Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: DFB-Pokal

Vorgeschmack aufs bessere Leben

Das sei der DFB-Pokal, meint Martin Krauss/taz. Naja, fĂŒr Dorfvereine, die auf diese Weise ihre Kasse einmal gut durchspĂŒlen können, mag das eine Feiernacht lang so sein. Und scheinbar ist gestern auch in Chemnitz bei Gastspiel des HSV nichts angebrannt, trotz (oder wegen?) fussballerischer Dramatik auf dem Spielfeld. Es muss ja nicht immer alles schiefgehen.
Wichtiger als dieses Fussballgeschehen ist ein grundlegender Wandel im politischen Diskurs.Weiterlesen…

Der AfD-Wahlkampf des Springer-Konzerns

Ich lese kein “LĂŒgenblatt” (Copyright: Dietrich Kittner). Und interessiere mich auch kaum fĂŒr den DFB-Pokal, den unwichtigsten Wettbewerb des Profifussballs. Darum bin ich gestern etwas kurz angebunden ĂŒber den Fall Springer-Konzern gegen einen Schwarzen hinweg gegangen. Erst der taz-Kollege Johannes Kopp öffnete mir Augen und Hirn. Dass die taz seine Darstellung im Sportteil vergrĂ€bt, spricht nicht dafĂŒr, dass Viele in ihrer Redaktion die politische Brisanz des Zusammenhangs verstehen.
Seit Tagen fĂŒhren die Revolvermedien des Springer-Konzerns also eine publizistische Kampagne gegen einen angeblichen schwarzen BilderbuchflĂŒchtling des Hamburger SV.Weiterlesen…

Weidmann&Bayer / ARD-Penner

Der feine Herr Weidmann. FĂŒr wen arbeitet der eigentlich? Könnte sein, dass er bessere Chancen hat, EZB-Chef zu werden, als Kompensation dafĂŒr, dass Frau Merkel den Herrn Weber als EU-Kommissionschef in spe zurĂŒckziehen “muss”. Ich könnte mich nicht entscheiden – ich wĂŒrde beide verhindern wollen. Der feine Herr Weidmann ist schon unter der unseligen rotgrĂŒnen Schröder/Fischer-Regierung herangewachsen, Musterexemplar deutscher AusteritĂ€tskontinuitĂ€t. Wie vertrĂ€gt es sichWeiterlesen…

Mehrheit kann ohne Fussball

73 Mio. BundesbĂŒrger*innen hatten gestern Abend Besseres zu tun, als zwei verhasste Vereine im DFB-Pokalfinale zu betrachten. Sogar unter denen, die nichts Besseres wussten, als die TV-Glotze laufen zu lassen, war es eine 2/3-Mehrheit. Das wird die ARD nicht davon abhalten, noch mehr auf VerbrĂŒderung mit der Fussballkorruption zu setzen. Denn endlich, endlich, war sie gestern mal Quotensieger unter den TV-SendernWeiterlesen…

DFB-Pokal – braucht kein Mensch

Der fussballindustrielle Komplex braucht Planungssicherheit. Alle Werder-Fans haben das gestern gesehen. Fragt sich im Gegenzug: wer braucht einen Wettbewerb mit dieser Planungssicherheit? Wenn es ums Geld geht, genĂŒgt es, wenn die Amateure einen Wettbewerb ausspielen, wer gegen reiche Profivereine antreten darf. Und wenn mal ein Amateurverein gewinnt, gibts sowas Ähnliches wie einen Lottojackpot: die DFL muss fĂŒr jede Niederlage 10, 20, oder 30 (das ist Verhandlungssache) Mio., also einen Teil ihrer Portokasse, an die DFB-Amateure zahlen. Das Finale in Berlin kann sportlich eingespart, oder durch ein Schlagerfestival ersetzt werden. Mehr Freizeit fĂŒr die Polizei.
Folgende Indizien gibt es fĂŒr die von allen Werder-Fans vermutete Verschwörung.Weiterlesen…

BVB – Du brauchst nicht zu weinen

Schon vor dem gestrigen Spiel kalkulierte ich, dass eine ehrenvolle Heimniederlage fĂŒr den BVB die beste Entscheidung wĂ€re. Der DFB-Pokal ist der am wenigsten wichtige Wettbewerb. Entscheidend ist die Liga, und fĂŒr die Kasse die Champions League. Die Leistungsspitze im Fussball ist so nah beieinander, dass es immer mehr auf “Kleinigkeiten” ankommt. Eine wichtige davon: wie funktioniert das Team? Wie frisch sind seine Spieler, nicht zuletzt im Kopf?
Gestern war zu sehen, dass dieser Vergleich zugunsten von Werder ausging.Weiterlesen…

Bedingungslose Kapitulation des ARD-Journalismus

In den Lesestatistiken dieses Blogs lassen sich die politischen Themen, die die Menschen bewegen, prÀzise ablesen. Monatsspitzen waren rund um die Wahltermine Mai 17/NRW-Landtagswahl, September 17/Bundestagswahl. Tagesrekord war der Montag nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen.

Die ARD dagegen hat viel Geld fĂŒr Fussball investiert, und muss das Zeug versenden. Es handelt sich aktuell um ein DFB-Pokal-Viertelfinale, also eine Runde der letzten acht Mannschaften. Da muss die Neubildung einer Regierungskoalition ein halbes Jahr nach der Wahl halt mal zurĂŒckstehen. Die ARD-Hierarchen werden mit den Einschaltquoten wedeln, und “Siehste!” rufen. Der Schaden, den sie ihrem eigenen Ansehen und dem ihrer zahlreichen gutbezahlten journalistischen Mitarbeiter*inne*n zufĂŒgen, ist dennoch um einiges gewichtiger.Weiterlesen…

Neuer BVB-Trainer schon ausgeguckt?

Wie unwichtig der DFB-Pokal fĂŒr das FussballgeschĂ€ft geworden ist, wird wohl nirgends deutlicher demonstriert, als von der Außendarstellung des Finalisten in Dortmund. Dort wird ein offener BĂŒrgerkrieg ausgetragen; niemand versucht mehr das zu verbergen. Als Aussenstehender muss man wohl offenlassen, wer “angefangen” hat.
Das Vorgehen der VereinsfĂŒhrung ist jedenfalls zielstrebig. Ihre Offensive gegen den Trainer begann mit diesem Interview von Boss Watzke mit der WAZ.
Trotzdem hat die Mannschaft, mit schlechter Leistung und Schiri-Hilfe zwar, das wichtige Punktspiel um Platz 3 gegen Hoffenheim gewonnen. Da Platz 4 als CL-Quali-Platz aber sowieso nicht gefĂ€hrdet ist, fallen wohl alle Hemmungen vor verbrannter Erde. Das Presseecho ist einhellig: Tuchel hat ausgeschissen. Theweleit (taz/FR) macht mit, und der viel in den Verein hineinhörende Röckenhaus (SZ) ebenfalls – alle volles Rohr.
Wer so offen(siv) agiert, muss einen Grand mit Vieren in der Hand haben, oder von Katastrophenangst angetrieben sein. Oder beides.

Gehört das auch zu deutscher Leitkultur? BVB-Fan KĂŒppersbusch hat zu der heute jedenfalls in der taz das Richtige geschrieben:Weiterlesen…

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