Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bertelsmann-Stiftung

Bin ich vielleicht schon genesen?

Und warum interessiert das nicht?
Wie durchleben derzeit alle den feuchten Traum mancher Forscher*innen: Laborversuch am lebenden Objekt, und zwar mit richtigen Menschen, im Normalzustand mit Recht verboten. Alle, Politik, Wissenschaft, BĂŒrger*innen wissen zuwenig, was Panik und entsprechende Fehler und Gefahren begĂŒnstigt. Meine folgenden Überlegungen stehen ebenfalls alle unter dem Vorbehalt des Wissensmangels.
Am Wochenende vor Karneval sagte ich eine Verabredung mit einer sehr lieben Freundin ab. Mir war unleidlich, sie lĂ€sterte ĂŒber “MĂ€nnerschnupfen”.Weiterlesen…

ARD-Tagesschau als Bertelsmann-PR-Abteilung

Kristin Schwietzer ruft angehende Journalist*inn*en dazu auf, sich nicht zu scheuen, ĂŒber “götterspeisende Schildkröten” zu berichten. Sie hat dann heute in diversen Tagesschau-Ausgaben (ab Minute 9) mal gezeigt, wie sie sich das vorstellt. In einem mehrminĂŒtigen Beitrag feierte sie eine Bertelmann-Studie ĂŒber die grossartige Verwirklichung der guten VorsĂ€tze der nicht minder guten Grossen Koalition.Weiterlesen…

Schweiz ist die grĂ¶ĂŸte Last fĂŒr den Rest der Welt

Vor allem Rohstoffimporte und Tiefsteuerpolitik behindern die Entwicklung Àrmerer LÀnder

Die Schweiz lebt stĂ€rker als jedes andere Land der Welt auf Kosten der anderen LĂ€nder. Niemand behindert die anderen so stark daran, die 2015 von der UNO beschlossenen nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) bis 2030 zu erreichen. Zu diesem Ergebnis gelangt die Bertelsmann-Stiftung in ihrem diesjĂ€hrigen Report zur ÜberprĂŒfung der Fortschritte bei der Umsetzung der 17 SDGs in 160 der 193 UNO-Mitgliedsstaaten.Weiterlesen…

Kritik an KĂŒhnert, Bertelsmann, Pornos

Nach dem bei Zeit-online hinter Paywall vermauerten Interview des jungen Sozialisten Kevin KĂŒhnert ist eine Unmenge an unsinnigem Blech ĂŒber ihn und uns als Öffentlichkeit hereingebrochen. Zwei Texte möchte ich herausheben, weil sie eine Hilfe zum Weiterdenken sein können: Lukas Franke/carta “Die Belebung der politischen Diskussion braucht keinen Populismus” und Tomasz Konicz/telepolis “Debatte um Enteignungen: Ein Schritt in die richtige Richtung”.
Der Bertelsmann-Konzern ist eine absteigende Macht Weiterlesen…

Philanthropie als revolutionÀrer Klassenkampf

Ob die US-Demokraten das gewinnen können? Denn Donald Trump ist ein Beauftragter der Superreichen, die den Staat ganz abschaffen wollen. Regieren – das können sie selbst immer noch am besten. Eine Zumutung dagegen ist, Steuern zahlen zu mĂŒssen, damit andere – gar demokratisch – darĂŒber bestimmen, wie sie ausgegeben werden. Sie halten sich sogar VerbĂ€nde, wie den deutschen Bund zur Vermeidung des Steuerzahlens (merkwĂŒrdig ruhig, jetzt an den nachrichtenarmen Tagen), um sich gegen diese Zumutungen zu wehren. Trump und seine Freunde finden das jedenfalls gewiss super,Weiterlesen…

Was kommt danach?

Das am meisten interessierende Ereignis dieses Wochenendes ist nicht irgendein Parteitag, sondern das Ruhrpottderby, morgen 15.30 h, Westfalenstadion. Aber gut, eine Minderheit, vor allem alle was-mit-Medien-Leute interessieren sich auch fĂŒr den CDU-Parteitag. Doch auch fĂŒr diese Leute gilt: egal, wie es heute ausgeht. Entscheidende Daten sind im nĂ€chsten Jahr: 25. Mai, nicht nur Europawahl, sondern Kommunalwahlen in allen ostdeutschen BundeslĂ€ndern, in denen am 1. September (Brandenburg, Sachsen) und 27. Oktober (ThĂŒringen) Landtagswahlen folgen.
In all diesen BundeslĂ€ndern hat es – ausser der einstigen PDS – nie “Volksparteien” gegeben.Weiterlesen…

Open Space – Open Mind – Open Society

Notizen zu einem allgegenwĂ€rtigen, widersprĂŒchlichen und vieldeutigen Narrativ, Variationen inbegriffen
von Wolfgang Hippe

Auftakt

Der Begriff der „Offenen Gesellschaft”/„Open Society” ist in der Öffentlichkeit ĂŒberall prĂ€sent und scheint zeitlos gĂŒltig zu sein. Er ist in aller Regel irgendwie positiv besetzt und soll den Rahmen fĂŒr LiberalitĂ€t, EgalitĂ€t und SĂ€kularitĂ€t einer Gesellschaft bilden. Weitere Stichworte, die in Zusammenhang mit dem „Erfolgsmodell” auftauchen: AufklĂ€rung, Offenheit, Partizipation, Fortschritt, Gerechtigkeit, Konsens, Interessenausgleich, Aufstiegschancen, Wachstum und Wohlstand. Die AufzĂ€hlung ließe sich beliebig fortsetzen. Kurz: die „Offene Gesellschaft“ steht fĂŒr ein umfassendes, aber unbestimmtes und deshalb interpretationsbedĂŒrftiges Versprechen fĂŒr eine bessere Zukunft der Gesellschaft insgesamt. In Zeiten eines dominanten Neoliberalismus stellt sich allerdings die Frage nach der aktuellen Interpretation des liberalen Begriffs und den damit verbundenen Interessen.

Die Spanne der BefĂŒrworter einer „Offenen Gesellschaft” reicht von eher auf die sog. Zivilgesellschaft ausgerichtete Initiativen (z.B. Open Society Foundation, Initiative Offene Gesellschaft, Pulse of Europe, FuturZWEI) und Individuen aller Richtungen ĂŒber die etablierten Parteien, ihnen zugeordnete und sonstige Stiftungen, Ministerien und internationale Organisationen wie die OECD bis hin zu Banken, Wirtschaftsunternehmen und InteressensverbĂ€nden aller Art. Auch in postkolonialen Diskursen taucht sie auf. Die breite Palette legt die Vermutung nahe, dass nicht alle Protagonistinnen dasselbe meinen (können), wenn sie das Narrativ beschwören.Weiterlesen…

SWP – Stiftung fĂŒr Wissenschaft und Politik

Heute erschien bei Telepolis ein kritischer Bericht zur Stiftung fĂŒr Wissenschaft und Politik. Der Versuch einer Analyse ist lobenswert, die intellektuelle Reichweite ist nur leider etwas sehr begrenzt ausgefallen.
NatĂŒrlich ist es immer richtig, die Finanzierungsstruktur zu untersuchen und zu hinterfragen. SelbstverstĂ€ndlich verrĂ€t sie viel, allerdings nicht alles, ĂŒber strukturelle und alltĂ€gliche AbhĂ€ngigkeitsverhĂ€ltnisse. Solche Untersuchungen tĂ€ten den zahllosen privaten Stiftungen genauso gut.Weiterlesen…

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