Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bergamo

Zeitverzug

Als das Sars-Cov-2 bekannt wurde, von China am 31.12.2019 an die WHO gemeldet, begann es Gelegenheit zu geben, es näher zu untersuchen. Wie ansteckend? Wie gefährlich? Was ist vorbeugend zu tun? Was, wenn es Menschen befällt? Niemand wusste Antwort auf diese Fragen. Es gab also Anlass, das erforschen zu lassen, um nach den Antworten zu suchen. Mit dem Beginn des vermaledeiten vorigen Jahres hätte damit begonnen werden können. Waren die Ärztinnenschaft und die Krankenhäuser vorbereitet? Das Pflegepersonal hinreichend ausgebildet? Die ersten Monate wurden damit verbracht, das Virus als “chinesisch” zu branden. Weiterlesen

Opposition?

Heute morgen wurde ich mit dem schimpfenden Dietmar Bartsch wach. Es war schrecklich. Beim Aufwachen will mann das nicht hören. Ich habe mich also umgedreht. Und mir den Text erst nach dem Aufstehen mit inhaltlichem Interesse durchgelesen. Das hat alles leider noch schlimmer gemacht. Denn es entpuppte sich als Bankrotterklärung (linker) parlamentarischer Opposition – ein Verdikt, aus dem ich “meine eigenen” Grünen nicht ausnehmen will. Weiterlesen

Bergamo – das “Gangelt” Italiens

Viel grösser, dramatischer, schlimmer …
Giorgio Gori hat eine für mich wenig vertrauenerweckende Karriere hinter sich. Leitender Angestellter im Konzernimperium des Weinstein/Epstein-artigen Silvio Berlusconi, danach Kumpel vom Matteo Renzi, der nicht nur seine Partei, sondern auch ganz Italien politisch-egomanisch weiter in die Grütze geritten hat. Doch was Gori zur Corona-Explosion in Italien zu sagen hat, sollte aufhorchen lassen. Weiterlesen

Köln – Bergamo

Eine beliebte Nummer des Kölner Kabarettisten Jürgen Becker, der auch privat ein lustiger netter Kerl sein kann, geht so: er steht vor einem bekannten großen Luftbild von Köln am Ende des 2. Weltkriegs, zu sehen ist die riesige Trümmerwüste mit dem unversehrten Dom in der Mitte. Kommentar von Becker: “Die U-Bahn ist fertig!”
Angedroht ist das in Köln ja jetzt erst für 2023, also ein paa Jahre ham’wer noch.
Angespielt wird damit auf den Einsturz des Kölner Stadtarchivs an der Severinstrasse in der Südstadt im Jahr 2009. Andreas Rossmann, der landeskundigste NRW-Korrespondent der bundesweiten Blätter (FAZ) kommentiert nun einen weiteren Einsturz des Kölner Stadtarchives, nämlich den, den ihm die lokale Bürokratie beibringt.
Es ist eine Parabel für einen Systemfehler, der weit über Köln hinaus, und weit über Kultur hinausreicht. Diese Bürokratien sind kaum noch steuerbar, schon gar nicht für ehrenamtliche Amateurpolitiker*innen, wie sie auf kommunaler Ebene die Regel sind. Hier liegt ein tieferer Grund für das Scheitern auch bei größeren Aufgaben; es ist unsere Bürokratie, die “das nicht schafft”.

Darum hier noch was Positives: eine graue Maus der Seria A im italienischen Fußball, Atalanta Bergamo mischt derzeit das Business auf, das neue Udinese. Der Fußball lebt, solange sowas noch möglich ist. Zum Vergleich: hier der neueste Lagebericht aus China.

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