Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Charlotte Wiedemann (Seite 1 von 2)

Impfgezeter / Antisemitismusstreit

Nichts ist klar beim Impfen. Jedenfalls in Bonn, bis gestern. Es wurde auf Informationen der Landesregierung gewartet. Und deren sichtlich genervter Gesundheitsminister Laumann kann den Impfstoff auch nicht zaubern. Die Politiker*inen werden von teilweise hetzenden Medien gejagt (ausnahmsweise mal ein Hanfeld/FAZ, dem ich zustimme), und lassen sich von denen von ihrer eigentlich jetzt fälligen Arbeit ablenken. So drehen sie sich wieder alle um sich selbst.
Es gibt Menschen, die sich eilig impfen lassen möchten. Ich kenne welche. Ebenso gibt es zahlreiche Menschen, die sich jetzt schon impfen lassen könnten, aber (noch) nicht wollen. Weiterlesen

Wer “überlastet” hier wen?

Im ersten wie im zweiten “Lockdown” dieses Jahres ist das entscheidende Argument, “das Gesundheitswesen” dürfte nicht “überlastet” werden. Diese Sprechweise suggeriert (“framet”), das Gesundheitswesen sei der feststehende Faktor und seine Belastung die Variable. Schon diese Redeweise – aller Parteien – zeigt, dass die politische Klasse in unserer Demokratie ihren Job nicht versteht. Oder die Intelligenteren in ihr: nicht verstehen will.
Denn die Belastbarkeit des Gesundheitswesens ist regelbar, und wird auch geregelt: Weiterlesen

Mauern gegen Fakten

Klima / Unser Bastard Mali / Mauern / Torwart im Widerstand
Spiegel-Leser*innen wissen weniger. Ist Hamburg auf einem anderen Planeten? Dort halluzinieren sie “Klimawandel im Aufmerksamkeitstief”. Wo mag das sein? Wieviel Grad ist bei Ihnen? Bei mir in Mitteleuropa sind es 38. Der Pegelstand unseres Flusses ist um 1 m auf 2,50 m gestiegen, wg. Überschwemmungen in seinem südlichen Einzugsgebiet. Die Wassermengen fliessen ohne langen Aufenthalt durch, weil der Boden am Ufer steinhart-trocken ist, und es nicht mehr aufnehmen kann. Unsere Stadtbäume sind gelb und braun, nicht wenige sterben. Hier ist es aber – für uns Menschen noch – gar nicht schlimm, sondern schlicht Sommer. Schlimm ist es überall woanders. Weiterlesen

“Erlernte Hilflosigkeit”

2013 muss in der Redaktion der “Zeit” eine Granate eingeschlagen haben, und zwar in den Fluren, in denen ihre “Atlantiker” sitzen. Selbst mit teuersten Medienanwälten konnten sie sich dieser empirisch gesättigten Studie des Kommunikationswissenschaftlers und Medienkritikers Uwe Krüger aus Leipzig nicht erwehren. So einen Hammer hat Krüger jetzt nicht rausgehauen. Sondern “nur” einen Kommentar zur vorherrschenden deutschen Corona-Berichterstattung für die Frankfurter Hefte geschrieben. Ich schliesse mich seiner Sicht an.
Zu den Tiefenwirkungen der Coronakrise hatte die Jungle World der Vorwoche einen wichtigen Schwerpunkt: Weiterlesen

NYC / Mbembe

mit Update: dt. Übersetzung des Offenen Briefes zu Mbembe s.u.
Eine Überraschung ist es nicht. Das Corona-Virus ist nicht klassenblind, sondern verstärkt alte Erkenntnisse zu inhumaner Selektion, führt sie radikaler vor Augen, vor allem denen, die sie in der Vergangenheit krampfhaft zu schliessen versuchten. New York City steht im Zentrum weltweiten Medieninteresses, seit es diese Stadt gibt. Also war und ist es auch ein Aufmerksamkeits-Hotspot in der Corona-Krise. Weil diese Stadt viel über die Welt sagen kann. Lesen Sie Frauke Steffens/FAZ. Update 21.5.: leider ist der Text nachträglich in die FAZ-Paywall eingemauert werden. Zeitungen verlegen heisst in Deutschland: Informationen verknappen.
Ein FDP-Abgeordneter im NRW-Landtag wollte Schützenkönig werden. Weiterlesen

Revolutionen und -tiönchen

Kurzer Vergleich von CDU-Deutschland, Irland und … Sudan
Ich will mich mal von Klein nach Gross durcharbeiten. AKK gibt klein bei. Ihrer Körpersprache war das schon an ihren ersten Berliner Tagen anzusehen. Nichts wie weg, das ist nicht ihre Welt. Immerhin das habe ich mit der Dame gemeinsam. Stefan Reinecke, trommelt sich nun heftig auf die Brust und fordert Merkels Rücktritt. Eine Art von klandestinem Kommentarismus. Denn worauf er damit hinaus will, verrät er nicht Weiterlesen

Tipp für AKK

Militär macht nichts besser – aber vieles schlimmer
mit Update 12.1.
Mann sollte davon ausgehen, dass Frauen, kluge zumal, den Wettbewerb der Jungs darum, wer den Längsten hat, als das erkennen, was er ist: kompletter oft gefährlicher Blödsinn. Leider gibt es jedoch eine kleine Minderheit von Frauen, die einfach nur bei den Jungs mitspielen wollen, ohne die Regeln zu ändern. Die deutsche Bundesregierung will nur zum Schein mit Frankreich zusammenarbeiten, tatsächlich hat sie die Konkurrenz aber schon bis zum Achsbruch getrieben, und schickt sich an, die Boss-Rolle in der EU alleine spielen zu wollen.
Frankreich hat für alle erkennbar so viele Probleme mit sich selbst, Weiterlesen

Paranoia breitet sich aus

Vor einiger Zeit hatte ich hier schon wissensfrei spekuliert, dass der Mensch erst dööfer gemacht werden muss, damit die KI (“Künstliche Intelligenz” oder “Künstliche Idiotie”) eines Tages über ihn siegen kann. Leider gibt es Symptome, dass wir Menschen, angeleitet von unseren herrschenden Klassen, schon auf dem Weg dahin sind.
Manche leitende Angestellte der herrschenden Publizistik meinen derzeit, das sei an der “Extinction Rebellion” zu erkennen. Weiterlesen

Wiedemann / Schweizerhof

Charlotte Wiedemann sieht – ich meine zu Recht – in Algerien, Sudan und Iran einen besonderen politischen Moment. Nur wenige ihres Berufsstandes haben einen Blick dafür. Jürgen Gottschlich gehört dazu – er sieht ihn auch in der Türkei, speziell in der Weltmetropole Istanbul. Eine Stadt, in die sich jede*r verliebt, die*der schon mal dort war.
Wenn der Film “Stan&Ollie” nur annähernd so sehenswert ist, wie seine Besprechung durch Barbara Schweizerhof/taz lesenswert, dann ist er ein “Muss”.
Journalist*inn*en vom Format dieser Ladies werden die Zeitungskrise überstehen.

Medienfrauen

Andrea Dernbach/Tagesspiegel berichtet und kommentiert die Auseinandersetzung, die Extradienst-Autor Andreas Zumach derzeit als Vorsitzender der Jury des Göttinger Friedenspreises durchstehen muss. Charlotte Wiedemann/taz kommentiert zum gleichen Thema die Frage der Repräsentanz, denn stellen Sie sich vor: Jüdinnen und Juden sind so verschieden (“divers”) wie Du und ich.
Mit Radio Bremen verbinde ich Erinnerungen an Weiterlesen

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