Thema: Boris Rosenkranz

Real / Epstein-Abgrund / Bremen

Von , am Freitag, 14. Februar 2020, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Irgendwie still ist es um “Russland-Sanktionen” geworden. Für ein taugliches Mittel der Politik halte ich sie nicht. Oder zu ihrem Sortiment müssten auch “positive Sanktionen” gehören: ich biete dir diesen oder jenen Vorteil an, wenn du dieses oder jenes tust. Was am Ende im Idealfall zu einem beiderseitigen Vorteil ist. In Wahrheit handelt es sich bei dieser Debatte aber um Überproduktion von Ideologie, aufbauend auf alten und veralteten Klischees. Rationale Strategiedebatten werden lieber nichtöffentlich geführt, um das Publikum nicht unnötig mit Fakten zu verwirren und zu beunruhigen. Z.B. beim Verkauf der Kaufhauskette Real durch den Metro-Konzern. Weiterlesen

Arrangierte Ehen, tzz, tzz, tzz …

Von , am Samstag, 8. Februar 2020, in Medien, Politik.

Dem Islam wird das hierzulande immer wieder gerne vorgeworfen. Dabei ist es hier im “christlichen Abendland” sogar, wie fast alles, ein ausgebauter Geschäftszweig, mindestens für schwule Profifussballer. Weil die sich während ihrer aktiven Karriere nicht outen (lassen) wollen, lassen sie sich von professionellen Agenturen eine “Spielerfrau” vermitteln, zum beiderseitigen Nutzen. Er wirkt heterosexuell, sie wird über den abonnierten VIP-Tribünenplatz endlich medienbekannt. Auffällige Merkmale sind medieninszenierte Hochzeiten Weiterlesen

Mediendialektik

Von , am Dienstag, 28. Januar 2020, in Medien.

Ein Virus und die sog. “Elite”
Sonntag war ich bei meinem Arzt. Ich hatte nichts, nur zum Frühstücken. Natürlich habe ich nach dem “neuen Virus” gefragt. Er erklärte mir als Nichtfachmann: “Ist so ähnlich wie eine normale Grippe”. Was ich immerhin von ihm in 21-jähriger gemeinsamer WG-Zugehörigkeit gelernt habe, war, dass eine “Grippe” sich unterscheidet von dem, was wir alle schon oft als “Grippe” gehabt haben: Husten, Schnupfen, erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit sind – meistens – nur ein “grippaler Infekt”. Grippe dagegen kann gefährlich, und sogar kriegsentscheidend sein. Weiterlesen

Männer “verlieren keine Zeit” – ausser Olli Dittrich

Von , am Freitag, 20. Dezember 2019, in Genuss, Lesebefehle, Medien, Politik.

Olli Dittrich habe ich lange Jahre als Figur des Trash-TV gesehen. Seine frühen Jahre bei RTL (oder war es SAT1?) sind mir entgangen. Ich hatte kein Interesse und fürchtete, es sei schlicht zu blöd. In mein Blickfeld trat er erst, und das spektakulär, als “Schorsch Aigner”, mitinspiriert von seinem Drehbuchautor Tom Theunissen, dem Stellvertreter des Fussballgottes auf Erden. Immerhin war er mir schon in den 90ern als Interviewgast Weiterlesen

Epstein-Affäre / Libanon / Mensch&Tier / Napoli&Bonn

Von , am Dienstag, 17. Dezember 2019, in Beuel & Umland, Lesebefehle, Medien, Politik.

Die Affäre um den mutmasslichen (Kinder-)Postitutionsvermittler Jeffrey Epstein ist noch nicht ausgestanden, bei Licht besehen nichts davon, auch nicht sein “Selbstmord”. Aber es gibt zu viele Mächtige, die kein Interesse an der öffentlichen Ausbreitung der Sachverhalte haben. Darauf macht jetzt auch Boris Rosenkranz/uebermedien aufmerksam, leider nur hinter Paywall (gewöhnlich baut dieser Blog sie nach einer Woche ab, also pünktlich zu den scheinbesinnlichen Feiertagen). So viel ist erkennbar: Rosenkranz geht es um John Brockman, dessen Erwähnung von deutschen Leitmedien, die mit ihm gut im Geschäft seien, gründlich vermieden werde. Auf Wiederlesen zu Weihnachten. Ein Brockman-Porträt von Georg Diez/Spiegel von 2014 hier.
Thomas Pany/telepolis leuchtet die gesellschaftlichen Unruhen im Libanon aus, Weiterlesen

Kriminalitätsexport vor Rechtsstaat

Von , am Montag, 21. Oktober 2019, in Medien, Politik.

weiter unten: Niggemeiers Döpfner-Abrechnung jetzt komplett online
Hier der aktuelle Wasserstandsbericht Thomas Mosers/telepolis aus dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Anis Amri und – mutmasslich – seinem Attentat am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016. Mosers Bericht legt zum einen nahe, dass entweder die Bundesregierung den Ausschuss strategisch belügen lässt. Oder Weiterlesen

Steve van Zandt / Der “Stern” / Deutsche Frage

Von , am Montag, 27. Mai 2019, in Genuss, Lesebefehle, Medien, Politik.

Wenn Politiker*innen ihr Unglück und ihre Missachtung mal wieder nicht fassen können, sollten sie sich das Leben von Steven Lento genauer anschauen. Der Spiegel kann noch positiv überraschen, z.B. mit diesem Interview, in dem sich van Zandt (ehem. Lento), wie schon der Webmaster dieser Seite, beim verstorbenen Peter Rüchel bedankt; der wäre ein gutes Beispiel für all die missachteten und beschimpften Journalist*innen und Redakteure*inn*e*n. Weiterlesen

Öffentlich-rechtliches Trash-TV

Von , am Freitag, 17. März 2017, in Medien.

Ende dieses Monats kommt die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2. Die gebührenfreie technische Zusendung von TV-Programmen gilt – nach einer dreimonatigen Karenzzeit – dann nur noch für öffentliche-rechtliche Sender, für die wir bereits unsere monatliche Haushaltsabgabe von gut 17 Euro bezahlen. Ein großer Programmverlust wird das nicht. Um die “2 Broke Girls” von Pro7 ist es ein bisschen schade, war ‘ne schöne Zeit. Vielleicht sehen wir uns online wieder.
Umso empfindlicher reagiere ich, wenn unsere teuer bezahlten ARD und ZDF mit ihren Nebensendern uns als Revanche mit Müll vollsenden.
So fällt aktuell auf, dass die ARD die personalaufwendige 17-Uhr-Tagesschau gerne ausfallen lässt, um uns mit billigem und langatmigen Wintersport zu belästigen.
Und was das ZDF sich mit der “Goldenen Kamera” geleistet hat, und beide sich mit allen möglichen privaten Preisverleihungen leisten ….. immerhin schämen sie sich so dafür, dass sie alle möglichen Einzelheiten dieser korruptiven Geschäftsbeziehungen vor uns geheim zu halten versuchen. Dank an Boris Rosenkranz und uebermedien.de, die sich für diesen Schrott so viel Recherchearbeit gemacht und seinen Text voll online gestellt haben.
Wenn es irgendwo in diesem Land noch demokratische Mediengesetzgebung geben sollte: hier wäre eine dankbare Aufgabe, mit solcher Verhöhnung der haushaltsabgabezahlenden Öffentlichkeit Schluss zu machen.

Nachtrag: unsere teuren Sender wären ihr Geld wert, wenn ein beeindruckendes Plädoyer gegen (linken) Weltuntergangspessimismus wie hier von Franziska Schutzbach, in Zürich als Rede gehalten und in den Blättern gedruckt, von ihnen in eine essayistische Bild- und Filmsprache übersetzt würde. Solche Fähigkeiten hat es alle beim TV mal gegeben, aber sie lassen sie aussterben.

Medientratsch – wird FAZ-Feuilleton abgewirtschaftet?

Von , am Montag, 4. Juli 2016, in Medien.

Die Süddeutsche berichtet über eine innovative, mutige und erfolgreiche Krimiproduzentin, gearbeitet wurde in Südafrika. Axel Milberg hat mitgeholfen.
Kai-Hinrich Renner ist beim Handelsblatt wieder im Dienst.
Und Ulrike Simon hat sich den Schirrmacher-Nachfolger Jürgen Kaube mal so richtig zur Brust genommen, scheinbar stellvertretend für zu ängstliche FAZ-Beschäftigte.
Boris Rosenkranz beklagt völlig zu Recht die Unverhältnismäßigkeit und abgebrühte Gefühllosigkeit deutscher TV-Nachrichten. Nicht nur die machen sich einen schlangen Fuß. Während der Fußball-EM wird sogar der richtige Sportjournalismus im WDR-Fernsehen stillgelegt. Gefragt ist nur noch Produktpräsentation. Das hat schon was Totalitäres.