Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Südamerika (Seite 2 von 21)

Pandemie-Panik

…. erfasst auch Erdogan / Wände stürzen ein / Wer stoppt die Krisengewinner?
Menschen mit einer gewissen Allgemeinbildung und einer Lebenserfahrung von 3-5 Jahren ist bekannt, welche Folgen für ihr Alltagsverhalten der Wechsel der Jahreszeiten und des damit verbundenen Wetters hat. In Mitteleuropa z.B. hat das seit einigen Jahrhunderten dazu geführt, dass die Menschen sich im Sommer gerne draussen und im Winter gerne drinnen, in geschlossenen Räumen, aufhalten. Ersteres führt, ausser bei sich Liebenden und Flirtenden, zu mehr Platz und Raum für jede*n, letzteres zu mehr Enge und Suche nach Wärme. Doch den Politiker*inne*n hat wieder keine*r was gesagt. Weiterlesen

Organisationssoziologie: Selbstzerstörung

Das Bündnis mit “Bild” ist der sichere Tod
7,2 Millionen Mitglieder sind eine Macht. Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat sie einst besessen und ausgeübt. 1978 lud er eine alte Nazi-Grösse in sein WM-Trainingslager im faschistisch regierten Argentinien ein. Der ehemalige Wehrmachtssoldat und Bundeskanzler Helmut Schmidt mischte sich so wenig ein, wie der liberale Aussenminister und Fußballfan Hans-Dietrich Genscher. Der DFB kam schadlos damit durch. Im Bündnis mit Helmut-Kohl-Finanzier Leo Kirch und dem Bundeskanzler der rot-grünen Koalition Gerhard Schröder wurde dann bei der Fifa die WM für 2006 gekauft, die die Bundeskanzlerin Angela Merkel im Stadion mitfeiern durfte Weiterlesen

Adiós General

von Ute Löhning
Chile: Vom Ende der Glaubwürdigkeit des neoliberalen Modells

Ein historischer Tag: Gut ein Jahr nach Beginn der Protestbewegung in Chile, am 25. Oktober, haben die Chilen*innen mit fast 80 Prozent dafür gestimmt, dass ihr Land sich eine neue Verfassung geben soll. Sie soll die 1980 unter der Pinochetdiktatur geschriebene Verfassung ablösen, die dem Land ein neoliberales Modell aufzwang. Ein Verfassunggebender Konvent mit extra dafür zu wählenden Mitgliedern wird die neue Magna Carta schreiben. Abgeordnete und Senator*innen sollen außen vor bleiben.
Chile despertó, Chile aprobó, auf Deutsch: „Chile ist aufgewacht, Chile hat zugestimmt“, Weiterlesen

Abbrennen – Viren vermehren – Impfen – Abkassieren

Real existierender Kapitalismus
Nach der Trump-Abwahl hoffen einige Wohlmeinende, dass es politisch einsam um Jair Bolsonaro werden könnte. Schön wärs. Er ist definitiv ein schwerer Verbrecher, allerdings nicht nur von Trump abhängig, sondern auserwählt und getragen von einem Bündnis aus Militär, Agroindustrie und Evangelikalen. Nur weil Trump – hoffentlich bald – weg ist, sind die nicht weg, sondern tragende Säule der gegenwärtigen Herrschaftssysteme- Susanne Aigner/telepolis hat aufgeschrieben, wie diese Kräfte mglw. die Grundlagen menschlichen Lebens auf diesem Planeten sehenden Auges abschaffen. Weiterlesen

Ist Demokratie Mist?

Lehren aus der US-Wahl (I)
Stellen Sie sich vor, es wäre 1948. Die vier Siegermächte hätten gerade Deutschland von den Nazis befreit. Stalin möchte gerne ein blockfreies, sozialistisches Deutschland zu seinen Bedingungen erreichen. Und dann gäbe es eine US-Präsidentschaftswahl mit Donald Trump und Joe Biden mit allen Ausfällen, antidemokratischen Verletzungen der Verfassung, Angriffen auf die demokratischen Werte und Strukturen, selbstsüchtigen Attacken auf die internationalen Institutionen des amtierenden Präsidenten. Wer glaubt da noch, dass sich das gerade von Hitler befreite Deutschland angesichts des antidemokratíschen Trauerspiels in den USA für die parlamentarische Demokratie nach westlichem Muster entschieden hätte?
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Leggewie, Putin, Polen

Kommentare zur US-Wahl
Etwas leichthändig nennt Claus Leggewie/Blätter KPdSU und NSDAP in einem Atemzug, als Veranstalter von “Scheinwahlen … um ihre terroristische Herrschaft … absegnen zu lassen”. Als ich noch studierte, hatte ich den rebellischen Leggewie nicht der Totalitarismus-Ideologie zugeordnet, die an der Uni Bonn gelehrt wurde, und heute unter “Hufeisentheorie” gelabelt wird. Ist es ein Schönheitsfehler, oder kennzeichnet es den Leggewie von heute? Das ist die einzige Stelle, an der ich in seinem Kommentar zur US-Wahl was auszusetzen habe.
Anders herum bei Wladimir Putin. Ja, Sie staunen vielleicht, wie ich. Weiterlesen

Impfpolitik

Marylyn Addo, Hamburger Infektiologin, spielt – auch publizistisch – seit einigen Monaten in der ersten Liga der Pop-Virolog*inn*en mit. Sie glänzt nicht mit steilen Thesen, auch nicht mit (überzogener?) Widerständigkeit, mehr mit trockener Sachlichkeit. Über deren Inhalt selbstverständlich immer gestritten werden darf, und muss. Die FAZ hat sie in ihrer Paywall eingemauert. Doch auf die Gefahr hin, dass ich von den Abmahnkanzleien der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH zur Strecke gebracht werde, möchte ich eine zentrale Passage von Frau Addo zitieren. Denn sie forscht auch in einem von derzeit 170 Impfstoffprojekten. Weiterlesen

Kampf ums Menschsein

Margarete Stokowski/Sp-on kommentiert den Kampf der Frauen in Polen um ihre Menschenrechte. Sie weist richtig darauf hin, dass das nicht nur nicht weit weg, sondern auch hierzulande weiter umkämpft ist. Was sollen die Frauen in den USA dazu sagen? Dort ist der radikalste Flügel dessen, was Stokowski “politisches Christentum” (als Analogie zum “politischen Islam”) bezeichnet, soeben lebenslänglich in den Supreme Court eingezogen. Und in Brasilien lenkt es die regenwaldverbrennende Regierung. Hauptsache, die Frauen bestimmen nicht selbst über sich. Weiterlesen

Nicht vorübergehend

Misstrauen Sie allen, die Ihnen weiszumachen versuchen, in absehbarer Zeit sei “es” vorbei. Wird es nicht. Stefan Willich, der Direktor des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Berliner Charité, sprach mit der Berliner Zeitung. Die Darstellung der Zeitung ist kein Interviewtext, sondern eine redaktionelle Gesprächszusammenfassung mit vielen wörtlichen Zitaten. Hinzugefügt diese Darstellung zu “Fallsterblichkeit” und “Infektionssterblichkeit”, und wie diese sich unterscheiden. Weiterlesen

Harte Machtformationen

Sie konnten in Lateinamerika nicht aufgeknackt werden – Interview mit der Soziologin Karin Fischer über die Lehren aus den Pink-Tide-Regierungen
Unter dem Titel „Von Engels gelernt? Linke Utopien und emanzipatorische Praxis in Lateinamerika“ begaben sich im September 2020 etwa 50 Neugierige an die Wuppertaler Uni, um an zwei Tagen den Vortragenden, überwiegend aus dem linken, akademischen Spektrum, zu lauschen und Fragen zu stellen. Auch die ila war vor Ort und hat bei Karin Fischer, Expertin für Globale Soziologie und Entwicklungsforschung an der Uni Linz, nachgefragt. In ihrem Vortrag auf der Konferenz befasste sich Fischer mit „Klassenherrschaft und Weltmarktintegration“ in Lateinamerika. Weiterlesen

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