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Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Radio (Seite 2 von 30)

Menschenrechtsrelevantes Thema

Andrea Schültke/DLF zieht Bilanz zu sexualisierter Gewalt im Sport
Nachdem mein Freund und Kollege Helmut Lorscheid eben ein berechtigtes Loblied auf Heribert Prantl gesungen hat, möchte ich nachlegen. Andrea Schültke zog gestern kurz vor Mitternacht eine Zwischenbilanz zur begonnenen aber bisher unzureichenden Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Sport. Der Wert von Schültkes Arbeit liegt nicht nur darin, dass sie sich um das Thema kümmert, das auch. Weiterlesen

Rundfunk-Reste

Manche meinen, Radio stürbe noch schneller als lineares TV. Die Zukunft seien Podcasts. Ich bin Ü60, also ein fauler Sack. Radio hat mich sozialisiert, insbesondere was das Politische betrifft, selbstverständlich auch die Musik. Mein Erzieher war der WDR, bei dem bin ich aber ausgezogen, wie es heute üblich ist, in fortgeschrittenem Alter. Irgendwann wollen die ja sogar das ganze UKW abschalten. Ich höre immer noch Radio, mit einem Sony-Receiver, den ich Anfang der 80er Jahre für viel Geld auf Rat meines technikaffinen jüngeren Bruders bei Radio Pawlak in Essen erworben habe. Japanische Wertarbeit – das Ding läuft immer noch tadellos. Wenn die UKW plattmachen, bin ich wahrscheinlich raus. Weiterlesen

Kompass kaputt

Ist Belarus zahlungsunfähig? Und Ägypten nicht?
Die Sportredaktion des Deutschlandfunks schätze ich sehr. Sie macht noch richtigen Journalismus, im Unterschied zur sonst üblichen Produktpräsentation, die die epidemisch verbreitete Ranschmeisserei verursacht. Umso mehr stiess mir heute morgen auf, als die geschätzte Marina Schweizer zunächst diese Meldung über die Absage der Eishockey-WM in Belarus vortrug, um dann zu behaupten “aus ganz anderen Gründen” sei die Handball-WM in Ägypten umstritten (wg. Corona).
Ich muss an dieser Stelle einschieben: ich hasse es, wenn sich Politik und Medien an scheinbar “objektiven” Zahlen glauben festhalten zu müssen. Weiterlesen

Is’ das WDR? Oder kann das weg?

Ist es Ihnen heute auch passiert? Gewohnheitsmässig schaltete ich heute mittag um 13 h WDR5 an, in der Erwartung, von dort journalistische Einschätzungen zur Wahl des NRW-Ministerpräsidenten zum CDU-Vorsitzenden zu hören. Welcher Sender, wenn nicht dieser? Zu hören war jedoch ein Interview mit einem leidgeprüften Lobbyisten des Textilhandels, der jetzt auf ganzen Kollektionen sitzenbleibt, weil niemand was kaufen kann. Künstlerpech. Hatte ich nicht selbst von der WDR-Programmreform geschrieben? Achso, achja. Wir schalten um zum DLF.
Woanders is’ immer “noch schlimmer”. ;-)

Barbarisierung

Das Geschwätz von “Leben und Tod”
Wenn es nicht so ernst wäre, wäre es mitleidserregend-amüsant. Es kommt derzeit in Mode, seine eigenen Argumente zu überhöhen, weil es immer “um Leben und Tod” gehe. Ist das nicht immer so? Nein, es nimmt überhand und richtet Schaden an.
Der Södermarkus will eine Impfpflicht für Pflegepersonal prüfen lassen, weil es “um Leben und Tod” gehe. Ja, klar. Wir haben ja genug Pflegepersonal, dass Impfverweigerer*innen leichthändig aussortiert werden können. Weiterlesen

Verschlafen? Oder cool geblieben?

Deutsche Medien und die Inszenierung der US-Faschos
Zwei von mir ausserordentlich geschätzte Medienjournalist*inn*en kommen zu recht unterschiedlichen Ergebnissen. Dietrich Leder/Medienkorrespondenz gibt sich bitter enttäuscht über ARD, ZDF und ihre Nebensender. Jenni Zylka/MDR-Altpapier dagegen kann auf durchwachte Nächte vor der öffentlich-rechtlichen Glotze, ähnlich wie ich, gut verzichten.
Das ZDF wird der festen Überzeugung sein, alles richtig gemacht zu haben. Es hat am Mittwoch klar “gewonnen”. Weiterlesen

Hunnenrede

Kürzlich hatte ich bemerkt, dass ich keine Lust habe, das hierzulande anhaltende Impfgezeter zu kommentieren. Das hat gestern für mich Peter Kapern/DLF getan, auf den oft Verlass ist. Er wird noch besser wissen als ich, dass sein Sender Teil des Problems ist. Insbesondere an Wochenenden lesen seine Aktuelles-Redaktionen zu viele schlechte Sonntagszeitungen, und lassen sich von denen die Agenda diktieren, reaktionäre Selbstreferentialität. Weiterlesen

WDR: Radiojournalismus stirbt

Manche hören ja immer noch traditionsbewusst zu. Ich habe mich schon vor etlichen Jahren von den WDR-Radiowellen verabschiedet. Es muss die Zeit gewesen sein, in der auf WDR3 alle Informations- und Essaybeiträge plattgemacht wurden. Nun passiert ähnliches bei WDR5. In dieser Welle war alles als Restmüll gelagert worden, was noch aus gesprochenem (und nicht nur gelabertem) Wort bestand. Diesen Resten geht es jetzt auch an den Kragen. Weiterlesen

Der Himmel stürzt auf die ARD

Wenn die ARD ihr Quotenrennpferd Tagesschau nicht mehr absenden kann, dann ist ihr der Himmel auf den Kopf gefallen. Es passierte heute um 17 h. Der erste Startversuch begann einige wenige Sekunden zu spät. Hinter Herrn Boetzkes fehlen die Bilder. Er sagt den ersten Beitrag an, doch nichts passiert. Auf seinen Kopfhörern bekommt er keine Hilfe, sondern die Ansage abzubrechen. Nach 6-7 Minuten ein erneuter Startversuch. Weiterlesen

Die Renaissance war gar nicht so

Die Lange Nacht des DLF bleibt das Nonplusultra guten Radioschaffens. Ich nenne sie immer den Mercedes unter den Radioformaten. Das heisst, Sie müssen es sich auch leisten können: drei Stunden zuhören. Wenn Sie es dann getan haben, werden Sie (meistens) feststellen: es hat sich gelohnt, das war eine gute Investition. So ging es mir heute Nacht mit Corinne Orlowskis “Die literarische Welt der italienischen Renaissance – Aufbruch ins goldene Zeitalter”. Sie können das auch tagsüber hören; oder heute Abend um 23.05 h (bis 2 h) im DLF (Kölner Programm).
Die Pointe hören Sie gleich am Anfang. Europa hat sich die Renaissance schöngesoffen, wie es das gewöhnlich mt Italien und seinem schmackhaften Wein, von Grappa ganz zu schweigen, tut. Weiterlesen

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