Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bayrischer Rundfunk

Silvesterkrawall 19/20

Geschichte wird hier im Westen, in NRW und im WDR, gemacht
Der Silvesterkrawall 2015/16 war ein “Gamechanger” in der FlĂŒchtlingsdebatte: vom “Wir schaffen das” zum “Wir können nicht alle aufnehmen”. Dass ein alljĂ€hrlich wiederkehrendes Ereignis das werden konnte, hatte sehr wesentlich mit dem katastrophal missratenen Krisenmanagement der damaligen rotgrĂŒnen NRW-Landesregierung und der ihr unterstehenden Polizeibehörden zu tun. Öffentlich an die Laterne gehĂ€ngter SĂŒndenbock war der damalige liberal gesonnene Kölner PolizeiprĂ€sident Wolfgang Albers. Nichtöffentlich an die Laterne gehĂ€ngt wurde der stellv. Regierungssprecher Rudi Schumacher – ich lege offen, mit beiden war ich gut bekannt und bedaure ihr Schicksal sehr. Durch das desaströse Landtagswahlergebnis hat es immerhin auch tatsĂ€chlich politisch Verantwortliche erwischt – allerdings nicht so menschlich unterirdisch wie diese beiden.
Das damalige Jahreswendekrisenmanagement hat sich nun der Westdeutsche Rundfunk zum Vorbild genommen.Weiterlesen…

Die ARD hört keinen Schuss

VerrĂŒckt nach Reklame
Ich war schon immer fĂŒr ein Werbeverbot in öffentlich-rechtlichen Medien. Ich werde auch nie Sky-Abonnent, selbst wenn ich nicht mehr Rupert Murdoch damit finanziere, weil die bei horrenden AbogebĂŒhren noch nicht einmal auf Werbung fĂŒr kriminelle Organisationen (Wettmafia, Fifa etc.) verzichten. Ratlos bin ich dagegen als GebĂŒhrenzahler, was ich dagegen tun kann, dass die mit meinem Geld Werbung in “Dokumentations”-Formaten machen.Weiterlesen…

#metoo im Bayrischen Rundfunk?

weiter unten: Nordkorea-Experte Döpfner braucht professionelle Hilfe
Der Vorgang um die Trennung zwischen Frau Degmair und dem Bayrischen Rundfunk las sich schon immer merkwĂŒrdig, als wenn der Kern der Sache sorgfĂ€ltig verborgen bleiben solle. Das ist nicht unĂŒblich, wenn sich die Konfliktparteien vor Gericht treffen. PR-AktivitĂ€ten haben dann eine instrumentelle Funktion. So sieht es auch jetzt aus. Die Arbeitgeberseite hatte durchstechen lassen, dass die FĂŒhrungsqualitĂ€ten der Frau Degmair sich als begrenzter als erwartet erwiesen hĂ€tten. Nun von ihrer Seite der Konter:Weiterlesen…

Medienfrauen

Andrea Dernbach/Tagesspiegel berichtet und kommentiert die Auseinandersetzung, die Extradienst-Autor Andreas Zumach derzeit als Vorsitzender der Jury des Göttinger Friedenspreises durchstehen muss. Charlotte Wiedemann/taz kommentiert zum gleichen Thema die Frage der ReprĂ€sentanz, denn stellen Sie sich vor: JĂŒdinnen und Juden sind so verschieden (“divers”) wie Du und ich.
Mit Radio Bremen verbinde ich Erinnerungen anWeiterlesen…

Schufa

Eine negative Schufa-Auskunft kann ganz schön schaden. Dieser in seiner SeriösitĂ€t vielleicht etwas ĂŒberschĂ€tzte Verein kann Menschen das Leben schwer machen. Das haben jetzt auch Journalisten des Bayerischen Rundfunk und des Spiegel gemerkt.
Guten Morgen Kollegen – dass das so ist, konnte man schon vor drei Jahren in Berliner Zeitungen und in Telepolis lesen. In Telepolis konnte man erfahren, dass ein junger Beamter des Bundeskriminalamtes, nur weil er in Berlin-Kreuzberg wohnte, eine schlechtere Bewertung hatte als beispielsweise ein freiberuflicher Journalist, der im noblen Bonn-Oberkassel wohnt.Weiterlesen…

Kommt jetzt das “Deutsche Facebook”?

KĂŒppi hat sich vorgestern noch zurecht lustig gemacht ĂŒber die SchlĂ€frigkeit deutscher, und öffentlich-rechtlicher Medienpolitik. Wenn es aber mehr als ein GerĂŒcht ist, dass der Intendant des Bayrischen Rundfunks und amtierende ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm (und ehemalige Merkel-Regierungssprecher, CSU) sowie der ehrenamtliche PrĂ€sident des Bundesverbandes der Zeitungsverleger Mathias Döpfner, im Hauptberuf Boss des Springer-Konzerns, darĂŒber enrsthaft strategisch sprechen wollen, dann wĂŒrde aus der Juxerei ĂŒber die Penner Ernst. Weil das Risiko fĂŒr einen teuren und politisch gefĂ€hrlichen Alptraum steigt.

Warum sollten Wilhelm und Döpfner das tun? Sie mĂŒssen ein Kriegsbeil zwischen den von ihnen reprĂ€sentierten Lobbyorganisationen begraben. Wie geht das? Durch einen gemeinsamen Feind. Doch was kommt dann unten raus?Weiterlesen…

Frauen-EM macht Lust auf mehr

In Deutschland bricht, wenn mal eine Fussball-WM oder -EM nicht gewonnen wird, in der Regel sofort eine Krise aus. Die deutsche Vorberichterstattung zur diesjĂ€hrigen Frauen-EM in den Niederlanden tut gerade so, als ergĂ€be sich aus dem sechsmaligen Titelgewinn in Serie ein Naturrecht, dass das so bleibt. Die Deutschen und ihr SportverstĂ€ndnis, Übertreiben der Konkurrenz, Selbstoptimierungswahn, Leistungsfetischismus, gekoppelt mit fehlendem Sinn fĂŒr Respekt, Schönheit, Muße und Genuss – das alles lĂ€sst sich im Fussball studieren.

Darum spielt der Frauenfussball – gegen alle ökonomische RationalitĂ€t ĂŒbrigens – hierzulande immer noch ein Schattendasein. Die Frauenbundesliga dĂ€mmert dahin, von den Geldvereinen von VW und diesem Konzern aus dem sĂŒdddeutschen Raum beherrscht, Zuschauer*innen*schnitt unter 1.000 pro Spiel, TV-PrĂ€senz nahe 0. Folgerichtig wandern die besten Spielerinnen, wie Maroszan oder zuvor Bresonik, nach Frankreich ab. Besser bezahlt, und bessere spielerische Entwicklung. Die Französinnen sind seit lĂ€ngerem das Brasilien des Frauenfussballs:Weiterlesen…

Big-Data-KriminalitÀt hinter Facebook (Lehren aus Trump XI)

Statt eines Kommentars lesen Sie diese Reportage der Schweizer Zeitschrift “Das Magazin”.

Update (8.12.): Zu dem hier empfohlenen Beitrag sind seit dem Wochenende unzÀhlige belanglose Kommentare erschienen, die sich unendlich selbstreferentiell mit seiner potenziellen oder tatsÀchlichen Rezeption befassten, jedoch kaum mit seinem Inhalt. Das beschriebene Geschehen wurde von keiner Stelle ernsthaft bestritten.
Einer der Autoren kommentierte die Rezeption in einem Interview mit der fĂŒr VerhĂ€ltnisse des Bayrischen Rundfunks revolutionĂ€ren Radiosendung “ZĂŒndfunk”.
Netzpolitik.org fragte die deutschen Parteien zu ihrer Praxis, mit sparsamen Antworten.

Update 17.12.: kurz vor Weihnachten interviewte die taz Michal Kosinski, Psychologe und Forscher an der Stanford University, auf den in der schweizerischen “Magazin”-Reportage u.a. Bezug genommen worden war; Ergebnis: Entmystifizierung, aber nicht Verharmlosung.

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