Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Autor: Klaus Böttger (Seite 2 von 3)

Mediathekperlen: Mein Begräbnis, Lothar

Ein wunderbarer Themenabend über das Leben und den Tod an sich…

Wenn es nach mir geht, dann nehmt meine Asche und verstreut sie irgendwo vor Cuxhaven in der Mündung der Elbe. Soweit habe ich immerhin schon vorausgeplant. Aber wann das denn dann soweit wäre, will ich nicht wissen. Denn mit dieser Erkenntnis, wäre ihr Einfluss auf mein tägliches Handeln, und überhaupt der Fähigkeit dazu vermutlich erheblich. Doch, was wäre eigentlich falsch daran? Unter Umständen wäre das ja auch eine Chance. Weiterlesen

Mediathekperlen: Mafia, Moretti, Mateschitz

– Im Netz der Camorra (2021) –

Hätte ich die Spiegel-Kritik von Christian Buß nicht gelesen, hätte ich mich wahrscheinlich von dieser deutsch-österreichischen Produktion eher ferngehalten. Schon aus dem Grund, dass der Heimatsender des österreichischen Rechtspopulismus aus dem Imperium des Dietrich Mateschitz hier koproduziert hat. Red-Bull stinkt nach Gummibärchen. Geld aber wohl nicht… Wie im Fußball. Sei es drum. Weiterlesen

Mediathekperlen: Pastewka, Tezel, Eier ab!

Serien sind besser als Kino, oder so ähnlich, hieß es zur Jahrtausendwende, als das amerikanische Pay-TV verstanden hat, dass eine hochwertig produzierte und episch horizontal erzählte Serie die Kund:innen mehr bindet, als jeder Blockbuster. Das ist NICHT das selbe, wie es etwa die ARD seit 3667 Folgen (Stand heute) mit “Sturm der Liebe” oder “Rote Rosen” (3402 Folgen) anbietet. Das ist nicht hochwertig, sondern “Soap”, was sich übrigends vom optimalen Werbeumfeld für Haushaltsseifenprodukte herleitet. Kein Mensch würde DAFÜR Geld verlangen können (oder wollen).

Weiterlesen

Mediathekperlen: Akin, Kurtuluş, Tezel

– Tschik (2016) –

Fatih Akin hat vielleicht mehr riskiert, mehr gewonnen und mehr auf die Fresse bekommen, als jeder andere deutsche Regisseur seiner (meiner) Generation. Im Grunde ist er schon deshalb mein Held. “Gegen die Wand” ist im Kino (und in meinem Kopf) geradezu explodiert, seine “Soul Kitchen” sicher einer meiner Sehnsuchtsorte und der schönste Hamburg-Film dieses Jahrtausends. Tatsache!

Weiterlesen

Mediathekperlen: Close, Regen, Cantona, Netz

– Die Frau des Nobelpreisträgers – The Wife (2017) –

Eine schwedisch-amerikanische Emanzipationsgeschichte: “Hinter einem erfolgreichen Mann, steht immer eine starke Frau.” Und fast immer bezahlt SIE den ungleich höheren Preis für SEINE Karriere. Vielleicht der beste Film in Glenn Closes langer Filmographie: Ein erschreckend subtiler, ruhiger Auftritt, fühlbar brodelnd vor Selbstbeherrschung. Ihre Joan ist eine Studie über Eheschmerz, Betrug und Sexismus.

Weiterlesen

Mediathekperlen: Ramadan, Stromboli, Wolf

– In Berlin wächst kein Orangenbaum (2021) –

An rund 100 TV- und Kinoproduktionen hat Kida Khodr Ramadan in den letzten 20 Jahren gearbeitet – und ist damit wohl einer der fleißigsten Schauspieler in Deutschland. Sehr kleine Nebenrollen als Gangster/Türke/Araber/Immigrant vom Dienst wurden im Laufe der Jahre zu abendfüllenden Charakterstudien, in denen er, selbst bei untergenialen Drehbüchern, immer den maximalen Eindruck bei seinem Publikum (mir!) hinterlassen hat. Ich bin ein wahnsinniger Fan!

Weiterlesen

Mediathekperlen: Mädel, Riemann, Dittrich

– Mit Nachtrag am 29.08. –

– Geliefert (2021) –

Wenn sie ein Restbedürfnis nach Unterhaltung und dieses Wochenende nur Zeit für einen Film haben, dann wünsche ich ihnen, dass es dieser ist: Ich feiere Bjarne Mädel ja schon dafür, wenn er nur an der Eppendorfer Grillstation vorbeiläuft. Doch wenn er, so wie in dem (Debut!-)Spielfilm von Jan Fehse (2021), ganze 89 Minuten Zeit bekommt, dann zeigt sich, wie weit er inzwischen von Strombergs Sidekick in die Riege der ganz wenigen “großen” deutschen Charakterdarsteller aufgestiegen ist.

Weiterlesen

Wer hat denn überhaupt eine Wahl?

“Jede*r soll so doch leben dürfen, wie sie*er mag.”

Das mit dem Erfahrungshorizont ist so eine Sache. Denn mensch versteht am besten, was mensch kennt. Soweit, so normal. Geht mir auch so. Bei Spiegel-Redakteur*inn*en und Politiker*innen ist das aber ein anderes Ding. Denn diese Menschengruppen betreiben ihren Lebensunterhalt in Berufsfeldern, die im Idealfall genau die Erweiterung dieses individuellen Erfahrungshorizontes eben ihrer Kund*inn*en zum Ziel haben sollten. Ausser sie schreiben oder machen ihre Politik ausschließlich für eine eingrenzbare Interessengruppe. Weiterlesen

37°2 am Morgen… aus dem Maschinenraum

Mensch ist ja immer so alt, wie mensch sich fühlt, wird behauptet. Nun ist das relativ, wenn Mann ein Alter erreicht hat, in dem jeder Tag, an dem Mann schmerzfrei aus dem Bett kommt schon ein besserer ist. Gestern war einer von den besseren. Und verantwortlich dafür ist die Mediathek des ZDF. Also nicht wirklich. Aber ursächlich… Ich will gerne versuchen das zu erklären, muss dafür thematisch aber etwas weiter ausholen bevor ich zu Betty komme. Weiterlesen

Besuchen sie Altenessen – solange es noch lebt!

Die WAZ (Funke Mediengruppe), alternativloses Lokalblatt mit nachlassender Relevanz im Ruhrgebiet – es liest ja kaum einer mehr gedruckte Zeitungen – fährt seit Wochen ein Thema: Altenessen! Haben Sie vielleicht schon von gehört, oder hier gelesen. Der größte Essener Stadtteil kommt dabei nicht so weg, als würde die WAZ sich dort noch um Abonennt/inn/en bemühen.

Im Gegenteil. Altenessen, gerne auch in multiplen täglichen Artikeln, die es durch die hohe Frequenz zum Thema immer wieder auch in den überregionalen Teil schaffen, wird zu einer No-Go-Area hochgeschrieben, da fragt man sich, wann Herbert Reul mit einem Kamerateam vorbei schaut… das kann nur noch eine Frage der Zeit sein! Weiterlesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2021 Beueler-Extradienst

Theme von Anders NorénHoch ↑