Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bioladen Momo

Gastronomen sind irre

Je teurer, umso unrentabler?
Der DLF wiederholte gestern ein WDR-Feature von Maike von Galen (geb. Jansen in Bonn): “Die Rechnung bitte! – Ein Blick in die deutschen SternekĂŒchen”. Produziert 2019, also PrĂ€corona. Schon ohne Coronakrise mussten Gastronom*inn*en, Köch*inn*e*n, Sommeliers, ServicekrĂ€fte (positiv) bekloppt sein, wenn sie in dieser Branche ihren Lebensunterhalt bestreiten wollten. Die Coronakrise wird die ökonomische Auslese der betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter beschleunigen und brutalisieren.Weiterlesen…

Mehr zahlen fĂŒrs Fleisch?

Die Weinkönigin aus Rheinland-Pfalz predigt angesichts wachsender Proteststimmung, wir sollten “doch Kuchen essen”, nach dem Vorbild ihrer Vorfahrin Marie-Antoinette: angesichts der skandalösen Bedingungen deutscher Fleischproduktion sollen wir doch bitte mehr bezahlen. Haha, mache ich doch lĂ€ngst, beim Metzger Huth im Momo.
Wenn Sie aber bisher bei Edeka, Rewe oder sonstwem Ihre Billigsteaks geholt haben … gut: Ihnen wĂŒrde ich vorschlagen, als ersten Schritt bei jedem Fleischeinkauf 50 Cent zu spenden
wenn !!!Weiterlesen…

Beueler Tratsch

Bahnhof
Keine Warteschlange am Fahrkartenschalter. Darum ergab sich ein informatives GesprĂ€ch. Ausschlaggebend fĂŒr seine Existenz ist ein Vertrag zwischen der DB und dem “AufgabentrĂ€ger” fĂŒr den Nahverkehr in der Region. Dieser Vertrag lĂ€uft noch bis 2023. Ein Grund mehr, sich um mehr Mitsprache der FahrgĂ€ste zu kĂŒmmern. In Mönchengladbach z.B. wurde das DB-Reisezentrum dichtgemacht, weil ein Privatbahnbetreiber den Zuschlag bekam. Der lĂ€sst Fahrkarten im Zeitungskiosk verkaufen, allerdings nicht fĂŒr den DB-Fernverkehr. Schöne neoliberale Welt.Weiterlesen…

FrĂŒh-CafĂšs in Beuel

Die Kolleginnen vom GA listen heute FrĂŒh-CafĂ©s in unserer Stadt auf. Die ausgewĂ€hlten Beueler Adressen, das kann ich bestĂ€tigen, sind von guter QualitĂ€t: CafĂ© Cultura und Mayras Wohnzimmer-CafĂ© habe ich persönlich getestet. Herzlich bedanken beim GA möchte ich mich auch fĂŒr die Weglassung des Bistro Odeon (beim Bioladen Momo in der Hans-Böckler-Str.); da ist es nĂ€mlich sowieso immer voll. Das öffnet Chef (einer von Dreien) Maika morgens um 8 persönlich,Weiterlesen…

Franz Keller

Alexander JĂŒrgs/Freitag feiert den Meisterkoch und Bruder des SC-Freiburg-PrĂ€sidenten Franz Keller. Ich schliesse mich jeder Lobessilbe an. Zweimal durfte ich in seiner Hattenheimer Adlerwirtschaft einkehren und ihn persönlich kennenlernen. Wenn ich daran denke, komme ich zu dem Schluss, dass ich unsere Stadt viel zu selten in sĂŒdlicher Richtung verlasse. Immerhin gibt es Produkte des Bunten Bentheimer Schweins auch beimWeiterlesen…

Vincent Klink 70 – die Freude des Gratulierens

Essen ist notwendige Bedingung – fĂŒr Leben und Lust
Meine Verehrung fĂŒr Vincent Klink ist Leser*inne*n dieses Blogs gut bekannt. Zu lange war ich schon nicht mehr bei ihm auf der Wielandshöhe in Stuttgart. Durch Jakob Strobel Y Serra/FAZ wurde ich auf Vincents 70. Geburtstag aufmerksam. Wenn er in GriffnĂ€he wĂ€re, ĂŒberkĂ€me mich jetzt ein UmarmungsbedĂŒrfnis. Ein herzlicher GlĂŒckwunsch auch aus Beuel, fĂŒr einen der menschlich und politisch grössten Köche unseres Landes!
Vorgestern machte ich auf eine neue Veröffentlichung zum Thema Essstörungen aufmerksam.Weiterlesen…

Gesundes Essen

Nach meiner LektĂŒre der SZ-Geschichte ĂŒber Jamie Oliver machte ich mir was Gutes zu Essen. Nichts Weltbewegendes, Pasta mit was drauf. BeilĂ€ufig bemerkte ich – huch, ist ja ohne Fleisch. Die Zwiebelmettwurst vom Bentheimer Schwein beim Metzger im Beueler Momo war Samstag schon alle; die kommt bei mir sonst immer dazu, köstlicher als Omas Frikadellen! Dennoch habe ich an Zutaten, die als “ungesund” gelten, nicht gespart. Vor einigen Wochen hatte ich ein – in Chemnitz abgefĂŒlltes – Meersalz entdeckt, mit dem ich umgehe, wie sonst mit gutem Wein oder Schokolade. Ich kann nicht davon lassen, und verwende es verschwenderisch. Ebenso wie die gesalzene Butter. Butter kommt bei mir an fast alles Selbstgekochte. Weil es mir schmeckt.Weiterlesen…

Die GrĂŒnen sind schuld

Diese Partei bedroht unsere Grundrechte – nach Fleischessen ist das Recht auf Parkplatz dran
Der CSU-GeneralsekretĂ€r – die grĂŒngesteuerten Massenmedien haben dafĂŒr gesorgt, dass im Gegensatz zu Stoibers Zeiten keiner mehr weiss, wie der heisst – Markus Blume hat es gewagt auszusprechen, was selbst der PrĂ€sident des deutschen Inlandsgeheimdienstes sich nicht mehr zu sagen traut, weil er dann vielleicht aus Deutschland vertrieben wĂŒrde, und bei Donald Trump um Asyl nachsuchen mĂŒsste (und wie schwer das ist, weiss die ganze Welt):Weiterlesen…

Die Radstation ist – zu kleiner – Teil der Lösung

Es ist Sommerloch. Da bekommt sogar ein einzelner Luxusradler mit mehreren Liebhabermodellen in der Garage Platz in Bonns Monopolzeitung eingerĂ€umt. Ist OK. Dann will ich mal an dieser Stelle auch nicht schweigen. Der Ansatz, die Radstation dafĂŒr zu kritisieren, dass sie unzureichend ist, ist genau falsch. Die SchlafmĂŒtzen sind – wie immer – die Stadt und die DB.
Ich war Stammkunde der Radstation in ihren GrĂŒndungsjahren zu Beginn dieses Jahrtausends. Sie residierte in der lĂ€ngst abgerissenen ehemaligen Expressgutabfertigung, da, wo heute das Hotel steht. Als Beueler war es immer umstĂ€ndlich, sie ĂŒberhaupt durch Unterquerung der Bahnstrecke („Pissrinne“) zu erreichen. Aber die AbstellsicherheitWeiterlesen…

WĂŒste Spanien / Beckedahl / Black Panther / SWP

Die Erbeeren im Bioladen Momo waren letzten Samstag runtergesetzt. Bioerdbeeren aus Spanien. Ich habe sie auch nicht angerĂŒhrt. Bio oder nicht – sauberes Wasser benötigen sie alle. Der Wasserhaushalt in Spanien wird derzeit ruiniert. Von der korrupt-kriminallen spanischen PP-Regierung, in Handlungseinheit mit der Freihandel und Agroindustrie predigenden deutschen Bundesregierung. Die FAZ, immerhin Organ dieser KrĂ€fte, kam nicht umhin, der landwirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Wirklichkeit in Spanien Platz zu geben. Lesen Sie mal. Schmeckts noch?
In Berlin findet derzeit das grösste linke Kongressevent in Deutschland statt, die re:publica, mitgegrĂŒndet vom Bornheimer Markus Beckedahl. In den alten “QualitĂ€tsmedien” muss er sich derzeit dafĂŒr rechtfertigen, dass er Bundeswehr-Rekrutierer nicht aufs KongressgelĂ€nde gelassen hat. Es gab aber auch ernsthafte Fragen,Weiterlesen…

Seite3-Dieb – asozial wie ein Zeitungsverleger

Ich fĂŒrchte, ich habe heute mittag ein umfangreiches gastwirtliches Ermittlungsverfahren ausgelöst. Als Stammgast im Biobistro Odeon neben dem Bioladen Momo hatte ich immer wieder angeregt, einen Workshop “Wie falte ich eine gelesene Zeitung wieder zusammen?” anzubieten – eine der vielen derzeit aussterbenden Kulturtechniken. Heute jedoch war ich Opfer eines anderen kriminellen Aktes: jemand hatte aus der SZ die Seite 3, und damit auch die Seite 4 mit den Leitartikeln, Kommentaren etc. fein sĂ€uberlich herausgerissen.

Wenn der oder die TĂ€ter*in das hier liest: obacht! Bistrochef Maika verbringt heute eine schlaflose Nacht, weil er sich schwarzĂ€rgert, dass er das heute morgen nicht gemerkt hat. Du solltest ihm besser vor seinem nĂ€chsten Urlaub nicht mehr begegnen. Es wĂŒrde laut.
GĂŒnstige Momente wĂ€ren, wenn Real Madrid aus der Champions-League ausscheidet (nach dem 6.3.), oder den nĂ€chsten Classico gegen Barca verloren hat (7.5.). Dann ist Maika traditionell milder gestimmt.
Tipp fĂŒr die weiteren GeschĂ€digten: die geignete orale Tröstung ist Katis soeben fertiggestellte Schoko-Kirschtorte (wie immer vegan, ist mir aber egal).

Mit ParkplÀtzen und Karneval gegen Amazon?

Auf dieser Seite habe ich die Gewerbegemeinschaft Beuel bisher ausdauernd gelobt. In der Tat ist ihre blosse Existenz fĂŒr den Stadtteil wertvoll, das zeigt schon ein Blick nach Bad Godesberg. Jetzt muss die GGB aber wohl von Selbstmordgedanken abgebracht werden. Das wird nicht leicht.

Um meine AusfĂŒhrungen besser verstĂ€ndlich zu machen und abzukĂŒrzen, lesen Sie bitte zunĂ€chst:
Daniel Leisegang: Amazon Fresh oder:die Schlacht um die Supermarktkunden, in den BlĂ€ttern fĂŒr deutsche und internationale Politik. Die BlĂ€tter sind eine im Zweifel linke politikwissenschaftliche Zeitschrift.
Und damit es hier ausgewogen zugeht, und Sie das auch glauben:
diese Meldung aus dem Finanzteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), dem im Zweifel rechten Zentralorgan der im Zweifel rechten konservativen Mehrheitsfraktion des deutschen Grosskapitals.

Nachdem Sie das gelesen haben, fassen wir jetzt also zusammen.
So wie Immobilien nach “den drei L-Kriterien: die Lage, die Lage und die Lage” bewertet werden, gilt die Bewertung fĂŒr Citys, und solche, die es werden wollen: “die drei A’s”: AufenthaltsqualitĂ€t, AufenthaltsqualitĂ€t und AufenthaltsqualitĂ€t.
Und nun prĂŒfen Sie sich selbst: wie lange halten Sie sich gerne auf einem Parkplatz auf?

Gehen wir mal durch Beuels City: Haltestellen-Dreieck Adenauerplatz.Weiterlesen…

Paradies fĂŒr asoziale Schmarotzer

Zum zweiten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren sind sie wieder erwischt worden, die Steuerhinterzieher und Steuertrickser dieser Welt. Nach den Panama-Papers nun die Paradise-Papers. Malta, Isle of Man, Irland, die Niederlande, Luxemburg, Schweiz und Österreich, Zypern – so lauten die mehr oder weniger mit unlauteren und unfairen SteuervergĂŒnstigungen Oligarchen und Konzerne anlockenden LĂ€nder der EuropĂ€ischen Gemeinschaft oder solche, die von derselben abhĂ€ngig sind. Sie locken das Kapital der Konzerne an, die mit ihren zum Teil monopolistischen GeschĂ€ftsmodellen weltweit Milliarden und Billionen scheffeln und dabei regelmĂ€ĂŸig Gesetze brechen, wie Google und Facebook, die sich einen Dreck um Datenschutz und BĂŒrgerrechte scheren oder Amazon, die Gewerkschaften vergraulen und sich um gesetzliche Tariflöhne drĂŒcken. Die organisierte AsozialitĂ€t in Nadelstreifen hat nur ein Ziel: Die dreistelligen und höheren jĂ€hrlichen Millionengewinne in Sicherheit zu bringen und möglichst unbehelligt von der Verantwortung zu bleiben, die jedes fuktionierende demokratische Gemeinwesen jedem BĂŒrger und jeder BĂŒrgerin auferlegen muss, will es nicht zugrunde gehen.

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Was klappt eigentlich ĂŒberhaupt in dieser Stadt?

Vor wenigen Tagen hat Martin Böttger an dieser Stelle die PlanungssĂŒnden der Stadt Bonn in Sachen SĂŒdĂŒberbauung des Bahnhofsvorplatzes geschildert. In der vorigen Woche war ich als Wahl-Bornheimer zugegebenermaßen mit dem Auto in Bonn unterwegs, um in meiner langjĂ€hrigen Heimatstadt einige Erledigungen zu machen. NatĂŒrlich habe ich die beschriebenen Wege nicht alle am StĂŒck gemacht – aber folgen Sie mir auf einer fiktiven Rundreise durch Bonn und begleiten Sie mich auf dem kommunalen Weg von Desaster zu Desaster.

ZunĂ€chst ging es zur ZahnĂ€rztin nach Bad Godesberg – interessante VerkehrsfĂŒhrung auf der B9 mit Stau in den Sommerferien um 11.30 – das muss einer erst mal schaffen. Weil hier kontaminierter Teer entdeckt wurde, der dringend zu entsorgen war. Man fragt sich allerdings, wieso es in der Stadt, die mal Hauptstadt war und ein Umweltamt hat, bis 2017 dauerte, bis dieser Giftfund aus den 70er Jahren auffiel, Anwohner und BĂŒroangestellte durften vermutlich jahrelang den Abrieb der B9 einatmen. Allerdings nicht auf dem StĂŒck am Landesbehördenhaus entlang – das steht seit bald zehn Jahren leer. GrĂŒĂŸe an Stadt und Landesliegenschaftsbetrieb!

Wir sind in Bad Godesberg, am KurfĂŒrstenbad. Dieses kleinste linksrheinische Schwimmbad hĂ€tte Anfang der 2000er Jahre durch den Einbau eines Blockheizkraftwerkes rentabel gemacht werden können. Nicht nur der damalige BĂ€deramtschef, der lĂ€ngst in Rente ist, verhinderte das, sondern auch Stellen der Stadt, die in der gesamten Zeile eine lukrativ zu vermarktende Immobilie sahen, die Dollarzeichen bereits in den Augen. Ein großkotziger Liegenamtschef namens Naujoks wollte eine “Gesamtlösung fĂŒr alle BĂ€der”- er stĂŒrzte inzwischen nicht nur darĂŒber. So kĂ€mpfen BĂŒrger jetzt um ein Fossil, das wohl inzwischen finanziell kaum zu retten ist.

Auf dem RĂŒckweg kommen wir am neuen “tollen” Projekt der Stadt, dem geplanten Prunkbad im Wasserland vorbei. Angeblich energiesparend mit AbwĂ€rme vom Kraftwerk und Blockheizkraftwerk (BHKW). BHKW sind technisch gesehen Gasmotoren, die einen Generator antreiben mit 95% Wirkungsgrad. BHKW plus FermwĂ€rme ist physikalisch ein maultierreitender Esel. Entweder ich nutze WĂ€rme eines BHKW und nutze den Strom oder verkaufe einen Teil des Stroms oder ich habe Ab- (Fern-)wĂ€rme eines Kraftwerkes, dann brauche ich kein BHKW. Alles andere ist ökonomischer und ökologischer Unsinn. Genau das aber haben Stadt Bonn und SWB den BĂŒrgern im Wasserland bisher vorgegaukelt. Schaumermal, wie das ausgeht.

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Lob der Handmade-Gastronomie: Sarah & Thierry

An manchem sind wir geizigen Deutschen selber schuld. Beim Essen sind wir so geizig, dass Gastwirte nur bei GetrĂ€nken eine Chance haben, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das fĂŒhrt z.B. zu den ĂŒberteuerten Restaurantpreisen fĂŒr Wein, vor allem fĂŒr guten. In Frankreich und Italien sind die Essenspreise auf den Speisekarten angemessener, so dass auch die GetrĂ€nkepreise zumutbarer gestaltet werden können. Unser Geiz richtet aber weit mehr Schaden an. Er erschwert einen Umbau der Landwirtschaft in Richtung Geschmack, Artenvielfalt, Tierschutz und Ökologie, und er begĂŒnstigt Monopolisierung und Konzentration in Einzelhandel (die reichsten deutschen MĂ€nner waren die verstorbenen Aldi-BrĂŒder) und Gastronomie (Franscheiss).
Zur Begehung eines runden Geburtstages entschloss ich mich zu erneutem aktivem Widerstand.Weiterlesen…

Beuel im Slowfood-Magazin

Es ist fast, als solle alles geheim gehalten werden. Das Slowfood-Magazin möchte nicht, dass ein Blog Texte aus ihm nachveröffentlicht. In der neuen Ausgabe kommt sogar Beuel vor. Und zwar wird bei uns wieder Bier gebraut, nicht wie frĂŒher in Oberkassel, das ich seinerzeit aus geschmacklichen GrĂŒnden ziemlich verabscheut habe. Sondern da hinten in PĂŒtzchen gibt es einen kleinen “Craft-Beer”-Brauer namens “Ale-Mania” (Vorsicht Wortspiel!). Leider gibt es aber sein Bier auf unserer Rheinseite nicht zu kaufen. Als Bezugsquelle wird ein Edeka in der Nordstadt und ein GetrĂ€nkemarkt in Godesberg angegeben. Als sollten wir als Beueler geradezu vorsĂ€tzlich geĂ€rgert und an der Nase herumgefĂŒhrt werden.
Das Slowfood-Magazin gibt es in Ă€hnlicher Weise ausweislich der von ihm selbst veröffentlichten Liste nirgends in Bonn zu kaufen, aber in 2 LĂ€den in BĂŒren, einem westfĂ€lischen Kaff, dessen Existenz mir nur durch einen ĂŒberdimensionierten Abschiebeknast bekannt ist, und sogar im höchsten Hochsauerland. Als wenn es möglichst wenig gelesen werden soll.
Das ist schade, denn es enthĂ€lt ein weiteres Thema, das unsere Region betrifft: die “Regionalwert AG Rheinland”. Dieses Unternehmen will sich ökonomisch mit der Investition und Förderung von regional erzeugten und wertvollen Lebensmitteln und der UnterstĂŒtzung ihrer Verwertungsketten von der Erzeugung bis zum Esstisch der Verbraucher*innen kĂŒmmern. Am 15.2. um 18 h kommt Vorstandssprecher Sven Johannsen ins Bistro Odeon direkt neben dem Momo-Bioladen in der Hans-Böckler-Str. um dieses Projekt interessierten Menschen persönlich vorzusstellen.
Weitere Themen im Slowfood-Magazin:
Schokolade, Kulinarischer Streifzug durch Bremen, Food-Hero Christoph Hauser, SĂŒdliche Lombardei, Rote-Bete-KĂŒche, Kochen-Essen-IdentitĂ€t, und die wie immer politisch anregende Kolumne von Carlo Petrini: Europas Landwirtschaft auf dem Irrweg.

Beueler Kleinversorgungsprobleme

RegelmĂ€ssig besuche ich meine alte Essener Heimat und habe so einen regelmĂ€ssigen Vergleich stĂ€dtischer Strukturprobleme: hier in Beuel die bĂŒrgerlich-rheinische Puppenstube, dort im Essener Norden die Klassenprobleme, die seit Jahrzehnten ignoriert werden. Zwischendurch besuche ich hĂ€ufig, nicht weniger kontraststark Freund*inn*e*n in Köln-Ehrenfeld. WĂ€hrend letzteres, einem Wunder gleich, den U-Bahnbau unter der Venloer Strasse in Köln ĂŒberlebt hat, ist das einst lebhafte Subzentrum Essen-Altenessen darunter in den 80er/90er Jahren verstorben. Es leidet jetzt sogar unter der schlagzeilentrĂ€chtigen aber unzutreffenden Diffamierung als “No-Go-Area”. Talkshow-Stargast Guido Reil, einst SPD heute AfD, startete seine Medienkarriere mit der LĂŒge “Der Essener Norden ist voll!”, obwohl es nirgends in Westdeutschland mehr Wohnungsleerstand gab und gibt als ebendort. Das sind wirkliche Probleme.
Köln-Ehrenfeld dagegen kĂ€mpft dagegen, so angesagt zu sein, dass die Preise dort bald fĂŒr Normalverdiener*innen nicht mehr zu bezahlen sind. Ein von Immobilienspekulanten betriebenes Einkaufszentrum wurde verhindert, der Investor Bauwens-Adenauer soll “verstanden” haben. Der Stadtteil hat fast alles, was man an Köln lieben kann; nur der Dom ist woanders.

Beuel liegt in seiner Entwicklung zwischen Altenessen und Ehrenfeld, bisher und was seine Chancen betrifft, weit nĂ€her an Ehrenfeld.Weiterlesen…

Kneipen,Cafes und mehr….im Uni-Magazin

von Klaus Kleinöder

Liebe SchnĂŒss,
Eure Ausgabe zum Winter-Semester haben wir, drei Beueler, gleich nach dem Aufschlagen in die Tonne gekloppt. Unbrauchbar die Ausgabe fĂŒr uns – und peinlich fĂŒr Euch. Bei “Kneipen, Cafes und mehr…” ĂŒbernehmt Ihr in “Beuel & Rechtsrheinisch” Lokal fĂŒr Lokal aus dem Sommer-Magazin, faul und schlampig, denn so habt Ihr Euch die MĂŒhe erspart zu recherchieren, was in Beuel Sache ist, teilweise sogar Kult.

Zum Beispiel das einzige, dazu erstklassige Bio-Restaurant,Weiterlesen…

AuswĂ€rtsdeppen – wo sind sie hin…..?

In der schlechten alten Zeit, ich kann mich beim besten Willen nicht mehr an die entsprechende Saison erinnern, bĂŒrgerte sich in der Fangemeinde des VfL 1900 Borussia Mönchengladbach die Begrifflichkeit der “AuswĂ€rtsdeppen” ein. Es bleibt bis heute rĂ€tselhaft, wie sich die MentalitĂ€t und der “Lauf” einer Mannschaft, der gleichen Spieler, so diametral verĂ€ndern kann, dass sie einerseits ihre Fans mit Schönheit und Klasse begeistern, und wenige Tage spĂ€ter zutiefst deprimieren können.
Im heutigen Profifussball, in dem Trainingsarbeit, Sportmedizin, Psychologie, Strategie und Taktik globalisiert erforscht und verwissenschaftlicht sind, entscheiden immer hĂ€ufiger die kleinen Unterschiede.Weiterlesen…

Was hat Andre Hahn nur verbrochen?

Keine Ahnung, wer auf die Idee kam, das “Abschiedsspiel” eines Bayern-Stars ausgerechnet in Mönchengladbach austragen zu lassen. Das ist wohl eine subtile Gemeinheit des DFB, das Stadion wurde nur etwas mehr als halbvoll.

Sportlich absolut unverstĂ€ndlich, warum man hier den deutschen Spieler, der saisonĂŒbergreifend den absolut besten Lauf im VerhĂ€ltnis seiner Torerfolge zur Einsatzzeit aufweist, den Mönchengladbacher StĂŒrmer Andre Hahn,Weiterlesen…

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