Es ist imgrunde wie mit den Wölfen. Knapp 50 Jahre, nachdem “Der weisse Hai” (im Original “Jaws”) die Kinos unsicher gemacht hat, gibt es die süssen Tierchen jetzt wirklich in der Nähe, wo Spielberg den Film seinerzeit gedreht hat. Nora Sobich hat darüber für DLF-Kultur eine unterhaltsame Reportage gemacht, die sie von mir aus gerne noch mal als Beitrag für mare-TV drehen dürfte. Leitende Erkenntnis: die Erde gehört nicht dem Menschen allein.
“Macht Euch die Erde untertan” hat laut eines gewissen Moses jenes höhere Wesen, das viele verehren, den Menschen angeblich aufgegeben. Selbst Gläubige zweifeln mittlerweile, ob das richtig übersetzt und mglw. völlig falsch verstanden wurde. Wenn da mal nicht wieder Extradienst-Autor Adalbert Krims dahintersteckt.
Der Stand der heutigen Wissenschaft ist, dass alles mit allem zusammenhängt. Wenn aus der ökologischen Nahrungskette einzelne Glieder aussterben, könnte es für alle Übrigbleibenden gefährliche Folgen haben. Bis heute dauert hierzulande der Streit darüber an, welche Rolle in diesem System der “bose” Wolf spielt. Und an der US-Ostküste spielt seine Rolle der “Jaw”. Meine Lieblingsstelle in Sobichs Reportage: “Rob zwinkert: ‘Am Ende fressen die Haie vielleicht die Robben und die Robben werden sagen: Okay, wir gehen woanders hin.'”
“Interview der Woche”
Der Holzlarer Uli Kelber, im Hauptberuf Bundesbeauftragter für den Datenschutz, gab Extradienst-Leser Johannes Kuhn, im Hauptberuf Hauptstadtkorrespondent des DLF, das “Interview der Woche” des DLF. Hier die Audiofassung (25 min). Kelber ist der Sohn des ADFC-Gründers Karl-Ludwig Kelber, war zeitweilig Arbeitskollege des Beueler Grünen Fraktionschefs Guido Pfeiffer. Ihr damaliger Arbeitgeber Stephan Huthmacher hat in seiner politischen Jugend als Anzeigenchef die Zeitschrift “Frontal” des Sozialistischen Hochschulbundes (SHB) am Leben gehalten, in deren Redaktion Extradienst-Autor Ingo Arend tätig war, und deren Verband die heutige DGB-NRW-Chefin Anja Weber vorstand. Aber ich schweife ab. Mein Rätsel der Woche: warum ein Interview, das aufgezeichnet wurde, immer noch nicht transskribiert ist, und nur als Audiofassung online steht.
Deutsches Küchenwunder wird 80
Ich selbst habe nie bei Eckart Witzigmann gegessen, aber immerhin einen seiner Laudatoren Carlo Petrini, den italienischen Gründer der Slowfood-Bewegung kennen gelernt. Ausserdem schätze ich die kulinarische Kompetenz von Jakob Strobel Y Serra sehr, der seine kritische Buchbesprechung zu einem Lobgesang auf die kulinarpolitische Rolle Witzigmanns nutzt: “(er) … legte so den Grundstein für das Schlaraffenland, in das sich Deutschland mittlerweile verwandelt hat.” Nunja, das ist vielleicht übertrieben, und gilt für die Bevölkerungsmehrheit immer noch nicht. Aber für mich als Rentner im Rheinland kann ich das bestätigen.