Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: bildundtonfabrik

FR zieht Ostern fĂŒr sich vor

Update: mit Korrektur eines falsch gesetzten Links
Die Krise als GAU von Demokratie und Öffentlichkeit
Zum Start in den Tag verhalf mir Isolde Charim. Sie ist eine Altersgenossin und so kluge Frau, dass ich rĂ€tsele, warum sie noch in kaum einer der pilzartig sich ausgebreiteten deutschen TV-Trash-Talkshows zu sehen war. Es spricht eher fĂŒr sie. Vielleicht lehnt sie solche Einladungen mit all ihrer Klugheit sogar ab. Es gibt derzeit wenig Motive, morgens das Bett zu verlassenWeiterlesen…

Perlen der Glotze

Wie wir regiert werden / GlĂŒcksspielmafia missbraucht die Kinder
Altmeister Bertrand Tavernier gehört zu den besten Regisseuren, die unser Nachbarland Frankreich hervorgebracht hat. Mein Lieblingswerk aus seiner Fabrikation ist “Que la fĂȘte commence
” (dt.: Wenn das Fest beginnt), eine treffendere Geschichtsschreibung, als sie die meisten Historiker*innen zustande bringen (nur sehr selten im deutschen TV, noch nicht mal mit eigenem Wikipedia-Eintrag). Mit dem unvergesslichen Philippe Noiret in der Hauptrolle. Vorgestern prĂ€sentierte Arte ein gegenwartsbezogenes SpĂ€twerk von Bertrand Tavernier: “Wildes Treiben am Quai d’Orsay”, leider ohne Mediathekangebot, aber mit einer Wiederholung am Montag um 14 h (programmieren Sie Ihre Videosoftware!).Weiterlesen…

SCHULPFLICHT! – Klimapolitik interessiert DLF-Interviewer nicht

Christoph Heinemann/DLF baute sich heute zum Beweis fĂŒr die #fridaysforfuture-Demonstrant*inn*en auf. Er lieferte sich mit Toni Hofreiter – ich war noch nicht wach – ein rhetorisches Duell darum, wer den LĂ€ngsten hat. Der passende Kommentar dazu hier im Bild. Die SchĂŒler*innen wollen so lange streiken, bis auch solche Heinemanns verstehen. Das kann dauern.
WĂ€hrend der Routinier Hofreiter sichtliche MĂŒhe hatte, seine Botschaft zu ĂŒberbringen, gelang das seiner Parteifreundin Luisa Neubauer mĂŒhelos, und fĂŒr Leser*innen wesentlich fruchtbarer.

Auch empfehlenswert:Weiterlesen…

Gibt es Indien wirklich?

Deutsche Medien sind stattdessen mit sich selbst beschÀftigt
Sie wissen ja, die Existenz von Bielefeld ist zweifelhaft. Aber Indien scheint es wirklich zu geben. Es hat jetzt auch deutsche Medien mit einem Luftangriff durch ĂŒber ein Dutzend Kampfflugzeuge auf sich aufmerksam gemacht. Ich weiss nicht, ob Sie es wissen, aber: Indien ist Atommacht. Und sein Nachbar und Gegner Pakistan auch. Und wenn es danach ĂŒberhaupt noch eines Nachdruckes bedarf: Indien ĂŒberholt derzeit China bei der Einwohner*innen*zahl. Es wird also zum grössten Markt der WeltWeiterlesen…

Klassenkampf an unserer HaustĂŒr

Mit Update
Weil die Linkspartei gerade mal wieder keine Zeit fĂŒr Politik hat, muss Jan Böhmermann jetzt ihren Job machen. Seine Schreibtischnummer war gestern mal wieder – Kompliment! – ein Höhepunkt politischer AufklĂ€rung. Heftiger Dank an die Rechercheur*inn*en der bildundtonfabrik in Köln-Ehrenfeld, die ihm das aufgeschrieben haben. Die gewerkschaftlich hochorganisierten MĂŒllwerker sind geradezu eine Arbeiteraristrokratie gegenĂŒber dem Proletariat, dem er sich gestern widmete:Weiterlesen…

Lindenstrasse und Bertolucci

Dieter Anschlag/Medienkorrespondenz warf sich fĂŒr die Lindenstrasse ins letzte, vergebliche Gefecht. Seine Erregung kann ich nicht mehr nachempfinden, obwohl ich bis in die Nullerjahre zum Stammpublikum gehört habe, mehr aus liebgewonnener Gewohnheit, als aus Fan-Engagement (das investiere ich woanders). Ich weiss darum auch gar nicht mehr, wann es aufgehört hat. Von diesem abgesehen, hat Anschlag in allen anderen Punkten aber mehr Recht, als es fĂŒr unsere Medienlandschaft und Demokratie gut ist.
Die grösste Gefahr, die unsere öffentlich-rechtlichen Medien fĂŒr sich selbst herbeiprovozieren, ist die GleichgĂŒltigkeit.Weiterlesen…

Charlotte Roche / Dieter-Nuhr-Kritik / SchÀferkordt geht

Vielleicht wĂŒrde ich ihre NĂ€he nicht lange aushalten. Personen, deren MedienprĂ€senz in mir grosse Zuneigung wecken, verdĂ€chtige ich dessen fast immer. Wo es einen Nordpol gibt, gibt es immer auch einen SĂŒdpol. So ein Fall ist fĂŒr mich Charlotte Roche, der ich noch bei keiner Preisverleihung und auch nicht in Köln auf der Strasse begegnet bin. Die JĂŒngeren werden sie gar nicht mehr kennen, so rar hat sie sich zuletzt gemacht. Am auffĂ€lligsten war noch, dass sie sich namentlich und mit verblĂŒffend prĂ€ziser Beschreibung in der #metoo-AffĂ€re gegen WDR-Fernsehspielchef Gebhard Henke positioniert hat,Weiterlesen…

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