Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Bundeswehr (Seite 1 von 2)

Fakten und Stimmungsmache

Trump-Biden, das Virus und die Rente
Die Hektik wĂ€chst, je nĂ€her der Wahldienstag (3.11.) in den USA rĂŒckt. Auch hiesige Medien spielen verrĂŒckt, weil sie glauben, je mehr sie am Rad drehen, umso mehr beachtet zu werden. Die Abstumpfungseffekte beim Publikum werden ignoriert, weil sie Argumente fĂŒr die eigene ÜberflĂŒssigkeit wĂ€ren. Es hat fast schon erstaunlich lange gedauert, bis wieder der böse Russe und der böse Iraner ausgegraben werden, die die Wahl “beeinflussen”, mit LĂŒgen selbstverstĂ€ndlich. LĂŒgen tun immer alle anderen.Weiterlesen…

Journalistische Distanz

Und: der Steuerkriminelle, der im Knast nichts gelernt hat
Thilo Thielke ist Korrespondent der FAZ in Kapstadt/SĂŒdafrika. Ich habe nicht so viel von ihm gelesen, daher keine festgefĂŒgte Meinung ĂŒber seine journalistische Arbeit. Seine Frankfurter Zentralredaktion muss ihn jedenfalls fĂŒr aussergewöhnlich qualifiziert halten. Denn obwohl die Frankfurter eine um rund 2.200 km kĂŒrzere Distanz zur malischen Hauptstadt Bamako haben, lassen sie Thielke aus dem 8.800 km entfernten Kapstadt ĂŒber Mali berichten. Ein echterWeiterlesen…

“Unserer Truppe geht es gut”

Koloniale Gegenwart
In deutschen Medien gibt es gegenwĂ€rtig nur zwei Auslande: die USA und – Überraschung! – Belarus. Brav wird so die Agenda der Bundesregierung nachvollzogen, begleitet und abgearbeitet. Darum möchte ich Ihren Blickwinkel hier mal wieder auf Afrika richten. Nicht wegen Hungersnöten und Krankheiten, obwohl das natĂŒrlich auch gegenwĂ€rtige Probleme sind, sondern wegen der gegenwĂ€rtigen kolonialen Praxis Frankreichs und seines engen VerbĂŒndeten (und Rivalen!) Deutschland, das doch auch so gerne ĂŒber französische Atomwaffen mitreden wĂŒrde.Weiterlesen…

Sklavenhandel

Nein, dieses Mal soll es hier nicht um die deutsche Fleischindustrie gehen.
Heute Abend sendet Arte seinen Themenabend ĂŒber die Geschichte des Sklavenhandels. Diese Erinnerung an einen verbrecherischen Teil der Menschheitsgeschichte ist – vermutlich und hoffentlich – geeignet, zum besseren VerstĂ€ndnis gegenwĂ€rtiger politischer Auseinandersetzungen beizutragen. VerfĂŒgbarkeit in der Mediathek bis 4.9.
Ein Zentrum des gegenwĂ€rtigen Sklavenhandels ist gewiss das Kriegsgebiet Libyen.Weiterlesen…

Teamgeist und erhöhte Geheimhaltung

Die Verteidigungsministerin hofft auf SelbstreinigungskrÀfte, aber das KSK ist in der jetzigen Form nicht reformierbar. Es braucht eine neue Einheit mit demokratischer, transparenter Struktur
NatĂŒrlich ist es möglich, einen Fuchs in den HĂŒhnerstall zu sperren und ihn aufzufordern, dort in sich zu gehen und endlich Vegetarier zu werden. Es verspricht aber wenig Aussicht auf Erfolg. Und natĂŒrlich ist es möglich, dem Kommando SpezialkrĂ€fte der Bundeswehr, dem KSK, eine letzte „BewĂ€hrungschance“ einzurĂ€umen, wie Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das tut, und auf die SelbstreinigungskrĂ€fte der sogenannten Elitetruppe zu hoffen. Aber erfolgversprechend ist auch das nicht.Weiterlesen…

Ami goes home

Gregor Gysi ist außenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag. Gysi meint, der von US-PrĂ€sident Trump verfĂŒgte Abzug von 9.500 US-Soldatinnen und -Soldaten aus Deutschland könne nur ein erster Schritt sein. Deutschland brauche fĂŒr seine Verteidigung “weder US-Atombomben noch -Truppen auf seinem Staatsgebiet”. Gysi weiter: “Wenn der US-Truppenabzug die Konsequenz daraus ist, dass Deutschland die wahnwitzige Zwei-Prozent-Forderung vom Bruttoinlandsprodukt bei den RĂŒstungsausgaben nicht erfĂŒllt,Weiterlesen…

Kein Fußball aber Manöver

Die Bundesregierung empfiehlt Großverstanstaltungen mit ĂŒber 1000 Teilnehmern derzeit zu vermeiden. Deshalb fallen sogar Fußballspiele aus. Nun habe ich mir in meinem Leben noch nie ein Fußballspiel angeschaut, weder live und in Farbe, noch frĂŒher schwarz/weiß. Ich werde es auch nicht – genau so wenig wie ich jemals in den letzten 64 Jahren einen McDonalds oder Starbucks betreten habe und auch das werde ich in den sicher noch folgenden weiteren 64 Jahren nicht tun. Warum auch? Insofern war meine Argumentation mit Fußballspielen gegenĂŒber der Bundesregierung vielleicht nicht so ganz aufrichtig, aber ich dachte als VergleichsgrĂ¶ĂŸe passt es zum NATO-Manöver “Defender”.Weiterlesen…

Tipp fĂŒr AKK

MilitĂ€r macht nichts besser – aber vieles schlimmer
mit Update 12.1.
Mann sollte davon ausgehen, dass Frauen, kluge zumal, den Wettbewerb der Jungs darum, wer den LÀngsten hat, als das erkennen, was er ist: kompletter oft gefÀhrlicher Blödsinn. Leider gibt es jedoch eine kleine Minderheit von Frauen, die einfach nur bei den Jungs mitspielen wollen, ohne die Regeln zu Àndern. Die deutsche Bundesregierung will nur zum Schein mit Frankreich zusammenarbeiten, tatsÀchlich hat sie die Konkurrenz aber schon bis zum Achsbruch getrieben, und schickt sich an, die Boss-Rolle in der EU alleine spielen zu wollen.
Frankreich hat fĂŒr alle erkennbar so viele Probleme mit sich selbst,Weiterlesen…

“Intelligenz” (KI) bei der Bundeswehr?

Hmmm … lĂ€cherlich oder grade gefĂ€hrlich?
Die wöchentlichen “Missing Link”-Kolumnen bei Heise sind immer lesenswert. Sie leuchten Bereiche aus, die abseits des Hauptstroms öffentlicher Diskurse liegen, es aber nicht sollten. Die Autor*inn*en sind in der Regel fachkompetent und können so schreiben, dass Lai*inn*en ihnen intellektuell folgen können. Unvermeidlich: der Blick ist begrenzt. So auch diese Woche. Hans-Arthur Marsiske schreibt ĂŒber “Starke KI in der RĂŒstung – die Macht ĂŒber Leben und Tod” und bezieht sich dabei auf einen aktuellen Bericht der Bundesregierung, der nach meiner Wahrnehmung merkwĂŒrdig wenig Aufsehen erregt.Weiterlesen…

NATO außer Kontrolle

SiebenundfĂŒnzig Jahre ist die Kuba-Krise nun her – ein Moment, in dem sich die mit Atomraketen hochgerĂŒstete Sowjetunion und mit Atomraketen hochgerĂŒstete USA mit dem Messer am Hals des jeweils Anderen gegenĂŒberstanden und die Welt den Atem anhielt. Als die russischen Frachter mit Mittelstreckenraketen an Bord abdrehten und Kennedy im Gegenzug versicherte, Atombomber aus Incirlik abzuziehen, atmete die Menschheit auf. Eine Lehre aus der Entwicklung, die den Planeten Erde an den Abgrund der Vernichtung getragen hatte, war die Übereinkunft  der damaligen GroßmĂ€chte von 1967, den Weltraum nur friedlich zu nutzen. Dem setzt eine “hirntote” (Macron) oder zumindest Friedens-demente NATO nun ohne Not ein Ende. Weiterlesen…

Aminata TourĂ© erklĂ€rt GrĂŒne Politik

Und Laura WeißmĂŒller den heissesten Grundwiderspruch unserer Tage
In NeumĂŒnster war 1991 ein GrĂŒner Parteitag, bei dem der Jutta-Ditfurth-FlĂŒgel die Partei verliess. Extradienst-Autor Roland Appel begrĂŒndete dort mit einer akustisch ĂŒbersteuerten aber seinerzeit wirksamen Rede den Hass des GrĂŒnen RealoflĂŒgels gegen ihn. Ein Jahr spĂ€ter kam dort Aminata TourĂ© als Tochter eines malischen FlĂŒchtlingspaares zur Welt. Nach der Sommerpause soll sie VizeprĂ€sidentin des Landtages von Schleswig-Holstein werden.Weiterlesen…

Die Innenpolitiker sind das Problem

von Ulrich Horn
Rechtsextremisten machen sich breit

Ein Rechtsextremist steht im Verdacht, den Kasseler RegierungsprĂ€sidenten LĂŒbcke ermordet zu haben. Das Verbrechen haben Rechtsextremisten seit Langem angedroht. AufgeklĂ€rt ist es noch nicht. Es ist nicht nur der TĂ€ter zu ermitteln.

Keine guten Erfahrungen

Untersucht werden muss auch, warum das Verbrechen geschehen konnte, obwohl es angekĂŒndigt war, Weiterlesen…

It’s The Econonmy, Stupid!

Neue Analysen zu Krisen- und Kriegsgefahren
Der in MĂŒnchen lebende Bonner Exilant Ruben Schattevoy hat bei telepolis ein paar grundvernĂŒnftige Gedanken zur politischen Regulierung der digitalen Plattformmonopole aufgeschrieben. Er weist zutreffend darauf hin, dass die Zeit drĂ€ngt. Beim ĂŒblichen Tempo deutscher Politik und BĂŒrokratie könnten sie selbst in KĂŒrze durch ÜberflĂŒssigkeit verschwinden.
VerschĂ€rfend zu der von Schattevoy formulierten Problemstellung kommt hinzu, dass sie selbstverstĂ€ndlich Gegenstand und Instrument im Handelskrieg zwischen USA und EU ist,Weiterlesen…

SCHULPFLICHT! – Klimapolitik interessiert DLF-Interviewer nicht

Christoph Heinemann/DLF baute sich heute zum Beweis fĂŒr die #fridaysforfuture-Demonstrant*inn*en auf. Er lieferte sich mit Toni Hofreiter – ich war noch nicht wach – ein rhetorisches Duell darum, wer den LĂ€ngsten hat. Der passende Kommentar dazu hier im Bild. Die SchĂŒler*innen wollen so lange streiken, bis auch solche Heinemanns verstehen. Das kann dauern.
WĂ€hrend der Routinier Hofreiter sichtliche MĂŒhe hatte, seine Botschaft zu ĂŒberbringen, gelang das seiner Parteifreundin Luisa Neubauer mĂŒhelos, und fĂŒr Leser*innen wesentlich fruchtbarer.

Auch empfehlenswert:Weiterlesen…

LehrstĂŒck “Hannibal”

Ich fĂŒhle mich selbst ertappt. Ich habe 1976 den Kriegsdienst fĂŒr die BRD verweigert. Dass sich in der Bundeswehr Rechtsradikale und alle möglichen anderweitig bekloppten MĂ€nner versammeln, das war mir damals schon klar. Dass sie jetzt verbrecherische Netzwerke bilden sollen, hat fĂŒr mich emotional nicht den Charakter einer neuen Nachricht. Tja, so kann mann wichtige Nachrichten ĂŒbersehen.
Bemerkt habe ich das erst, als das Thema in meiner medienpolitischen Filterblase auftauchte. Das verdienstvolle DLF-Medienmagazin @mdiasres diskutierte gestern,Weiterlesen…

Kriegsspiel in großem Stil – Der neue Kalte Krieg

Nato-Manöver in Norwegen – Das Manöver „Trident Juncture“ ist die aufwendigste MilitĂ€rĂŒbung seit dem Fall der Mauer. Russland wird als fiktiver Gegner genannt.
Die Nato hat in der Nacht zum Donnerstag in Norwegen ihre grĂ¶ĂŸte KriegsĂŒbung seit dem Fall der Berliner Mauer begonnen. Mit dem zweiwöchigen Manöver „Trident Juncture“ soll nach Auskunft von Nato-MilitĂ€rs „die Zusammenarbeit beim Einsatz in großen Schlachten geĂŒbt“ sowie „Entschlossenheit gegenĂŒber Russland demonstriert“ werden. Beteiligt sind 50.000 Soldaten aus allen 29 Mitgliedstaaten sowie aus den skandinavischen Nato-PartnerlĂ€ndern Schweden und Finnland.

Die Bundeswehr stellt mit 10.000 Soldaten das zweitgrĂ¶ĂŸte Kontingent nach den USA.Weiterlesen…

Flinten-Uschi nicht zuhause?

Ihr Stern im Untergang
Ein staatspolitischer Auftrag, den die Bundeswehr seit ihrem Bestehen mit grosser ZuverlĂ€ssigkeit erfĂŒllt, ist der Auftrag der/des Bundeskanzlerin*s, ihren zustĂ€ndigen Minister zur KonkurrenzunfĂ€higkeit zurecht zu demontieren. Als Angela Merkel Uschi von der Leyen mit der unlösbaren Aufgabe betraute, diese bĂŒrokratische Hierarchie unter politische Kontrolle zu bringen, wussten alle: die Bundeskanzlerin wird sich bei Bedarf “hinter die Ministerin stellen”. Dann wissen alle: es ist wieder so weit.

Uschis wichtigere Untaten

Uschi beschĂ€ftigt sich mit Wichtigerem. Mit Vorliebe lĂ€dt sie ein Flugzeug mit Hauptstadtberliner Hauptstadtjournalist*inn*en voll,Weiterlesen…

Drogenroute Ostafrika / Daten-Machtkampf in die Stadt?

Ich habe es gestern nicht geschrieben, weil es nach Verschwörungstheorie ausgesehen hĂ€tte. Darum ĂŒberrascht es mich nicht, wenn es jetzt andere tun. Alle möglichen GrossmĂ€chte tummeln sich militĂ€risch im verwĂŒsteten Afghanistan. Was tun sie dort? Ich weiss es nicht. Wir können aber sehen, was unten rauskommt: Heroin. Afghanistan ist quasi der Rohstoff-Monopolist auf dem Weltmarkt. Komisch, ne?Weiterlesen…

Bild und Erdogan – Hand in Hand

Die AusbĂŒrgerer von der sogenannten Zeitung mit den wenigen aber dafĂŒr grossen Buchstaben treiben Erdogan emsig die SchĂ€fchen zu. Rainer Hermann/FAZ beschreibt, wie harmonisch das funktioniert. Mögen es auch viele seiner Redaktionskollegen lesen.

Ahmet Sik

Irfan Aktan/taz portrĂ€tiert den neugewĂ€hlten tĂŒrkischen Parlamentsabgeordneten Ahmet Sik (HDP). Er wird selbst von Erdogans abhĂ€ngiger Justiz verfolgt. Die allerdings ein unklösbares Problem hat: als GĂŒlen-AnhĂ€nger ist er nicht diffamierbar. Denn seine Verfolgung begann damit, dass er ein GĂŒlen-kritisches Buch veröffentlicht hatte – als Erdogan mit dessen Organisation noch das BĂŒndnis pflegte.Weiterlesen…

Sahel-Afrika / Frankreich / UK / USA

“Fluchtursachen schaffen!” ist eine zentrale Devise der deutschen Grossen Koalition und der EU. Nur so ist die Business-Konjunktur aus marodierenden Schleppern, Milizen, Terrorismus, SklavenhĂ€ndlern, “KĂŒstenwachen” und der unerlĂ€sslichen europĂ€ischen “Sicherheitsbehörden” ingang zu halten. Die Bundeswehr leistet dafĂŒr, gemeinsam mit unseren französischen MilitĂ€rbrĂŒdern, unentbehrliche Basisarbeit, wie Bernhard Schmid in der Jungle World berichtet. Es geht wie immer nach dem Dreischritt: Scheisse bauen – “Siehste” rufen – mehr Ressourcen/AufrĂŒstung fordern.
Der gleiche Autor berichtet auf Telepolis ĂŒber die sozialen Konflikte in Frankreich,Weiterlesen…

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