Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Copa America

Drehtür

Eben noch habe ich über Herrn Spahn gelästert. Da wusste ich das noch nicht. Kommentieren Sie sich das einfach mal selbst.
In Peru kommt ein neuer linker Präsident durch die Tür. Wahlen werden dort ganz offensichtlich nicht “in der Mitte” gewonnen. Wieviel ein Wahlsieg wert ist, muss zunächst offenbleiben. Nicolas Allen kommentiert bei Jacobin.
In der Copa América hat in der europäischen Nacht Kolumbien gegen Ecuador 1:0 gewonnen. Coronavirus kann die Zirkulation des Kapitals in Südamerika nicht aufhalten.
Update 15.6.: Argentinien-Chile 1:1, Paraguay-Bolivien 3:1

Reservate des schlechten Geschmacks

Von André Dahlmeyer, Nomadensportstudio
In Brasilien startet die „Todes-Copa“

Überall in Brasilien gehen die Menschen mit Pappschildern auf die Straße, auf denen Dinge stehen wie „Copa Nein! Impfung Ja!“ Es nützt alles nichts. Gestern um 23 MESZ wurde mit dem Spiel zwischen Gastgeber Brasilien und Venezuela die 47. Copa América angetreten (Ergebnis: 3:0 für Brasilien), die ursprünglich erstmals in ihrer 105jährigen Geschichte in zwei Ländern ausgetragen werden sollte. In Kolumbien kam der Staatsterrorismus dazwischen, in Argentinien der Sensenmann.
Dem deutschstämmigen brasilianischen Präsidenten Jair Messias Bolsonaro ist das wurscht. Weiterlesen

Immenser Erfolg

von André Dahlmeyer
Immenser Erfolg für das argentinische Volk: die Copa América 2021 wird nicht in Argentinien gespielt!!!

Ich ziehe meinen Hut. jetzt wird die Conmebol (Balltretverband Südamerikas mit Sitz in Asunción), auch Corrumbol genannt, wegen Corrupción, die Chose sicher an die Yanquees verscherbeln,auch Bolsonaro lauert schon. Hauptsache der Rubel rollt. Menschenleben sind ein Anachronismus. Mein Flitzebogen bleibt spitz.
Das hungerleidende Argentinien verzichtet auf 30 Millionen grüne Froschhaut. Weiterlesen

Tränen auf dem Fußballfeld

von Gert Eisenbürger
Aus guten Grund: Südamerika-Meisterschaft 2021 wird nicht in Kolumbien stattfinden

Tränen sind auf dem Fußballfeld nichts Besonderes. Wenn ein Endspiel verloren geht, wenn das eigene Team absteigt oder den Aufstieg verpasst, beginnen gestandene Fußballspieler, häufiger auch mal zu weinen. Auch bei einem Spiel der Gruppenphase der Copa Liberadores (Südamerikapokal, vergleichbar der europäischen Champions-League) zwischen dem argentinischen Vertreter River Plate Buenos Aires und dem kolumbianischen Club Atlético Juniors am 12. Mai in Barranqiulla, wo die Atlético Juniors zuhause sind, flossen zahlreiche Tränen. Allerdings weinten die Spieler beider Teams, und das schon während des Spiels. Für die feuchten Augen waren auch keine fußballerischen Gründe verantwortlich, sondern das Tränengas, das kolumbianische Sicherheitskräfte gegen Demonstrant*innen außerhalb des Stadions einsetzten und das durch den Wind in die Arena getragen wurde. Weiterlesen

Junge Welt: Paywall vergessen?

Zitternder Jörges
Die Junge Welt, publizistische Speerspitze des linken Radikalismus, kämpft, wie alle linken Medien um ihre Existenz. Ist es nun ein gutes oder schlechtes Zeichen? Heute hat sie ihre Paywall vergessen. Normalerweise wird die Hälfte der Texte online vermauert und ist nur gegen ein Abonnement zugänglich. Auf diese Art und Weise wurden z.B. zahlreiche Texte des Extradienst-Lesers Andre Dahlmeyer für mich unlesbar, sehr bedauerlich. Anders heute.
Drei Texte möchte ich besonders empfehlen: Weiterlesen

Da reden wir nicht drüber

von Glenn Jäger
Zu den Beziehungen Katars nach Südamerika und zur Vergabe der Fuball-WM 2022

Wenn im Juni 2019 in Brasilien die Copa America im Männerfußball steigt, ist als Gastland auch Katar mit dabei. Die Südamerikameisterschaft ist ein erster größerer sportlicher Testlauf für den Gastgeber der in vier Jahren beginnenden WM 2022. Für ein Land, das mit ungeheurem Reichtum vor allem aus Erdgas von sich reden macht; das nicht nur im eigenen Land Milliarden investiert und damit an wirtschaftlichem und politischem Einfluss gewinnt; das mit den Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen in die Schlagzeilen geriet; das als absolute Monarchie auf bemerkenswert wenig Kritik des Westens stößt; Weiterlesen

Teammaschine schlägt Kampfmaschine

Respekt vor dem Gegner ist eine Tugend, die, nunja, nicht typisch deutsch ist. Chile, verdienter Gewinner der Copa America 2016, hat sich den verdient. Mit gerade einmal einem internationalen Star, Alexis Sanchez, und dem auffälligen Testosteronbomber und besoffenen Ferraricrasher Vidal im Aufgebot, der wegen Verletzung nur zeitweise mitspielen konnte, schlugen die Chilenen das stargespickte Argentinien (Messi, di Maria, Higuain u.v.m.) knapp aber verdient. Bei dieser Auseinandersetzung zeigte sich wie so oft, dass eine ausgeprägte Hierarchie der Stars, in Argentinien, wie nach Guardiola auch bei Barca, mit der absoluten Herrschaft des Messiclans, sich im Endergebnis negativ auf die komplette Mannschaftsleistung auswirkt. Wenn im Weltspitzenfussball die Kleinigkeiten entscheiden können, ist das keine Kleinigkeit mehr.

So auch gestern Abend. Weiterlesen

Das letzte Fußball-Länderturnier wie wir es kannten?

Gratulation an Portugal (mehr zur aktuellen Lage des Landes hier und hier), das gestern Abend nach dem Ausfall Cristiano Ronaldos als Mannschaft über sich hinauswuchs. Und erneut den Nachweis brachte, dass im heutigen Fußball der kleinen Unterschiede die Mannschaft und ihr Zusammenhalt der eigentlich “Star” ist. Doch der Fußball, der uns in Frankreich gezeigt wurde, hat keine Zukunft mehr.

Schon bei der WM vor zwei Jahren in Brasilien war erkennbar, dass die Gladiatorenhaftigkeit ein oft gewähltes Stilmittel Weiterlesen

EM: Ruin des Nationalfußballs?

Vom gestrigen EM-Spieltag blieb ich verschont, weil ich zum 60. Geburtstag einer Freundin in eine für Bahnfahrer unwegsame Bergregion NRWs musste (und wollte). Bis gestern war der feste Glaube der Fans, dass an der fußballerisch überwiegend unansehnlichen EM-Gruppenphase die Aufblähung des Spiel- und Qualifikationssystems durch den kriminellen Michel Platini schuld war. Seit gestern wissen wir: es muss irgendwas anderes sein. Weiterlesen

Und morgen der Fußball-Brexit?

Albanien hatte heute den Gastgeber Frankreich auf dem Silbertablett. Schon in der 1. Halbzeit hätten sie sie abschiessen und damit die Stimmung der Fußball-EM abtöten können. In dem Land, in dem die Regierung und ihre Bürokratie nichts mehr geregelt kriegen, in dem die herrschende Klasse sich so vom wahren Leben abschirmt, dass sie intellektuell absolut nichts mehr begreift Weiterlesen

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