Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Böll-Stiftung (Seite 1 von 2)

Far, far away

Ein Infrastrukturatlas mit einer subversiven Karte

Wenn es Ihnen wie mir geht, dass Sie sich oft fragen, wie “die in Berlin” mal wieder auf diese oder jene Schnapsidee gekommen sind, und – das aber nur nebenbei – die von Wolfgang Schäuble u.a. 1992 durchgesetzte Hauptstadtentscheidung für Berlin falsch war, dann habe ich einen kleinen sachdienlichen Hinweis für Sie.

Die Böll-Stiftung, ebenfalls in Berlin ansässig, hat soeben einen inhaltlich ehren- und lesenswerten “Infrastrukturatlas” veröffentlicht. Weiterlesen

Medienpolitik, deutsche – dreivierteltot

Er ist jetzt schon über ein halbes Jahr alt. Ich habe mir damals einen Wolf gesucht, um Unterlagen der entsprechenden Böll-Stiftungs-Tagung, die in der Nähe von Polen angesiedelt war, im Internet zu finden. Nun hat die Medienkorrespondenz den dort gehaltenen Vortrag von Lutz Hachmeister “Die Dämmerung des dualen Systems – Über einen notwendigen Entwicklungssprung in der Medienpolitik”, dokumentiert. Das Werk ist also gut abgehangen, und leider, leider, wie es klassisch für die gegenwärtige deutsche Medienpolitik ist, ist es akut geblieben.
Ich kenne den Hachmeister seit 40 Jahren. Von etlichen menschlichen Schwächen habe ich gehört, manches hat sich rausgewachsen, anderes nicht. Blitzgescheit ist er geblieben, Weiterlesen

Bill G. / Helge Sch. / Pernille Harder

Doch, im vorlauten Verschwörungstheoriekonzert, von dem die Öffentlichkeit ähnlich schlecht beschallt wird, wie mit porösen Staistiken, auch da gibt es jetzt Stimmen, die sich um Aufklärung bemühen. Zum philanthropischen Lebenswerk des soundsovielreichsten Mannes der Welt Bill Gates und seiner Gattin Melinda gibt es jetzt systemkritische Ausführungen, die auf eine antiaufklärerische Dämonisierung der Personen verzichten (können). Ich empfehle folgendes Lektüre-Menü: Weiterlesen

Iran / Deutsche Dürre / GeheimMedienTagung

Katajun Amirpur/SZ schreibt zur Stimmungslage im Iran, vom Irak und von Köln aus. Mark Rittner/telepolis war im Iran, vermittelt über eine iranische Freundin. Die Beziehung zu ihr beschreibt er kryptisch; seine politischen Eindrücke aus dem iranischen Alltagsleben dagegen sehr anschaulich. Seine Eindrücke wurden mir von iranischen Freunden als zutreffend bestätigt.

Deutsche Dürre

Wenn Beuel in den Jahrzehnten, in denen ich hier lebe, von Hochwassern gequält wurde, dann war es immer um diese Jahreszeit. Weiterlesen

Bohnet und Boell

Weil hier noch so wenig los ist, lesen Sie doch mal woanders.
Z.B. in unserer lokalen Monopolpresse dieses interessante Porträt von Extradienst-Autor Rainer Bohnet. Ich bewegte mich an ähnlichen Rändern des Sozialsystems wie er, aber mit mehr Glück und eigenem Kalkül.
Oder dieses exzellente Magazin der Böll-Stiftung zum Thema “Infrastrukturen”, das komplett online zugänglich ist. Es enthält u.a. eine sachliche Kritik der chinesischen Infrastrukturstrategien. Weiterlesen

Jahrhunderte brennen

Die FAS veröffentlichte gestern ein bewegendes Plädoyer des laut FAS “bedeutendsten brasilianischen Naturfotografen” Araquém Alcântara, erfreulicherweise paywallfrei auch online zugänglich. An FAS/FAZ darf man zwar wie an den brasilianischen Präsidenten die Frage richten: warum so spät? Sie sind halt alle vom globalen Aufmerksamkeitspegel drogenabhängig.
Der politische Zusammenhang würde heute morgen von der Vertreterin der Böll-Stiftung Annette von Schönfeld im DLF-Interview erklärt Weiterlesen

Regime-Change in Saudi-Arabien?

Was der Massenmord im Jemen nicht vermochte, der verhinderte noch nicht einmal Rüstungsexporte mit Milliardenvolumen an die Täter, das könnte jetzt ein einzelnes Todesopfer bewirken: dass alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, das Regime, nicht zu verwechseln mit dem feudalistischen System, Saudi-Arabiens zu wechseln. Das vermutliche Mordopfer Kashoggi wäre dann nicht “umsonst” gestorben, denn genau das war zuletzt sein politisches Ziel. Weiterlesen

Grün – nicht liberal

von Jürgen Trittin MdB

Ökologisch, sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei

Inzwischen hat es die Rede vom Narrativ bis in die Tageszeitungen geschafft. Da passt es, dass die Heinrich Böll Stiftung erneut einen Kongress zur Grünen Ideengeschichte ansetzt: „Was ist die grüne Erzählung?“

Polemik

Stammgast bei so etwas ist taz-Kolumnist Peter Unfried, der Winfried Kretschmann regelmäßig bis zur Peinlichkeit mit Loyalitätsbekundungen stalkt. Als käme Narrativ nicht vom lateinischen narrare, sondern vom Hofnarren. Soweit so üblich. Doch damit nicht genug. Einen Beitrag zur grünen Erzählung soll jene Mariam Lau abliefern, die in der Zeit jüngst dafür plädierte, es besser zu „lassen“, Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten. Sie warf den Freiwilligen Seenotrettern vor: Weiterlesen

Menschenwürde ist Zweck, nicht Mittel

Die von Mariam Lau und der Zeit absichtsvoll losgetretene Debatte funktioniert wundervoll als den Liberalen und Linken zugeworfener Knochen, über den sie sich wochenlang balgen können, während die Herrschenden – zumindest von denen ungestört – weiter ihren Geschäften nachgehen können. Dass die Rechten und Neoliberalen dennoch nicht ungestört sind, sondern durchaus ähnlich agieren, habe ich an anderer Stelle behandelt.
Das Licht ist mir aufgegangen, als ich – auf Leseempfehlung ausgerechnet der Wagenknecht/Lafontaine-Fans von den nachdenkseiten – auf die Pro-Mariam-Lau-Stellungnahme meines alten Bekannten Franz Sommerfeld stiess. Für meine eigene politische Biografie funktionierte er immer wieder als erkenntnisstiftender Reibungspunkt. Weiterlesen

« Ältere Beiträge

© 2021 Beueler-Extradienst

Theme von Anders NorénHoch ↑