Gestern gings bei Arte um den grossangelegten, ber├╝hmteste Eisenbahn- und Bankraube ├╝bertreffenden Datenraub, den die hinter Donald Trump sich nur notd├╝rftig verbergenden kriminellen Netzwerke begangen haben: Facebook, Cambridge Analytica, SCL, Robert Mercer u.v.a. Niemand, die*der gerne mitherrschen will, will es sich mit denen verderben. Filmer Thomas Huchon, der schon mit merkw├╝rdigen Experimenten gegen Verschw├Ârungstheorie-Windm├╝hlen zu k├Ąmpfen versucht hat, dokumentiert hier selbst eine Verschw├Ârung – keine Theorie, sondern Praxis.
Wer kurzgeschlossen meint, es handele sich hier “nur” um das ├ťbel Trump, denkt zu kurz. Schon die Obama-Kampagne war eine virtuose Datensammlerin. Bernie Sanders ist es auch, wie in Deutschland Campact oder die Gr├╝nen. Alle tun es. Was technisch m├Âglich ist, wird gemacht. Den kleinen Unterschied machte “nur”, dass Trumps Organisation gedankenschneller und kapitalkr├Ąftiger war, um die Gelegenheit zu nutzen.
Gefordert w├Ąre der Gesetzgeber, in Deutschland und in der EU. Der macht aber exakt das Gegenteil. Jens Spahn schleift, ohne grossen ├Âffentlichen Wind, gegenw├Ąrtig den Datenschutz im Gesundheitswesen, vor allem f├╝r die Gesetzlichen Krankenversicherten. Die Privaten kennen sich mit oppositioneller Lobby n├Ąmlich besser aus. Was Spahn da macht, ist Ausdruck der Torschlusspanik der Deutschland AG, die jetzt, wie immer mit vielen Jahren Versp├Ątung, erkennt, dass sie den Anschluss an das globale Datenrattenrennen um die Entwicklung K├╝nstlicher Intelligenz (KI, “K├╝nstliche Idiotie”) verpasst.
Der arme Uli Kelber, mehr Arbeit, als er jemals schaffen kann. Wenn keine oppositionelle Datenschutzbewegung w├Ąchst, die ihm Arbeit abnimmt und den Datenr├Ąubern in den Arm f├Ąllt, werden unsere B├╝rger*innen*rechte digital beerdigt.
Irre: manche zahlen sogar Abogeb├╝hren daf├╝r, dass sie datenausgeraubt werden. Dabei m├╝ssten die uns noch bezahlen daf├╝r, dass wir unsere Zeit auf ihren Ausraubbedarf verschwenden.