Thema: Combahnviertel

Klassenkampf um den Bürgersteig

Von , am Mittwoch, 27. November 2019, in Beuel & Umland, Politik.

Mir ist das schon lange klar. Seit ich dazu übergegangen bin, für Wege innerhalb Beuels das Fahrrad stehen zu lassen und zu Fuss zu gehen, um mehr Bewegung im Alltag zu bekommen. Das, was früher Bürgersteige waren, ist zugeparkt. Wege, auf denen Autos nicht zugelassen werden, verurteilen mich, konsequent am Rand zu gehen. Denn von hinten drohen Schnellere. Fahrradfahrer*innen beklagen zu Recht das mangelhafte seitliche Abstandhalten von PKWs, vergessen es aber selbst gegenüber Fussgänger*inne*n.
Für das Verkehrsverhalten zu Fuss ist es essentiell, Weiterlesen

Schwarzheindorf – kein Bus mehr

Von , am Donnerstag, 17. Oktober 2019, in Beuel & Umland.

Ich gestehe, dass ich die einzige Lokalzeitung unserer schönen Kleinstadt nur online lese. Die gedruckte Fassung lese ich immer bei Olivotti – dort bekommt mein Geld statt den superreichen Verlegerfamilien ein Familien-Kleinunternehmen, und ich bekomme zur Zeitung noch ein Supereis und einen erstklassigen Espresso. Olivotti hat aber jetzt Winterpause (von Mitte November bis Mitte Dezember wird noch mal geöffnet). So ist mir entgangen, was die SWB (Stadtwerke Bonn) mit unserem Bus angestellt haben. Weiterlesen

Bonn: Grüne (sehr!) weit vorne

Von , am Sonntag, 26. Mai 2019, in Beuel & Umland, Politik.

Wenn die “Prognosen” nur annähernd stimmen, stellen die Bonner Grünen mit ihrer ehemaligen Kreisvorsitzenden Alexandra Geese erstmals eine Europaabgeordnete. Von der Europawahl in Bonn gibt es nicht nur Prognosen, sondern schon harte Ergebnisse. Und die sind deutlich. Bei einer im bildungsbürgerlichen Bonn immer recht ordentlichen Wahlbeteiligung von 68,6% und 209 von 210 ausgezählten Wahlbezirken haben Weiterlesen

Beueler Luft wird nicht gemessen

Von , am Sonntag, 2. Dezember 2018, in Beuel & Umland, Politik.

Kölns OB Henriette Reker erregt dieses Wochenende überregionales Aufsehen, weil sie ein Tempolimit auf dem Rhein fordert. Auf dem Rhein? Tempolimit? Das hat einen einfachen Grund: die Schiffe dürfen Treibstoffe verbrennen, die mglw. sogar von unserer Müllverbrennungsanlage aus Umweltschutzgründen abgelehnt werden müssten. Dabei verbreiten allerdings die langsamen, rheinaufwärts kriechenden Schiffe entschieden mehr Gift, als die Schnellen rheinabwärts.
Rekers PR-Wind verweist auf ein spezielles Beueler Luftverschmutzungsproblem. Es wird nämlich überhaupt nicht gemessen, Weiterlesen

Combahnviertel, Preise runter!

Von , am Donnerstag, 6. September 2018, in Beuel & Umland, Politik.

Wer auch immer das Messgerät installiert hat, wird hoffentlich nicht von den Nachbarn gelyncht
Eine Freundin von mir hat sich ins Combahnviertel verguckt, oberflächlich (die Lage, die Lage und die Lage) verständlich. Ich habe ihr nicht vorhergesagt dort eine Wohnung zu finden. Und wenn, wäre sie wohl nicht bezahlbar.
Nun hat die böse Deutsche Umwelthilfe aber mit Unterstützung von Anwohner*inne*n herausgefunden, und der GA hat es sogar riesig berichtet, dass die Luft dort zum Atmen nicht empfohlen werden kann. Weiterlesen

Die Radstation ist – zu kleiner – Teil der Lösung

Von , am Donnerstag, 9. August 2018, in Beuel & Umland, Politik.

Es ist Sommerloch. Da bekommt sogar ein einzelner Luxusradler mit mehreren Liebhabermodellen in der Garage Platz in Bonns Monopolzeitung eingeräumt. Ist OK. Dann will ich mal an dieser Stelle auch nicht schweigen. Der Ansatz, die Radstation dafür zu kritisieren, dass sie unzureichend ist, ist genau falsch. Die Schlafmützen sind – wie immer – die Stadt und die DB.
Ich war Stammkunde der Radstation in ihren Gründungsjahren zu Beginn dieses Jahrtausends. Sie residierte in der längst abgerissenen ehemaligen Expressgutabfertigung, da, wo heute das Hotel steht. Als Beueler war es immer umständlich, sie überhaupt durch Unterquerung der Bahnstrecke („Pissrinne“) zu erreichen. Aber die Abstellsicherheit Weiterlesen

Mit Parkplätzen und Karneval gegen Amazon?

Von , am Donnerstag, 25. Januar 2018, in Beuel & Umland, Politik.

Auf dieser Seite habe ich die Gewerbegemeinschaft Beuel bisher ausdauernd gelobt. In der Tat ist ihre blosse Existenz für den Stadtteil wertvoll, das zeigt schon ein Blick nach Bad Godesberg. Jetzt muss die GGB aber wohl von Selbstmordgedanken abgebracht werden. Das wird nicht leicht.

Um meine Ausführungen besser verständlich zu machen und abzukürzen, lesen Sie bitte zunächst:
Daniel Leisegang: Amazon Fresh oder:die Schlacht um die Supermarktkunden, in den Blättern für deutsche und internationale Politik. Die Blätter sind eine im Zweifel linke politikwissenschaftliche Zeitschrift.
Und damit es hier ausgewogen zugeht, und Sie das auch glauben:
diese Meldung aus dem Finanzteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), dem im Zweifel rechten Zentralorgan der im Zweifel rechten konservativen Mehrheitsfraktion des deutschen Grosskapitals.

Nachdem Sie das gelesen haben, fassen wir jetzt also zusammen.
So wie Immobilien nach “den drei L-Kriterien: die Lage, die Lage und die Lage” bewertet werden, gilt die Bewertung für Citys, und solche, die es werden wollen: “die drei A’s”: Aufenthaltsqualität, Aufenthaltsqualität und Aufenthaltsqualität.
Und nun prüfen Sie sich selbst: wie lange halten Sie sich gerne auf einem Parkplatz auf?

Gehen wir mal durch Beuels City: Haltestellen-Dreieck Adenauerplatz. Weiterlesen

Breitbeinige Autos und eine stundenweise schöne Beueler Straße

Von , am Mittwoch, 7. Oktober 2015, in Beuel & Umland.

Gestern fiel mir beim Überqueren der Werdstraße im Zentrum von Schwazrheindorf auf, dass es kaum einem PKW gelungen war, die leider auf den Gehwegen vorgesehenen Parkplatzkennzeichnungen einzuhalten. Nachdem ich glücklich die Straße überquert hatte, wäre ich mit Rollator bereits am Weitergehen zwischen PKW und Hauswand gescheitert. Es war noch nicht einmal ein “SUV” genannter Panzertrecker, sondern ein PKW, aber mit einem Radstand, der Fußgänger bedrängt, wie fast überall im Combahnviertel. Die Autolobby randalierte bereits und will noch mehr Platz.

Wie schön eine Straße aussehen kann, wenn sie nicht mit Blech vollgestellt ist, konnte ich heute auf dem kurzen baumbestandenen Combahnstraßen-Abschnitt neben dem Friedhof zwischen St. Augustiner und Kreuzstraße sehen. Sie war kurzzeitig mit Halteverboten wegen Baumarbeiten versehen. Heute waren die hässlichen Schilder weg und die Autos noch nicht wieder da. Wundervoll.
In Zukunft soll das ja alles mal besser werden; ob wirs in Beuel noch erleben?