Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bertelsmann (Seite 2 von 3)

Knüwers spannende Springer-Spekulation

Realistischer als alles, was die direkten Protagonist*inn*en mit ihrer aktiven PR-Interviewpolitik rausgehauen haben, ist, was Thomas Knüwer aktuell in seinem Blog indiskretionehrensache.de schreibt. Hat er die Investorenmotive von KKR etwa besser verstanden, als Frau Springer und Herr Döpfner? Nein, ich glaube, die beiden wissen es selbst, und meinten sich öffentlich wider besseres Wissen äussern zu müssen. Denn das Kapital, das scheue Reh, darf nicht nervös gemacht werden. Und die Belegschaft, die weiter Leistung bringen soll (human ressources) auch nicht. Bei manchem, was Herr Reichelt und seine Spiessgesellen so an Schmutz raushauen,ermöglicht das zumindest ein sadistisches Schmunzeln, dass “es” nicht die Falschen treffen wird … Weiterlesen

Bertelsmann – mit Pornos Milliardärin

In den 90ern muss es gewesen sein, als die deutschen Schulmädchenreports und britischen Sexmagazine bei Sat1 und Kabel1 alle so abgenudelt waren, wie Bahnhofskinos. Die ersten Jugendlichen bastelten mit Modems rum. Aber der bertelsmanneigene Kanal Vox hatte noch einen Berg abzuspielender französischer Billigpornos seiner Senderschwester M6 auf Halde. Und also wurde die Fliessbandware in Wochenendnächten abgespielt. Softpornos, also nichts war echt. Es wurde nicht gekleckert, die Studiodekoration konnte immer wieder ohne Grundreinigung wiederverwendet werden. Weiterlesen

Bertelsmann und die Gesundheitsindustrie

mit Update 8.8.
Noch ein Nachschlag zu dieser Sauren Gurke des diesjährigen Sommerlochs. Albrecht Goeschel und Markus Steinmetz/telepolis sind nicht nur Experten für bayrische Landesgeschichte, sondern auch für die Interessenverbindungen in der deutschen Gesundheitsindustrie. Wie es in Deutschland Tradition ist, hat das Grosskapital hier mit durchdachtem Interesse sozialdemokratische Akteur*inn*en in der Krankenkassenbürokratie und Publizistik inkorporiert, um möglichst wenig Widerstandsgeräusche auszulösen. Mit der von Bertelsmann professionell orchestrierten Sommerlochkampagne Weiterlesen

Bertelsmann&WDR: Hand in Hand

Ich gebe zu, ich habs wie die meisten gestern Abend nicht geguckt. Die ARD bebilderte mit einem vom WDR zu verantwortenden Film die Bertelsmann-Studie zum massenhaften Schliessen von Krankenhäusern, die jetzt, in der nachrichtenarmen Zeit, auf allen Medienkanälen rauf und runter genudelt wird. Ich habe zu den 2,5 Mio. gehört, die nach der Tagesschau auf andere Kanäle geflohen sind. Wenigstens hat die Bertelsmann-Reklame zusammen mit dem Plasberg der ARD den Einschaltquotenabend ordentlich verhagelt (… wenns schon draussen nicht mehr regnet …). Weiterlesen

Kritik an Kühnert, Bertelsmann, Pornos

Nach dem bei Zeit-online hinter Paywall vermauerten Interview des jungen Sozialisten Kevin Kühnert ist eine Unmenge an unsinnigem Blech über ihn und uns als Öffentlichkeit hereingebrochen. Zwei Texte möchte ich herausheben, weil sie eine Hilfe zum Weiterdenken sein können: Lukas Franke/carta “Die Belebung der politischen Diskussion braucht keinen Populismus” und Tomasz Konicz/telepolis “Debatte um Enteignungen: Ein Schritt in die richtige Richtung”.
Der Bertelsmann-Konzern ist eine absteigende Macht Weiterlesen

Habeck / Schalko / BSC-RWE 3:1

Das DLF-Interview der Woche mit Robert Habeck wird zwar erst morgen früh gesendet, ist aber schon online nachles- oder hörbar. Bitte hier entlang.
“M” von Fritz Lang hat Filmgeschichte geschrieben. Der Österreicher David Schalko, von dem ich aufgrund von Werken wie “Braunschlag” oder “Altes Geld” sehr viel halte, hat sich an eine aktualisierte Neuverfilmung von “M” gewagt. Sie ist wohl so gefährlich, Weiterlesen

US-Medien: mangelhafte Deutsch-Kompetenz

Anne Fromm und Peter Weissenburger berichten in der taz über einen spektakulären ökonomischen Breakdown US-amerikanischer Onlinemedien. Ihrer informativen Analyse möchte ich einen strategischen Gesichtspunkt hinzufügen. Zweifellos haben z.B. Vice mit Laura Himmelreich oder Buzzfeed mit Daniel Drepper eine Chefin bzw. einen Chef für ihren deutschen Zweig gefunden, die hier einen guten Namen haben. Die finanzstrategischen Partner dagegen waren bereits der Grabstein für journalistische Glaubwürdigkeit. Weiterlesen

Kommentar zur EU-Urheberrechtsreform

Anm. d. Red.: Der Gastautor bemängelt das Fehlen einer weniger interessengeleiteten, unabhängig-journalistischen Berichterstattung, und liefert sie selbst.
von Ingo Keck

Die Berichterstattung zum aktuellen Status der Urheberrechtsdirektive (Copyright Directive) in den großen Medien in Deutschland ist bis auf wenige Ausnahmen überraschend einseitig

Wer zum Beispiel nicht gerade Heise.de, Netzpolitik.de oder Futurzone.de liest, hat vermutlich noch nicht mitbekommen, dass die Petition gegen Uploadfilter und das Leistungsschutzrecht inzwischen mehr als 4,5 Millionen Unterschriften aufweist und damit die größte Petition bislang in Europa ist. Weiterlesen

Charlotte Roche / Dieter-Nuhr-Kritik / Schäferkordt geht

Vielleicht würde ich ihre Nähe nicht lange aushalten. Personen, deren Medienpräsenz in mir grosse Zuneigung wecken, verdächtige ich dessen fast immer. Wo es einen Nordpol gibt, gibt es immer auch einen Südpol. So ein Fall ist für mich Charlotte Roche, der ich noch bei keiner Preisverleihung und auch nicht in Köln auf der Strasse begegnet bin. Die Jüngeren werden sie gar nicht mehr kennen, so rar hat sie sich zuletzt gemacht. Am auffälligsten war noch, dass sie sich namentlich und mit verblüffend präziser Beschreibung in der #metoo-Affäre gegen WDR-Fernsehspielchef Gebhard Henke positioniert hat, Weiterlesen

IT und wir – der Geist ist aus der Flasche

Alte Medien ergötzen sich an Drogengeschichten: unsere Abhängigkeit vom Smartphone. Kleinkinder und Säuglinge, die damit Lesen und Schreiben lernen. Schreib- und Schönschrift wird abgeschafft, wie das Bargeld. Nichts bleibt. Bei den Alten breitet sich Panik aus; sie halten sich für dement, nur weil sie nicht mitmachen.

Sie irren. Was die alten Digitalverweigerer leben, ist in Zukunft nur noch der Milliardärsoberklasse vergönnt. Sie lassen arbeiten. Also lassen sie auch die neuen Medien entwickeln und benutzen, geniessen aber selbst das Privileg, damit nicht persönlich behelligt zu werden. Und wenn sie es sich leisten können: ihre Kinder auch nicht. Viele lachen oder schütteln den Kopf über Chefs, die sich immer noch E-Mails ausdrucken lassen. Das ist nicht zum Auslachen, Weiterlesen

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