Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bangladesh

Schule beginnt mit Hitzefrei

Klimawandel ungebremst
Manche meinten in den letzten Wochen, die GrĂŒnen-Wahlergebnisse bei der NRW-Kommunalwahl in gut 5 Wochen (13.9.) könnten gemĂ€ssigt ausfallen, weil der Sommer so gemĂ€ssigt ausgefallen sei. Sie können sich beruhigen: wenn, dann wird es nicht am Wetter gelegen haben. DafĂŒr muss weder auf Sibirien noch auf Spitzbergen verwiesen werden. Die nĂ€chste Hitzewelle mit ĂŒber 30 Grad tags und 20 Grad nachts wird von den Meteorolog*inn*en ab ĂŒbermorgen versprochen, rechtzeitig vor dem NRW-Schulbeginn. Vor Beginn der Hitzetage (oder -wochen?) notiert der Rhein in Bonn einen Pegelstand von 1,56 m, “fallend”.Weiterlesen…

LĂŒbcke-Mord – Geheimdienst wieder dabei gewesen?

weiter unten: CDU-Intrigen / Bangladesh und die Texilkonzerne
mit Update 4.6.
Heute ist der finstere Jahrestag des Mordes an Walter LĂŒbcke. Viele schöne Worte werden in Politik und Medien darĂŒber vergossen. Wie wĂ€re es mit Taten? Andreas Förster/FR, einer der Journalist*inn*en, die ihr Handwerk noch ernstnehmen, erinnert an die lobenswerten AktivitĂ€ten LĂŒbckes in ThĂŒringen. Er stellte sich dort auf die richtige Seite der Barrikaden gegen die Neonazis. Und gelangte so in ihr Visier,Weiterlesen…

Die im Luxus leben

Und ein Vorschlag gegen die Pleitewelle
Hasnain Kazim macht bei DLF-Kultur auf die Menschen in drei Staaten aufmerksam, die mehr als doppelt so viele sind, wie in ganz Europa leben: versuchen Sie mal “Social Distancing” in Pakistan, Indien oder Bangladesh. Mit 2 $ Einkommen am Tag – an Tagen ohne Viruskrise. Das ist nicht witzig.
So wenig wie mein konstruktiver Vorschlag zur Rettung von Millionen Existenzen in unserem reichen Land.Weiterlesen…

Corona in schwachen, bedĂŒrftigen LĂ€ndern

Globaler UNO-Plan – 38 LĂ€nder im Fokus – Zur Finanzierung 2,2 Milliarden US-Dollar “frisches Geld” benötigt – Unklar, ob UNO Forderung der Hochkommissarin fĂŒr Menschenrechte nach Aufhebung von Wirtschaftssanktionen gegen Iran, Kuba, Venezuela und Simbabwe unterstĂŒtzt
Mit einem am Mittwochnachmittag in Genf und New York vorgestellten „Globalen humanitĂ€ren Plan“ zur Reaktion auf die COVID-19 Pandemie will die UNO besonders gefĂ€hrdete LĂ€nder und Bevölkerungen bei der BekĂ€mpfung des Corona-Virus unterstĂŒtzen. Der Plan identifiziert insgesamt 38 Staaten, fĂŒr die jeweils mindestens zwei von vier nachfolgenden Kriterien gelten:Weiterlesen…

Gipfel der gebrochenen Versprechen

UNO-FlĂŒchtlingsforum in Genf – Start mit enttĂ€uschender Bilanz: Trotz Annahme des UN-FlĂŒchtlingspakts vor einem Jahr fehlen Geld und der Wille, Menschen aufzunehmen.
Die weltweite Zahl der FlĂŒchtlinge und Binnenvertriebenen ist seit Verabschiedung des UNO-FlĂŒchtlingspaktes im Dezember 2018 auf die Rekordmarke von 70,8 Millionen gestiegen – so viele wie nie seit Ende des 2. Weltkrieges. Doch den Finanzbedarf des UNO-Hochkommissariats fĂŒr FlĂŒchtlinge (UNHCR) haben die Mitgliedsstaaten bislang nur zu knapp 40 Prozent gedeckt.Weiterlesen…

Kein Gut und Böse – von Syrien bis Bangladesh

Ich staune, was es alles gibt. In Brandenburg wird gewandert, um syrische FlĂŒchtlinge mit dem hiesigen Leben vertraut zu machen. Daran nimmt mit Gilbert Kolonko ein “freier” Journalist teil, den ich bisher von seinen Lebensberichten aus Pakistan kenne. Bei ihm, und fĂŒr uns, fĂŒhrt das zu lesenswerten, informativen Reflexionen ĂŒber “Gut und Böse” von Syrien bis Bangladesh.

UNO und Menschenrechte – tiefe Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit

von Andreas Zumach

Stellen wir uns vor, der UNO-Menschenrechtsrat tagt, und niemand geht hin. WĂŒrde das irgendetwas Ă€ndern an der realen Menschenrechtslage in vielen LĂ€ndern und Regionen dieser Welt? Was wĂ€re, wenn zumindest einige der 47 Mitgliedsstaaten des 2006 gegrĂŒndeten Human Rights Council (HRC), der gestern in Genf zu seiner 37. Routinesitzung zusammenkam, keine Regierungsvertreter und Diplomaten entsenden wĂŒrden. Oder wenn Amnesty International, Human Rights Watch und all die anderen Menschenrechtsorganisationen, die anlĂ€ĂŸlich der HRC-Sitzungen engagierte Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit betreiben, um MenschenrechtsverstĂ¶ĂŸe anzuprangern und zu stoppen, diesmal aus Protest ganz fernbleiben wĂŒrden? Es gĂ€be wahrlich genug GrĂŒnde, die Sitzung dieses UNO-Gremiums unter Teilnahme einiger der schlimmsten Menschenrechtsverletzer unter den 193 UNO-Mitgliedsstaaten als verlogene AlibiĂŒbung wahrzunehmen.Weiterlesen…

“Das Volk” / Bangladesh / Portugal

Was will das Volk? Wer kann das schon wissen angesichts so vieler Millionen Individuen? Viele wissen das von sich selbst nicht. Wer behauptet es zu wissen, ist in der Regeln ein*e LĂŒgner*in. 46% scheinen nicht zu wissen, in welcher Partei ein gewisser Herr Lindner ist. FDP? Was soll das sein? Stefan Niggemeier erklĂ€rt es uns.
Wollte das Volk den vergrabenen Bahnhof Stuttgart 21? Viele ahnten es vorher, viele aber auch nicht, wie teuer das wird. In und um eines der Àrmsten LÀnder der Welt, Bangladesh werden, nur mal so zum Vergleich, 117.000 neue Bahnkilometer  geplant. Welche Autoindustrie von uns wird wohl an den fetten BauauftrÀgen beteiligt sein?
Lange nichts mehr von Portugal gehört? Das wĂŒrde den deutschen Europa- und Wirtschaftsdiskurs nur stören, insbesondere die aktuellen Koalitionsverhandlungen. Der DLF sendete vor wenigen Wochen ausfĂŒhrlich ĂŒber die in der Tat schlimmen WaldbrĂ€nde dort. Da sieht keine Regierung gut bei aus. Über die Kommunalwahlen dagegen berichtete hier niemand. Und ĂŒber die volkswirtschaftlichen Fundamentaldaten, die alle Annahmen deutscher Finanzministerien und Haushaltssperren widersprechen, berichtet nur Steffen Vogel in den BlĂ€ttern.

Gedanken zur FlĂŒchtlingspolitik 2017 (II)

Eine Replik auf Dirk Reder

Ich teile die Ansicht Dirk Reders, es sei ein kapitaler Fehler der im Bundestag vertretenen Parteien, die FlĂŒchtlings- und vor allem Fluchtursachenpolitik und damit die Außenhandelspolitik des Westens aus dem Wahlkampf auszuklammern. Weil es auf die aktuellen und brennenden Fragen vieler Menschen vor allem dumme und faschistoide Antworten der AfD gibt, wird nicht nur verhindert, dass die Gesellschaft die wirklichen Ursachen von Flucht und Migration erörtert. So verhindern Merkel und die SPD auch, dass intelligente und komplexe Antworten gegeben werden, die zumeist alte Stamm-SPD-WĂ€hler, denen der Name Erhard Eppler noch etwas sagt, ihre Partei wĂ€hlen können. Und sie lassen zu, dass die Scheinlösung der Abschottung immer breiter an Boden gewinnt und den Diskurs weiter nach rechts verschiebt. Die jĂŒngste Diskussion bei “Plasberg”, wo es scheinbar nur noch darum ging, wer am schnellsten und umfassendsten abschiebt und ein “BILD” Redakteur neben Cem Özdemir zu den beiden gemĂ€ĂŸigten Stimmen zĂ€hlte, spricht dafĂŒr BĂ€nde.
In Österreich lĂ€sst sich gerade beobachten, wie eine mittlerweile rechtsextreme FPÖ und eine ihr nach rechts nachgerĂŒckte, populistische ÖVP mit dieser Politik Punkte machen und die SPÖ marginalisiert wird. Das könnten Merkel und die SPD hier auch erreichen, wenn sie weiter so argumentieren, dass jede Analyse von Fluchtursachen unterbleibt. Es ist zu befĂŒrchten, dass es auf es auf lange Zeit immer schwerer werden wird, dass Maßnahmen, die politisch notwendig wĂ€ren, ĂŒberhaupt eine Chance haben, gehört zu werden. Ich halte das fĂŒr einen schweren strategischen Fehler und eine Mitverantwortung von SPD, CDU/CSU, aber auch von GrĂŒnen und Linken, und ich befĂŒrchte, dass nur deshalb die AfD zweistellige Ergebnisse erzielen kann – sonst hat sie politisch nichts zu bieten.

Abschottung kann und wird nicht funktionieren

Ich glaube nicht, dass Europa sich abschotten muss, schon gar nicht kann.Weiterlesen…

© 2020 Beueler Extradienst

Theme von Anders NorĂ©nHoch ↑