Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bauern

Nudging / MillionÀre / DB-Preiserhöhung / Bauern

Im einst blĂŒhenden, heute etwas scheintot erscheinenden Carta-Blog gibts eine Neuerscheinung. Autorin Gisela Schmalz, einst hier in Bonn Wirtschaftswissenschaften studierend, zog zum GlĂŒck fĂŒr sie hinaus in die Welt und qualifizierte sich. So landete sie u.a. bei Lutz Hachmeisters Institut fĂŒr Medien- und Kommunikationspolitik. Bei Carta gibt sie einen in meinen Augen politisch vernĂŒnftigen Überblick zur Problematik des “Nudging” in Politik und Wirtschaft: “Die Angriffe der »Verhaltensdesigner« auf Freiheit und Demokratie”. Schmalz sieht Ă€hnlich wie ich einen grossen politischen Handlungsbedarf. Wie der Zufall es wollte,Weiterlesen…

Bauernfeinde sind Bayermonsanto, Aldi, Lidl, Edeka, Rewe …

mit Update
Liebe BĂ€uerinnen und Bauern. Ich weiss, dass die paar tausend Treckerdeppen Euch nicht reprĂ€sentieren. Es sind nur die DĂŒmmsten unter Euch, die nicht verstehen, dass in einer Demokratie nicht die PS abstimmen, auch nicht die Grundbesitzer*innen, sondern alle Menschen ab 18 (ausser AuslĂ€nder und andere prekĂ€r und unter Sklavenbedingungen arbeitende). Eure Feinde sind nicht wir, die Verbraucher*innen. Sondern wir haben gemeinsame Feinde.
Die Produktionsbedingungen, die Euch und uns die Agrochemieindustrie diktieren will,Weiterlesen…

Eins und eins zusammenzÀhlen

Heute haben in Belgien zahlreiche Bauern aus Deutschland und dem Nachbarland gegen zerstörerische Milchpreise demonstriert. Unvergessen, dass vor einigen Jahren Bauern ĂŒber eine Million Liter Milch auf FlĂ€chen ausgegossen haben. Damals forderten sie einen Mindestpreis von 40 ct. pro Liter. Nach einem kurzen Anstieg sind die Preise heute wieder im Keller. FĂŒr 30ct./L können Bauern nicht wirtschaftlich ĂŒberleben. Ursache sind die Preisdiktate der Einkaufsriesen Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und co. Immer wenn die Öffentlichkeit wegsieht, schlagen sie zu.Weiterlesen…

Immobilienkapitalismus, irrer

Bei jedem zweiten GesprĂ€ch im privaten Freundeskreis wird festgestellt, dass der Immobilienmarkt fĂŒr die meisten Mittelschichtler*innen zu einer verschlossenen Auster geworden ist. Es ist so viel Kapital, so viel privater Reichtum in Umlauf, der die Preise aufblĂ€st, dass sie fĂŒr Menschen, die fĂŒr ihren Lebensunterhalt arbeiten mĂŒssen, nicht mehr bezahlbar sind.
Anderen geht es da besser, z.B. dem grössten inlĂ€ndischen Wohnungsunternehmen Vonovia (VorgĂ€ngernamen ohne Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit waren: Viterra, Deutsche Annington, Veba-Wohnen). Lesen Sie diesen – nicht kapitalismusfeindlichen – FAZ-Bericht und sprechen Sie die dort geschriebenen Zahlen laut und deutlich aus.
Es sind nicht nur die Mieter*innen und Wohnungssuchenden, die leiden. Die Bauern sind es auch.Weiterlesen…

Kein Land fĂŒr Biolandbau / Soziologie der Parlamente / GNTM

Die Nachfrage nach Biolebensmitteln steigt. Sie mĂŒssen aber importiert werden, weil die deutsche Landwirtschaft nicht bio produziert, sondern altkonventionell fĂŒr den Export nach ĂŒberallhin. Das hat wenig bis fast nichts mit doofen Bauern zu tun. Aber sehr viel mit dem privaten Reichtum an Kapital, Grund und Boden, das uns schon als Wohnungssuchende und Mieter*innen das Leben schwer macht. Wenn ein DLF-Feature eine GesetzeslĂŒcke identifiziert, ĂŒber das sich Grosskapital zum Kapern von landwirtschaftlichen AgroindustrieflĂ€chen einen schlanken Fuss macht, dann dĂŒrfen wir davon ausgehen, dass diese LĂŒcke in unserer geliebten Hauptstadt schon seit Jahren bekannt ist. Warum machen unsere Abgeordneten dann ihre Arbeit nicht? Sie lassen sich von den Agrolobbys an der Leine fĂŒhren, wie der Bauernverband.

Wie kann das passieren?Weiterlesen…

DĂŒmmer als KĂ€lber?

Nicht nur die Bauern, aber die auch.
Nur die allerdĂŒmmsten KĂ€lber wĂ€hlen ihre Metzger selber, sagt der Volksmund. Es sind nicht “nur” die Trump- und AfD-WĂ€hler*innen.

Fangen wir anlĂ€sslich von “GrĂŒner Woche” und “Wir haben es satt” mit den Bauern an. Jost Maurin (taz) beschreibt die Lage zutreffend. Die Mehrheit der deutschen Bauern wĂ€hlt sich seit Bestehen der Bundesrepublik ihre Metzger in die politische FĂŒhrung ihres gleichnamigen Verbandes. Der sie wiederum gnadenlos korrupt an die Agroindustrie ausliefert. Dabei kommt folgender ökonomischer Widersinn unten raus: Weiterlesen…

Bayer will die Bauernfreiheit killen

Wem es bisher noch nicht klar war, dass gentechnisch verĂ€ndertes Saatgut nicht dazu dienen soll, die Menschheit besser zu ernĂ€hren, sondern den Beruf des freien Bauern abzuschaffen und Landwirte zu abhĂ€ngigen Sklaven der Chemieindustrie zu machen, dem kann die WDR Dokumentation unter dem Titel “die Saat der Gier” ĂŒber die HintergrĂŒnde der geplanten Übernahme von Monsanto durch die Bayer AG die Augen öffenen. Mit ungewohnt tiefen Einblicken in die TĂ€tigkeit des US-Gentech-Giganten und die Folgen des jahrelangen Kampfes von Landwirten gegen Monsanto sowie sensiblen, menschlichen AnnĂ€herungen an den Vorstandsvorsitzenden Baumann, der unbeirrbar die PlĂ€ne verfolgt und dabei nicht zum abstoßenden Monster taugt, leistet die Dokumentationen einen Beitrag zur AufklĂ€rung.

Zum VerstĂ€ndnis rein börsengetriebener Logik und ihrer im wahrsten Sinne des Wortes weltverĂ€ndernden Macht im Zeitalter der globalen Digitalisierung. Selbst die Antagonisten von Bayer, hohenlohische Ökobauern, sind nur erfolgreich, weil sie global denken und agieren. Nur so konnten sie verhindern, dass Monsanto eine alte schwĂ€bische Ökoschweinrasse gentechisch patentieren lassen wollte und helfen sie in Indien verschuldeten Bauern, die gar nicht verstehen können, warum das Saatgut, fĂŒr das sie sich verschuldet haben, im zweiten Jahr nicht mehr keimt und immer neu gekauft werden muss.

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