Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Autor: Klaus Böttger (Seite 1 von 3)

Mediathekperlen: Schaut auf diese Stadt!

Mediatheken ist es immanent, ihre Benutzer:innen vom Zeitdiktat der linearen Programmierung zu emanzipieren. Das ist ihr entscheidender Wettbewerbsvorteil zum linear gestreamten Programm der TV-Anstalten. Dieser Vorteil schrumpft allerdings wegen der zeitlich oft sehr begrenzten Verfügbarkeit der Inhalte beträchtlich zusammen. Sechs Tage + X ist sozusagen die Formel, eigenproduziertes Material länger und Auftrags- oder eingekaufte Produktionen kürzer anzubieten. Weiterlesen

Mediathekperlen: Fahrt zur Hölle, Freaks!

– Fahr zur Hölle, Liebling (1975) –

Keiner, wirklich keiner, konnte Humphrey Bogart das Wasser reichen. Viele haben es versucht und sind daran gescheitert. Der Prototyp des Privatdetektivs, des Schnüfflers im Trenchcoat, des Mannes, der etwas außerhalb des Gesetzes immer auf seiner Seite, smarter als jeder tumbe Polizeiapparat und – erst recht – jedweder krimineller Elemente, den Fall löst – und zum Schluß allein bei einer Flasche Whiskey seine Füße wieder auf den Schreibtisch legt. In einem spärlich beleuchteten Büro oder Hotelzimmer. Bei Anbruch des Morgens, am Ende einer Nacht. Weiterlesen

Mediathekperlen: Frau Berger, Herr Wenders

– Töchter und Söhne des deutschen Kinos –

Während die vergangene Woche für mich eher dünn war, was sehenswerten “Stoff” in den Mediatheken betrifft, hat die letzte Nacht einiges wieder gut gemacht – und das mit dem vielleicht größten Sohn des deutschen Kinos, Wim Wenders und einer der unzweifelhaft größten Töchter, dem legitimen Weltstar Senta Berger. Für die sich, in ihren lange Karrieren leider noch nie eine Gelegenheit zur Zusammenarbeit ergeben hat. Weiterlesen

Mediathekperlen: Michelsen, Hübner

Es wirkt nicht nur so. Die Abwesenheit von Mediathekperlen in der Timeline des Extradienstes hat zu allererst mit der Abwesenheit selbiger in den selbigen zu tun. Im Verlauf dieser Woche habe ich mich deshalb im Wesentlichen mit dem Weggucken von Material der BBC beschäftigt. Das war “safe” und vor allem weit genug weg vom Wahlkampf in Deutschland. Zu der britischen Version des “Tatortreinigers” (“The Cleaner“) wird es deshalb wohl demnächst an dieser Stelle noch zu lesen geben müssen. Aber nicht heute. Weiterlesen

Mediathekperlen: Król, Rohde

Update am 14.09.

Keine “frischen” Perlen heute. Der totale Querschnitt aus dem gestrigen Programmtag (und der Nacht) gab für mich nichts “bemerkenswertes” her. Das kann vielleicht dem Triell geschuldet sein, muss aber nicht. Nun habe ich aber, was ich sonst eigentlich nie mache, in das TV-Programm von heute geschaut und tatsächlich etwas, eben bemerkenswertes, gefunden: Ausgerechnet eine Tatort-Wiederholung. Um 00:55 Uhr in der ARD. Und, Programmgöttin sei Dank, auch schon in der Mediathek!

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Mediathekperlen: Belmondo, Snowden, Mädel

– Der Puppenspieler (1980) – (+ Nachtrag am Nachmittag)

Vor knapp einer Woche starb Jean-Paul Belmondo. Über fünf Jahrzehnte war dieser Mann einer der prägenden Protagonisten des französischen und europäischen Kinos. Von der Nouvelle-Vague in den Fünfzigerjahren bis zum Action-Reißer in den Achtzigern hat der Mann alles gespielt. Alleine für Jean-Luc GodardsÀ bout de souffle” (Außer Atem) werde ich ihn für den Rest meines Lebens verehren.

“Bogey…”
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Mediathekperlen: Deutschland 9/11, 7500

– Deutschland 9/11 (2021) –

Warum diese ARD Dokumentation – gestern abend um 22:15 in der ARD – für die Mediathek in vier Teile zerschnitten wurde, weiß vermutlich nur Christine Strobl. Für mich ist das jedenfalls ein mehr als deutlicher Hinweis auf die “Dokumentations-Leuchttürme” mit denen die ARD-Programmdirektorin in der Zukunft ihre neue TV- & Online-Strategie umzusetzen gedenkt. Häppchen machen aber nur selten satt. Das gilt auch für die einzelnen Teile dieser, etwas euphemistisch, “Mini-Serie” genannten 90minütigen Dokumentation.

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Mediathekperlen: Männer die nicht reden

– Große Fische, kleine Fische (2015) –

Martin hat mir gestern die charmante Vorlage gegeben, mit seinem Hinweis auf “Labaule & Erben“. Ist Uwe Ochsenknecht dort doch der Hauptprotagonist (& Sohn seiner Mutter). Eine schöne Rolle für einen Schauspieler, der sich über lange Strecken seiner Karriere unter Wert verkaufen musste. Das lag vermutlich soviel an uninspirierten Redakteur:innen, Regisseur:innen & Autor:innen wie an ihm selbst. Ein aufwendiges Privatleben ist ja auch nicht billig. Und der Mann musste eben arbeiten. Weiterlesen

Mediathekperlen: Drohnenkrieg

– Eye in the Sky  (2015) –

Dieser britische “Kriegsfilm” erscheint formell als modernes aber konventionelles Kriegsdrama. Die vagen moralischen Linien und der unmenschliche Zynismus des politischen und militärischen Apparates existieren noch, aber hier sind alle Verantwortlichen Tausende von Kilometern vom Kreuzfeuer und seinen Opfern entfernt. Der Drohnenkrieg als Videospiel, geführt aus Konferenzräumen und einem Stahlcontainer irgendwo in Nevadas Wüste, tief im amerikanischen Hinterland. Weiterlesen

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