Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bernhard Schmid (Seite 1 von 2)

“Unserer Truppe geht es gut”

Koloniale Gegenwart
In deutschen Medien gibt es gegenwĂ€rtig nur zwei Auslande: die USA und – Überraschung! – Belarus. Brav wird so die Agenda der Bundesregierung nachvollzogen, begleitet und abgearbeitet. Darum möchte ich Ihren Blickwinkel hier mal wieder auf Afrika richten. Nicht wegen Hungersnöten und Krankheiten, obwohl das natĂŒrlich auch gegenwĂ€rtige Probleme sind, sondern wegen der gegenwĂ€rtigen kolonialen Praxis Frankreichs und seines engen VerbĂŒndeten (und Rivalen!) Deutschland, das doch auch so gerne ĂŒber französische Atomwaffen mitreden wĂŒrde.Weiterlesen…

Bewegung braucht Ziele

Schon bei den Massendemonstrationen der sog. “Prodemokraten” in Hongkong, und nun im nahen Libanon stellen sich wichtige Fragen fĂŒr oppositionelle Bewegungen. Die schon politikerfahrene, clevere, aber natĂŒrlich ebenfalls heterogene Klimabewegung ist auch dazu zu zĂ€hlen, und macht schon vieles richtig. Mobilisierende Wut ist nicht hinreichend, fĂŒr Nichts. Umso mehr, je komplizierter das politische Interessengeflecht ist, in dem sich Bewegungen notgedrungen bewegen mĂŒssen. Nötig sind: Ziele, Analyse, Strategie und – daraus folgende! – Aktionen, Forderungen, Massnahmen.Weiterlesen…

Wahrnehmungsstörung

Unser Körper und das blamable GedÀchtnis unserer Stadt
Selbstbewusste Menschen, die mit sich selbst im Reinen sind, sind schwieriger ĂŒber den Tisch zu ziehen, auszubeuten, und zu unterdrĂŒcken. Da trifft es sich fĂŒr den Kapitalismus gut, dass so viele sich an FĂ€ltchen und Speckpölsterchen an sich selbst so dermassen stören, dass sie bereit sind, Stunden ĂŒber Stunden, in der Summe viele Wochen, damit zu verbringen, diese Probleme an sich selbst zu bearbeiten. Der Kapitalismus, schlau wie er ist, macht auch das zu einem blĂ€henden GeschĂ€fts- und Profitzweig.
Anja Schrum/DLF-Kultur hat sich das mal nĂ€her angesehen.Weiterlesen…

Virus global

Lombardei – Kerala – Brasilien
Albrecht von Lucke arbeitet in seinem aktuellen BlĂ€ttertext richtig heraus, dass eine wirkungsvolle VirusbekĂ€mpfung global sein muss. Doch wie aussichtsreich ist das? Passiert im wahren Leben nicht exakt das Gegenteil? Wann werden die Machthabenden verstehen, dass es dann jederzeit zurĂŒckkehren kann?
Die in Italien wirtschaftsstĂ€rkste, global am meisten vernetzte und seit Jahrzehnten rechtsradikal regierte LombardeiWeiterlesen…

Was in der Tagesschau fehlt

Russland / China / Libyen / Wundersame Bahn XLIV: Speisewagen
Oft frage ich mich: halten Auslandskorrespondent*inn*en mich als Publikum fĂŒr zu blöd? Dass ich “zu viele” Details und Systemstrukturen sowieso nicht verstehen kann? Oder sind sie es selbst? Zu blöd? Oder zu belastet? Oder beides? Die gestern berichteten politischen VerĂ€nderungen in Russland: ging es nur um Wladimir Putin und seinen Machterhalt (ohne Personalisierung geht im deutschen Journalismus gar nichts!)? Oder ging es doch auch irgendwie, vielleicht so nebenbei, auch umWeiterlesen…

Tipp fĂŒr AKK

MilitĂ€r macht nichts besser – aber vieles schlimmer
mit Update 12.1.
Mann sollte davon ausgehen, dass Frauen, kluge zumal, den Wettbewerb der Jungs darum, wer den LÀngsten hat, als das erkennen, was er ist: kompletter oft gefÀhrlicher Blödsinn. Leider gibt es jedoch eine kleine Minderheit von Frauen, die einfach nur bei den Jungs mitspielen wollen, ohne die Regeln zu Àndern. Die deutsche Bundesregierung will nur zum Schein mit Frankreich zusammenarbeiten, tatsÀchlich hat sie die Konkurrenz aber schon bis zum Achsbruch getrieben, und schickt sich an, die Boss-Rolle in der EU alleine spielen zu wollen.
Frankreich hat fĂŒr alle erkennbar so viele Probleme mit sich selbst,Weiterlesen…

EU schmerzfrei

Fluchturachenfabrikation in Libyen, Sudan, VAE, Jemen, Äthiopien, Eritrea
Es geht hier nicht um die Personalverhandlungen in BrĂŒssel. Es geht hier auch mal nicht um sog. “Freihandelsabkommen”, mit denen die EU die afrikanischen Ökonomien niederstreckt. Es geht um direkte Zusammenarbeit mit schweren Kriegsverbrechern, die die EU dafĂŒr anstellt, FlĂŒchtlinge und Migrant*inn*en einzufangen, einzusperren, zu versklaven, oder wahlweise auch direkt umzubringen. FĂŒr diese TĂ€tigkeiten gibt es sĂŒdlich des Mittelmeeres wahrlich keinen FachkrĂ€ftemangel. Und die EU lĂ€sst es sich – von unserem Steuergeld – etwas kosten.Weiterlesen…

Mehr Kriegsgefahren / Nazimorde / PhĂ€nomen “Rezo”

Wer macht die Welt sicherer? Die meisten aktuellen Regierungen tun es nicht. Von hiesiger Öffentlichkeit nicht beachtet, wird der Zypern-Konflikt neu erhitzt. Es geht um reiche Gasfelder – und rundherum nur ZĂŒndler.
Oder lesen Sie mal hier, wie die Bundesmarine unsere Demokratie in der Strasse von Malakka zu verteidigen gedenkt. Die deutschen “Sicherheits”-krĂ€fte scheinen nicht ausgelastet. Dabei schafft es diese Republik noch nicht mal, Mordserien von Nazis zu verhindern.Weiterlesen…

Algerien / Zuboff / HĂŒbner

Algerien kommt in deutscher Medienberichterstattung kaum vor, ist auch in diesem Blog besonders klickschwach. Ist mir egal. Ein schwerer Fehler, nicht von Ihnen, die Sie jetzt immer noch weiterlesen, sondern von den vielen Anderen. Die politische Basisbewegung dort ist weit phĂ€nomenaler, riskanter und gefĂ€hrlicher, als die unserer wohlgeratenen BĂŒrger*innen*kinder von #fridaysforfuture. Bernhard Schmid/Jungle World informiert ĂŒber die Manöver der herrschenden Gegenseite in Algerien.
Shoshana Zuboff ist neben Evgeni Morozov, der hierzulande ĂŒberwiegend in der SZ publiziert, eine der klĂŒgsten Analyst*inn*en des digitalen Überwachungskapitalismus.Weiterlesen…

Algerien

Das Land hat es nach langer Zeit mal wieder in die Tagesschau geschafft. Seine VerwĂŒstungen durch Kriege und BĂŒrgerkriege liegen weit kĂŒrzer zurĂŒck als hierzulande. Die Traumatisierungen sind alle noch da. Aber die Demografie unterscheidet sich stark zu uns, und die Ökonomie auch. Das heisst: der “Babyboom” ist hier vorbei, und dort aktuell. Was wir hier Wirtschaftskrise nennen, wĂŒrden sie sich dort wĂŒnschen.
Thomas Pany/telepolis war der Erste,Weiterlesen…

Dörner-Interview / Gelbwesten

Das BinÀre Denken bedroht uns immer schÀrfer und aggressiver
Die VisionĂ€r*inn*e*n des Silicon Valleys, Chinas und deutscher MedienhĂ€user sollten zum Arzt gehen. Sie praktizieren nicht nur selbst BinĂ€res Denken, sondern trĂ€umen auch davon, unser ganzes Leben, uns selbst, mit Einsen und Nullen erfassen zu können. Gewiss ist damit mehr möglich, als die meisten von uns sich heute noch vorstellen können. Die Weltformel aber, oder auch nur unsere Lebensform Mensch, werden sie nie komplett erfassen. Das ist es, was menschliches Leben so schön und lebenswert macht. Diejenigen aber, die ich gerne zum Arzt schicken wĂŒrde, geben nicht auf.Weiterlesen…

Frankreich nach Macrons Rede

ErklĂ€rung von Attac Frankreich (Übersetzung: Peter Wahl) zur Rede Emmanuel Macrons an die Nation – Nebelkerzen, um Steuerungerechtigkeit und Geschenke an die Reichen zu retten!

WÀhrend das ganze Land mehr soziale und Steuergerechtigkeit fordert, hat sich Emmanuel Macron nach drei Wochen Schweigen endlich zu Wort gemeldet. Er weigert sich allerdings, seinen Kurs zu Àndern.
Mit einigen “sozialen” Maßnahmen tarnt er Sozialabbau und die Ablehnung von generellen Lohnerhöhungen. Vor allem hat er die drei wichtigen Steuergeschenke an die Superreichen bekrĂ€ftigt, ebenso wie Fortsetzung seiner neoliberalen Agenda (Reform der Renten, des öffentliche Dienstes und der Arbeitslosenversicherung) und die weitere KĂŒrzung der öffentlichen Ausgaben zu Lasten von VerfĂŒgbarkeit und QualitĂ€t öffentlicher Dienstleistungen.Weiterlesen…

Die Welt da draussen, grösser als Bayern

Bedeutsame Auslandsberichte: China im Handelskrieg (mit Update zu FAZ-Sonderteil China), Regierungsbildung in Schweden, französischer Sarrazin-Klon, Un-Sozialpolitik in Indien unter Modi
Die weltweit gefĂ€hrlichste Konfrontation fĂŒr uns alle, die ganze Welt, da hat Donald Trump gewiss Recht, ist die zwischen den USA und China. Diesem Thema widmet sich ein online zugĂ€nglicher Text der deutschen LeMonde diplomatique von Martine Bulard. Zum gleichen ThemaWeiterlesen…

Mali / TĂŒrkei / USA

Können Sie sich noch erinnern? Die Bundeswehr ist auf Auslandseinsatz in Mali. Was sie da macht, erinnert ein wenig an Afghanistan: Brunnen bohren, Frauenemanzipation, Kinder zur Schule bringen, die zart blĂŒhende Demokratie beschĂŒtzen. Also ungefĂ€hr das, was Bernhard Schmid in der Jungle World berichtet.
Dort erklĂ€rt auch Sabine KĂŒper-BĂŒsch die neu erblĂŒhte Zuneigung der Erdogan-nahen Teile der TĂŒrkei zu Angela Merkel.
And now something completely different. Alexandria Ocasio-Cortez ist hier im (ĂŒbersetzten) Originalton zu lesen. Wer etwas ĂŒber die Linke im allgemeinen, und in den USA im speziellen erfahren will, sollte die Lady kennen und das lesen.

Sahel-Afrika / Frankreich / UK / USA

“Fluchtursachen schaffen!” ist eine zentrale Devise der deutschen Grossen Koalition und der EU. Nur so ist die Business-Konjunktur aus marodierenden Schleppern, Milizen, Terrorismus, SklavenhĂ€ndlern, “KĂŒstenwachen” und der unerlĂ€sslichen europĂ€ischen “Sicherheitsbehörden” ingang zu halten. Die Bundeswehr leistet dafĂŒr, gemeinsam mit unseren französischen MilitĂ€rbrĂŒdern, unentbehrliche Basisarbeit, wie Bernhard Schmid in der Jungle World berichtet. Es geht wie immer nach dem Dreischritt: Scheisse bauen – “Siehste” rufen – mehr Ressourcen/AufrĂŒstung fordern.
Der gleiche Autor berichtet auf Telepolis ĂŒber die sozialen Konflikte in Frankreich,Weiterlesen…

Ellwangen, Togo und wir

Ein deutsch-französischer Kontrast: Opfer jagen – oder TĂ€ter festsetzen?

Eine Woche sind wir mit angeblichem Geschehen in Ellwangen beballert worden, um den CSU-Wahlkampf in Bayern zu befeuern. FlĂŒchtlinge in Ellwangen wurden in Angst und Schrecken versetzt, von deutscher PolizeibĂŒrokratie und sensationsgeilen deutschen Medienbrigaden. Viel Substanz blieb nicht ĂŒbrig. Ein Mann aus Togo soll nach Italien abgeschoben werden.
Togo. Da war doch was. Ehemalige deutsche Kolonie. Bizarre Regierung. Mehr wissen wir nicht. Weiterlesen…

« Ältere BeitrĂ€ge

© 2020 Beueler Extradienst

Theme von Anders NorĂ©nHoch ↑