Thema: Zeit

DIE HÄME – als tiefere bedeutung

Von , am Montag, 29. Januar 2018

von Dieter Bott
BETR: scherz ironie satire – und die „witzelsucht“ ––„die zeit“—– und DIE HÄME –als tiefere bedeutung
OLIVER WELKE—im duett mit OLIVER KAHN (Paywall) ——und der ORDEN wider den TIERISCHEN ERNST –heute am 29.jan 18 in der ARD

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„ES HERRSCHT GENERELL eine seltsame SHOW- und WITZEL-SUCHT unter den männlichen sport-moderatoren“
schreibt die aktuelle „zeit“ am 25.jan 18
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„ ALLERDINGs scheinen sich OLIVER KAHN und OLIVER WELKE so gut zu verstehen ; wie das nur ZWEI HALBSTARKE
Können; DIE SICH ÜBER DIE SCHWÄCHEN DER ANDEREN AMÜSIEREN———
Und da war die übertragung eines FUSSBALLSPIELS wie ein FUSSBALL-SPIEL damals auf dem SCHULHOF:
die kleinen werden VON DEN GROSEN NUR GEDULDET —–und wenn sie was falsch machen;dann LACHT MAN SICH HALT KAPUTT—„

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„ ABER ES IST GERADE DIESES FEIXENDE; dieses BREITBEINIGE; was es oftmals so UNERTRÄGLICH MACHT;SICH
FUSSBALL im FERNSEHEN ANZUSEHEN. Und es scheint fast so; als hätten sich DIE ZUSCHAUER genau daran gewöhnt
-und würden alles andre ablehnen –
NOCH IMMER DOMINIERT DER HERRENWITZ DIE SPORT-MODERATION—–zur kunstform entwickelt von ALEXANDERBOMMESWeiterlesen

„Zukunft der Arbeit als öffentliches Thema“

Von , am Mittwoch, 26. April 2017

von Jupp Legrand (Otto-Brenner-Stiftung)

+++ Studie der Otto Brenner Stiftung (OBS) analysiert Presseberichterstattung über die Zukunft der Arbeit +++ Welche Botschaften stehen im Mittelpunkt? +++ Welche Probleme werden diskutiert, welche Hoffnungen geweckt? +++ Prozess der Digitalisierung wird wie ein Naturgesetz wahrgenommen +++ politische Gestaltungsansprüche bleiben wenig ambitioniert und seltsam reduziert +++

Die Arbeitsgesellschaft durchlebt seit Jahren einen epochalen Umbruch. Es müssen Antworten auf radikale Neuerungen gesucht und Lösungen für dramatische Veränderungen gefunden werden. Doch an die Zukunft der Arbeit richten die meinungsbildenden Medien in Deutschland nur altbekannte Fragen: Sie berichten über die technischen Veränderungen und beschreiben die digitale Revolution im Horizont der seit 150 Jahren vertrauten Probleme. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Otto Brenner Stiftung, die soeben zum diesjährigen Tag der Arbeit erschienen ist.

Die Autoren haben die Presseberichterstattung von elf deutschen Tages- und Wochenzeitungen analysiert und unter dem Titel „Die Zukunft der Arbeit als öffentliches Thema“ veröffentlicht. Der Untertitel diagnostiziert eine „Presseberichterstattung zwischen Mainstream und blinden Flecken“. Untersucht wurden u. a. „Der Spiegel“ und „Die Zeit“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die „Süddeutsche Zeitung“, „Die Welt“, das „Handelsblatt“ und „die Tageszeitung“.
„Sorgenvolle Unausweichlichkeit“ sei der Grundton der Medienberichterstattung, resümiert die Studie. Weiterlesen

Die Empathie-Frage, Der Spiegel und noch eine Charta

Von , am Freitag, 2. Dezember 2016

Gestern lernte ich eine junge Frau kennen, die zum Thema „Empathie“ promovieren wird. Ich fragte sie, ob sie meinen Eindruck teilt, dass das eine gesellschaftlich schwindende menschliche Fähigkeit sei. Nein, im Gegenteil. Wow, dachte ich, wie aufregend. Mit ihrem Arbeitsergebnis ist leider erst 2018 zu rechnen. Ob wir noch so viel Zeit haben?

Der Spiegel jedenfalls nicht. Dort ist wieder (oder immer noch?) Feuer unterm Dach. Ich weiss gar nicht, wann es dort zum letzten Mal eine Chefredaktion gab, die das Schiff in ruhige Gewässer lenken konnte. Es scheint schlicht unmöglich. Der Apparat und die widerstreitenden Interessen, alles zu groß, um es noch steuern zu können. „Sturmgeschütz“? Das war schon zu besseren Zeiten nur ein Mythos, eine Marketinglegende.

Nicht viel besser geht es Der Zeit. Sie ist wohl übermütig, weil sie fast die letzte deutschsprachige Zeitung auf Papier ist, deren Auflage nicht dahinschmilzt wie Schnee im Rheinland. Darum will sie nicht mehr bei dem bleiben, was sie kann, ene Wochenzeitung produzieren, sondern, weil Politiker*innen und Gesellschaft nichts mehr gebacken kriegen, muss sie nun selbst politische Interventionen organisieren: eine „Charta für digitale Grundrechte“. Man muss nicht gleich darüber herfallen, wie es der anscheinend nicht angefragte Markus Kompa tut, obwohl er durchaus sachdienliche Hinweise gibt, aber es hat wohl doch zu zahlreichen Auffahrunfällen und gekränkten Eitelkeiten geführt. Mein Favorit, was Pragmatik und politische Professionalität betrifft, ist in diesem Gewühle Markus Beckedahl.

Türkei, Neoliberalismus & Linke, Veganer*innen aufgepasst

Von , am Mittwoch, 14. September 2016

Desinteressiert wie meistens ist die hiesige, man darf in diesem Fall auch formulieren: nationale, Öffentlichkeit an den Diskursen anderer Länder, zumal, wenn wir und viele unserer KorrespondentInnen die Landessprache nicht können. Beschämend genug für Deutsche unter denen Millionen Menschen dieser Sprache leben: die Türkei. In der taz findet der von mir sehr geschätzte Jürgen Gottschlich wohl nicht genügend Platz, um es uns zu erklären; so tut er es in den Blättern für deutsche und internationale Politik. Da stellen sich dann einige Dinge und Maßstäbe etwas anders dar, Weiterlesen

„Stimmung“ gar nicht „gekippt“?

Von , am Freitag, 2. September 2016

Für die FAZ-Herausgeber gibt es seit Monaten nichts Wichtigeres als Merkel endlich loszuwerden. Und die Flüchtlinge gleich mit. Heftig haben sie daran gearbeitet. Immerhin ist die AfD dabei herausgekommen, „Rosemary’s Baby“. Wie es diesbezüglich – zum Vergleich – bei der „Zeit“ zuging, hat Stefan Niggemeier hier ausführlich analysiert (Achtung: nach einigen Gedankengängen kommt eine Paywall, zumindest für einige Tage). Aber es gibt selbst bei der FAZ mutige Guerillas in der Redaktion. Einer muss diese Meldung über eine Umfrage der Evangelischen Kirche ins Blatt geschmuggelt haben.

Natürlich ist diese, wie alle Umfragen, interessengeleitet. Ich identifiziere mich in diesem Fall mit diesen Interessen. Bemerkenswert an dieser Umfrage scheint mir zu sein, dass sie nicht nur mit Suggestivfragen Ansichten und Stimmungen ermittelt, sondern nach Lebenspraxis fragt. Diese Ergebnisse sind offensichtlich. Die „Stimmung“, die in Politkreisen und veröffentlichter Meinung verbreitet wurde und wird, entspricht nicht der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Wer praktische Flüchtlingsarbeit leistet, hat überhaupt keine Zeit, sich mit propagandistischem Stimmungverbreiten zu beschäftigen.