Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Belgien (Seite 1 von 3)

Der Catenaccio ist tot

Und das ist ein härrlisches Bild
Nicht nur ich, sondern auch viele andere sind der festen Überzeugung, dass das sportliche Finale der EM gestern abend stattgefunden hat. Italien hat Belgien 2:1 niedergekämpft. Kein Spektakel, wie die vogelwilden Achtelfinalspiele am Montag (also bevor die Deutschen kamen), auch kein Spannungsbogen mit Verlängerung oder gar Elfmeterschiessen. Sondern nur der hochklassigste Fussball, der für wenig eingespielte Nationalmannschaften überhaupt möglich ist.
Die fussballerisch und gruppendynamisch eingespielteste von allen ist ganz offensichtlich schon seit der Vorrunde Italien. Weiterlesen

Der Frittenkrieg

von Gaby Küppers
Kolumbien und die EU auf dem Schlachtfeld der WTO

Der Frittenkrieg begann in Kolumbien weit vor der heftigen Rezession des Kartoffelabsatzes infolge der Corona-Pandemie und noch viel früher als die tödliche Repression, mit der die kolumbianischen Sicherheitskräfte in diesen Tagen auf massive Proteste aus der Bevölkerung antworten. Es ist ein von langer Hand geplanter Krieg, der mit starkem Geschütz geführt wird. Mit juristischem Geschütz, in Stellung gebracht vor der Welthandelsorganisation WTO. Genau genommen geht es nicht einmal um die Kartoffeln, sondern um Absatzmärkte. Das wiederum ist bei Kriegen fast immer der Fall. Weiterlesen

Kartoffeln

von Informationsstelle Lateinamerika
Kartoffeln gelten hierzulande als das „deutscheste“ aller Lebensmittel. Bis vor wenigen Jahrzehnten wurden sie in fast allen Familien bei nahezu jeder warmen Mahlzeit gegessen, sei es gekocht, gebraten, püriert, als Klöße oder als Reibekuchen. Vor dem Winter haben die Familien zentnerweise Kartoffeln „eingekellert“, die dann bis zur Ernte der ersten „neuen Kartoffeln“ im Frühsommer reichten. Auch wenn die braunen Knollen durch die Konkurrenz anderer „Sättingungsbeilagen“ aus Getreide wie Nudeln, Reis, Bulgur, Couscous und inzwischen sogar Quinoa oder Amaranth nicht mehr ganz so häufig in deutschen Küchen anzutreffen sind wie früher, sind sie immer noch allgegenwärtig, weswegen die Deutschen von Jugendlichen aus einigen migrantischen Communities gerne auch mal als „Kartoffeln“ bezeichnet werden. Weiterlesen

Teamgeist und erhöhte Geheimhaltung

Die Verteidigungsministerin hofft auf Selbstreinigungskräfte, aber das KSK ist in der jetzigen Form nicht reformierbar. Es braucht eine neue Einheit mit demokratischer, transparenter Struktur
Natürlich ist es möglich, einen Fuchs in den Hühnerstall zu sperren und ihn aufzufordern, dort in sich zu gehen und endlich Vegetarier zu werden. Es verspricht aber wenig Aussicht auf Erfolg. Und natürlich ist es möglich, dem Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr, dem KSK, eine letzte „Bewährungschance“ einzuräumen, wie Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das tut, und auf die Selbstreinigungskräfte der sogenannten Elitetruppe zu hoffen. Aber erfolgversprechend ist auch das nicht. Weiterlesen

Eins und eins zusammenzählen

Heute haben in Belgien zahlreiche Bauern aus Deutschland und dem Nachbarland gegen zerstörerische Milchpreise demonstriert. Unvergessen, dass vor einigen Jahren Bauern über eine Million Liter Milch auf Flächen ausgegossen haben. Damals forderten sie einen Mindestpreis von 40 ct. pro Liter. Nach einem kurzen Anstieg sind die Preise heute wieder im Keller. Für 30ct./L können Bauern nicht wirtschaftlich überleben. Ursache sind die Preisdiktate der Einkaufsriesen Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und co. Immer wenn die Öffentlichkeit wegsieht, schlagen sie zu. Weiterlesen

Grüner Taumel / Österreich / Israel / Iran

Die Jungle World hat einige lesenswerte Texte online geöffnet. Felix Klopotek meint, bei der Europawahlen hätten die Grünen AfD-Gaulands “Erwartungen erfüllt”. Der Herr Klopotek mag es gegenüber den Grünen immer gerne boshaft, aber nicht dumm.
Interessante Auslandsberichte: Tobias Müller über Belgien, neues aus Ibiza-Gate-Österreich von Bernhard Torsch (wozu zu ergänzen ist, dass der Herr Benko Weiterlesen

Gucken: “Undercover”/ZDFneo

Das belgische TV- Wunder
Deutschland ist von “TV-Wundern” umgeben. Dänische Serien über Politik und Kriminalität sind dem “Tatort” überlegen, schwedische schon lange. Von den Briten müssen wir gar nicht reden. Frankreich hat eine Filmkultur, um das Deutsche es immer noch beneiden müssen. Österreich ist im Lästern, und Schwarzmalen seiner selbst, überlegen. Die Schweiz hatte Dürrenmatt und von ihm nicht wenig gelernt. Und sogar das gerne übersehene Belgien.
Was mich betrifft, ziehe ich den Hut vor ZDFneo, Weiterlesen

Tiefenströme der Klimadebatte

In Hauptstadtberlin und seinen Ministerien haben es wohl noch nicht viele gemerkt. Ich gestehe: auch ich habe länger gerätselt über den Höhenflug der Grünen. Wer “zu viel” über ihre inhaltliche Substanz und Leistungsfähigkeit weiss, meint bisweilen, das könne eigentlich nicht sein. Ist aber so. Und es hat “fukushima-effekt-“artig mit der Klimapolitik zu tun. Es hat sich, wenig ausgeleuchtet durch die mächtigen Medien, in den Köpfen vorwiegend junger Menschen was verschoben, langsam aber gewaltig, wie es sonst nur Erdplatten tun.
Wer das, wie ich, mit Freude registriert, kommt nicht umhin, Weiterlesen

Schwarzarbeit im Haushalt

Fand Belgien ein Mittel dagegen?
Belgien ist bei uns allenfalls für die besten Pralinen der Welt, seine Bierbraukunst und den Zwischenhandel und Import leistungsstarker Fußballer bekannt. Die gebildeten Stände erinnern sich allenfalls noch daran, dass die einstige Kolonialmacht an den grössten Völkermorden der Geschichte (Kongo) beteiligt war. Allgemein ist Belgien hierzulande bekannt dafür, dass es keine Regierungskoalitionen hinbekommt, bzw. sehr lange dafür braucht – in der Hinsicht holen wir in Deutschland gerade auf – Weiterlesen

Fahrrad in Peking / Fußball in Belgien

Kai Strittmatter gehört gewiss zur Elite deutscher Auslandskorrespondent*inn*en. Lange in China (1997-2005), dann lange in der Türkei (2005-2012), dann wieder in China. Alles von ihm, was zugänglich ist (d.h. online, oder wenn die SZ im Momo-Bistro zufällig mal ein paar Minuten frei ist), lese ich mit Gewinn. Besonders gut in Erinnerung habe ich diese Arte-Sendereihe über Istanbul behalten, an der er mitgearbeitet hat. Das waren noch politisch hoffnungsvollere Zeiten in der Türkei. Heute schreibt Strittmatter in der SZ über das Fahrradfahren in Peking. Weiterlesen

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