Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Digital (Seite 1 von 65)

Der deutsche Verein

Kommunikation – welche Krisen sind neu, welche steinalt?

In diesem Leben trete ich keinem Verein mehr bei. In denen, denen ich aus Solidarität noch angehöre, bin ich inaktiv. Mein komplettes Berufsleben hat aus solchen Zugehörigkeiten bestanden. In der Rente muss es mal damit gut sein. Dirk Knipphals illustriert deutsches Vereinsleben am Beispiel des deutschen P.E.N.-Zentrums. Die Abkürzung steht für “Poets, Essayists, Novelists”. Eine Organisation, die ich meiner politischen Jugend als ehrwürdig wahrgenommen habe, unter der Führung von Hermann Kesten, den ich in guter Erinnerung behalten habe, als tollen uneigennützigen Makler des Fortschritts. Ist jetzt halt auch nur ein deutscher Verein. Wie alle andern. Weiterlesen

Altes aus dem Rundfunkrat

Der Kollege René Martens hat nach längerer Zeit mal wieder eine erstklassige “Altpapier”-Kolumne unter dem Dach des MDR abgeliefert. Diese Kolumnen ragen aus dem allgegenwärtigen Mediengeschwätz positiv heraus, die von Martens besonders. Sie sind ein klitzekleiner Ausdruck der leider viel grösseren Tatsache, dass der MDR heute ein weit besser geführter ARD-Sender ist als “unser” WDR. Weil es eine Frau ist? Weiterlesen

Google untergräbt Mindestlöhne

Google hat seine Versprechen gebrochen: Subunternehmer zahlten 10 US-Dollar pro Stunde trotz der Google-Richtlinie, die ein Minimum von 15 US-Dollar pro Stunde vorschreibt.

(Mountain View, CA) – Im Jahr 2019 gab Alphabet nach anhaltendem internen Druck von Arbeitnehmern öffentlich bekannt, „dass Anbieter und Personalpartner, die mit Google und anderen Alphabet-Tochtergesellschaften in den USA zusammenarbeiten, aufgefordert werden, ihren Arbeitnehmern einen neuen Maßstab für Leistungen zu bieten, einschließlich eines Mindestlohns von 15 USD/Stunde, 12 Wochen bezahlten Familienurlaubs, acht Tagen bezahlten Krankenstands, 5000 USD/Jahr an Studiengebühren und umfassender Gesundheitsversorgung.“ Weiterlesen

Wandel durch Handel,

das war unser Rezept um mit Europa in der Welt bestehen zu können. In Wirklichkeit hat es nur Oligarchen genährt, die ihre Interessen gnadenlos und ohne Rücksicht verfolgen. So kommt eine aktuelle Studie der Universität Bonn im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung letztlich zu dem traurigen Ergebnis: “Ein realistischeres Ziel könnte darin bestehen, eine Politik zu entwerfen, die das Abhängigkeitsniveau der Wirtschaft von ‘hoher Verwundbarkeit’ zu ‘geringer Verwundbarkeit’ bewegen.” Weiterlesen

Datendiebstahl beim Zeitungsabo

Auch Bonn betroffen / Und: wer die Betrachtung “multipolare Welt” erfunden hat

Markus Beckedahl, Mitbegründer von netzpolitik.org und re:publica-Organisator hat oft in seinen zahlreichen Medieninterviews darauf hingewiesen: deutsche Zeitungsverlage, die gerne über asoziale Netzwerke und US-amerikanische Digitalplattformen zu krakeelen belieben, um sich anschliessend von ihnen alimentieren zu lassen, sind keinen Deut “besser”, was ihre Datengier betrifft. Während sie ihre immer karger werdenden journalistischen Inhalte hinter Paywalls vermauern, rauben sie ihre digitalen Leser*innen nach Strich und Faden selber aus. Weiterlesen

Absteigende Mächte

Das sind die Gefährlichsten. Sie glauben sich Grosszügigkeiten nicht mehr erlauben zu können. Geraten in Panik, schlagen um sich. Und sollte es zum Untergang kommen, wollen sie viele, die sie daran für schuldig halten, in ihren Abgrund mitnehmen. “Angst ist eine unserer grundlegenden Emotionen, die als Schutzmechanismus einen wichtigen Beitrag zur Evolution des Menschen leistete” meinen sie z.B. beim Uni-Klinikum Dresden. Einer Stadt, die sich mit Kriegsangst auskennt. Angst ist also eine gute Beraterin. Das kann ich als staatlich diplomierter Feigling (Kriegsdienstverweigerung) bestätigen. Weiterlesen

40 russische Diplomaten müssen gehen!

Die Außenministerin Baerbock sagt, sie hätten „jeden Tag gegen unsere Freiheit, gegen den Zusammenhalt unserer Gesellschaft gearbeitet“ – eine sinnvolle Vorsichtsmassnahme. Es ist recht und billig, wenn wir unser Hausrecht ausüben. Vor allem, weil wir nicht wissen können, was diese Diplomaten hier so alles bei uns im Untergrund treiben und was sie nach Hause melden. Das könnte tatsächlich gefährlich werden. Ach so, nicht dass da Verwechslungen aufkommen, das war schon am 4 April 2022. Weiterlesen

Wissen für Alle

Der Kommunismus lebt – nicht als Revolution, sondern schleichend, über Kasachstan, Murmansk, die Schweiz, das SZ-Magazin und den Spiegel – unbemerkt von den waffenliefernden kriegerischen Redaktionen – steckt wieder “Putin” dahinter?

Wie kommichdrauf? Extradienst-Leser*innen wissen, dass ich ein Fan von Sibylle Berg bin. Die wiederum ist als Schriftstellerin so erfolgreich, dass sie schon vor langer Zeit ihre gewiss gerecht entlohnte Spiegel-Kolumne vom wöchentlichen auf 14-tägiges Erscheinen umstellen liess. Dass sie sich ein Leben in der (neutralen) Schweiz leisten kann, weist ebenfalls darauf hin, dass die Gute (noch) nicht verarmt ist. Bei ihr bin ich heute unter die Putin-Räder geraten. Wer kann mich retten? Weiterlesen

Mit russischem Schlangenöl ….

… sollen wir unseren abwehrbereiten Windows-Computer nicht mehr beträufeln, sagt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das sei brandgefährlich! Die Kapersky-Antivirensoftware, „einschließlich der damit verbundenen echtzeitfähigen Clouddienste, verfügt über weitreichende Systemberechtigungen und muss systembedingt (zumindest für Aktualisierungen) eine dauerhafte, verschlüsselte und nicht prüfbare Verbindung zu Servern des Herstellers unterhalten.“ Teufel aber auch – was können die alles mit uns machen! Es kommt aber noch dicker, sagt das BSI: Weiterlesen

Köln und Sizilien

… und Schweden – manche Klischees stimmen, manche nicht

Mein persönlicher Selbsttest ergab: bei Sizilien taucht vor meinem inneren Auge Marlon Brando auf, bei Köln Joachim Krol – ein Westfale! Die Macht der Bilder und des Films. Helmut (Lorscheid) guck’ mal: bist das wirklich nicht Du?. Extradienst-Autor Helmut Lorscheid ist ebenfalls weit davon entfernt Kölner zu sein; als ich ihn kennenlernte kam er aus Neuwied., bzw. St. Katharinen-Strödt, keine Ahnung, wo das ist (stand auf seiner Karteikarte 1976). Weiterlesen

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