Grüne Vereinigungs-Reue?

Annalena Baerbock und Robert Habeck haben sich in einem T-Online-Blog (war das nicht ein Telekommunikationskonzern?) kritisch zur Haltung der Grünen Partei 1990 und dem Wiedervereinigungswahlkampf geäußert, der dann zum temporären Verschwinden der Ökopartei aus dem Bundestag führte. Man habe bei den Grünen damals dem Osten nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt und die Menschen nicht verstanden. Daraus wolle man/frau lernen. Gegen letzteres ist grundsätzlich nichts zu sagen, gegen die Schelte, die Grünen wären keine Partei der Einheit gewesen, schon. Baerbock war 1990 zehn – ihr kann man nicht vorwerfen, die damalige Situation nicht verstanden zu haben – Habeck, damals 21, sollte sich schon erinnern können, ohne Geschichte zu klittern und vor allem, ohne in Linkenschelte gegenüber Grünen zu verfallen. Es stimmt schon, dass die Grünen damals den Klimazug gefahren haben – damals ökologisch-wissenschaftlich richtig wie weitsichtig, und doch von der Öffentlichkeit völlig unbeachtet. Wahltaktisch ein kapitaler Fehler, weil der überbordende Wiedervereinigungstaumel, in den nicht nur Helmut Kohl und Willy Brandt gleichermaßen stürzten, angetrieben von den DDR-Bürgern, die anders als die Bürgerrechtler*innen und die Nachdenklichen ihres Landes schon längst nicht mehr eine neue, gemeinsame Demokratie, sondern nur noch den möglichst schnellen Zugriff auf D-Mark, Neckermann und Volkswagen im Kopf hatten. Mitnichten haben die … Grüne Vereinigungs-Reue? weiterlesen