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Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: TV (Seite 1 von 85)

Ein Montag ohne “Barnaby”

21.47 h – Tagesschau24 gucken
Was für ein Montag: kein Lichtstrahl draussen, es kommt kalt durchs Fenster, Regen ist zu hören. Warum Aufstehen? Mein bester Grund ist der volle Kühlschrank: Reste von den grossen l’Olivo-Pasta-Portionen, vorsorglch eingekauftes Mualle und Gemüse-Curry vom Momo-Bistro. Und für alle, die nach dem Tatort noch nicht schlafengehen wollen, gibts hier jetzt einen TV-Tipp.
Tagesschau24 wiederholt um 21.47 h “Die Dubrow-Krise” von 1969, geschrieben von Wolfgang Menge, Regie Eberhard Itzenplitz. Weiterlesen

Kontrolle zurückgewinnen

Möglich, dass die Menschheit in der Klimakrise die Kontrolle schon verloren hat. Wir wissen es nicht, zum Glück. Bei der Coronapandemie sieht es noch unentschieden aus. Manche Regierungen, die die Globalisierung immer noch nicht verstanden haben, glauben sie national mit Impffortschritten zurück zu erlangen. Wenn sie sich international weiterhin so verantwortungslos verhalten, wofür öffentlich alles spricht, wird es ein böses Erwachen geben. Kluge Krankenhausärzt*inn*e*n wie Cihan Çelik in Darmstadt bereiten sich schon auf das nächste Desaster vor (FAS-Interview).
Die Kontrollverlustparanoia der begüterten Gesellschaften und Länder grassiert schon lange. Gestern strahlte die ARD-Nische One so lautlos wie möglich die britische Produktion The Uncivil War von 2019 aus Weiterlesen

Der ehrliche Schwabe

Geiz oder Offenheit? Oder offener Geiz? Journalist*inn*en fürchten den Berufstod
Da gestern nicht der 1. April war, ist es wohl wahr, was Boris Rosenkranz/uebermedien über die provokativ-“innovative” Schwäbische Zeitung schreibt. Die will doch tatsächlich die Pressemitteilungen von Vereinen und Verbänden nicht nur abschreiben, sondern das sogar optisch kennzeichnen. Und lobt sich selbst für ihre fabelhafte Verankerung in ihrem publizistischen Verbreitungsgebiet. Wenn sie ihre Mitarbeiter*innen weniger an eingeschickten Texten arbeiten lässt, haben alle was davon. Journalismus stört nicht mehr. Weiterlesen

Dokumentarfilm-Streit

Zwei Hinweise zum Zoff um “Lovemobil”
In die Überschrift hätte ich irgendwas mit “Sex”, “Prostitution”, Mord und Totschlag schreiben sollen, ich weiss. Aber auf Clickbaiting bin ich nicht angewiesen. Zu den Unmengen an Trash, die sich zum Streit um den Film “Lovemobil” unter der Spindoktorenanleitung der NDR-PR-Abteilung ausgebreitet haben, möchte ich auf zwei Rosinen hinweisen. “Hanna Lakorny”/Berliner Zeitung und eine Diskussion im NDR selbst. Spektakulärer ist Frau Lakorny. Weiterlesen

WM-Boykott ist machbar

Dass politischer Sportprotest zunehmend choreographiert erscheint, ist nicht zwingend schlecht. Die Glaubwürdigkeit einer von Verbänden und Werbeagenturen, einem inzestuösen System, ausgedachten Inszenierungen ist naturgemäss begrenzt. Es zeigt aber, dass selbst diese selbstreferentiellen Systeme grosser Kapitalzirkulation nicht völlig unabhängig von unserer Welt hier draussen agieren können. Sie müssen emanzipatorische Kämpfe, die an Durchsetzungskraft gewinnen, von #metoo über Black Lives Matter bis zur Klimabewegung rezipieren, und die Klügeren versuchen sie, so gut sie es können, zu inkorporieren. Nicht, weil sie es mögen, sondern weil sie es müssen. Weiterlesen

Das “Sorry” an Beverly Ranger

46 Jahre benötigte die ARD-Sportschau dafür
Beverly Ranger wurde in diesem Blog schon mehrmals gewürdigt: als verpasste Chance des Bonner SC. Statt, wie in dieser Saison bei den Jungs, von der vierten in die fünfte Liga abzusteigen, hätte er um die Spitze des Fussballs der Bevölkerungsmehrheit, der Frauen, dauerhaft mitspielen können. Unbarmherzig rassistisch peinlich war 1975 die Präsentation der erfolgreichen Sportlerin in der ARD-Sportschau. Jetzt ist 2021, und endlich bittet die Redaktion die Frau um Entschuldigung (Video ab Minute 28). Weiterlesen

Shit happens

Chinapolitik / Naivität der “offenen Gesellschaft” / “Lehrenkrauss des ZDF”
Ist Vernunft eine Alterserscheinung? Für mich kann ich das zurückweisen. Ich habe mich bereits als 15-jähriger für Entspannungspolitik locken lassen, 1972 in Bonn war das, als meine Schulklasse für und mit Willy Brandt und Walter Scheel Freibier auf dem Venusberg trank. Irgendwas ist seitdem furchtbar schief gelaufen. Etwas viel. Lag es daran, dass die Mehrheit der damals lebenden Generationen selbst erlebt hatte, was Krieg ist? Weiterlesen

Merkel-Rücktritt? II / Kunstverachtung / Tönnies

Das Thema “Merkel-Rücktritt” ist schon wieder tot. Wolfgang Michal/Freitag war nicht der, der es zuerst aufgebracht hat. Obwohl seine Genoss*inn*en vielleicht (letzte) Hoffnungen damit verbunden haben. Die Überbringerquelle war der Spiegel, windig genug. Und politisch kommt der Trash von Friedrich Merz und seinen Freunden. Womit die ganze Idee ihren sicheren Tod bereits gefunden hat. Welche Erkenntnis bleibt dennoch aus diesem Vorgang? Weiterlesen

Kottan ist tot

Auf penetrante Empfehlung meines Gastautors Dieter Bott zappe ich vor der Tagesschau immer mal wieder zur 3sat-Kulturzeit. Heute unmittelbar vor 20 h der Tiefschlag: Peter Patzak ist gestorben, der epochemachende Regisseur von “Kottan ermittelt”. Er war nicht mehr jung (76), es soll das Herz gewesen sein. Damit ist klar: Major Kottan ist mitgestorben, und seine zu Lebzeiten vernichtende Polizeikritik. Das Schöne daran war, dass wir auch die Angst vor ihr verloren. Meine WG wusste vom Postboten, welche Geheimdienste hinter uns herschnüffelten. Und von unserer Vermieterin, die aus Recklinghausen stammte, und Franz-Josef Strauß als Kanzlerkandidaten 1980 mindestens so hasste wie wir. Es war eine schöne Zeit, und Peter Patzak hat viel dazu beigetragen.

Kirchenaustritts-Magazin

Mit meinem Fraund, Nachbarn und ehemaligen DLF-Mitarbeiter Michael Kleff und etlichen weiteren Freund*inn*en bin ich immer wieder in Diskussion über die Religionsverkündigungen der Kirchen/Religionen in öffentlich-rechtlichen Sendern. Es ist in der Tat anachronistisch, dass die Kirchen nicht nur gesetzlich fixierte Sitze in den Aufsichtsgremien haben, sondern sogar eigene Sendeplätze, die sie selbst redaktionell verantworten. Doch es gibt eine hübsche Dialektik. Weiterlesen

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