Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bistro Odeon

Sie verstehen nicht

Immer noch nicht – ist es ein Westfalen-Gen?
Das ZDF-Sportstudio habe ich mir gestern erspart. Gut so. Kurz vor dem Einschlafen erregen, das ist nicht gut. Der Herr Watzke, der immer so viel Wert auf eine Bodenständigkeit-Performance legt, muss ein Desaster auf der TV-BĂĽhne hinterlassen haben. Das Gegreine von Fussballkonzernen – wer will das noch hören? Doch nur, wer keine anderen Sorgen hat.Weiterlesen…

Wählengehen in Beuel (II)

Es hätte mich sehr gewundert, wenn es schon geklappt hätte. Aber aus schlichtem bĂĽrgerschaftlichen Interesse, und weil es zufällig sowieso auf meinem Weg lag, versuchte ich einen Blick ins WahlbĂĽro im Beueler Rathaus zu werfen. Es war verschlossen. Zettel mit Ă–ffnungszeiten hingen an der TĂĽr, denen zufolge es hätte geöffnet sein mĂĽssen. Nein, davon kann ich nicht mehr ĂĽberrascht sein. Ein paar Schritte zum Rathauspförtner, der, so schien es mir, amĂĽsiert war. Auf meine Bemerkung, ein Zettel, wann wieder geöffnet werde, könne hilfreich sein, meinte der Kollege wahrheitsgemäss: “Das wissen die wahrscheinlich selbst noch nicht.”
Ein paar Schritte weiter zum Momo-Bistro erfuhr ich, was ein Grund sein könnte.Weiterlesen…

Gastronomen sind irre

Je teurer, umso unrentabler?
Der DLF wiederholte gestern ein WDR-Feature von Maike von Galen (geb. Jansen in Bonn): “Die Rechnung bitte! – Ein Blick in die deutschen SternekĂĽchen”. Produziert 2019, also Präcorona. Schon ohne Coronakrise mussten Gastronom*inn*en, Köch*inn*e*n, Sommeliers, Servicekräfte (positiv) bekloppt sein, wenn sie in dieser Branche ihren Lebensunterhalt bestreiten wollten. Die Coronakrise wird die ökonomische Auslese der betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter beschleunigen und brutalisieren.Weiterlesen…

Beueler Tratsch

Bahnhof
Keine Warteschlange am Fahrkartenschalter. Darum ergab sich ein informatives Gespräch. Ausschlaggebend fĂĽr seine Existenz ist ein Vertrag zwischen der DB und dem “Aufgabenträger” fĂĽr den Nahverkehr in der Region. Dieser Vertrag läuft noch bis 2023. Ein Grund mehr, sich um mehr Mitsprache der Fahrgäste zu kĂĽmmern. In Mönchengladbach z.B. wurde das DB-Reisezentrum dichtgemacht, weil ein Privatbahnbetreiber den Zuschlag bekam. Der lässt Fahrkarten im Zeitungskiosk verkaufen, allerdings nicht fĂĽr den DB-Fernverkehr. Schöne neoliberale Welt.Weiterlesen…

Früh-Cafès in Beuel

Die Kolleginnen vom GA listen heute FrĂĽh-CafĂ©s in unserer Stadt auf. Die ausgewählten Beueler Adressen, das kann ich bestätigen, sind von guter Qualität: CafĂ© Cultura und Mayras Wohnzimmer-CafĂ© habe ich persönlich getestet. Herzlich bedanken beim GA möchte ich mich auch fĂĽr die Weglassung des Bistro Odeon (beim Bioladen Momo in der Hans-Böckler-Str.); da ist es nämlich sowieso immer voll. Das öffnet Chef (einer von Dreien) Maika morgens um 8 persönlich,Weiterlesen…

Das GrĂĽnen-Programm fĂĽr Bonn

… beginnt zu entstehen. Heute fand in der Evangelischen Studierendengemminde (ESG) der erste Workshop der Bonner GrĂĽnen fĂĽr ihr Kommunalwahlprogramm 2020 statt. Ca. 60 Menschen (bei aktuell 880 Mitgliedern, es war mal wieder sehr warm) sammelten erste Ideen. Es schien ihnen Spass zu machen, weil die Chancen zu politischer Umsetzung wachsen.
Da nur belegte Brötchen als Verpflegung angekĂĽndigt waren, habe ich zunächst ein Lachsfilet (von Bornschein) auf FenchelgemĂĽse im Momo-Bistro “Odeon” vorgezogen. So gestärkt, hatte ich die erforderliche KraftWeiterlesen…

Marinić / Brugger / Witwe Siebeck / Berg

Ich muss meiner Bewunderung kluger, schöner Frauen an dieser Stelle mal wieder freien Lauf lassen. Sie können ja wegklicken.
Jagoda Marinić
Jagoda Marinić, ich weiss nicht, wo sie die Zeit hernimmt fĂĽr ihre umfangreiche Kolumnenschreiberei. Nicht alle lese ich, mit dem Verdacht, dass ich ja sowieso ähnlicher Meinung bin. Das gilt auch fĂĽr das, was sie fĂĽr die taz am Wochenende ĂĽber die “Vierte Gewalt” schrieb. Meine Kritik an ihrem Text:Weiterlesen…

Rätsel BVB

mit Textbeiträgen von Michael Kleff (New York) und Klaus Kleinoeder (Beuel)

Lieber Michael,
falls Du das BVB-Spiel heute wirklich nicht geguckt hast: es war die falsche Entscheidung.
Wenn Du Zugang zu einer Aufzeichnung hast: schau’ sie Dir an – es wird Dir nicht nur wegen des Ergebnisses grosse Freude bereiten.
Es war in meinen Augen das beste Saisonspiel.
“Entdeckungen” des Spiels waren der – schon zuvor mehrmals auffällige – Sancho (17), und auf der Schmelzer-Position (der nur einen TribĂĽnenplatz hatte) Akanji.
Und jetzt erkläre mal einer, wie eine Mannschaft so viele verschiedene Gesichter haben kann – nicht nur beim BVB ein unergrĂĽndliches Rätsel. Man denke nur an die Blamagen gegen Salzburg und Nikosia.
Wenn wir doch sehen können, wie gut sie es können – warum zeigen sie es so oft nicht?Weiterlesen…

Seite3-Dieb – asozial wie ein Zeitungsverleger

Ich fĂĽrchte, ich habe heute mittag ein umfangreiches gastwirtliches Ermittlungsverfahren ausgelöst. Als Stammgast im Biobistro Odeon neben dem Bioladen Momo hatte ich immer wieder angeregt, einen Workshop “Wie falte ich eine gelesene Zeitung wieder zusammen?” anzubieten – eine der vielen derzeit aussterbenden Kulturtechniken. Heute jedoch war ich Opfer eines anderen kriminellen Aktes: jemand hatte aus der SZ die Seite 3, und damit auch die Seite 4 mit den Leitartikeln, Kommentaren etc. fein säuberlich herausgerissen.

Wenn der oder die Täter*in das hier liest: obacht! Bistrochef Maika verbringt heute eine schlaflose Nacht, weil er sich schwarzärgert, dass er das heute morgen nicht gemerkt hat. Du solltest ihm besser vor seinem nächsten Urlaub nicht mehr begegnen. Es würde laut.
Günstige Momente wären, wenn Real Madrid aus der Champions-League ausscheidet (nach dem 6.3.), oder den nächsten Classico gegen Barca verloren hat (7.5.). Dann ist Maika traditionell milder gestimmt.
Tipp für die weiteren Geschädigten: die geignete orale Tröstung ist Katis soeben fertiggestellte Schoko-Kirschtorte (wie immer vegan, ist mir aber egal).

Mit Parkplätzen und Karneval gegen Amazon?

Auf dieser Seite habe ich die Gewerbegemeinschaft Beuel bisher ausdauernd gelobt. In der Tat ist ihre blosse Existenz fĂĽr den Stadtteil wertvoll, das zeigt schon ein Blick nach Bad Godesberg. Jetzt muss die GGB aber wohl von Selbstmordgedanken abgebracht werden. Das wird nicht leicht.

Um meine Ausführungen besser verständlich zu machen und abzukürzen, lesen Sie bitte zunächst:
Daniel Leisegang: Amazon Fresh oder:die Schlacht um die Supermarktkunden, in den Blättern für deutsche und internationale Politik. Die Blätter sind eine im Zweifel linke politikwissenschaftliche Zeitschrift.
Und damit es hier ausgewogen zugeht, und Sie das auch glauben:
diese Meldung aus dem Finanzteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), dem im Zweifel rechten Zentralorgan der im Zweifel rechten konservativen Mehrheitsfraktion des deutschen Grosskapitals.

Nachdem Sie das gelesen haben, fassen wir jetzt also zusammen.
So wie Immobilien nach “den drei L-Kriterien: die Lage, die Lage und die Lage” bewertet werden, gilt die Bewertung fĂĽr Citys, und solche, die es werden wollen: “die drei A’s”: Aufenthaltsqualität, Aufenthaltsqualität und Aufenthaltsqualität.
Und nun prĂĽfen Sie sich selbst: wie lange halten Sie sich gerne auf einem Parkplatz auf?

Gehen wir mal durch Beuels City: Haltestellen-Dreieck Adenauerplatz.Weiterlesen…

Lob der Handmade-Gastronomie: Sarah & Thierry

An manchem sind wir geizigen Deutschen selber schuld. Beim Essen sind wir so geizig, dass Gastwirte nur bei Getränken eine Chance haben, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das führt z.B. zu den überteuerten Restaurantpreisen für Wein, vor allem für guten. In Frankreich und Italien sind die Essenspreise auf den Speisekarten angemessener, so dass auch die Getränkepreise zumutbarer gestaltet werden können. Unser Geiz richtet aber weit mehr Schaden an. Er erschwert einen Umbau der Landwirtschaft in Richtung Geschmack, Artenvielfalt, Tierschutz und Ökologie, und er begünstigt Monopolisierung und Konzentration in Einzelhandel (die reichsten deutschen Männer waren die verstorbenen Aldi-Brüder) und Gastronomie (Franscheiss).
Zur Begehung eines runden Geburtstages entschloss ich mich zu erneutem aktivem Widerstand.Weiterlesen…

Beuel im Slowfood-Magazin

Es ist fast, als solle alles geheim gehalten werden. Das Slowfood-Magazin möchte nicht, dass ein Blog Texte aus ihm nachveröffentlicht. In der neuen Ausgabe kommt sogar Beuel vor. Und zwar wird bei uns wieder Bier gebraut, nicht wie frĂĽher in Oberkassel, das ich seinerzeit aus geschmacklichen GrĂĽnden ziemlich verabscheut habe. Sondern da hinten in PĂĽtzchen gibt es einen kleinen “Craft-Beer”-Brauer namens “Ale-Mania” (Vorsicht Wortspiel!). Leider gibt es aber sein Bier auf unserer Rheinseite nicht zu kaufen. Als Bezugsquelle wird ein Edeka in der Nordstadt und ein Getränkemarkt in Godesberg angegeben. Als sollten wir als Beueler geradezu vorsätzlich geärgert und an der Nase herumgefĂĽhrt werden.
Das Slowfood-Magazin gibt es in ähnlicher Weise ausweislich der von ihm selbst veröffentlichten Liste nirgends in Bonn zu kaufen, aber in 2 Läden in Büren, einem westfälischen Kaff, dessen Existenz mir nur durch einen überdimensionierten Abschiebeknast bekannt ist, und sogar im höchsten Hochsauerland. Als wenn es möglichst wenig gelesen werden soll.
Das ist schade, denn es enthält ein weiteres Thema, das unsere Region betrifft: die “Regionalwert AG Rheinland”. Dieses Unternehmen will sich ökonomisch mit der Investition und Förderung von regional erzeugten und wertvollen Lebensmitteln und der UnterstĂĽtzung ihrer Verwertungsketten von der Erzeugung bis zum Esstisch der Verbraucher*innen kĂĽmmern. Am 15.2. um 18 h kommt Vorstandssprecher Sven Johannsen ins Bistro Odeon direkt neben dem Momo-Bioladen in der Hans-Böckler-Str. um dieses Projekt interessierten Menschen persönlich vorzusstellen.
Weitere Themen im Slowfood-Magazin:
Schokolade, Kulinarischer Streifzug durch Bremen, Food-Hero Christoph Hauser, Südliche Lombardei, Rote-Bete-Küche, Kochen-Essen-Identität, und die wie immer politisch anregende Kolumne von Carlo Petrini: Europas Landwirtschaft auf dem Irrweg.

Kneipen,Cafes und mehr….im Uni-Magazin

von Klaus Kleinöder

Liebe SchnĂĽss,
Eure Ausgabe zum Winter-Semester haben wir, drei Beueler, gleich nach dem Aufschlagen in die Tonne gekloppt. Unbrauchbar die Ausgabe fĂĽr uns – und peinlich fĂĽr Euch. Bei “Kneipen, Cafes und mehr…” ĂĽbernehmt Ihr in “Beuel & Rechtsrheinisch” Lokal fĂĽr Lokal aus dem Sommer-Magazin, faul und schlampig, denn so habt Ihr Euch die MĂĽhe erspart zu recherchieren, was in Beuel Sache ist, teilweise sogar Kult.

Zum Beispiel das einzige, dazu erstklassige Bio-Restaurant,Weiterlesen…

Auswärtsdeppen – wo sind sie hin…..?

In der schlechten alten Zeit, ich kann mich beim besten Willen nicht mehr an die entsprechende Saison erinnern, bĂĽrgerte sich in der Fangemeinde des VfL 1900 Borussia Mönchengladbach die Begrifflichkeit der “Auswärtsdeppen” ein. Es bleibt bis heute rätselhaft, wie sich die Mentalität und der “Lauf” einer Mannschaft, der gleichen Spieler, so diametral verändern kann, dass sie einerseits ihre Fans mit Schönheit und Klasse begeistern, und wenige Tage später zutiefst deprimieren können.
Im heutigen Profifussball, in dem Trainingsarbeit, Sportmedizin, Psychologie, Strategie und Taktik globalisiert erforscht und verwissenschaftlicht sind, entscheiden immer häufiger die kleinen Unterschiede.Weiterlesen…

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