Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Ai Weiwei

EU und die Zweiklassen-Flüchtlinge

Viele halten es kaum noch aus. Diese Heuchelei der EU in der gegenwärtigen Flüchtlingssituation. Hunterttausende weisse Frauen und Kinder aus der Ukraine werden von Polen, Tschechien, Rumänien und den berüchtigten Visegrad-Staaten aufgenommen und begrüßt. Das ist menschlich gebotene humanitäre Hilfsbereitschaft. Gleichzeitig werden Flüchtlingsboote mit Kriegsflüchtlingen aus dem schmutzigen Krieg, den Saudi-Arabien im Jemen führt, in dem bis heute etwa 230.000 Menschen starben, von Frontex, Griechen und der “libyschen Küstenwache” – von der EU bezahlten Verbrechern und Menschenrechtsverletzern  ins Mittelmeer zurückgestoßen. Hilfsorganisationen, die Menschenleben retten, erhalten keine Landeerlaubnis in italienischen oder griechischen Häfen. Das ist fatal. Weiterlesen

Politik in Zeiten des Umbruchs

Klimawandel, Pandemie und jetzt auch noch Krieg! Mehl und Sonnenblumenöl werden gehamstert. Diesmal wenigstens kein Klopapier. Mineralölkonzerne streichen Spekulationsgewinne ein und der Bundesfinanzminister will das mit Steuergeldern subventionieren, statt das Bundeskartellamt auf die Unternehmen anzusetzen und eine SPD-Vorsitzende demonstriert öffentlich, dass sie ihrer Verantwortung nicht gewachsen ist. Der Kanzler sieht sich zu einer Klarstellung genötigt. Weiterlesen

Die fremde Macht

Der Philosoph Markus Gabriel sieht eine Allgegenwärtigkeit von Kunst
Ausbeutung des Elends – Überfällige Warnung. Als Ai Weiwei vor ein paar Jahren die Steinsäulen des Berliner Konzerthauses mit Hunderten orangefarbenen Rettungswesten umhüllte, war das Geschrei groß. Es muss schon jemand sehr von der Macht der Kunst überzeugt sein, wenn er das Schicksal der Mittelmeerflüchtlinge mit einer Installation wenden will.

Wenn Markus Gabriel der „Macht der Kunst“ nun ein eigenes Bändchen widmet, geht es ihm nicht um die von dem chinesischen Künstler strapazierte Rolle der Kunst als politisches Werkzeug. Weiterlesen

Jenseits von Beuys

oder Nicht ohne ein Surplus
Karen van den Bergs kunsttheoretischer Sammelband „The Art of Direct Action“ macht hinter den vielen Formen neuer, politisch engagierter Kunst eine „soziale Wende“ in der Ästhetik aus

Vierundzwanzig graue Betonsäulen. Björn Höcke dürfte nicht schlecht gestaunt haben, als er im November 2017 vor sein Haus im thüringischen Bornhagen trat. Um gegen seinen Ausspruch, das Berliner Holocaust-Mahnmal sei ein „Denkmal der Schande“, zu protestieren, hatte das Berliner Zentrum für Politische Schönheit dem AfD-Politiker demonstrativ sein persönliches Erinnerungsmal vor die Tür gestellt. Weiterlesen

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