Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Christian Lindner (Seite 1 von 3)

Man(n) wird doch wohl noch …

… beleidigen und demĂŒtigen dĂŒrfen? – Nee, meint Claudia Roth, und ist damit nicht mehr allein
Alles beschleunigt sich. Da wissen viele MÀnner nicht mehr, wo ihnen ihr Kopf steht. Jahrtausendelang haben Frauen zu ihrem Besitz gehört. Schon als Kleinkind habe ich gelernt: was mir gehört, da kann ich mit machen, was ich will. So habe ich mir mit Legosteinen eine schöne Stadt gebaut, konnte aber auch jederzeit HÀuser zerstören, UnfÀlle bauen, oder widerspenstige Legosteine in die Ecke werfen (wenn meine Mutter nicht im Zimmer war). Und wenn es in irgendeinem Jahrhundert in irgendeiner Weltgegend anders war? Dann haben wirs nicht erfahren, denn die Geschichtschreibung war ebenfalls stabil in mÀnnlicher Hand.
Durchgelassen haben die geschichtsschreibenden MĂ€nner die Amazonen (griechisch),Weiterlesen…

Lindners Stepptanzboden

von Ulrich Horn
Nichts wĂ€hrt ewig. Diese Ă€lteste aller Binsenweisheiten trift auch die FDP. Zwei Hemmnisse könnten ihr demnĂ€chst den Garaus machen: Sie hat sich zum AnhĂ€ngsel ihres Vorsitzenden Lindner gemacht. Und: Ihr Bild vom Menschen, der aus eigener Kraft sein Leben gestaltet, erweist sich in Krisen als Hirngespinst.Weiterlesen…

Verewigung der Unmenschlichkeit?

MenschenwĂŒrde, Hilfsbereitschaft, SolidaritĂ€t und Hilfe in Not sind Werte, zu denen ich erzogen worden bin. Nicht nur von meinen Eltern, von einer Bundesrepublik der 60er Jahre, die Kerzen fĂŒr die unterdrĂŒckten “BrĂŒder und Schwestern” in der DDR in die Fester stellte. In der Schule, in der die DGRS – Deutsche Gesellschaft zur Rettung SchiffbrĂŒchiger – Filme ihrer Arbeit zeigte und anschließend die SchĂŒler*innen nötigte, am kommenden Tag Spenden ihrer Eltern mitzubringen. Ich dachte immer, in einer freiheitlichen Gesellschaft des Grundgesetzes zu leben – spĂ€ter habe ich dann gelernt,
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SPD: Hoffnungslos, aber nicht ernst?

Ist die Antwort des Ostberliner Schwiegersohns auf die Frage nach der allgemeinen politischen Lage, die ihm sein US-Coca-Cola Schwiegervater stellt – in Billy Wilders Meisterwerk Eins-Zwei-Drei. Die politische Situation der Sozialdemokraten hat durchaus Gemeinsamkeiten mit Berlin kurz vor dem Mauerbau 1962. Aber das könnte sich Ă€ndern. Mit ihrem Coup, Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten zu kĂŒren, sind die Vorsitzenden der SPD gestern und heute von Teilen der Presse nach den ĂŒblichen Schema abgekanzelt worden: Esken/Borjans und Kevin KĂŒhnert als “Fundis” waren gezwungen, nun doch ihren innerparteilichen Erzgegner Olaf Scholz zu nominieren. Andere giften, nun wĂŒrden ja doch die “Linken” zu Kreuze kriechen mĂŒssen. All diese liegen vermutlich falsch.Weiterlesen…

Posieren statt regieren

von Ulrich Horn
Verantwortlich: Christian Lindner

Die FDP schrumpft. Erstaunlicher als dieser Prozess ist das Tempo, in dem er sich vollzieht. 2017 kehrte die Partei nach vierjĂ€hriger Pause in den Bundestag zurĂŒck – mit einem zweistelligen Ergebnis. Sie wurde vierte Kraft, deutlich vor der Linken und den GrĂŒnen. Seither hat sich die FDP in den Umfragen mehr als halbiert. 2021 könnte sie erneut aus den Bundestag fliegen. Zu verantworten hat diesen rapiden Verfall ihr Vorsitzender Lindner.Weiterlesen…

Das Elend der FDP

von Ulrich Horn
Was wird aus der FDP? 2017 fĂŒhrte sie ihr Vorsitzender Lindner in den Bundestag zurĂŒck. Unter den sechs Fraktionen erreichte sie mit 10,7 Prozent Platz 4. Kaum drei Jahre spĂ€ter ist die Zahl ihrer AnhĂ€nger halbiert. Die Partei ist auf fĂŒnf Prozent gefallen und droht bei der Wahl 2021 erneut aus dem Bundestag zu fallen. Lindner hat ganze Arbeit geleistet. Seit der Wahl 2017 hĂ€ufen sich seine Fehler. Der grĂ¶ĂŸte unterlief ihm 2018.Weiterlesen…

Und das Volk nÀht

Erst waren Masken sinnlos, nun sind sie Pflicht? Wenn sich Misstrauen gegen einzelne staatliche Maßnahmen erst einmal Bahn bricht, wird es schwieriger werden, auch sinnvolle Entscheidungen durchzusetzen
Es hat sich als ungesund erwiesen, bei der Explosion einer Atombombe in der NĂ€he zu sein. Aber Schutz ist mit einfachen Mitteln möglich, zumindest glaubte das die US-Zivilverteidungsbehörde in den 1950er Jahren. „Duck and cover“, Deckung suchen und sich zudecken. Mit einem Tuch oder auch einer Zeitung: Das empfahl das Amt seinerzeit in einem Lehrfilm fĂŒr Kinder.

Vergangene Zeiten. Auf so einen Quatsch fielen wir nicht mehr herein.Weiterlesen…

Que sera, sera

Es gibt Ereignisse, die alles verĂ€ndern. Das ist ganz sicher auch bei Corona so, auch wenn außer Christian Lindner niemand weiß, wie genau anders. Doch es gibt auch Dinge, die bleiben. Rassismus zum Beispiel
Tschernobyl. Der Fall der Mauer. Der 11. September. „Bis ans Ende unseres Lebens werden wir von Corona hören“, stöhnt die Tochter entnervt. Ja, so wird das sein. Komm klar. Keiner Generation sind Ereignisse erspart geblieben, die alle Sicherheiten in Frage stellten. Und die Gesellschaften von Grund auf verĂ€nderten. Zum Guten und zum Schlechten.Weiterlesen…

Arrangierte Ehen, tzz, tzz, tzz …

Dem Islam wird das hierzulande immer wieder gerne vorgeworfen. Dabei ist es hier im “christlichen Abendland” sogar, wie fast alles, ein ausgebauter GeschĂ€ftszweig, mindestens fĂŒr schwule Profifussballer. Weil die sich wĂ€hrend ihrer aktiven Karriere nicht outen (lassen) wollen, lassen sie sich von professionellen Agenturen eine “Spielerfrau” vermitteln, zum beiderseitigen Nutzen. Er wirkt heterosexuell, sie wird ĂŒber den abonnierten VIP-TribĂŒnenplatz endlich medienbekannt. AuffĂ€llige Merkmale sind medieninszenierte HochzeitenWeiterlesen…

Ideologie des kalten Krieges

Das Dogma von CDU und FDP
Zwei Tage nach der Ungeheuerlichkeit der Wahl eines FDP-MinisterprĂ€sidenten durch die AfD in ThĂŒringen wird das ganze Ausmaß des Schadens langsam sichtbar: Die FDP hat jede GlaubwĂŒrdigkeit verloren, weil ihr Spitzenkandidat in maßloser SelbstĂŒberschĂ€tzung glaubte,  einen macchiavellistischen Streich begehen zu können, indem er sich von der Höcke-AfD in den Sattel heben ließ, um ihnen anschliessend eine Nase zu drehen. Offensichtlich jedoch konnte der Mann nicht bis drei zĂ€hlen, denn ihn trieb die Halluzination von einer Mehrheit, die – selbst wenn GrĂŒne und SPD sich auf diese Skrupellosigkeit eingelassen hĂ€tten – ihm gerade mal 34 von 90 Mandaten gesichert hĂ€tteWeiterlesen…

BĂŒndnisse der AnstĂ€ndigen

ThĂŒringen / Assange / Snowden
Geht alles zu schnell? Um ein Haar wĂ€re Christian Lindner zurĂŒckgetreten. Hier machte er den Eindruck, als sei er schon am Ende. Wer weiss, was er fĂŒr eine disparate Truppe anfĂŒhrt, muss minĂŒtlich mit “allem” rechnen. Ich weiss auch nicht, wer morgen MinisterprĂ€sident in ThĂŒringen ist. Aber wer, wie #unteilbar, bundesweite Demonstrationen vorbereiten und mobilisieren will, braucht schon ein paar Minuten, um sowas vorzubereiten. Und ich bin dankbar fĂŒr alle Aktivist*inn*en, die sich heute solchen Schindereien aussetzen. Welch ein Kontrast, z.B. zu denen hier.Weiterlesen…

Hegemoniekampf im deutschen BĂŒrgertum

Claus Leggewie, langjĂ€hriger Vordenker GrĂŒner Realos, rĂŒstet zum Entscheidungskampf. Kramp-Karrenbauer und Lindner sehen die Gefahr, und scheinen nicht mehr zu wissen, ob sie ihr noch standhalten können. Sollen sie sich vom Kleinstaat ThĂŒringen, wenig einwohnerstĂ€rker als Hamburg – damit es alle verstehen: ungefĂ€hr 2 Saarlande – die Hegemonie im deutschen BĂŒrgertum aus der Hand nehmen lassen? Umgekehrt die GrĂŒnen:Weiterlesen…

KĂŒppi zum WDR

Flach zu Lindner / Gladbacher Hinrunde
Zum Zustand des WDR habe ich keine Lust mehr. Nicht zum Hören oder Sehen, nicht zum Schreiben oder Kommentieren. Wie schön, dass mir Friedrich KĂŒppersbusch in der taz diese Arbeit abgenommen hat: Wenn ein paar Millionen TĂŒrkdeutsche im ZDF der Ziegenfickerei beigewitzt werden, hagelt es alle Fernsehpreise Deutschlands und Bild schwingt sich zur heldenmĂŒtigen Schildmagd der Satirefreiheit auf. Wenn ein paar Millionen Senioren im WDR als UmweltsĂ€ue provoziert werden, wird das StĂŒck gelöscht, der Intendant zum Zensor und in Bild deliriert Wagner von „der Entlassung der Verantwortlichen“. So viel zum „linken Mainstream“ in diesem Land.Weiterlesen…

Milieus

Von GĂŒnter Bannas

Zu Beginn des Wahlkampfes 1994 unterlief dem SPD-Kanzlerkandidaten Rudolf Scharping ein Missgeschick. Kurzzeitig verwechselte er „Brutto“ und „Netto“. Von dieser Panne – mehr war das nicht – „erholte“ er sich nicht. KĂŒrzlich nun offenbarte der GrĂŒnen Ko-Vorsitzende Robert Habeck in Sachen Pendlerpauschale erhebliche WissenslĂŒcken. Nach ritualisierter Empörung und HĂ€me war fĂŒr ihn die Angelegenheit ausgestanden. Warum? Habeck ist (noch?) nicht Kanzlerkandidat. Um die, die sich da lustig machten, steht es nicht sonderlich gut.Weiterlesen…

Liberale erfolgreich, FDP nicht

Es ist wie so vieles nur noch eine Momentaufnahme, aber eine vielsagende: in den grössten und reichsten LÀndern Westeuropas sind die Liberalen erfolgreich.
In Frankreich stellen sie den StaatsprĂ€sidenten und sind bei den WĂ€hler*inne*n das stĂ€rkste Gegengewicht zur autoritĂ€ren und teilweise neofaschistischen Rechten. So traurig ich das politisch finde. Die einstmals glorreiche gaullistische Rechte wurde von Nicolas Sarkozy so nachhaltig zerstört,Weiterlesen…

Nehmt Greta Thunberg ernst

Die Klimaaktivistin aus Schweden hat mit der Friday-for-Future-Bewegung wirklich etwas auf die Beine gestellt. Aber mit der Verehrung fĂŒr die 16-JĂ€hrige sollte man es nicht ĂŒbertreiben
Der Hype um Greta Thunberg nimmt bedrohliche ZĂŒge an. Daraus ist dem jungen MĂ€dchen kein Vorwurf zu machen. Die 16-JĂ€hrige kann nichts dafĂŒr, wenn weite Teile der Öffentlichkeit durchdrehen. Sie hat ein Anliegen, mit dem es ihr bitter ernst ist, und sie trifft den richtigen Ton, um andere zu ĂŒberzeugen und mitzureißen. So weit, so eindrucksvoll. Das Problem liegt nicht bei ihr, sondern bei vielen Leuten, die auf sie reagieren.Weiterlesen…

Diskurs-Schlachtfelder

Wie gefÀhrlich sind Mister Corbyn und Fru Thunberg?
Ist meine Überschrift zu dramatisierend? DarĂŒber habe ich nachgedacht, und bin zu dem Schluss gekommen: nein, keineswegs.
Bei Jeremy Corbyn werden alle Register gezogen. Das heisst, Geheimdienste sind mittendrin im gewaltĂ€hnlichen Diskurs, und keine Waffe ist Tabu. Das Abschiessen einzelner Personen gehört zum Framing Manual derer, die Corbyn verhindern wollen, ebenso der Antisemitismus-Vorwurf, mit dem auch unser Autor Andreas Zumach unangenehm offene Bekanntschaft machen musste. Andreas ist ja nur ein kleiner Journalisten-Wicht. In Britannien geht es mittlerweileWeiterlesen…

Fussball-LĂŒckenpresse

In merkwĂŒrdiger, fast pathologischer Fixierung berichten die montags dominierenden Sportteile deutscher Medien heute ĂŒber einen Verein des oberen Mittelfeldes der Fussball-Bundesliga. Auch die grossen Philosophen des Fussballs Arnd Zeigler (die ersten 6 Sendeminuten) und Friedrich KĂŒppersbusch machen da keine Ausnahme. KĂŒppi auf die Frage “Und was machen die Borussen” (richtig wĂ€re gewesen: schlagen Hannover 96 4:1, aber er muss seinen Text immer schon vor den Sonntagsspielen abliefern): “Telefonspaß bei Jupp Heynckes. Mit MĂŒnchner Vorwahl anrufen und gucken, ob er drangeht.”Weiterlesen…

Ein Hauch von Weimar

Wer heute die Wahlprognosen von Infratest Dimap liest, reibt sich die Augen: CDU 26%, SPD 15%, GrĂŒne 17%, FDP 10%, Linke 10% AfD 16%. Verwunderlich ist das nicht, denn es gibt drei SchlĂŒsselthemen, in denen die Politik der GroKo offensichtlich versagt.

Erstens: Die Wohnungspolitik, in der sich offensichtlich nichts bewegt. Weder wird massiv in den sozialen Wohnungsbau investiert, noch werden endlich wirksame Maßnahmen gegen Spekulation, Mitpreisexplosion und Luxussanierung unternommen. Die BĂŒrger spĂŒren,Weiterlesen…

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