Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Boris Rosenkranz

Real / Epstein-Abgrund / Bremen

Irgendwie still ist es um “Russland-Sanktionen” geworden. FĂŒr ein taugliches Mittel der Politik halte ich sie nicht. Oder zu ihrem Sortiment mĂŒssten auch “positive Sanktionen” gehören: ich biete dir diesen oder jenen Vorteil an, wenn du dieses oder jenes tust. Was am Ende im Idealfall zu einem beiderseitigen Vorteil ist. In Wahrheit handelt es sich bei dieser Debatte aber um Überproduktion von Ideologie, aufbauend auf alten und veralteten Klischees. Rationale Strategiedebatten werden lieber nichtöffentlich gefĂŒhrt, um das Publikum nicht unnötig mit Fakten zu verwirren und zu beunruhigen. Z.B. beim Verkauf der Kaufhauskette Real durch den Metro-Konzern.Weiterlesen…

Arrangierte Ehen, tzz, tzz, tzz …

Dem Islam wird das hierzulande immer wieder gerne vorgeworfen. Dabei ist es hier im “christlichen Abendland” sogar, wie fast alles, ein ausgebauter GeschĂ€ftszweig, mindestens fĂŒr schwule Profifussballer. Weil die sich wĂ€hrend ihrer aktiven Karriere nicht outen (lassen) wollen, lassen sie sich von professionellen Agenturen eine “Spielerfrau” vermitteln, zum beiderseitigen Nutzen. Er wirkt heterosexuell, sie wird ĂŒber den abonnierten VIP-TribĂŒnenplatz endlich medienbekannt. AuffĂ€llige Merkmale sind medieninszenierte HochzeitenWeiterlesen…

Mediendialektik

Ein Virus und die sog. “Elite”
Sonntag war ich bei meinem Arzt. Ich hatte nichts, nur zum FrĂŒhstĂŒcken. NatĂŒrlich habe ich nach dem “neuen Virus” gefragt. Er erklĂ€rte mir als Nichtfachmann: “Ist so Ă€hnlich wie eine normale Grippe”. Was ich immerhin von ihm in 21-jĂ€hriger gemeinsamer WG-Zugehörigkeit gelernt habe, war, dass eine “Grippe” sich unterscheidet von dem, was wir alle schon oft als “Grippe” gehabt haben: Husten, Schnupfen, erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit sind – meistens – nur ein “grippaler Infekt”. Grippe dagegen kann gefĂ€hrlich, und sogar kriegsentscheidend sein.Weiterlesen…

MĂ€nner “verlieren keine Zeit” – ausser Olli Dittrich

Olli Dittrich habe ich lange Jahre als Figur des Trash-TV gesehen. Seine frĂŒhen Jahre bei RTL (oder war es SAT1?) sind mir entgangen. Ich hatte kein Interesse und fĂŒrchtete, es sei schlicht zu blöd. In mein Blickfeld trat er erst, und das spektakulĂ€r, als “Schorsch Aigner”, mitinspiriert von seinem Drehbuchautor Tom Theunissen, dem Stellvertreter des Fussballgottes auf Erden. Immerhin war er mir schon in den 90ern als InterviewgastWeiterlesen…

Epstein-AffÀre / Libanon / Mensch&Tier / Napoli&Bonn

Die AffĂ€re um den mutmasslichen (Kinder-)Postitutionsvermittler Jeffrey Epstein ist noch nicht ausgestanden, bei Licht besehen nichts davon, auch nicht sein “Selbstmord”. Aber es gibt zu viele MĂ€chtige, die kein Interesse an der öffentlichen Ausbreitung der Sachverhalte haben. Darauf macht jetzt auch Boris Rosenkranz/uebermedien aufmerksam, leider nur hinter Paywall (gewöhnlich baut dieser Blog sie nach einer Woche ab, also pĂŒnktlich zu den scheinbesinnlichen Feiertagen). So viel ist erkennbar: Rosenkranz geht es um John Brockman, dessen ErwĂ€hnung von deutschen Leitmedien, die mit ihm gut im GeschĂ€ft seien, grĂŒndlich vermieden werde. Auf Wiederlesen zu Weihnachten. Ein Brockman-PortrĂ€t von Georg Diez/Spiegel von 2014 hier.
Thomas Pany/telepolis leuchtet die gesellschaftlichen Unruhen im Libanon aus,Weiterlesen…

KriminalitÀtsexport vor Rechtsstaat

weiter unten: Niggemeiers Döpfner-Abrechnung jetzt komplett online
Hier der aktuelle Wasserstandsbericht Thomas Mosers/telepolis aus dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Anis Amri und – mutmasslich – seinem Attentat am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016. Mosers Bericht legt zum einen nahe, dass entweder die Bundesregierung den Ausschuss strategisch belĂŒgen lĂ€sst. OderWeiterlesen…

Steve van Zandt / Der “Stern” / Deutsche Frage

Wenn Politiker*innen ihr UnglĂŒck und ihre Missachtung mal wieder nicht fassen können, sollten sie sich das Leben von Steven Lento genauer anschauen. Der Spiegel kann noch positiv ĂŒberraschen, z.B. mit diesem Interview, in dem sich van Zandt (ehem. Lento), wie schon der Webmaster dieser Seite, beim verstorbenen Peter RĂŒchel bedankt; der wĂ€re ein gutes Beispiel fĂŒr all die missachteten und beschimpften Journalist*innen und Redakteure*inn*e*n.Weiterlesen…

Öffentlich-rechtliches Trash-TV

Ende dieses Monats kommt die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2. Die gebĂŒhrenfreie technische Zusendung von TV-Programmen gilt – nach einer dreimonatigen Karenzzeit – dann nur noch fĂŒr öffentliche-rechtliche Sender, fĂŒr die wir bereits unsere monatliche Haushaltsabgabe von gut 17 Euro bezahlen. Ein großer Programmverlust wird das nicht. Um die “2 Broke Girls” von Pro7 ist es ein bisschen schade, war ‘ne schöne Zeit. Vielleicht sehen wir uns online wieder.
Umso empfindlicher reagiere ich, wenn unsere teuer bezahlten ARD und ZDF mit ihren Nebensendern uns als Revanche mit MĂŒll vollsenden.
So fÀllt aktuell auf, dass die ARD die personalaufwendige 17-Uhr-Tagesschau gerne ausfallen lÀsst, um uns mit billigem und langatmigen Wintersport zu belÀstigen.
Und was das ZDF sich mit der “Goldenen Kamera” geleistet hat, und beide sich mit allen möglichen privaten Preisverleihungen leisten ….. immerhin schĂ€men sie sich so dafĂŒr, dass sie alle möglichen Einzelheiten dieser korruptiven GeschĂ€ftsbeziehungen vor uns geheim zu halten versuchen. Dank an Boris Rosenkranz und uebermedien.de, die sich fĂŒr diesen Schrott so viel Recherchearbeit gemacht und seinen Text voll online gestellt haben.
Wenn es irgendwo in diesem Land noch demokratische Mediengesetzgebung geben sollte: hier wĂ€re eine dankbare Aufgabe, mit solcher Verhöhnung der haushaltsabgabezahlenden Öffentlichkeit Schluss zu machen.

Nachtrag: unsere teuren Sender wĂ€ren ihr Geld wert, wenn ein beeindruckendes PlĂ€doyer gegen (linken) Weltuntergangspessimismus wie hier von Franziska Schutzbach, in ZĂŒrich als Rede gehalten und in den BlĂ€ttern gedruckt, von ihnen in eine essayistische Bild- und Filmsprache ĂŒbersetzt wĂŒrde. Solche FĂ€higkeiten hat es alle beim TV mal gegeben, aber sie lassen sie aussterben.

Medientratsch – wird FAZ-Feuilleton abgewirtschaftet?

Die SĂŒddeutsche berichtet ĂŒber eine innovative, mutige und erfolgreiche Krimiproduzentin, gearbeitet wurde in SĂŒdafrika. Axel Milberg hat mitgeholfen.
Kai-Hinrich Renner ist beim Handelsblatt wieder im Dienst.
Und Ulrike Simon hat sich den Schirrmacher-Nachfolger JĂŒrgen Kaube mal so richtig zur Brust genommen, scheinbar stellvertretend fĂŒr zu Ă€ngstliche FAZ-BeschĂ€ftigte.
Boris Rosenkranz beklagt völlig zu Recht die UnverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit und abgebrĂŒhte GefĂŒhllosigkeit deutscher TV-Nachrichten. Nicht nur die machen sich einen schlangen Fuß. WĂ€hrend der Fußball-EM wird sogar der richtige Sportjournalismus im WDR-Fernsehen stillgelegt. Gefragt ist nur noch ProduktprĂ€sentation. Das hat schon was TotalitĂ€res.

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