Die österreichische Gefahr / Erfolg für US-Linke

Von , am Sonntag, 1. Juli 2018, in Lesebefehle, Politik.

Heute ist Sonntag, da gibt es beim Deutschlandfunk nicht nur schlechte Stimmung, sondern auch Personalnot. Darum ist sein heutiges Interview mit dem österreichischen Schriftsteller Robert Menasse (“Die Hauptstadt“) über die österreichische Gefahr für Europa auf der DLF-Homepage nicht im Wortlaut dokumentiert, sondern nur zusammengefasst (sie können es dort aber in voller Länge hören).
Täuscht es, oder ist die Strategiediskussion der US-Linken niveauvoller und entschieden weiter fortgeschritten, als hierzulande? Jedenfalls können die dort Wahlen gewinnen. Für New York ist es zwar nicht sensationell, aber doch extrem erfreulich, dass mit Alexandra Ocasio-Cortez (28) eine bekennende Linke die Vorwahl der Demokraten zur Midterm-Election gewonnen hat, gegen einen erfahrenen Kandidaten des Parteiestablishments. Und die wie immer vorzüglich informierende FAZ-Korrespondentin Frauke Steffens ordnet das Ereignis in die gesamtstaatlichen Auseinandersetzungen und Bewegungen der USA ein. Man könnte neidisch werden, was die Linke im Trump-Land leistet. Hier dagegen ….

2 Kommentare zu “Die österreichische Gefahr / Erfolg für US-Linke

  1. Harald Möller

    Dass der Deutschlandfunk das Interview nicht in voller Länge schriftlich dokumentiert hat bestimmt nichts mit Personalnot zu tun, sondern viel eher etwas mit der Vereinbarung zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern und den Zeitungsverlagen, die unter anderem besagt, dass die “ÖRlichen” im Internet weniger schriftlichen Text als bislang bringen sollen.
    Stattdessen sollen sie verstärkt Audio- und Videobeiträge dort platzieren.

  2. Martin Böttger Beitragsautor

    Es gibt diese Vereinbarung, und sie ist für uns als Hörer*innen sehr ärgerlich und informationsfreiheitsfeindlich. In diesem konkreten Beispiel dürfte sie aber selbst nach Interviewäusserungen von Zar Döpfner persönlich nicht greifen. Denn die Wortlautdokumentation eines gesendeten Interviews wäre eindeutig “programmbezogen” und nicht “presseähnlich”. Nach meinen Beobachtungen ist das Problem beim DLF werktags nicht so ausgeprägt, beim WDR dagegen ein Dauerzustand – lesbar ist dessen Homepage jedenfalls nicht wirklich.

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