Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Alina Schwermer (Seite 1 von 2)

Von Karnap zur Hafenstrasse – 3:0

mit Update nach dem FrĂŒhstĂŒck
Arnd Zeiglers Crew war in Essen-Karnap, um dort Ente Lippens und Fred Bockholt in Willis Kneipe “Ich danke Sie!” zu treffen. Sie zeigten wie Ente im ZDF-Sportstudio PelĂ© an der Torwand besiegte (Video ab Minute 12) – damals schossen die Jungs mit einer LĂ€ssigkeit, wie sie sie sonst auf dem Rasen, im Stadion, zeigten. Fred Bockholt war damals vom VFB-Bottrop, von der anderen Seite der B224, nach Essen gewechselt. Beide zusammen absolvierten mehrere Bundesligaaufstiege von Rot-Weiss Essen, die damals wie heute eine Fahrstuhlmannschaft waren. Nur damals, zu Lippens’ Zeiten eben drei Ligen höher als heute.Weiterlesen…

Steilgehende Ladies

Nura – Beverly Ranger – Alina Schwermer – Caroline Rosales – Katja Dörner
Nura Habib Omer beschĂ€ftigt derzeit die was-mit-Medien-Leute. Ich wĂŒnsche ihr, dass das Business die 32 Jahre junge Frau nicht zermahlt. Eine schwarze Freundin freute sich ĂŒber sie: “Solche Geschichten mĂŒssen erzĂ€hlt werden.” Nura bohrt die Bretter aktuell durch, z.B. beim Spiegel oder in Dieter Botts Sportschau, der 3-sat-Kulturzeit. Alles Gute!
Jetzt, im 21. Jahrhundert, will sogar die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, eine Damenabteilung eröffnen. Da hat der Bonner SC ein Jahrhundert Vorsprung.Weiterlesen…

Wer will berĂŒhrt werden?

Gutes und böses Zweifeln
Wie verĂ€ndert die Corona-Krise das menschliche Zusammenleben? Unbemerkt verĂ€ndern sich “Frames”. Jahrzehntelang galt Zweifel und Skepsis als links, oder mindestens linksliberal. Jetzt soll es rechts sein. WissenschaftsglĂ€ubigkeit galt – auch und vor allem fĂŒr GrĂŒne – als konservative Gleichschaltung zugunsten industriellen “Fortschritts”. MĂŒhevoll wurden dagegen wortungeheuerliche DĂ€mme wie TechnikfolgenabschĂ€tzung gebaut. Jetzt gibt es scheinbar wieder “die” Wissenschaft. Und wer dem widerspricht, was die meisten dafĂŒr halten, gilt zwar wie immer als Ketzer, aber jetzt als Rechter.Weiterlesen…

Die Sache von MĂ€nnern und Frauen

Facebook frisst Afrika / Politik und Fussball
Die Älteren erinnern sich vielleicht noch an den TV-Sender Pro7. Zu Glanzzeiten seines frĂŒheren Besitzers und spĂ€teren Gross-Pleitiers Leo Kirch (Spender und Buddy von Helmut Kohl) war Pro7 dafĂŒr bekannt, US-Kino-Blockbuster als Erster ins deutsche TV zu bringen. Heute, mit dem GrossaktionĂ€r Silvio Berlusconi, dĂŒmpeln sie bei einem Marktanteil von 4,1%, schwĂ€cher als die FDP. In solcher Lage ist es Höhepunkt des Schaffens, wenn ein toller PR-Coup gelingt, der nicht nur 2 Mio. TV-Glotzer*innen, sondern bisher zusĂ€tzlich noch weit ĂŒber 2 Mio. Youtube-Clicks brachte.Weiterlesen…

MĂ€rtyrer des Fussballkapitals

Wer glaubt, lieber Roland, dass er in der ARD-Sportschau oder dem ZDF-Sportstudio Journalismus erhĂ€lt, der soll dumm sterben. Da Deine Zweifel Dich ehren, hier mein Versuch. Wie Du richtig erspĂŒrt hast, hĂ€tte jetzt nur noch gefehlt, dass Herr Hopp schwarz angemalt worden wĂ€re und sich eine Kippa aufgesetzt hĂ€tte – seine Medienverteidiger*innen hĂ€tten als edle Kreuzritter*innen in die Geschichte eingehen können.Weiterlesen…

Fussball kaputt

Unheilvolle Verbindung von Profitgier und Piefigkeit bedroht Amateur- und Frauenfussball
Mir scheint, dass die Lage im deutschen Fussball die gesellschaftlichen WidersprĂŒche auf bedrohlich-realistische Weise anschaulich macht. In DĂŒsseldorf findet gerade so ein kleines nationales Fussball-“Davos” statt: alle, die sich am Fussball bereichern wollen, treffen sich da, und reden mal ĂŒber “alles”. Auch Nachdenklichkeit ist dabei. Selbst der radikale Westfale Rummenigge zeigt derartige Symptome. Und die jĂŒngst erfolgten Machtverschiebungen in der Deutschen Fussball-Liga (DFL) zeigen sich.
Doch die andere Seite der Wirklichkeit hat keinen Platz auf Business-Messen.Weiterlesen…

Mesut Özils Irrlichtern macht alle wuschig

Vom FussballkĂ€fig in Gelsenkirchen-Bismarck in die Geopolitik ist ein weiter Weg. Da kann einer schon mal ins Stolpern kommen, MassstĂ€be und Orientierung verlieren. Sie zu behalten ist ja schon unter “normalen” UmstĂ€nden nicht leicht. Mesut Özil ist jetzt 31, sehr, sehr reich geworden. Um die wenigsten seiner umfangreichen Angelegenheiten wird er sich noch persönlich kĂŒmmern können. Und wenn ers doch versucht passieren ebenso UnfĂ€lle, wie wenn es sein Familienmanagement fĂŒr ihn zu ĂŒbernehmen versucht.
Zur politischen Bewertung seiner neuesten Ereignisproduktion verweise ich auf Alina Schwermer/tazWeiterlesen…

Piraterieförderung

Sportjournalismus / Filmbusiness
Klaus Bittermann versauert nun schon seit langem hinter der Paywall der Jungen Welt. Tragisch, fĂŒr ihn. DafĂŒr haben sie meinen Leser AndrĂ© Dahlmeyer, herzliche GrĂŒsse nach Buenos Aires, heute freigelassen. Mit ein wenig VerspĂ€tung erreichte mich sein Spielbericht vom Finale der Copa Libertadores, der “Champions League” von Lateinamerika. In rund 170 LĂ€ndern soll es im TV ĂŒbertragen worden sein. Unser kleines, ahnungsloses Land gehörte nicht dazu.
Auch die Jungle World erwĂŒrgt sich mit ihrer Paywall selbst.Weiterlesen…

Der gute Zweck von Niederlagen

Als Spitzenreiter kann mann Geschenke verteilen. Das tut Borussia Mönchengladbach bisher sehr gerecht. So haben wir beim BVB verloren (zweimal), damit die Herren Watzke und Zorc keine billige Ausrede bekamen unseren alten Freund Lucien Favre fĂŒr teuer Geld rauszusetzen. Noch schöner die Niederlage gestern: gibt es eine bessere Pointe zum Einzug der GeldsĂ€cke bei den Angebern von Hertha BSC, als einen 5-Punkte-Vorsprung von Union?Weiterlesen…

Profisport: bloss nicht an Enke denken!

Konzerngier dreht Sportler*innen-Körper durch den Fleischwolf
WĂ€hrend die FAZ einen entsprechenden Hintergrundbericht von JĂŒrgen Kalwa hinter ihrer Paywall vermauert hat, nimmt sich Alina Schwermer/taz noch mal das Oregon-Project des Nike Konzerns vor. Erkenntnisfördernd ist ihre Einordnung in zahlreiche ParalellvorgĂ€nge in anderen Sportarten. Der Widerstand wĂ€chst, inspiriert nicht zuletzt durch die #metoo-Bewegung. Das ist vielleicht in diesem Zusammenhang die beste Nachricht.
Andere wirken dagegen wie lernbehindert. Oder von der Not getrieben,Weiterlesen…

Denkende Sportler*innen

Fritz Keller, der neue DFB-PrĂ€sident, der aus dem idyllischen Freiburg kommend jetzt in der Bankenstadt Frankfurt residieren muss, hat seinen ersten programmatischen Text veröffentlicht, beim AfD-nahen Springerverlag. Wenn einer wie Keller das meint tun zu mĂŒssen, lĂ€sst das den Schluss zu, dass seine Medienberater*innen in der DFB-Zentrale, und das sind nicht wenige, anders als der frĂŒhere Medienchef Harald Stenger und der frĂŒhere Übungsleiter JĂŒrgen Klinsmann, meinen, der deutsche Profofussball sei auf eine Allianz mit diesem Verlag angewiesen. Nicht nur bedauerlich, sondern auch falsch. Wohin das fĂŒhrt,Weiterlesen…

Kandidiert selber!

Die Denksportaufgabe von Benny Hoff / Klima brutal / Fussball brutal
Matthias Greffrath/taz erinnert an die RegierungserklĂ€rung von Willy Brandt vor 50 Jahren. Im nachhinein betrachtet waren die damit einhergehenden Politikwechsel, und zwar gerade in der von Greffrath kritisch beschriebenen BeschrĂ€nktheit, eine Voraussetzung dafĂŒr, dass der kapitalistische Westen den realsozialistischen Osten (Deutschlands) besiegen konnte. Willy Brandt war mehr Nationalist, als die meisten seiner Fans glauben mochtenWeiterlesen…

Captain America: es ist eine Frau!

Die taz hat sich fĂŒr ihre Frauen-WM-Berichterstattung mein Sonderlob verdient. Am Wochenende setzte sie völlig zurecht in einer Wiederholung das politisch wertvolle Megan Rapinoe-PortrĂ€t von Sebastian Moll wieder ein. Bemerkenswert an dieser Lady – im Unterschied z.B. zu Ex-TorhĂŒterin Hope Solo – scheint mir ihre bewusste Strategie sich nicht als Solo(sic!)-Megastar zu verkaufen, sondern als Teamplayerin aufzutreten. Diese Klugheit vermisse ich heute im politischen GeschĂ€ft immer mehr.
Zum Niederknien gut ist vor allem die journalistische Leistung von Alina Schwermer.Weiterlesen…

Gestern: Weltklasse – DFB: Kreisliga

4,2 Mio. sahen gestern ein Frauen-WM-Halbfinale “ohne deutsche Beteiligung”. Die Teams der USA und Englands boten vor allem in der ersten Halbzeit vollendeten Weltklassefussball. Die drei Tore zum 2:1 der USA hatten von der Entstehung bis zur Vollendung ein PrĂ€zisionsformat, an dem sich MĂ€nner wie Mats Hummels oder GĂŒnter Netzer den Rest ihres Lebens abarbeiten können.
Der DFB dagegen blamiert sich nach KrĂ€ften und versucht der SPD dabei den Rang abzulaufen.Weiterlesen…

Frauen-WM: taz / Stromausfall: telepolis

Der Sportteil der taz-Homepage ist in der Regel ungepflegt und unaktuell. Von Mitarbeiter*inne*n hörte ich, dass dort mehr Wert auf die PrĂ€senz in den asozialen Konzernnetzwerken als auf die eigene Webseite gelegt wird. Bei der Frauen-WM sieht es erfreulich anders aus. Die taz-Sportredaktion hat ein Interview von Frank Hellmann mit Sara Doorsoun eingekauft, und die Gesamtleistung von Alina SchwermerWeiterlesen…

Frauen-WM: Viel ist möglich

Erfreulicherweise kommt es bei der aktuellen Frauen-WM nur noch selten vor, dass Kantersiege geschehen, wie beim 13:0 der innenpolitisch aufgeputschten US-Frauen gegen Thailand. Die “Kleinen” gewinnen zwar noch nicht, aber sie gehen auch nicht mehr unter. Im Gegenteil, sie erweisen sich als gefĂ€hrlich. Und mit ein bisschen mehr Routine hĂ€tten sie das eine oder andere Favoritinnenteam stĂŒrzen können. Ich denke z.B. an China (gegen Deutschland),Weiterlesen…

#metoo – Fussball auf schmalem Grat

Amateur- und Profifussball, bei Damen und Herren, ist ein kompliziertes Geflecht von AbhĂ€ngigkeiten und Macht ĂŒber Menschen, mit, wie könnte es anders sein, sehr körperlich orientierten Komponenten. WĂ€hrend ich im gymnasialen Sportunterricht noch der Nazizeit entlaufene Schleifer als Sportlehrer erlebte, geht es heute eher um Karrieren, Selbstoptimierung, Sexyness und Vermarktung. Durch #metoo zieht nun auch in den gesellschaftlich ewiggestrigen scheinbaren “Schonraum” des Mikrokosmos Fussball die SelbstermĂ€chtigung der Opfer ein – der Kern der #metoo-Debatte.Weiterlesen…

Gemeinwohl – wie weiss und mĂ€nnlich?

Der weisse Mann Josef Janning gab mir Anfang der 80er Jahre seine Stimme bei den Fachschaftswahlen am Seminar fĂŒr Politische Wissenschaften der UniversitĂ€t Bonn. Er sprach heute morgen im DLF-Magazin “Europa heute” zur Österreich-AffĂ€re und warnte vor zu grossen Hoffnungen im europĂ€ischen Kampf gegen Rechts. Der weisse Mann Norbert Mappes-Niediek, mit dem ich zu jener Zeit AStA-Koalitionen aushandelte (er, der heute im schönen Graz lebt, fĂŒr den SHB, ich fĂŒr den LHV), hebt ein Bonn-Buch in der FR hervor, Weiterlesen…

“Zentrum fĂŒr fussballerische Schönheit”

Das Copyright dafĂŒr gebĂŒhrt Friedrich KĂŒppersbusch. Ich wĂŒrde mich gerne rĂŒhmen dĂŒrfen, dabei mitgemacht zu haben, habe aber leider mehrere Alibis. WĂ€re es wirklich der echte BVB gewesen, oder hĂ€tte er sich auch nur nachtrĂ€glich dieser Initiative angeschlossen, wĂ€re ich der Erste, der sich fĂŒr eine Borussen-Gemeinsamkeit im Fussballwesten ausgesprochen hĂ€tte.
Hier schöne Berichte von der Aktion von Alina Schwermer/taz und dem hier um die Ecke (in Siegburg) heimischen Frank Patalong/Sp-on.
Die Fussballkonzerne dagegen haben andere Sorgen. Der Tabellenerste und der Tabellenzweite mobben ihre Trainer weg. Es geht nicht mehr um Fussball.

Linke Wagenknecht-Abrechnung / Frauenfussball

Die Junge Welt hat lange Zeit, Ă€hnlich wie die nachdenkseiten, den ParteiflĂŒgel der sich “Die Linke” nennenden Partei publizistisch unterstĂŒtzt, dem auch Sahra Wagenknecht angehörte. Dann ist es der durchtriebenen Angela Merkel mit ihrer “Grenzöffnung” gelungen, diese machtvolle politische Kraft zu spalten und “die Menschen” ersuchten stattdessen die AfD fĂŒr sie zu sprechen. Wichtig ist ja vor allem, sich die Welt irgendwie erklĂ€ren zu können …Weiterlesen…

« Ältere BeitrĂ€ge

© 2020 Beueler Extradienst

Theme von Anders NorĂ©nHoch ↑