Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Andreas Rossmann (Seite 1 von 2)

ClankriminalitÀt

Steffen Grimberg/taz hat Indizien ĂŒber den Konflikt im Murdoch-Clan gesammelt. Nur vordergrĂŒndig geht es dabei um Differenzen zu den Beziehungen zum Trump-Clan. Gegen den wird mal wieder “bösartig” ermittelt. Im PrĂ€sidentenamt sorgt der Delinquent fĂŒr ein völliges Verschwimmen der Grenzziehung zwischen “normalem” GeschĂ€ftsbetrieb und rĂ€uberischer Erpressung. Mit dieser Grenzziehung haben deutsche Banken Ă€hnliche Probleme, und besonders spektakulĂ€r ist mir, dass die Kölner (!!!) Staatsanwaltschaft hier um AufklĂ€rung bemĂŒht sein soll.Weiterlesen…

“Die verstehn’ nix von Geld”

Nein, nicht die Sozis – bei der FAZ lĂ€uft die Kasse leer
Bannas in Rente, Rossmann in Rente. Hans HĂŒtt hat aufgehört. Doch, es sind noch Gute da: Mark Siemons, Seidl, Reents, Frauke Steffens, Dietmar Dath, Harald Staun. Aber oft sind gerade sie eingemauert in der Paywall. Die Mehrheit vorne im Politik- und Wirtschaftsteil ist wie immer mit ĂŒberwiegend neoliberaler Ideologieproduktion beschĂ€ftigt, und anders als das “neo-” nahelegt, ist das sehr alte Ideologie, aus der Zeit gefallen wie Friedrich Merz. Weiterlesen…

Epstein-AffÀre / Libanon / Mensch&Tier / Napoli&Bonn

Die AffĂ€re um den mutmasslichen (Kinder-)Postitutionsvermittler Jeffrey Epstein ist noch nicht ausgestanden, bei Licht besehen nichts davon, auch nicht sein “Selbstmord”. Aber es gibt zu viele MĂ€chtige, die kein Interesse an der öffentlichen Ausbreitung der Sachverhalte haben. Darauf macht jetzt auch Boris Rosenkranz/uebermedien aufmerksam, leider nur hinter Paywall (gewöhnlich baut dieser Blog sie nach einer Woche ab, also pĂŒnktlich zu den scheinbesinnlichen Feiertagen). So viel ist erkennbar: Rosenkranz geht es um John Brockman, dessen ErwĂ€hnung von deutschen Leitmedien, die mit ihm gut im GeschĂ€ft seien, grĂŒndlich vermieden werde. Auf Wiederlesen zu Weihnachten. Ein Brockman-PortrĂ€t von Georg Diez/Spiegel von 2014 hier.
Thomas Pany/telepolis leuchtet die gesellschaftlichen Unruhen im Libanon aus,Weiterlesen…

70 Jahre “was die andere Seite denkt”

Das Zitat ist von taz-Redakteurin Ulrike Herrmann, der ich auch in dieser WĂŒrdigung zustimme: “Nirgendwo lĂ€sst sich besser nachlesen, wie Neoliberale die Welt sehen. … Sobald es ums Geld geht, ist niemand genauer als der FAZ-Wirtschaftsteil. … (er) … berichtet zudem nicht nur ĂŒber Unternehmen, Börsen oder Wirtschaftspolitik. Auch die theoretischen Debatten der Ökonomenzunft werden liebevoll abgebildet. In der FAZ lĂ€sst sich kleinteilig verfolgen, wie sehr die neoklassischen Mainstream-Professoren an ihrer eigenen Theorie leiden.” So lĂ€sst sich der Gebrauchswert dieser Zeitung heute zusammenfassen – sofern sie ihr Wissen nicht hinter einer Paywall vermauert.
Über dieses Gesamturteil hinaus möchte ich zwei ehemalige Mitarbeiter wĂŒrdigen,Weiterlesen…

Rezo&Merkel / Frauen / SPD / Sizilien

Text des Tages ist meine heutige Entdeckung von Arno Widmann. Mir war seinerzeit schon aufgefallen, wie hymnisch seine frĂŒhere Kolumnistin Mely Kiyak seine Redaktionsarbeit pries. Die von ihr damals geforderte Demokratiewachsamkeit hat Widmann zu bieten. Er hat die Bedeutung der Reden von Rezo und Merkel verstanden und lĂ€sst uns in seiner FR daran teilhaben. Was bei ihm fehlt, ist die Tatsache, dass hinter RezoWeiterlesen…

Ruhrgebiet, SPD – wer schafft ein Comeback?

Ein durchgehend prĂ€gendes Problem des Ruhrgebietes ist, dass sein beherrschender Medienkonzern zugunsten optimierter Profitraten auf intellektuelle Interventionen in Diskurse dieser Republik verzichtet hat. Er hat damit eine unsichtbare Wand um die Region gelegt, weil sie vom Rest der Öffentlichkeit trotz NeugrĂŒndung zahlreicher Hochschulen nur wahrgenommen wurde, wenn es drohte sozialpolitisch zu “brennen”. Dass das nicht passierte, dafĂŒr sorgte die IG Bergbau, und liess es sich und ihren Mitgliedern anstĂ€ndig bezahlen.
Dieser beherrschende Konzern war die WAZ,Weiterlesen…

Aussterbende Journalismus-Typen

Andreas Rossmann und Horst Tomayer
Vieles wird heute besser als frĂŒher. Journalismus scheint nicht dazu zu gehören. Letzte Woche prophezeite Lutz Hachmeister im DLF (in seinem Schlusswort am Ende dieser Sendung), er werde als “Journalismus der Reichen und ihrer Stiftungen” ĂŒberleben. Ein grosser Unterschied zum auf Papier gedruckten Journalismus der Vergangenheit wĂ€re das nicht. Was aber tatsĂ€chlich auszusterben scheint sind Journalist*inn*en, die sich ein Berufsleben lang mit einem Thema oder einer Sache verbinden.
Zum Beispiel Andreas Rossmann/FAZ, der RuhestĂ€ndler. In der FAZ lieferte er eine kenntnisreiche Buchbesprechung zum NachkriegsstĂ€dtebau im Ruhrgebiet ab.Weiterlesen…

Inge Feltrinelli gestorben

Wieder ist eine sehr Gute gegangen. In den 70ern habe ich sie als Retterin der Zeitschrift Konkret wahrgenommen. Das versprach 0 Profit, war aber zur damaligen Zeit politisch aussergewöhnlich geradeaus. Frau Feltrinelli trat seinerzeit in diversen Talkshow-VorlĂ€ufern des deutschen Fernsehens auf, und sprach dort politische Dinge (Berufsverbote u.a.) aus, die im Mainstream schon verboten waren. Von einer italienischen MultimillionĂ€rin fand ich das ausserordentlich verehrungswĂŒrdig. Konkret war zu dieser ZeitWeiterlesen…

Lob der FAZ

Nein, eine Kaufempfehlung ist das nicht. DafĂŒr ist mir der der Fazit-Stiftung gehörende Verlag zu reich und zu rechts. Heute habe ich aber ungewöhnlich viel Zeit mit Online-LektĂŒre verbracht, und hatte nicht das GefĂŒhl, dass sie mir gestohlen wurde. Darum lasse ich Sie hier daran teilhaben.

Die schon mehrmals von mir vervorgehobene USA-Korrespondentin Frauke Steffens berichtet ĂŒber den spektakulĂ€ren Staatsbesuch des saudi-arabischen Kronprinzen Salman bei Donald Trump. Da haben sich zwei gefunden, die uns noch zu RevolutionĂ€r*inn*en machen werden. Im Tagesverlauf folgte ein weiterer Text von ihr ĂŒber Sonderermittler Mueller.

Ein Kulturschaffender, dessen Werk ich verehre, belobigt einen ebensolchen: Dominik Graf schrieb schon am Sonntag ĂŒber den nicht minder grossen Sepp Bierbichler,Weiterlesen…

China / Ruhrbergbau / Zockerbude “Deutsche” Bank

Besser als bei Wolfgang Pomrehn/telepolis werden wir heute von Ruhrgebietspflanze Sha Hua im Handelsblatt bedient. Der Volkskongress der Volksrepublik China ermöglichte nicht nur BigBoss Xi Jinping lÀngere Amtszeiten, sondern gab ihm abseits vom bisherigen Verfassungsrecht und westlichweicher RechtsstaatstrÀumereien eine Kontrollbehörde an die Seite, die ihrerseits von niemandem, auch keinem Obersten Gerichtshof mehr, kontrolliert werden kann. Eine populÀre Bezeichnung (NSA, FSB, BKA, BfV, Interpol o. Àhnl.) steht noch aus.

Andreas Rossmann war im Ruhrgebiet bei einer Tagung ĂŒber “Narrationen des Ruhrbergbaus“, Weiterlesen…

Rene wÀscht jetzt bei Olaf / Randy / Caravaggio

Viktoria-Karree? Was ist das? Ist das wichtig? Signa-Boss RenĂ© Benko wĂ€scht jetzt einen grossen Haufen zu investierenden Geldes beim Bundesfinanzminister in spe Olaf Scholz. Eine dreiviertel Milliarde, mit zu erwartenden Kostensteigerungen kanns auch eine Ganze werden, will er sein Wirken an den Hamburger ElbbrĂŒcken architektonisch verewigen lassen, mit vielen tausend Quadratmetern GewerbeflĂ€chen – in Hamburg an diesem Standort ein idiotensicheres Investment. Und die politische Netzwerkwirkung bei Olaf Scholz, dem Freund von Gerhard Schröder und Andrea Nahles, ist vielleicht noch wichtiger. Bonn? Wo liegt das?

Randy Newman, es ist eine Freude, dass dieser kluge Mann uns noch mit seiner Arbeit erfreuen kann. Die Vernunft und gedankliche Klarheit in seinem taz-Interview: den Mann muss man einfach lieben.

Andreas Rossmann, FAZ-Feuilleton-Korrespondent in NRW, mausert sich kurz vor seinem Renteneintritt, der leider auch von GĂŒnter Bannas (HauptstadtbĂŒrochef in Berlin) schon annonciert ist, zum Mafiaexperten – regelmĂ€ssige Sizilien-Urlaube tun ihre Wirkung. Ein 1969 gestohlenes Caravaggio-GemĂ€lde könnte in der Schweiz – wo sonst? – verborgen sein.

Berlusconi, Celentano, das Wetter, Öl, Gas und Frankreichs Linke

Italien wĂ€hlt dieses Jahr ein Parlament. Es wird furchtbar. Frederica Matteoni bereitet uns in der Jungle World darauf vor. Sie stellt, unter Verweis auf die italienische Feministin Ida Dominijanni, einen interessanten Bezug zu der aktuellen Sexismusdebatte her, und erschliesst uns so besser das RĂ€tsel, warum so viele Italiener auf Silvio Berlusconi immer noch hereinfallen. Ein Mann, der so wenig wie Trump, weder Muslim noch nordafrikanischer Araber ist. Hier ein Ă€lterer (2011) ĂŒbersetzter Text von Dominijanni ĂŒber Berlusconi.

Andreas Rossmann wĂŒrdigt derweil den 80. Geburtstag eines bei uns entschieden beliebteren italienischen Mannes: Adriano Celentano. Er versucht aus dessen Biografie, Rossmann ist ein höflicher Mensch, sogar berlusconikritische Funken zu schlagen. Der von Rossmann erwĂ€hnte Sender Canale Cinque, in dem der Geburtstag abgefeiert wird, das vergass der Kollege hinzuzufĂŒgen, ist allerdings ein Berlusconi-Sender. Da siegt “Azurros” Eitelkeit dann doch ĂŒbers kritische Bewusstsein. Hoffen wir zu seinen Gunsten, dass es so Ă€hnlich wie bei Hazel Brugger ist.

Wolfgang Pomrehn hĂ€lt uns, die gemĂŒtliche Ausruhzeit endet, gedanklich auf Trab. Das Wetter, was hat es zu bedeuten? Unser Öl und Gas – um Northstream 2 tobt ein EU- und Bundesregierungs-interner BĂŒrgerkrieg – kann auch nach Osten fliessen. Russland ist egal, wer bezahlt, es braucht das Geld.

Wer versteht hierzulande noch Oskar Lafontaine? Er gibt sich alle MĂŒhe, auf der Zielgeraden seines Lebens als unverstandenes Genie zu laufen. Sein Genosse Jan-Luc Melenchon, bei Wahlen ungleich erfolgreicher, scheint so eine Art Vorbild fĂŒr ihn zu sein. Bernhard Schmid versucht auf Telepolis eine differenzierte Analyse.

NSU / Amri / DĂŒsseldorf

Es heisst, aus Fehlern könnten wir mehr lernen. Mal abgesehen, dass Fehler, die Menschenleben kosten, jede Grenze ĂŒberschritten haben, wachsen doch Zweifel, wenn wir uns die Nachbearbeitung von verheerenden Fehlern ansehen, die alles noch schlimmer macht. Um die Chance des weiteren Daraus-Lernens nicht zu vertun hier die AufzĂ€hlung folgender peinlicher Desaster.

Die Junge Welt, das ist besonders zu loben, dokumentiert ein PlĂ€doyer der Nebenklage im MĂŒnchener NSU-Prozess. WĂ€hrend eine SZ-Berichterstatterin ihrer Hoffnung Ausdruck gab, er möge “bald enden”, weist das PlĂ€doyer von Rechtsanwalt Alexander Kienzle, der die Opferfamilie Yozgat vertritt, eher darauf hin, dass die – von der Bundeskanzlerin versprochene – AufklĂ€rungsarbeit endlich losgehen mĂŒsste.

Thomas Moser, aufmerksamer NSU-Beobachter von telepolis, hat sich erfreulicherweise wegen der unĂŒbersehbaren Parallelen in der Nicht-Aufarbeitung jetzt journalistisch auch am Fall Amri festgebissen.

Ich glaube immer noch nicht an die grossen Verschwörungen im Hintergrund dieser FĂ€lle. Sondern an eine bestimmte sich immer breiter machende Kultur der Feigheit und Verantwortungslosigkeit, begleitet von Unterlassung von Geradeaus-Kommunikation zwischen Verantwortlichen und Vorgesetzten, Revier- und KonkurrenzkĂ€mpfe, wie sie heute jede BĂŒrokratie in öffentlichen Einrichtungen und privaten Betrieben kennzeichnen. Lesen Sie mal hier bei Andreas Rossmann/FAZ-Feuilleton, wie die KulturbĂŒrokratie der Stadt DĂŒsseldorf eine eigene Grube grub, und anschliessend ĂŒber ihre eigenen Beine stolpernd selbst hineinfiel. Wenns nicht so peinlich wĂ€re, wĂ€re es zum Lachen.

Fifa / FÀröer gegen FÀröer / StÀdte gegen ihr Theater

Thomas Kistner, SZ-Redakteur, ist seit etlichen Jahren einer der ganz wenigen kritischen Sportjournalisten. Ich weiss nicht, ob er ĂŒberhaupt von irgendwas Fan ist, auf jeden Fall Fan seines Berufes. Eine selten gewordene Spezies. Zusammen mit seinem Kollegen AumĂŒller legt er sich an diesem Wochenende ein weiteres Mal mit dem “Kaiser” Franz Beckenbauer an. Nun könnte man meinen, der Arme lebt doch sowieso am Rande von Herzinfarkten, ist nur noch ein Opfer, wie, sagen wir mal, Boris Becker. Ein Kaiser steht nicht nur fĂŒr sich selbst, er ist ReprĂ€sentant eines komplizierten Herrschafts- und Korruptionsystems, in dem sich in der Regel ein recht umfangreicher Adel verbirgt. Und so war es mit Beckenbauer wirklich. Vorgestern erst erwĂ€hnte ich hier im Zusammenhang mit dem Niedergang des Privatfernsehens den Kirch-Konzern, seine VerĂ€stelungen und seinen Zusammenbruch. Da ist er also schon wieder …..
Island ist schon genial, aber noch kleiner und noch spektakulÀrer sind die FÀröer-Inseln. Sie mischen nicht nur das Fussballbusiness auf, sie entwickeln sogar die Macht, Google zu nötigen, mit ihrer schÀrfsten Waffe, den Schafen. Grossartig.
Was fĂŒr ein Bild gibt dagegen das Rheinland ab. Andreas Rossmann (FAZ) berichtet aus Köln, wie der nĂ€chste Theaterintendant seine Flucht vorbereitet. Ähnlichkeiten mit Bonn wĂ€ren nicht zufĂ€llig. Die StĂ€dte sind unfĂ€hig, sich selbst zu managen. Schulen werden nicht saniert, nicht weil das Geld fehlt, sondern fachlich qualifiziertes Personal, um es kontrolliert auszugeben. Seit der Entlassung des berĂŒchtigten Naujoks findet die Stadt Bonn keine FĂŒhrung mehr fĂŒr ihr Immobilienmanagement, die – und sei es in einem personellen Tandem – ingenieur- und kaufmĂ€nnische Fachqualifikation in sich vereint. Und das ist dann, so die Pointe von CDU, SPD und FDP im Stadtrat, praktischerweise schuld: die Oper.

Und die Aussenpolitik?

Es muss nicht schlecht sein, wenn ein Thema aus den Koalitionsverhandlungen nicht nach aussen dringt. GeschwĂ€tzigkeit der Verhandler*innen ist in der Regel fĂŒr die Sache kein gutes Zeichen. Andererseits: es scheint sich auch keine der Parteien mit aussenpolitischen GegenstĂ€nden profilieren zu wollen. Ein bisschen TĂŒrkei, in der Regel nur plakativ und oberflĂ€chlich, das wars dann.
TĂŒrkei ist natĂŒrlich ein gutes Beispiel, wie Aussenpolitik auch innenpolitisch wirksam ist, hier eine kleine Notiz von Andreas Rossmann von einer Veranstaltung in Solingen. Volker Perthes, Chef der Stiftung fĂŒr Wissenschaft und Politik (SWP) weist heute in einem Gastkommentar in der SZ auf diesen Zusammenhang hin. Auf mich wirkt er etwas verzweifelt, weil die Verhandler*innen in Berlin anscheinend kaum merken, dass die Welt da draussen sich weiterdreht.
Verdeckte Kriege in Afrika, Drohnenkriege wo immer es beliebt (und beides aus Deutschland gesteuert?), Regime Change in Saudi-Arabien vor dem grössten Börsengang der Weltgeschichte, und vielleicht auch bald failed state? Krieg und FlĂŒchtlingselend im Jemen. Drohender Nuklearkrieg in Ostasien?
Die BĂŒrger*innen bekommen die wachsenden Unsicherheiten ja mit, selbst wenn sie hierzulande nur sparsam dosiert berichtet werden. Verschweigen lĂ€sst sich fast nichts mehr. Doch welche Orientierung gedenken unsere Regierenden anzuwenden? Gibt es unter ihnen vertrauenswĂŒrdige Personen, die willens und imstande sind, sich mit der Materie vertraut zu machen und nervenstark umzugehen? Perthes attestiert das den Aussenministern, mit denen er bisher zusammengearbeitet hat. Doch wer die/der Neue wird, weiss er auch nicht.

Godzilla / Bahndesaster / MĂŒnster / Aserbaidschan / Leverkusen

Noch ein Godzilla-artiger MilliardĂ€r will das Fussballentertainment ĂŒber sein Medium aufmischen. Sp-on erklĂ€rt anschaulich seine Unternehmenstrategie, verliert aber kein Wort ĂŒber die Politik des Herrn Blavatnik. Ein MilliardĂ€r seiner Gewichtsklasse – 20 Mrd. $ – kann sich aus der Politik nicht herausgehalten haben. Da ausser Spenden fĂŒr Obama bisher nichts durchsickerte, hat er eine wirkungsvolle Diskretionsstrategie. Dieser Transparenzmangel vergrössert mehr Verdacht auf KriminalitĂ€t als er bekĂ€mpft. Und das Schweigen der Medien darĂŒber schafft ebenfalls kein Vertrauen sondern bestĂ€tigt allen Verdacht, den Menschen ĂŒber “die Medien” sowieso schon haben.

Das FAZ-Feuilleton nimmt sich heute des Bahndesasters bei Rastatt an. Der Autor Hansjörg KĂŒster erklĂ€rt anschaulich die geologischen Ursachen. Bleibt die Frage offen, warum die DB sie ignoriert hat. Ahnungslosigkeit und Kompetenzmangel? Oder skrupellose Risikobereitschaft? Oder eine Mischung von alldem?

Andreas Rossmann identifizierte den Sozialdemokraten Jochen Köhnke als Ursache dafĂŒr, dass MĂŒnster der einzige Bundestagswahlkreis war, in dem die rechtsradikale AfD unter 5% blieb.Weiterlesen…

« Ältere BeitrĂ€ge

© 2020 Beueler Extradienst

Theme von Anders NorĂ©nHoch ↑