Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Deutsche Welle

Lithiumabbau im Zwielicht

Die Strategie der batteriebasierten Elektromobilität birgt erhebliche ökologische und menschenrechtliche Risiken. Während viele den zögerlichen Umstieg der Automobilkonzerne auf Elektroantriebe mit Batterien beklagen, entwickelt sich im Windschatten der Diskussion um die richtige Strategie zur zweifellos notwendigen Entkarbonisierung des Verkehrs ein immer gravierenderes Problem: Vierzig Prozent des weltweiten Rohstoffaufkommens an Lithium kommen aus Chile, das schon “das Saudi-Arabien des Lithiums” genannt wird. Die Bergbaukonzerne planen den weiteren Ausbau der Lithiumgewinnung, um den wachsenden Bedarf der Batteriezellenproduktion zu befriedigen. Ein ausführlicher Bericht der Deutschen Welle beschreibt die problematischen Auswirkungen des Lithiumabbaus. Weiterlesen…

Was ist los bei der Deutschen Welle?

Die Kantine der Deutschen Welle (DW) ist in Bonn für ihre kulinarische Qualität bekannt. Veranstaltungen, bei der sie das Catering besorgt, werde gerne besucht. Eine gute Kantine ist eine gute Voraussetzung für ein gutes Betriebsklima. Aber offensichtlich nicht hinreichend. Die DW ist eine (sehr) grosse Arbeitgeberin in Bonn. Inkl. der “freien” Mitarbeiter*innen beschäftigt sie (rechnerisch, nicht alle wohnen hier) 1% der Bonner Bevölkerung. Fast jede*r Bonner*in kennt jemand, die*der da arbeitet. Ich auch.
Ich kenne die Einzelfälle nicht, die Peter Weissenburger/taz in seinem aufsehenerregenden Text beschreibt.Weiterlesen…

Organisierte Kriminalität – von New York City bis Regensburg

Die Epstein-Affäre köchelt und droht der Ostküsten-High-Society in den USA mit viel Dreck und moralischer Verkommenheit öffentlich um die Ohren zu fliegen. Veronika Kracher/Jungle World fasst den Ermittlungsstand des Skandals zusammen (“schöne” Fotos).
Das tut auch die Deutsche Welle mit der Missbrauchsaffäre bei den Regensburger Domspatzen, die noch bei meinen Grosseltern tragendes Element der Popularisierung des Massenmedium Fernsehen waren. Ich habe sie gehasst. Dabei konnten die ja nix dafür.
Und vergessen wir das Saarland nicht!

Das Grindel und die Deutsche Welle

Nun isser endlich weg. Ändern wird es nichts. Die Aussendarstellung war das Problem. Das Fussballbusiness braucht einen medienattraktiven Frühstücksdirektor, der nach aussen Glitzernebel verbreitet, damit von der Wirklichkeit des Geschäfts nicht so viel zu sehen ist. Grindel drohte dagegen das Geschäft zur Kenntlichkeit zu bringen. Darum musste er weg.Weiterlesen…

Schwach wie die EU

Das Grindel stolpert durch die Politik
Heute morgen melden die Medien, der DFB-Präsident habe ein Interview mit der Deutschen Welle abgebrochen. Dadurch hat er die Aufmerksamkeit erhöht. Doch mit welchem Ergebnis?Weiterlesen…

Berlin – Paris

In Frankreich wird im Guten wie im Schlechten einfach grösser gedacht. Dazu dieser aktuelle Vergleich. In Hauptstadtberlin ist Wolfgang Kubicki, mit dem gemeinsam ich im April 1977 in Bingen (“Hotel Krone”, direkt an der Bahn, vom Zug aus zu sehen) einen Jungdemokraten-Bundesvorstand gestürzt habe, wieder auffällig geworden, mit dem originellen Vorschlag, ein noch im Bau befindliches Bundestagsgebäude wieder abzureissen.Weiterlesen…

“Was ist mit Antje Vollmer los?”

Das fragte mich eine Leserin, die sie noch gut aus alten Zeiten der Grünen Bundestagsfraktion in Bonn kennt. Für die Jüngeren: aus der Zeit gegen Ende des vorigen Jahrtausends. Ich meinerseits erinnere mich noch gut an den linksgrünen Ludger Volmer, ihren jetzigen Mitautor, wie er Ende der 80er, Anfang der 90er vor Vollmer und ihrem damaligen “Grünen Aufbruch” warnte (Bernd Ulrich, heute im ARD-Presseclub, war ebenfalls einer seiner Protagonisten – nachdem er noch wenige Jahre zuvor die “Linksautonomen” im Koordinierungsausschuss der Friedensbewegung vertreten hatte): die seien “gefährlicher” als die Realos (um Joseph Fischer, Hubert Kleinert u.a.). Vollmer und Volmer waren trotz dieses Gegensatzes schon damals respektable Intellektuelle in den Grünen Gefechten. Das, und die politischen Umstände da draussen in der Welt, haben sie jetzt zu gemeinsamen Sichten zusammengeführt.

Kafkaeske Diskursphänomene

Diese Tatsache lenkt unseren Blick auf die aktuelle politische Krisensituation und die sehr verschiedenen Sichten darauf, die von den Parteien kaum noch sortiert werden.Weiterlesen…

Schulen – NRW katholischer als Bayern

Vielleicht droht bald der Denkmalsschutz oder Eintragung auf eine Rote Liste aussterbender Arten: die NRW-Bekenntnisschulen, die nicht nur ungläubige Kinder ihrer Umgebung ablehnen, sondern auch schon mal geschiedene Lehrer*innen feuern. Vor einiger Zeit hatten Katja Dörner, grüne Bundestagsabgeordnete, und Tim Achtermeyer, grüner Stadtverordneter, hier dazu geschrieben (am Tag der Veröffentlichung hatten wir leider einen mehrstündigen Serverausfall).
Heute berichtete der Deutschlandfunk in seinem täglichen Religionsmagazin – ja sowas gibt es da – aus Bonn über das Thema, anlässlich einer Veranstaltung der taz im Haus der Deutschen Welle.

Afro.Deutschland

Vor einigen Jahren organisierte ich im Rahmen des Bundestagswahlkampfes der Grünen-MdB Katja Dörner im Beueler Brückenforum eine Veranstaltung zum Thema “Schwarz in Deutschland”. Heute wird von vielen deutschen Medien kenntnisfrei über “No-Go-Areas” gejammmert, wo die Kriminalität angeblich überhand nehme. Schwarze Menschen in Deutschland dagegen sind äusserst fachkundig, was solche “No-Go-Areas” betrifft, weil sie es von Kindesbeinen an lernen.
Damals im Brückenforum waren der beste Freund und Laiendarsteller des ermordeten Oury Yalloh, Moussa Conde, die Bonnerin Aicha Moumouni und die im DDR-Dessau als Kind einer weissen alleinerziehenden Mutter aufgewachsene Kölnerin Amina Johannsen (heute u.a. stellv. Mitgl. d. WDR-Rundfunkrates) zu Gast. Es war, auch was den Besuch durch Afrodeutsche betraf, eine im ambivalenten Sinne einmalige Veranstaltung.
Jetzt hat sich erfreulicherweise die Deutsche Welle des Themas “Afro.Deutschland” angenommen. Der gleichnamige Dokumentarfilm ist abrufbar und wird in den nächsten Tagen durch mehrere öffentlich-rechtliche TV-Programme wandern. Sie sollten ihn nicht verpassen.