Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Care-Arbeit

Care-Arbeit / Faschismusagenten / Informationsfreiheitsfeinde

Die Jungle World stellte ein Interview mit der Care-Forscherin Paula-Irene Villa online. Der gesamte lesenswerte Themenschwerpunkt “Wen kĂŒmmert’s? Care-Arbeit, Lohn und Liebe” ist jetzt online zugĂ€nglich.
Deutschlands Geheimagenten haben scheinbar nicht genug zu tun. Darum grĂŒnden sie (im Dienst? Oder in der Freizeit?) faschistische Organisationen gleich selbst.Weiterlesen…

Frauentag – »Ein anderer Journalismus ist möglich!«

von zahlreichen Journalistinnen – Vorbemerkung von Martin Böttger
Einem Mann, Frank Pergande/FAZ, ist das erste PortrĂ€t von Bundesumweltministerin Svenja Schulze gelungen, in dem ich sie wiedererkenne. Sie unterschĂ€tzen lassen, ist eine bewĂ€hrt Methode kleinwĂŒchsiger Damen – ihre mĂ€nnlichen GegenstĂŒcke mĂŒssen sich immer aggressiv aufblasen, um auf dem Schulhof nicht verhauen zu werden. Frauen wie Svenja lösen das Problem mit Intelligenz.
Alina Schwermer/taz liefert einen sehr informativen Überblick ĂŒber Frauen-Teamsport, den professionell zu betreiben immer unmöglicher wird – im krassen Gegensatz zu den Jungs. Nur “Sex sells”.
Den wichtigsten Text aber will ich im folgenden dokumentieren.Weiterlesen…

Kollektives BeschÀftigtenhandeln in der Altenpflege

von Wolfgang Schröder / Hans-Böckler-Stiftung
Im folgenden wird das Schlusskapitel der gleichnamigen Studie dokumentiert (ohne Tabellen, Fussnoten, Literaturverzeichnis). In voller LĂ€nge (256 Seiten) finden Sie sie hier.

6 RESÜMEE

Die Altenpflege ist eine junge Teilbranche des Sozial- und Gesundheitssektors in Deutschland. Sie ist erst vergleichsweise spĂ€t professionalisiert worden; hat aber seit den 1960er Jahren stark an BeschĂ€ftigungs- und Professionalisierungsdynamik gewonnen und sich damit anderen Segmenten des Dienstleistungssektors angepasst. In der alternden Gesellschaft der Bundesrepublik, die durch einen hohen Grad von Arbeitsteilung, Dienstleistungen und Erwerbsbeteiligung gekennzeichnet ist, in der sich die weibliche ErwerbstĂ€tigkeit zur NormalitĂ€t entwickelt, kommt der professionellen, berufsförmigen Altenpflege eine zunehmend grĂ¶ĂŸere Bedeutung zu. In dieser dynamischen Perspektive hat sich der Pflegesektor in den letzten Jahrzehnten grundlegend transformiert: Noch in den 1960er Jahren war die Altenpflege eine teilweise semiprofessionelle Form der DaseinsfĂŒrsorge, die in hohem Maße durch Sozialversicherungs- und Steuermittel refinanziert wurde und stark durch wohlfahrtskorporatistische Strukturen geprĂ€gt war. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts prĂ€sentiert sie sich als ein zerklĂŒfteter, wettbewerblich gemischt finanzierter Sektor, dessen BeschĂ€ftigungsbedingungen von Kostendruck, Flexibilisierung und Ökonomisierung gekennzeichnet sind. Diese Prozesse der Vermarktlichung werden aber nicht von vergleichbaren machtpolitischen Dynamiken auf Seiten der BeschĂ€ftigten begleitet: Weder auf der betrieblichen noch auf der ĂŒberbetrieblich-gewerkschaftlichen Ebene sind sie organisatorisch stark verankert, so dass in der Tendenz gegenĂŒber den Arbeitgebern ein starkes MachtgefĂ€lle mit ausgeprĂ€gten ReprĂ€sentationslĂŒcken besteht.

Der Arbeitsmarkt der Altenpflege weist einige Spezifika auf, die ihn auch von anderen Teilbranchen des Sozial- und Gesundheitswesens deutlich unterscheiden.Weiterlesen…

© 2020 Beueler Extradienst

Theme von Anders NorĂ©nHoch ↑