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Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Alexander Kluge (Seite 1 von 2)

Das Dilemma

Und wie wir da wieder rauskommen – Putins Krieg

Exakt heute jährt sich zum 85ten-mal der Überfall Nazi-Deutschlands auf die baskische Stadt Guernica. Die Stadt wurde 1937 dem Erdboden gleichgemacht. Dieses Datum wird bisweilen als Prolog zum II. Weltkrieg gewertet – auch weil der für die Nazi-Luftwaffe zuständige Hermann Göring sich offen darüber ausließ, dass man neue Waffen für kommende Aufgaben ausprobieren wolle.

Jetzt wird wieder über eine Weltkriegsgefahr geredet. Weiterlesen

Halt!

Der beste Antikriegstext – von einer bekennenden Sexarbeiterin?

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob Hanna Lakomy echt, oder eine literarische und mediale Projektion ist. Es wirkt auf mich allzu fantasievoll, weil “zu” gut geschrieben. Probieren Sie es mal aus: “Nachtgesichter: Krieg im Feuilleton – Unsere Kolumnistin Hanna Lakomy beschäftigt sich mit der Frage der moralischen Werte in Kriegszeiten.” aus der Berliner Zeitung. Weiterlesen

Richtig oder falsch

Da ist sie wieder, die seit dem alten Griechenland diskutierte Frage, ob es einen gerechten Krieg gibt. Einfacher ist die Frage nach einem gerechten Frieden. Obwohl dies oft auch nicht zu einem eindeutigen Ergebnis führt. Aktuell steht zur Debatte, ob Deutschland schwere Waffen an die Ukraine liefern soll. Roland Appel hat dazu einen sehr persönlichen und sehr nachdenklichen Beitrag geliefert.

Natürlich gibt es keinen gerechten Krieg, denn in jedem Krieg geht es um das Töten. Getötet wird nicht der Gegner, sondern ein Mensch. Wie das aussieht, können wir gerade aus sicherer (?) Distanz stündlich miterleben. Weiterlesen

Wer bestimmt den Ton?

Denn der macht die Musik. Beim Deutschlandfunk hören sie sich selbst nicht mehr zu, repräsentativ für den Ton der veröffentlichten deutschen Medienlandschaft: “Greift der russische Bär an oder will er nur spielen?”. Ich kann sowas aus gesundheitlichen Gründen nicht einschalten. Zu diesem Bild finden Sie hier Aufklärerisches von Jekaterina Sinelschtschikowa. Das Bild wird auch von der Putin-Partei verwendet, ist also ambivalent. Weiterlesen

Lokal verankert, global und digital vernetzt

Die internationale Vernetzung der Zapatistas

Wenn es um Positionen zum Internet, zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz geht, überwiegen meist zwei konträre Einstellungen, entweder deren Verherrlichung als Höhepunkt der Effizienz und der „Befreiung des Menschen von allem Ungemach“, meist vorgetragen in neoliberalen Dunstkreisen, oder deren totale Ablehnung als absolute Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft, als Tummelplatz für rechtsextremistische Gruppen, als kriegstreibend, als extreme Anhäufung von Kapital und Macht in der Digitalökonomie, als totale Überwachung des Menschen, als Schaden für die mentale Gesundheit und als Gefahr für die kindliche Entwicklung. Eine dritte Position nehmen die Zapatistas ein.

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Kluge Leseperle

Haben Sie Triell geguckt? Selber schuld. 72 Mio. haben es nicht getan. Gestern wurde übrigens schon gewählt. In der Gemeinde Krummhörn, meinem jahrzehntelangen Karnevalsexil, erhielt die SPD 43,1% (+ 9,5), Soziale Wählergemeinschaft Krummhörn 18,9% (+5,6), die CDU 16,4% (- 1,7), Freie Bürgerliste Krummhörn 8,8%, Grüne 6,3% (- 1,4), AfD 3,0% (-3,1), Wie sagen wir im Fussball: “die Tabelle lügt nicht”. Keine Umfrage, Wahlergebnis. Gesehen statt des Triells habe ich, beim Warten auf den Schlusspfiff in Mönchengladbach, Le Cercle Rouge von Jean-Pierre Melville (Buch und Regie), und habe es nicht bereut. Weiterlesen

Eine andere Kultur

Österreich droht beim Impfen ein Desaster
Sie sprechen zwar eine ähnliche Sprache. Und dem kulinarischen Zweig ihrer Kultur (Schnitzel, Mehlspeisen, Wein, Caféhaus) bin ich ebenso zugeneigt, wie der Neigung zu witzigem Sarkasmus (sehen Sie die Filme von David Schalko; der letzte Wien-Tatort war von ihm produziert). Mein Lieblings-Österreicher Adalbert Krims ist ein leibhaftiger Klerikalmarxist – das ist an sich schon eine Kunst von Menschwerdung, die ihren Ausdruck in einem Standardwerk über den Woytila-Papst fand. Als Deutsche fürchten wir, dass die total anders sind, und heimlich uns ähnlicher, als wir albträumen. Gechichte, hätte Kohl gesagt.
Heute morgen hörte ich also, dass nur 15-20% des Pflegepersonals in Österreich, Weiterlesen

Was Besonderes?

Hat TV-Fußball schon lange nicht mehr zu bieten
“Es gibt immer einen Markt für das Besondere”, hat mir Alexander Kluge in einem langen, spannenden Telefongespräch in den 90er Jahren erklärt. Umgekehrt heisst das: für das Langweilige, das Erwartbare, das immer Wiederkehrende, kannst du nicht auch noch Geld verlangen. Ob die bei der DFL und dem DFB das kennen? Sie werden jetzt endlich dazu gezwungen.
Medienmeldungen witzeln heute, dass gestern in der Glotze mehr Leute “Bares für Rares” als ein Länderspiel des DFB (1:0 gegen Tschechien) gewählt hätten. Nicht berücksichtigt wird, Weiterlesen

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