Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Datenkapitalismus

Google untergräbt Mindestlöhne

Google hat seine Versprechen gebrochen: Subunternehmer zahlten 10 US-Dollar pro Stunde trotz der Google-Richtlinie, die ein Minimum von 15 US-Dollar pro Stunde vorschreibt.

(Mountain View, CA) – Im Jahr 2019 gab Alphabet nach anhaltendem internen Druck von Arbeitnehmern öffentlich bekannt, „dass Anbieter und Personalpartner, die mit Google und anderen Alphabet-Tochtergesellschaften in den USA zusammenarbeiten, aufgefordert werden, ihren Arbeitnehmern einen neuen Maßstab für Leistungen zu bieten, einschließlich eines Mindestlohns von 15 USD/Stunde, 12 Wochen bezahlten Familienurlaubs, acht Tagen bezahlten Krankenstands, 5000 USD/Jahr an Studiengebühren und umfassender Gesundheitsversorgung.“ Weiterlesen

Daten-Verkehr-Wasser

Aktuelle Medienperlen
Constanze Kurz erfreute heute mein Ohr und meinen Verstand in der – immer empfehlenswerten – DLF-Gesprächsreihe “Zwischentöne”. Eine unverkniffen aber inhaltlich scharfe Kritikerin der real existierenden IT- und Digitalpolitik. Mithalten mit ihr kann allenfalls unsere Gastautorin Julia Reda, deren Texte wir dank CC-Lizenz regelmässig mitveröffentlichen können. Starke Frauen, die ich in Umfragen, “wer in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen sollte”, jederzeit benennen würde. Weiterlesen

Enttäuschend

Wenn deutscher Journalismus “Porno” recherchiert: wer ist der Böse?
Netzpolitik.org ist gewöhnlich ein substanziell arbeitendes, medienkritisches und unabhängiges Portal. Nicht in Geld schwimmend, aber auch nicht mehr arm. Sie haben sich ihre Reputation hart – und mutmasslich mit reichlich Selbstausbeutung – erarbeitet, so dass es erfreulicherweise eine in der jüngeren Vergangenheit gewachsene Spendenbereitschaft gibt. Und was sie veröffentlichen, ist digital frei zugänglich. Quellen werden – unfassbar, dass das immer noch hervorgehoben werden muss – anständig und nachvollziehbar verlinkt. Weiterlesen

Es geht (nur) mit Datenschutz

Es gibt Menschen ohne Handy. Ich kenne einen. Bisher gibt es kein Gesetz, das zu seinem Besitz verpflichtet. Ich selbst habe ein Smartphone. Aber kosten- und zeitsparend ohne “Datenoption”. Ich trage es nur bei mir, wenn ich andere Leute treffen und nicht verpassen will. Meistens liegt es auf der Lehne meines Sofas zuhause, am Ladekabel. Nicht selten vergesse ich, es einzustecken, ein Luxus, den ich geniesse. Ich bin weit entfernt davon, das propagieren zu wollen. So wenig, wie ich will, dass andere mir Vorschriften zu machen versuchen. Schrullig? Weltabgewandt? Aber legal!
Heute lese ich, dass Investorengeier den wenig vertrauenswürdigen Datenkonzern Schufa umkreisen. Weiterlesen

© 2022 Beueler-Extradienst

Theme von Anders NorénHoch ↑