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Steinmeier – ein „Nationaler Beleidigungsfall“?

Verstehe nicht, warum Scholz mit Blick auf die Reserven der Ukraine Steinmeier gegenüber auch heute wieder neu den “nationalen Beleidigungsfall“ ausrufen muss. Die Ukraine hat allen Grund, wegen der haarsträubenden Ukrainepolitik von vielen SPD-Repräsentanten verstimmt zu sein.

Meine drei Tipps an die SPD wären:

1) Der Ukraine schnell und wirksam zu helfen.

2) Gleichzeitig die eigenen Fehler schnell und gründlich aufarbeiten.

3) Und die eigenen Leute, die sich mit ihrer Putin/Lawrow-Kuschelei unmöglich gemacht haben, mal etwas aus der internationalen Politik rausnehmen.

Aber stattdessen hat Scholz gleich den nächsten Fehler gemacht – und ein Junktim aufgemacht: Erst fährt Steinmeier, dann Scholz. Wie schrill ist das? Jetzt fährt Merz und hat die große Bühne! Wer berät denn die SPD gerade. Habe sie kommunikativ noch kaum so von der Rolle gesehen.

Mehr zum Autor hier.

Über den/die Autor*in: Reinhard Olschanski (Gastautor)

Geboren 1960, Studium der Philosophie, Musik, Politik und Germanistik in Berlin, Frankfurt und Urbino (Italien). Promotion zum Dr. phil. bei Axel Honneth. Diverse Lehrtätigkeiten. Langjährige Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referent im Bundestag, im Landtag NRW und im Staatsministerium Baden-Württemberg. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Politik, Philosophie, Musik und Kultur. Mehr über und von Reinhard Olschanski finden sie auf seiner Homepage.

7 Kommentare

  1. A.Holberg

    Ich bin absolut kein Freund von Steinmeier, Scholz, Baerbock & Co. Aber Steinmeier ist nun mal Bundespräsident und ist als solcher ausgeladen worden. Dass ist kein Affront gegen ihn als Individuum, sondern ein Affront gegen die BRD. Wer darauf nicht gebührend reagiert, den wird man zurecht bespucken.

  2. Rudolf Winzen

    Der Ukraine wird schon längst geholfen. Wo lebt Herr Olschanski?
    Was meint er mit “Kuschelei”? Bitte entweder konkreter werden oder solche Pauschalbehauptungen unterlassen!
    Überhaupt: Warum lässt Herr Böttger solche argumentationsarmen Beiträge zu?

  3. Martin Böttger

    Lieber Herr Winzen: weil ich für Meinungsfreiheit und den Austausch verschiedener Meinungen bin. Auch solchen, die nicht meine sind. Für die Qualität sind die Autor*inn*en verantwortlich. Und Lesen ist freiwillig.

  4. Rudolf Winzen

    Lieber Herr Böttger, auch Sie sind für die Qualität in Ihrem Blog verantwortlich. Wäre ich als (inzwischen ehemaliger) Verleger so großzügig gewesen wie Sie, hätte ich den Ruf meines Verlags im Handumdrehen ruiniert. Der Beitrag von Herrn Olschanski ist auf facebook-Niveau. “Weiter so, weiter so!” würde Christoph Sieber sagen.

  5. Martin Böttger

    Ich bin aber kein Verleger. Ich verkaufe nichts. Es fliesst kein Euro raus oder rein. Ich brauche keine Markenpflege. Ich bin Rentner und froh darüber. Das hier mache ich einfach nur, weil ich es für richtig halte.

  6. Rudolf Winzen

    Was sollen solche absolut banalen Aussagen wie “Ich bin aber kein Verleger,” “ich brauche keine Markenpflege”, “Lesen ist freiwillig”, “Ich bin für Meinungsfreiheit”? Ich erwarte keine Antwort auf diese Frage; es hat offenbar keinen Sinn, mit Ihnen *ernsthaft* diskutieren zu wollen.

  7. klemens roloff

    Auch ich habe mich wiederholt gefragt, was die Beiträge des „Gastautors“ Olschanski im „Beueler Extradienst“ zu suchen haben. Denn in der Tendenz stimme ich dem Eindruck von Rudolf Winzen („Facebook-Niveau“) voll und ganz zu.

    Wenn der Herausgeber des Extradienstes Martin Böttger nun zu Protokoll gibt, auch die Ergüsse eines Reinhard Olschanski dienten seinem herausgeberischen Programm, nämlich der Förderung von „Meinungsfreiheit und dem Austausch verschiedener Meinungen“, so ist dies zur Kenntnis zu nehmen. Wer Martins Blog regelmäßig liest, weiß, dass er das Verstehen gesellschaftlicher Wirklichkeit als dialektischen Prozess begreift. Und vor diesem Hintergrund findet auch journalistische Darstellung dieser Wirklichkeit statt.

    Dies vorausgeschickt, wird auch die Funktion der Olschanski-Beiträge im „Beueler Extradienst“ verständlich: Der Möchte-gern-Leitartikler O., auch wenn er sich unter Berufung auf den preußischen Generalmajor Carl von Clausewitz zum Militärtheoretiker aufschwingt, entpuppt sich in seinen Beiträgen regelmäßig als nichtssagender Schwätzer. Ich verzichte darauf, dieses Urteil „ad personam“ im Einzelnen zu belegen. Denn „ad rem“ (also zur Sache) tun dies die zahlreichen Zuschriften, zu denen Leser und Leserinnen sich regelmäßig veranlasst sehen. In ihrer Argumentation sind sie oft so einrucksvoll und überzeugend, dass man meinen könnte, die dürftigen Olschanski-Beiträge dienten lediglich als Köder, um weit gehaltvollere Reaktionen und Statements ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen.

    Zur Überprüfung dieser Annahme bitte ich folgende Beiträge im „Beueler Extradienst“ samt Leserzuschriften noch einmal abzurufen: „Zögern, Zaudern, Amerika bashen“, „Vorher – nachher“, „Lawrow und die Toten von Butscha“, „Nach Butscha“. Sie bewegten sich – nach meinem Dafürhalten – allesamt auf „Facebook-Niveau“. Doch die Leserzuschriften darauf hatten tatsächlich etwas zu sagen. Und der Herausgeber des „Beueler Extradienst“ hatte „traffic“ auf seiner Website – also für alle Beteiligten doch eine klassische Win-Win-Situation!

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