Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Der Spiegel (Seite 1 von 25)

Merkel-Rücktritt? II / Kunstverachtung / Tönnies

Das Thema “Merkel-Rücktritt” ist schon wieder tot. Wolfgang Michal/Freitag war nicht der, der es zuerst aufgebracht hat. Obwohl seine Genoss*inn*en vielleicht (letzte) Hoffnungen damit verbunden haben. Die Überbringerquelle war der Spiegel, windig genug. Und politisch kommt der Trash von Friedrich Merz und seinen Freunden. Womit die ganze Idee ihren sicheren Tod bereits gefunden hat. Welche Erkenntnis bleibt dennoch aus diesem Vorgang? Weiterlesen

DER SPIEGEL auf “Aluhüte”-Kurs ?

Der SPIEGEL ist für mich eine demokratische Ikone der Bundesrepublik. Ich gehöre zu den Menschen, die 1962 schon lebten und – wenn auch nur als Kind – die “Spiegel-Affäre” erlebt und erst viel später verstanden haben. Als linker Liberaler fühle ich mich Rudolf Augstein geistig verbunden – nicht zuletzt, weil wir beide bis 1982 in der damals noch sozialliberalen FDP waren – und es schmerzt um so mehr, sehen zu müssen, dass Teile dieses Medienunternehmens langsam in mehr als zweifelhaftes Fahrwasser des Populismus abrutschen. Weiterlesen

Virus / Berlin / “Identitätspolitik”

Sebastian Eder/FAZ interviewt fortlaufend den Darmstädter Lungenarzt Cihan Çelik, der mich beeindruckt durch seine Verbindung von cooler Urteilskraft mit Praxiserfahrung. Als Leser bekomme ich so eine präzisere Lageeinschätzung des “Infektionsgeschehens”, als durch die Verfolgung des täglichen Nachrichtenstroms (7-Tage-Inzidenz Bonn 51,6, 1 Infektion weniger als am Sonntag der Vorwoche).
Berlin feiert den 100. Geburtstag seines früheren Senatsbaudirektors Werner Düttmann. Die Berliner Zeitung hat die Einschätzung ihres Architekturfachmanns Nikolaus Bernau eingemauert; der ist immerhin regelmässig auch in Fazit/DLF-Kultur offen zugänglich zu hören. Weiterlesen

30 Jahre mediale Spaltung

von Lutz Mükke und Jupp Legrand (Vorwort)/ Otto Brenner Stiftung
Vorwort

Der wissenschaftliche, politische und mediale Diskurs über das „innerdeutsche“ Ost-West-Verhältnis und den Stand des Vereinigungsprozesses hat in den vergangenen Jahren deutlich an Qualität gewonnen. Fragen der Partizipation oder Repräsentation und nach der (Ohn)Macht von Ostdeutschen sind zu zentralen Aspekten geworden. Der anhaltende Unmut über die mangelhafte Teilhabe von Ostdeutschen schlägt sich etwa in Sachbüchern wie „Die Übernahme“ und in Säle füllenden Tagungen wie „Kolonie Ost? Aspekte von ,Kolonialisierung‘ in Ostdeutschland seit 1990“ nieder. Neu daran ist nicht nur der selbstbewusstere Tonfall ostdeutscher Akteure. Sondern auch, dass diese Debatten inzwischen von Teilen des etablierten Politikbetriebs unterstützt werden. Weiterlesen

Wer hat denn überhaupt eine Wahl?

“Jede*r soll so doch leben dürfen, wie sie*er mag.”

Das mit dem Erfahrungshorizont ist so eine Sache. Denn mensch versteht am besten, was mensch kennt. Soweit, so normal. Geht mir auch so. Bei Spiegel-Redakteur*inn*en und Politiker*innen ist das aber ein anderes Ding. Denn diese Menschengruppen betreiben ihren Lebensunterhalt in Berufsfeldern, die im Idealfall genau die Erweiterung dieses individuellen Erfahrungshorizontes eben ihrer Kund*inn*en zum Ziel haben sollten. Ausser sie schreiben oder machen ihre Politik ausschließlich für eine eingrenzbare Interessengruppe. Weiterlesen

Enissa zeigts dem WDR

Und Rupert den Präsidenten / weitere Infos zu Welthandel, Impfpolitik, Northstream2
Sie steigt weiter in meiner Hochachtung: Enissa Amani. Jetzt hat sie dem doofen WDR und der nicht minder doofen Plasberg-Firma kurz mal eben auf eigene Produktionskosten vorgemacht, wie Leute, die Ahnung von der Sache haben, über Rassismus und Sprache schwätzen können. Makaber, wie wenig schwer das ist. Und für unser Haushaltsabgabengeld bekommen wir so ein Minimum an Intelligenz nicht geliefert? Sogar der billige Spiegel hats schon gemerkt.
Ich schäm’ mich so, weil ich “meinen” WDR mal so heiss geliebt und verehrt habe. Weiterlesen

Schreibende Denker*innen

Walter Benjamin / Isolde Charim / Andreas v. Westphalen / Franziska Augstein
Haziran Zeller/Jungle World, der sich in seiner Jugend mal hier im Rheinland aufgehalten hat, feiert eine Monumentalbiografie über Walter Benjamin von Howard Eiland und Michael W. Jennings. Benjamin ist der, von dem dieser köstliche Text über Frische Feigen ist. Ich würde die ja gerne lesen, kann mir aber beim besten Wlllen nicht vorstellen, wie ich ein Buch mit dem Gewicht eines Paketes Kopierpapier handhaben soll. Weiterlesen

Schlechte Chefinnen?

Ohne Gendersternchen. Es soll hier um die Frage gehen, warum manche, kleine und grosse Frauen als Chefin scheitern. Zunächst habe ich mich vor dem Schreiben selbst überprüft: wie gut bin ich mit Chefinnen ausgekommen? In der Grünen Stadtratsfraktion (2006-2016) mit Brigitta Poppe-Reiners (inzwischen ausgetreten) sehr schlecht (wie alle meine damaligen Kolleg*inn*en); mit Coletta Manemann, Doro Pass-Weingartz und Annette Standop – die wiederum auf ihre Art sehr verschieden sind – dagegen ausgezeichnet. Ich kann also ein eigenes Urteil wagen. Weiterlesen

Wer rettet investigativen Journalismus?

mit Update 21.1.
Und wer lenkt ihn? – Ein teilweise spannendes Buch versucht Forschungslücken zu füllen
Das Buch, von dem ich hier schreiben werde, liest sich wie “trocken’ Brot”. Wissenschaftler*innen haben die Beiträge verfasst, und kein*e journalistische*r Ghostwriter*in hat es in flüssige Lesbarkeit übersetzt. Auch kein*e Layouter*in. Als Sehbehinderter (Kurzsichtigkeit + Alters-Weitsichtigkeit) brauchte ich eine gute Leselampe und schob die Gleitsichtbrille rauf und runter. Dafür wurde ich in hier zu erwähnenden Einzelfällen inhaltlich reich belohnt. Es geht um René Möhrle (Hg.) u.a.: Umbrüche und Kontinuitäten in der deutschen Presse – Fallstudien zu Medienakteuren von 1945 bs heute”, Gutenberg 2020. Weiterlesen

Männerreparierende Frauen

Horand Knaup/bruchstuecke listet die Probleme auf, die sich vor dem neuen CDU-Vorsitzenden Laschet auftürmen. Kurze Erwähnung finden dort auch die Anwürfe des Spiegel-Kanonen-Rohrs, die Knaup als ehemaliger Spiegel-Mann zustimmend aufzählt. Da nimmt ihn Spiegel-Chefin Barbara Hans um einiges überzeugender auseinander als das Rohr. Sie enthüllt, worüber sie selbst bereits wissenschaftlich geforscht hat, die Inszenierung von Authentizität, und bescheinigt dem kleinen Armin dafür beträchtliches Können.
Mit was sich dagegen datt Änschie herumschlagen muss. Ihre Politik inszeniert sie wie gewohnt. Nur will es immer weniger funktionieren. Weiterlesen

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