Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bad Banks

Bad Banks, very very bad banks

von Annette Hauschild
Es gibt im Fernsehen eine spannende Serie ĂŒber die Konglomerate, die unser (Wirtschafts)Leben bestimmen, gespickt von Intrigen, RankĂŒnen, MachtkĂ€mpfen, Pleiten, Triumpfen und dem Beziehungsgeflecht zwischen Geld, Macht und Politik.

Aber auch im Leben ganz normaler Leute spielen Banken eine wichtige, manchmal ziemlich nervige Rolle.
FrĂŒher gab es einmal die wunderbare RTL-Satiresendung „Wie bitte?“ Der Kummerkasten der Nation Weiterlesen…

ThĂŒringen / USA / ZDF killt Fernsehen

Robert Misik/taz macht auf die positiven Effekte aufmerksam, die die ThĂŒringer Knallchargen-Inszenierung haben kann. Ich teile seine Meinung. Wenn die SkandĂ€lchen in dem Zwergstaat zu Erkenntnisprozessen in der Mehrheit der Republik fĂŒhren, dann haben sie tatsĂ€chlich eine positive Seite. Den Schaden haben dann nur die paar ThĂŒringer*innen, die sich diese Deppen und Faschisten zu einem Landtag zusammengewĂ€hlt haben.
Wichtiger ist dieses Jahr die Wahl in den USA. Und die Frage, welche AlternativeWeiterlesen…

Deutsches Fernsehen kann es (noch/doch)

Bad Banks (Staffel 2)
Ich mach es kurz. Ich habs analog auf Arte gesehen. Ich war froh, dass das Telefon nicht klingelte. Und hatte keine Lust, die Wohnung zu verlassen. Es hat mich gefesselt. Es ist keine Kritik des Kapitalismus. Sondern “nur” Kritik und Darstellung zugleich, was er mit den Individuen macht. Und zwar mit denen, die oben auf der Suppe schwimmen. Keine Systemkritik, aber ein Teil von ihr. Ich habe seit “1900” von Bernardo Bertolucci keinen Film mehr gesehen, der das System auf kĂŒnstlerische Weise perfekt dekonstruiert hat. Das wĂ€re zuviel verlangt;Weiterlesen…

Wieviel Zeit bleibt?

Der politische Diskurs in der Hauptstadt, von “politischer Klasse” und sie begleitender, eingebetteter Medien, hat sich vom gesellschaftlichen Leben weitgehend abgekoppelt, dreht sich um sich selbst: das wird “selbstreferentiell” genannt. Wen interessiert die GrĂŒnwende von Söder und sein Versuch, die CSU schneller zu verwandeln, als es der Kanzlerin mit der CDU gelungen ist, ausser die Betroffenen selbst? Oder gar, wer das schönste Amt nach Papst haben will? Ist das wichtiger als ein Sack Reis?

Machen sie am Golf das Licht aus?

Zwei Fragen dominieren unser aktuelles Weiterleben:Weiterlesen…

Olaf Scholz und die Rente II

Wer dieser Tage die Strategie der Versicherungswirtschaft beobachtet, muss zu einem erschreckenden Ergebnis kommen: Gerade hat die Generali-Gruppe Renten- und LebensversicherungsvertrĂ€ge zur privaten Altersvorsorge in Höhe von ĂŒber 400 Mio. Euro in eine Tochtergesellschaft ausgegliedert. Ursache sind die vertraglich garantierten Zinsen, die in den 90er und 00er Jahren mit Kunden abgeschlossen wurden, die damit Rot-GrĂŒn folgen und private Vorsorge treiben wollten. Aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus fĂ€llt es den Versicherungen derzeit immer schwerer, einerseits ihre gewohnten exorbitanten Gewinne zu kassieren und an die AktionĂ€re auszuschĂŒtten und gleichzeitig die VertrĂ€ge mit ihren Kunden zu erfĂŒllen.Weiterlesen…

Sommerloch-TV, mögliche Perlen des

Die Angst der ZDF-Programmdirektion ist der Platzierung der folgenden Hinweise anzusehen, wir schwitzen bei diesem Wetter alle mit ihr. Immerhin hat das ZDF als knapper MarktfĂŒhrer (vor den Dritten) noch was zu verlieren. Die ARD landet jetzt ohne Fussball fast immer unter 10%. Die MarktfĂŒhrer ZDF und Dritte haben klar das Ă€lteste Publikum. Die Marktanteile der Privatsender sind dagegen pulverisiert – RTL und SAT1 schaffen nur mit MĂŒhe noch ĂŒber 5%. So weit meine Schadenfreude.
Arte zeigt heute um 22.45 h “Digital Africa“. Mit einer Kuratorin der re:publica gehts zu Projekten in den Slums von Nairobi, ein Motorrad-“Uber” in Ruanda und in die Landwirtschaft Ghanas.
Gleichzeitig startet (!, soll es unbemerkt bleiben?, schĂ€men sie sich?)Weiterlesen…

SPD bleibt unter 20 / Telepolis / Jungle World

Angestellte Journalist*inn*en haben gerade frei, sind an der Ostsee oder in der Toskana. Aber einige wenige arbeiten durch, nicht die Schlechtesten.

Die FAZ jubelte gestern online, die GrĂŒnen lĂ€gen jetzt “gleichauf mit der AfD”. Die FAZ jubelt wohl vor allem deswegen, weil sich da keine*r was fĂŒr kaufen kann – das wĂ€re fĂŒr die FAZ-Kundschaft ja ungĂŒnstig. Ist es aber nicht. Denn bei allen seriösen Instituten stösst sich die SPD bestĂ€ndig den Kopf an der 20%-Decke, immerhin keine „16“ mehr. Die AfD steht da, wo sie bei der Bundestagswahl schon war; die GrĂŒnen pendeln zwischen 10 und 12, die Linke zwischen 9 und 11, die FDP zwischen 8 und 10. Dass sich bei den letzten Dreien die Reihenfolge umgekehrt hat – wen juckt das, ausser die selbstreferentiellen Parteien selbst?

Es gibt auch Interessantes und Relevantes.Weiterlesen…

Bank-TV / Afghanistan-Frieden in Bonn?

Eine kompetente Freundin, in ihrer Jugend beim Grimme-Institut tĂ€tig gewesen, hat mir schon vor einer Woche “Bad Banks” empfohlen. Die vom ZDF mitproduzierte Miniserie startet heute auf Arte und war schon in der Mediathek zu sehen. Ein beeindruckendes Interview mit der eine fiese Ober-Bankerin spielenden Desiree Nosbusch gabs in der FAS – ein wenig spektakulĂ€rer aber strukturell bemerkenswerter Beitrag zur #metoo-Debatte. Weiterlesen…

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