Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Anton Hofreiter

Reste des Journalismus – Vorbote Österreich?

Das hĂ€tte es auf meinem Schulhof im Gladbeck der 70er Jahre nicht gegeben: ein RWE- und ein S04-Fan reden vor den Entscheidungen des letzten Spieltages ganz sachlich und informativ ĂŒber die Lage des deutschen Fussballs der Herren, JĂŒrgen Zurheide und Manni Breuckmann. Zurheide zeigte seinem Ressortboss Heinemann kurz zuvor noch, wie ein DLF-Moderator Anton Hofreiter ohne Schaum vorm Mund kritisch befragen kann.
Zurheide und Breuckmann habe ich beide bei meinen 15 Jahren Landtagsarbeit in DĂŒsseldorf kennen gelernt.Weiterlesen…

SCHULPFLICHT! – Klimapolitik interessiert DLF-Interviewer nicht

Christoph Heinemann/DLF baute sich heute zum Beweis fĂŒr die #fridaysforfuture-Demonstrant*inn*en auf. Er lieferte sich mit Toni Hofreiter – ich war noch nicht wach – ein rhetorisches Duell darum, wer den LĂ€ngsten hat. Der passende Kommentar dazu hier im Bild. Die SchĂŒler*innen wollen so lange streiken, bis auch solche Heinemanns verstehen. Das kann dauern.
WĂ€hrend der Routinier Hofreiter sichtliche MĂŒhe hatte, seine Botschaft zu ĂŒberbringen, gelang das seiner Parteifreundin Luisa Neubauer mĂŒhelos, und fĂŒr Leser*innen wesentlich fruchtbarer.

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Die WĂŒrde des Menschen braucht eine andere Sozialpolitik

von Anton Hofreiter und Sven Lehmann (beide MdB)
In ihrem Impulspapier zur Erstellung des neuen Grundsatzprogrammes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern Anton Hofreiter und Sven Lehmann eine Neuausrichtung grĂŒner Sozialpolitik. Mit einer ErzĂ€hlung, die die WĂŒrde des Menschen konsequent durchdekliniert und uneingeschrĂ€nkt auf Förderung, BefĂ€higung und Eigenmotivation setzt.

“Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch mit seiner WĂŒrde und seiner Freiheit. Die Unantastbarkeit der menschlichen WĂŒrde ist unser Ausgangspunkt.” Diese beiden ersten SĂ€tze aus der PrĂ€ambel unseres Grundsatzprogrammes aus dem Jahr 2002 sind heute so aktuell und richtig wie damals. Darum wird der erste Satz des Grundsatzprogramms von 2002 auch eine zentrale Rolle im neuen Grundsatzprogramm einnehmen.Weiterlesen…

Demokratische Gestaltungskraft zurĂŒckgewinnen

von Toni Hofreiter
GrĂŒn-Linke VorschlĂ€ge zum Grundsatzprogrammprozess

Ein Grundsatzprogramm in einer Zeit der UmbrĂŒche zu formulieren, in einer Zeit, in der ein US PrĂ€sident in jeder Sekunde mit einem Tweet die Welt Kopf stehen lassen kann, ist ein Wagnis. Aber es ist ein notwendiges Wagnis, dieser gefĂŒhlten Ungeordnetheit, dem Getriebensein und dem Kontrollverlust etwas entgegenzustellen. In der Umbruchsituation in welcher sich unsere Gesellschaft und unser Parteiensystem befindet, klafft eine politische LĂŒcke. Es fehlt ein ĂŒberzeugendes politisches Angebot, das ĂŒber das Verwalten und Verteidigen eines Ist-Zustandes hinausgeht. Unser Anspruch muss es sein, diese LĂŒcke mit optimistischen, progressiven, linken Inhalten und Angeboten zu fĂŒllen.
Gelingen wird dieses Wagnis, wenn wir mit diesem Programm den Mut wecken, dass politischer Wandel möglich ist. Wenn wir die Zuversicht stiften, dass wir fĂŒr alle eine bessere und gerechtere Zukunft möglich machen können. Dieser Mut ist der SchlĂŒssel dazu, dem Rechtsruck den Boden zu entziehen, progressive Mehrheiten neu zu begrĂŒnden und demokratische Gestaltungskraft zurĂŒckzugewinnen.Weiterlesen…

Die GrĂŒnen? Sie sind kraftlos und mutlos

Von Antje Vollmer und Ludger Volmer

Es war eine steile, mit sich ĂŒberschlagender Stimme vorgetragene These von Anton Hofreiter, dem Fraktionsvorsitzenden der GrĂŒnen: „Wir sind jetzt die einzige Partei links der Mitte, verdammt noch mal!“ Sie traf das GefĂŒhl und die Sehnsucht der Delegierten auf dem Nach-Jamaika-Parteitag, sie wurde geradezu gefeiert. Aber sie war und ist Selbstbetrug.

Die GrĂŒnen waren einmal die dritte politische Kraft im Land, damals mussten sie ĂŒber ihre Verortung im Parteienspektrum nicht einmal nachdenken. Sie waren unangepasst, provokativ, in keine Schublade passend, mit radikalen Ideen zur Umgestaltung von Wirtschaft, Markt und Gesellschaft. Eine Partei von modernisierungskritischen Modernisierern, von EU-skeptischen EuropĂ€ern, antikapitalistischen Marktwirtschaftlern, sozialökologischen Globalisierungsgegnern und regional-verwurzelten Internationalisten.

Heute nehmen sie den sechsten Platz im Bundestag ein. FĂŒr die GrĂŒndergeneration und auch fĂŒr ihre WĂ€hler haben sie kaum noch etwas mit den SchlĂŒsselideen ihres legendĂ€ren Aufbruchs zu tun. „Ökologisch, sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei“ wollten sie sein. Diese einstigen Grundwerte sind zerbröselt und abgeschliffen, einige sind ganz verschwunden.Weiterlesen…

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