Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bonner SC (Seite 1 von 2)

Bonner SC schafft Klassenerhalt

Sensation in der 4. Liga/Regionalliga West: da wo ernsthaft und professionell Fussball gespielt wird, aber kein TV-Milliönchen mehr ankommt, bleibt der Bonner SC dabei. Sportlich wäre er hochgefährdet: zwar hat er 2-3 Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen, aber auch schon 2-3 Spiele mehr absolviert, als die Konkurrenten in der Tabelle dahinter. Nun soll der Westdeutsche Fussballverband den Viertligisten übermittelt haben: Abbruch. Der BSC knapp am rettenden Ufer.Weiterlesen…

Wie im richtigen Leben

Wer geht insolvent?
Mit bemerkenswerter Transparenz berichtet der Kicker, 13 der 36 Erst- und Zweitligavereine in der Deutschen Fussball-Liga (DFL) drohe in Kürze die Insolvenz, beginnend mit Ende Mai. Vermutlich glauben die Herren damit Druck auf die Politik aufzubauen, um im Mai ihren Kapitalvermehrungsbetrieb wieder aufnehmen zu dürfen. Sollte das zur Entmachtung der Epidemiolog*inn*en führen? Um den Wettumsatz wichtiger Sponsoren anzuheizen, werden keine Vereinsnamen genannt, damit ein heiteres 13-aus-36-Tippen beginnen kann.Weiterlesen…

Willkommen, Preussen Münster!

Angesichts solcher Vorgänge wird die Regionalliga West für echte Fussballfans immer wichtiger. Warum übt die Bundesliga daran Kritik? Weil sie u.U. beim Absahnen nicht dabei wäre. Wer braucht solchen Fussball? Ich kenne keine*n. Für die Regionalliga gibt es dagegen Erfreuliches.
Bundesligagründungsmitglied Preussen Münster ist ihr nämlich gestern Abend näher gekommen. 0:0 zuhause gegen Würzburger Kickers. Für letztere hatte Lothar “Emma” Emmerich am Spätabend seiner Karriere mal noch gespielt, 10 Tore in 30 Spielen, Elfmeterquote 100%, der Schütze des in die Fussball-Weltgeschichte eingegangenen 2:1 gegen Spanien 1966. Aber ich schweife ab … Der Beitritt von Preussen Münster zur Regionalliga WestWeiterlesen…

Dritte Liga zu teuer

Kann sich der angeblich “finanzkräftigste Oberligist in ganz Deutschland” (Stand dieser Erkenntnis des Trainers von Eintracht Rhynern, das liegt an der Autobahn hinter Hamm: 2014) die Dritte Liga nicht leisten? Will er jedenfalls nicht. 49% des Tabellenführers der Regionalliga West SV Rödinghausen gehören der Sportmarketing am Wiehen GmbH & Co. KG. Die wiederum gehört der H. Finkemeier Verwaltungs-Gesellschaft mbH. Ich vermute mal, da gehts für irgendjemand ums Steuernsparen.
Diese Geldgeber haben dem SV-Rödinghausen 2011 ein Stadion für 3.000 Zuschauer*innen hingestellt.Weiterlesen…

Bezos hat den Längsten

Nicht, dass es mir wichtig wäre. Aber ein Symptom für den Kampf um die Weltherrschaft in den Medien ist es. Die Uefa und die europäischen Fussballkonzerne wollen vom dicksten aller Fische gefressen werden: Amazon. In dieser Liga spielt sonst nur noch das saudische Feudalregime. Und das ist bei der Uefa z.Z. nicht sooo beliebt, weil es im Medienkrieg gegen Katar die Uefa-Champions-League in Piratenmanier parallel ausgestrahlt hat, ohne um die TV-Rechte nachzusuchen.
Der Fussball verzichtet damit freiwillig für Geld auf gesellschaftliche Relevanz.Weiterlesen…

Kopfschmerzen in Königswinter / RWE-Ärger

Im Hause Klosterhalfen, finanziell verbunden mit einem Berater aus der RedBull-Welt, dürften derzeit Krisensitzungen stattfinden. Nach Journalistenangaben geht dort niemand ans Telefon. Denn der US-amerikanische Nike-Konzern, von ähnlich zweifelhaftem Ruf wie sein deutscher Weltmarktkonkurrent adidas, sieht sich gezwungen, das von ihm finanzierte Athletenprojekt wg. Dopingverdachts dichtzumachen. Dass der Konzern von allem nichts gewusst hat, wird ihm so wenig abgekauft werden, wie es schon die Deutsche Telekom mit ihren gedopten Radfahrern erleben musste, die noch von einer – auf ganz andere Art gedopten – Bonner Oberbürgermeisterin auf der Rathaustreppe gefeiert wurden. Bevor sie dann alle viele Treppenstufen abstürzten ….Weiterlesen…

BSC-BMG 2:3 – dann doch sehenswert

BSC-Spiele, die ich im Stadion besucht habe, waren in der Regionalliga West (= 4. Liga) immer sehenswert. Darum enschloss ich mich, mich dort von möglichem Ärger über das Gladbachspiel gegen die Dosenlimonade abzulenken. Zunächst zweifelte ich, ob es ein guter Entschluss war. Das Spiel konnte für mich nicht “falsch” ausgehen. Einerseits, weil ich Gladbach-Fan bin, andererseits, weil ich dem BSC den Klassenerhalt wünsche, damit ich die Gladbacher U23, und auch die des BVB, unter stressfreien Umständen – keine Warteschlangen, nirgends! – spielen sehen kann. Dazu besteht trotz des heutigen Spielausgangs Hoffnung.Weiterlesen…

Grings / Benko

Inka Grings, die einzige Frau, die in Deutschland eine Männerfussballmannschaft trainiert, hat im gedruckten GA von heute ein Interview zum Frauenfussball – so taff, wie die Frau halt ist. Vermutlich hat das Interview die GA-Mutter RP zugeliefert, die am Niederrhein “gewachsene Beziehungen” zum SV Straelen hat, dem Verein, der dem Gatten der Bundestrainerin gehört und bei dem Frau Grings arbeitet. Das Interview habe ich online nicht gefunden, und selbst wenn, wäre es hinter der Bezahlmauer. Dennoch ist es lesenswert (mein Tipp: Eisessen bei Olivotti, da finden Sie alles bis inkl. Montag). Denn ohne die Namen zu nennen,Weiterlesen…

Der Merkel der DFL

Mit meiner langjährigen Watzke-Skepsis habe ich mich nicht getäuscht. Das CDU-Mitglied an der Spitze des BVB bereitet die Öffentlichkeit auf das Auseinandernehmen der Fussball-Bundesliga in einer Weise vor, wie die Bundeskanzlerin die EU zerbröseln lässt. Strategie und Taktik ähneln sich auf erschreckende Weise. Vorrang hat, keinen Widerstand gegen Entwicklungen zu leisten, die “sowieso nicht aufzuhalten” sind. Immer in guter Deckung hinter Sichtschutz bleiben, wenn es darum geht, den eigenen Vorteil zu sichern.

Die schlafenden Männer im FrauenfussballWeiterlesen…

Gemeinwohl – wie weiss und männlich?

Der weisse Mann Josef Janning gab mir Anfang der 80er Jahre seine Stimme bei den Fachschaftswahlen am Seminar für Politische Wissenschaften der Universität Bonn. Er sprach heute morgen im DLF-Magazin “Europa heute” zur Österreich-Affäre und warnte vor zu grossen Hoffnungen im europäischen Kampf gegen Rechts. Der weisse Mann Norbert Mappes-Niediek, mit dem ich zu jener Zeit AStA-Koalitionen aushandelte (er, der heute im schönen Graz lebt, für den SHB, ich für den LHV), hebt ein Bonn-Buch in der FR hervor, Weiterlesen…

Regionalliga West: noch immer jotjejange

Überraschung: in der doofen Bundesliga ist es genau so gekommen. Schade, dass ich nicht wettsüchtig bin. Viel aufregender, und das bei gutem Fussball, verbunden mit weniger Anreisestress, geringeren Eintrittspreisen, weniger Platzangst und besserer Bratwurst ging es – auch heute am letzten Spieltag – in der Regionalliga West zu. Und der Bonner SC bleibt dabei.
Gegen den Abstiegskonkurrenten aus Kaan-ichweissesnich handelte er sich im Sportpark Nord vor endlich mal über 1.000 Zuschauer*inne*n ein schwaches 2:3 ein.Weiterlesen…

Dortmund, die Fussballhauptstadt

Ich glaube nicht, dass der BVB morgen Meister wird. Ich glaube auch nicht, dass meine Borussia ihn daran hindern wird. Raffael kann nicht, Johnson kann nicht, Neuhaus ist gesperrt. Die Rückrunde war eines Abstiegskandidaten würdig. Dann kann sich der BVB nur selbst ein Bein stellen. Durchaus möglich. Wenn nicht, hängt es von Eintracht Frankfurt ab; und wer sich auf die verlässt, ist verlassen.
Unabhängig davon ist Dortmund die Fussballhauptstadt Deutschlands. Als Beleg würde die Südtribüne des Westfalenstadions schon ausreichen. Doch ich habe hier noch ein paar weitere Belege.Weiterlesen…

Sch….-Montagsspiele – in der 4. Liga!

Es gibt TV-Sender, die werden nie Frieden mit den Fussballfans finden. Zum einen, weil die Fans in der Regel sachlicher, fachkundiger und fussballerisch besser ausgebildet sind, als irgendwelche Fernsehfritzen. Zum andern aber auch, weil sie gegensätzliche Interessen haben. Die Fans wollen im Stadion gute Leistung sehen und selbst für gute Unterhaltung sorgen. Der TV-Sender will das senden, ohne sie dafür zu entlohnen. Im Ergebnis führt das zu gegenseitiger Beschimpfung.
So gesehen haben die 5.400 Fans von RW Essen gestern ihre Pflicht getan.Weiterlesen…

Irres Reisen / Ernster Karneval / Guter Fussball

Montenegro – WDR – Bonn & Barcelona
Wie gegensätzlich Menschen auf die Welt zugehen, bzw. sich von ihr abwenden, dokumentiert das Reise-Ressort der FAZ. Im Interview wird ein Mann vorgestellt, der nicht nur alle Staaten, sondern alle über 1.000 Regionen der Welt besucht haben will, inkl. Kriegsschauplätzen wie Jemen oder Mogadischu. Im gleichen Ressort wird ein montenigrisches Geldwäsche-Resort vorgestellt.
Stelter, den wollte ich gar nicht erst ignorieren. Der war noch nie lustig,Weiterlesen…

Habeck / Schalko / BSC-RWE 3:1

Das DLF-Interview der Woche mit Robert Habeck wird zwar erst morgen früh gesendet, ist aber schon online nachles- oder hörbar. Bitte hier entlang.
“M” von Fritz Lang hat Filmgeschichte geschrieben. Der Österreicher David Schalko, von dem ich aufgrund von Werken wie “Braunschlag” oder “Altes Geld” sehr viel halte, hat sich an eine aktualisierte Neuverfilmung von “M” gewagt. Sie ist wohl so gefährlich,Weiterlesen…

Rheinischer Fussball – die guten Nachrichten

Beuel 06, mann glaubt es kaum, hat in der Kreisliga A wieder den 2. Platz erklommen, mit nur noch einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Oberbachem. Beuel muss sich in Ippendorf bedanken, wo die Oberbachemer 3:0 geputzt wurden. Die Beueler nahmen RW Lessenich 5:0 auseinander. Das tut mir schon ein bisschen leid, sind die Lessenicher in Bonn doch als besonders engagiert in der Integration von Flüchtlingen bekannt. Beuel 06 hat nun die Chance Fahrstuhlmannschaft zu bleiben – der Fahrstuhl nach oben in die Bezirksliga ist noch nicht verpasst.Weiterlesen…

Otto Addo – eine BVBler in Mönchengladbach

Otto Addo wechselte einst im Duett mit Gerald Asamoah von Hannover ins Ruhrgebiet. Die Verletzungskatastrophen verfolgten ihn: drei Kreuzbandrisse, mit einem soll er sogar noch ein Tor geschossen haben. Jetzt ist er schon über 40 und muss immer noch arbeiten. Seinen Job gibt es angeblich bisher nur in Mönchengladbach: Übergangstrainer.
Er arbeitet exakt an der Schnittstelle, die mir bei meinen Stadionbesuchen zu Spielen der Regionalliga West im Sportpark Nord schon aufgefallen war.Weiterlesen…

CL – unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Als Grosssponsor der Grossmafia Uefa hätte ich heute abend böse Kopfschmerzen bekommen. Bekanntlich sind Spiele der sog. Champions League nicht mehr im frei empfangbaren TV oder auf kostenfreien Streamingplattformen zu sehen. Ich begab mich – aus rein fachlichem Interesse, meine Lieblingsmannschaft hatte heute ganz normales Training ;-) – also in meine Fussballkneipe. Und siehe da: für die Spiele um 18.55 h (Barca – PSV, Inter – Spurs) musste ich ausdrücklich ums Umschalten bitten; es lief noch ein Nachholspiel der 2. Liga.
So genoss ich den kultivierten Fussball von Barca mit einer weiteren Galavorstellung von Lionel Messi, und einem Zaubertor eines gewissen Ousmane Dembele (Ex-BVB) wie es sich für einen Connaisseur gehört – allein. Es war dann auch das Beste dieses Fussballabends.Weiterlesen…

Bonner SC: 1:2-Fehlstart gegen BVB II

Der leistungsstärkste Mannschaftsteil waren mal wieder die Fans, die des BVB. Ohne die Resonanz des Tribünendachs machten sie in ihrem Block auf der Gegengerade so viel Stimmung, wie es beim BSC für die gesamte Saison reichen würde. 1.400 Zuschauer*innen gegen die Spitzenmannschaft des Westens – das ist die Resonanz für Spitzenfussball ausserhalb der Glotze in unserer Stadt. (Spieldaten hier)
Spitzenfussball? Naja. Michael Kleff und ich kamen einige Minuten zu spät, weil unser Parkplatz zu weit weg war. Zur Pause mussten wir resümieren: wir hätten uns ruhig noch etwas Zeit lassen können. Es war schwülwarm. Die Mannschaften wussten beide nicht wo sie stehen, erstmal bloss keine Fehler machen. Zum Bewegen ohne Ball wäre in der 2. Halbzeit immer noch Zeit.Weiterlesen…

Fussball-Liebe erkaltet nicht

Überragend war diese WM nicht, aber informativ. Zum Abschrecken und Abwenden hat sie nicht gereicht. Bekanntlich ist ein Mensch mit “seinem Verein” länger zusammen, als mit irgendeinem anderen Menschen. Alina Schwermer/taz, eine integre Linke mit Ahnung vom Fussball – sie hats verstanden, und weitet unseren Blick von unserem kleinen Land auf die Welt.
Nils Petersen in der WAZ und Christian Eichler/FAZ versuchen uns sogar den kroatischen Fussball sympathisch zu machen. Während Petersen als aktiver Fussballer gerade jetzt mit politischen Statements lieber vorsichtig ist, muss ich bei Eichler als normalerweise kritischem Fussballjournalisten Enttäuschung melden. Weiterlesen…

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