ein 2007 erschienenes Buch des Medienwissenschaftlers Lutz Hachmeister über den deutschen Alpha- und Hauptstadtjournalismus, das noch heute lesenswert ist.
Die Besten in der Nervösen Zone sind meiner Meinung ausgerechnet zwei Jungs von der FAZ, neben dem Bürochef Günter Bannas sein Kollege Majid Sattar, der aktuell Alarmierendes – das festzustellen, dafür muss man sie nicht mögen – über das Innenleben der SPD meldet.
Jürgen Trittin schreibt im gleichen Blatt Grundsätzliches zur Gerechtigkeitsfrage. Klar, dass das auf die aktuellen Strategiediskussionen innerhalb seiner eigenen Partei gemünzt ist. Seine Widersacher lesen sicher am liebsten die FAZ.
Inhaltlich passend dazu meldet sich ein linker Sozialdemokrat aus der Slowakei, ja so einen gibt es anscheinend wirklich, namens Lubos Blaha, bei der IPG, einer Debattenseite der Ebert-Stiftung.