Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Covid 19 (Seite 1 von 2)

Patente töten

FĂŒr die Aufhebung des Patentschutzes auf alle unentbehrlichen Medikamente
von BUKO Pharma-Kampagne, medico international (Deutschland), Outras Palavras (Brasilien), People’s Health Movement und Society for International Development

Die Welt ist zu einer Patientin geworden. Die Krankheit heißt Covid-19 und hat uns allen die unentrinnbare Verflochtenheit des Planeten vor Augen gefĂŒhrt. Heilung geht nur global oder gar nicht – so lautet eine der wichtigsten Lektionen der Pandemie, der sich niemand mehr entziehen kann. Im Interesse der Menschheit sollte die Welt gemeinsam, solidarisch und im Rahmen globaler politischer Institutionen nach einem Impfstoff und nach Medikamenten suchen, die dann entlang von Bedarfen produziert und verteilt werden.Weiterlesen…

Ist schon Postcorona?

Meldungen verdichten sich, dass zwar das Infektionsgeschehen nicht nachlĂ€sst, eher im Gegenteil. Die Tödlichkeit des Covid-19-Virus könnte aber abnehmen. Auch, aber nicht nur, weil unter den gezĂ€hlten Infizierten mehr junge sind. Es wird mehr getestet, also mehr “Positive” gefunden. Ein weiterer Grund fĂŒr abnehmende Sterblichkeit könnte sein, dass viele gelernt haben, die besonders GefĂ€hrdeten zu schĂŒtzen – auch die Intensivstationen. Aus diesen Erkenntnissen ergeben sich viele politische Fragestellungen.Weiterlesen…

Verschwörungen

Eine Leserin klagte mir kĂŒrzlich, dass sie im privaten Freundeskreis als Verschwörungstheoretikerin angesehen wurde, weil sie an den am weitesten verbreiteten Versionen zu den FĂ€llen Nawalny und Amri (Breitscheidplatz Berlin, 2016) Zweifel Ă€usserte. Darum mein Warnhinweis: die folgenden AusfĂŒhrungen können dieses Problem verschlimmern. Es gibt eine Diskursverschiebung im öffentlichen Raum, aufgrund der ich hier schon zur Verteidigung von Skepsis angehoben hatte. Es geht immer weniger um Fakten und Beweise, sondern wie bei Religionen um glauben oder nicht glauben. Die GlĂ€ubigen bekennen sogar offensiv, Weiterlesen…

Journalistische Distanz

Und: der Steuerkriminelle, der im Knast nichts gelernt hat
Thilo Thielke ist Korrespondent der FAZ in Kapstadt/SĂŒdafrika. Ich habe nicht so viel von ihm gelesen, daher keine festgefĂŒgte Meinung ĂŒber seine journalistische Arbeit. Seine Frankfurter Zentralredaktion muss ihn jedenfalls fĂŒr aussergewöhnlich qualifiziert halten. Denn obwohl die Frankfurter eine um rund 2.200 km kĂŒrzere Distanz zur malischen Hauptstadt Bamako haben, lassen sie Thielke aus dem 8.800 km entfernten Kapstadt ĂŒber Mali berichten. Ein echterWeiterlesen…

Organisierte KriminalitÀt & Corona

Das in Japan ansĂ€ssige Konglomerat Softbank war bereits skandalumwitterter KonsortialfĂŒhrer einer anonym bleibenden Bande von Grossinvestoren – mutmasslich ohne Frauen – die dem Fifa-Kriminellen Infantino die WM und diverse weitere Fussballwettbewerbe abkaufen wollten. Nun macht Softbank wieder auf sich aufmerksam, lesen Sie bis ganz nach unten, da sehen Sie wieder was fĂŒr ein Dorf die kriminelle Grosskapitalwelt ist.
Eine deutsche RĂŒstungsfirma mit einem US-Hedgefond als HauptaktionĂ€r will an die Börse. Sie verkauft alles, was fĂŒr den modernen “Drohnenkrieg” als SchlĂŒsseltechnologie benötigt wird.Weiterlesen…

Tönnies-Freund bei der Arbeit

weiter unten: Patentrennen um Covid19-Impfstoff
Jetzt haben sie das, auf was ich hier verlinken wollte, in die Paywall eingemauert. Marcus Theurer/FAS berichtet ĂŒber die HintergrĂŒnde der wenig beachteten, sachlich aber spektakulĂ€ren Wende, die die Bundeskanzlerin kĂŒrzlich nach ihrem gross aufbereiteten GesprĂ€ch mit den Damen Thunberg und Neubauer hingelegt hatte. Das Mercosur-Abkommen, u.a. mit dem Faschisten und Regenwaldabbrenner Jair Bolsonaro, sei “kaum noch zu retten”.Weiterlesen…

BerĂŒhrung wird Politikum

Das Covid-19-Virus geht nicht weg. Einen Impfstoff gibt es nicht. Ob und wann es einen geben wird, ist offen. Gegenmittel gibt es auch keine, allenfalls solche, die den Erkrankungsverlauf lindern oder verkĂŒrzen. GefĂ€hrdete Leben werden damit nicht gerettet. Das bedeutet, dass uns dieser Game-Changer noch mehrere Jahre, mindestens, beschĂ€ftigen wird. Es ist höchste Zeit, sich gedanklich damit zu beschĂ€ftigen, wie das menschliches Leben Ă€ndert, Ă€ndern soll, oder lieber nicht soll. Wenige beginnen damit. Weiterlesen…

Hungertod durch den Lockdown

von Andreas Boueke
Europas Strategie passt nicht fĂŒr Lateinamerika

Die Zahl der Krankenhausbetten pro Kopf ist in Deutschland 16mal so hoch wie in Guatemala, dem Land mit den wenigsten KrankenhĂ€usern auf dem amerikanischen Kontinent. In vielen Regionen Lateinamerikas gibt es kein einziges BeatmungsgerĂ€t. Wenn die Fallzahlen dort deutlich steigen, bekommen die meisten schwer kranken COVID-19 Patient*innen so oder so keine ausreichende medizinische Betreuung. Gleichzeitig fĂŒhrt der Lockdown dazu, dass Menschen verhungern.Weiterlesen…

Nicht gefallen lassen

Zu meinem tĂ€glichen Nachtprogramm gehört als kulturpolitisches Leitmedium das DLF-Magazin Fazit. Ohne das schlafe ich nicht ein. Und die senden nicht nur werktags, sondern auch sonn- und feiertags, Weihnachten, Neujahr, Silvester, egal. Das allein nötigt mir schon Respekt ab. Qualitativ hat dem letzte Nacht Idil Baydar die Krone aufgesetzt. Sie sollten es nicht nur lesen, sondern auch hören: klare Aussprache, klare Kante, und das unter UmstĂ€nden, die den meisten von uns, wĂ€ren wir Ă€hnlich betroffen, Angst machen wĂŒrden. Das ist es ja,Weiterlesen…

Insel der Vernunft: die Ultras

FĂŒr das westfĂ€lische RotbĂ€ckchen aus Lippstadt sind sie Abschaum, “das hĂ€ssliche Gesicht” des Fussballs. Sein GlĂŒck, dass in Deutschland Meinungsfreiheit herrscht, in der jede*r das Recht hat, Unsinn zu verbreiten. In Wahrheit ist es umgekehrt. Schon bei den Geziprotesten 2013 in der TĂŒrkei waren es die Ultras der Istanbuler Vereine BeƟiktaƟ, Fenerbahçe und Galatasaray, die gemeinsam die tĂŒrkische Demokratie gegen das Erdogan-Regime verteidigten. Danach intensivierte das RegimeWeiterlesen…

Rattenrennen

Die ErnĂ€hrung – der Impfstoff – das Entertainment
Der Kollege Frank Patalong, langjĂ€hriger Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel-online, lebt hier um die Ecke in Siegburg. Er hat bei seinem alten Arbeitgeber eine kompakte Geschichte der Industrialisierung menschlicher Landwirtschaft abgeliefert. Der Philosophie, die bei ihm nur ein wenig durchschimmert und sich etwas leichtfertig auf Malthus stĂŒtzt, traue ich nicht ĂŒber den Weg. Das in-Erinnerung-rufen, welche bahnbrechenden technologischen Revolutionen zum heutigen Zustand fĂŒhrten,Weiterlesen…

Wahrnehmungsstörung

Unser Körper und das blamable GedÀchtnis unserer Stadt
Selbstbewusste Menschen, die mit sich selbst im Reinen sind, sind schwieriger ĂŒber den Tisch zu ziehen, auszubeuten, und zu unterdrĂŒcken. Da trifft es sich fĂŒr den Kapitalismus gut, dass so viele sich an FĂ€ltchen und Speckpölsterchen an sich selbst so dermassen stören, dass sie bereit sind, Stunden ĂŒber Stunden, in der Summe viele Wochen, damit zu verbringen, diese Probleme an sich selbst zu bearbeiten. Der Kapitalismus, schlau wie er ist, macht auch das zu einem blĂ€henden GeschĂ€fts- und Profitzweig.
Anja Schrum/DLF-Kultur hat sich das mal nĂ€her angesehen.Weiterlesen…

Stakeholderismus

Der Kampf um die Postcorona-VerhÀltnisse
Was wird die Coronakrise am Ende verÀndern? Was erhalten, gar verschlimmern? Welche Sichtbarmachung von verbrecherischen ZustÀnden wird tatsÀchlich politische Folgen haben? Die Debatte und der politische Kampf darum hat gerade erst angefangen. Zum Beispiel bei den Kolleg*inn*en von telepolis:
Klaus-Dieter Kolenda aktualisiert seinen Vergleich zwischen “Grippe” und Covid-19;Weiterlesen…

ARD-Feiglinge

mit Update 16.6. vormittags und nachmittags
Publikum ist halt zu doof
Durch das Absenden chinesischer Propaganda könnte unsere Demokratie akut gefĂ€hrdet werden. Selbst wenn nur 2,5% sowas ausgesetzt wĂ€ren. Es wĂŒrde sich sicherlich schlimmer verbreiten als ein unbekanntes Virus. Und dann ĂŒbernimmt die Gelbe Gefahr hier alles.
Ich bin kein Freund staatlicher Propagandamedien. Meistens sind sie mit eher schlechtem – weil feigem, gehorsamem, “eingebettetem/embedded” – Journalismus verbunden.Weiterlesen…

0,01%

75% der Bevölkerung sollen die Coronapolitik der Bundesregierung “gut” oder “sehr gut” finden. Naja, ist halt immer eine frage der Alternativen. Gibt es ein besseres Angebot irgendeiner Opposition? Mir ist auch keins bekannt.
In den letzten Tagen fiel mir auf, dass die sich anmassend “Die Linke” nennende Partei es immerhin sporadisch in den Schweinwerferkegel öffentlicher Aufmerksamkeit geschafft hat. Ob zum Nach- oder Vorteil möge jede*r selbst urteilen.Weiterlesen…

Ya va caer

von Muriel GonzĂĄlez Athenas und Maria Baumeister
Es wird fallen, das Patriarchat! Der 8. MÀrz 2020 in Santiago de Chile: Zwei Kölner*innen berichten

Die Ankunft in Santiago de Chile ist bewegend, die Stadt hat sich enorm verĂ€ndert: die Innenstadt voller Slogans und wunderschöner GemĂ€lde an den WĂ€nden. UnĂŒbersehbar ist aber auch die Zerstörung von Machtsymbolen. Die Wut ĂŒber 40 Jahre UnterdrĂŒckung und Ausbeutung hat sich ihren Weg gebahnt. Das Land ist in Arm und Reich gespalten. In der Rebellion seit dem 18. Oktober gibt es ein klares Bewusstsein von den WurzelnWeiterlesen…

Die soziale und rÀumliche Dimension der Pandemie

von Robertha Barros und Paulo Victor Melo
In Brasilien erkranken und sterben deutlich mehr Bewohner*innen armer Viertel als wohlhabender Bezirke an COVID-19

Der Theologe und Philosoph Leonardo Boff schrieb jĂŒngst, dass die Coronapandemie eine „einmalige Möglichkeit darstellt, unsere Lebensweise im gemeinsamen Haus (Motto einer 2016 entstandenen Initiative des nationalen Rats christlicher Kirchen Brasiliens) zu ĂŒberdenken“. Die Autor*innen des nachfolgenden Beitrags zeigen, wie weit Brasiliens StĂ€dte heute davon entfernt sind, ein „Gemeinsames Haus“ zu sein, in dem alle Bewohner*innen menschenwĂŒrdig leben und ihre Gesundheit schĂŒtzen können. Aber sie teilen die Hoffnung Leonardo Boffs, dass ein Umdenken möglich und vor allem dringend notwendig ist.Weiterlesen…

“Systemrelevanz”? – Feudalismus heute

mit Update abends
Zuerst die gute Nachricht. Gegen den Feudalismus im Kulturbetrieb wird gearbeitet, hart gearbeitet. Zu verdanken ist das in erster Linie der #metoo-Bewegung. Jenni Zylka/taz ist mir vor einigen Jahren als Mitarbeiterin des “HĂ€uptling Eigener Herd” positiv aufgefallen, berichtet ĂŒber den Evaluationsbericht der Beratungsstelle Themis. Sie fördert endlich zutage,Weiterlesen…

Aufgeblasener Trump – eine Atombombe?

Schlechte und schlechte Nachrichten zum Virus
Donald Trump, den viele fĂŒr den mĂ€chtigsten Mann der Welt halten, hat sich – lebensgefĂ€hrlich? – aufgeblasen. Er soll das Virus, das er als chinesisch bezeichnet, als schlimmeren Angriff als 9/11 oder gar Pearl Harbour bezeichnet haben. WĂ€re dieser Mann mit Logik zu erfassen, wĂ€re das eine KriegserklĂ€rung gegen China, und zwar nicht nur ein Handels-, sondern mindestens ein Biowaffenkrieg.
Es bleibt der wehrlosen Menschheit zu hoffen,Weiterlesen…

Der Ausnahmezustand könnte zur Regel werden

Und Fussball wird virtuell
Es wĂ€re zum lachen, wenn es nicht ernst wĂ€re. Die globale Politik reagierte auf die Entdeckung und Ausbreitung des Covid-19-Virus zunĂ€chst mit einer Mischung aus Panik und Kontrollwut. Gibt es Gegenmittel, Impfung? Ist das Virus weg? Trotzdem wird ebenso global nun eine imaginĂ€re “RĂŒckkehr in die NormalitĂ€t” propagiert. Das könnte eine Mischung aus mittlerweile erledigter Kapitalvernichtung, Ableben von Alten und Schwachen, und wachsendem Druck maltrĂ€tierter Menschen, die ihre Lebensgewohnheiten zurĂŒckhaben wollen, sein. Jedenfalls hat es nichts mit dem Virus zu tun.Weiterlesen…

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