Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Dietmar Dath

Historischer Optimismus

mit Update nachmittags
Nachdem ich gestern von Apokalypse geschrieben habe, ist ein dialektisches GegenstĂŒck fĂ€llig. Ich war in meiner Jugend auch dem Historischen Materialismus nie abgeneigt – lediglich seiner vulgĂ€rmarxistisch-deterministischen Interpretation. “ZwangslĂ€ufige” historische Entwicklungen gibt es fĂŒr nix – am Ende ist alles menschengemacht, sogar, im Extremfall, die Apokalypse. Doch, es gibt materialistische Grundlagen fĂŒr eine Stimmungsaufhellung, auch wenn das Menschen in Moira, Oregon oder am Amazonas nicht wirklich weiterhilft – aber uns, um StĂ€rke fĂŒr solidarisches Helfen zu gewinnen.
Den Grundlagentext dafĂŒr lieferte in der gestrigen taz der Graswurzler Nicolai Hagedorn.Weiterlesen…

“Die verstehn’ nix von Geld”

Nein, nicht die Sozis – bei der FAZ lĂ€uft die Kasse leer
Bannas in Rente, Rossmann in Rente. Hans HĂŒtt hat aufgehört. Doch, es sind noch Gute da: Mark Siemons, Seidl, Reents, Frauke Steffens, Dietmar Dath, Harald Staun. Aber oft sind gerade sie eingemauert in der Paywall. Die Mehrheit vorne im Politik- und Wirtschaftsteil ist wie immer mit ĂŒberwiegend neoliberaler Ideologieproduktion beschĂ€ftigt, und anders als das “neo-” nahelegt, ist das sehr alte Ideologie, aus der Zeit gefallen wie Friedrich Merz. Weiterlesen…

Was macht unsere EU? – 2. Teil: … mit Portugal?

“Leben, nicht nur Überleben” ist der Anspruch einer Protagonistin in Matthias Greffraths “Nelken im Klostergarten“, zweiter Teil seiner lesens- und hörenswerten DLF-Sendereihe “EuropĂ€isches HandgepĂ€ck“. Die erwĂ€hnte Dame lebt heute in Luxemburg. Ich lernte selbst eine schöne Portugiesin kennen, die sich in DĂŒsseldorf in der Gastronomie des NRW-Landtages verdingte. Ihr Versuch, nach Lissabon zurĂŒckzukehren und dort beruflich Fuss zu fassen, gelang nicht. Sie musste wieder nach DĂŒsseldorf zurĂŒck – nur Kölner*innen können ermessen, was fĂŒr eine Strafe das ist. Die portugiesische Ökonomie lebt heute recht wesentlich von den EinkĂŒnften ihrer Emigrant*inn*en. Ihrer Linksregierung ist es immerhin gelungen,Weiterlesen…

FlĂŒchtlingspolitik: ein Wutausbruch und zwei Aufrufe zur Vernunft

Dass bei der FAZ ein BĂŒrgerkrieg tobt, erwĂ€hnte ich hier schon. Nicht alle dort sind ReaktionĂ€re. Die es nicht sind, leiden aber heftig unter ihnen, wie man diesem Wutausbruch von Dietmar Dath im Feuilleton deutlich anmerkt.

Wie grundvernĂŒnftig man in der FlĂŒchtlingsdebatte argumentieren kann, haben gestern nicht nur Merkel und Will, sondern der integrierte FlĂŒchtling Ilja Trojanow (in der taz) und Stephan Hebel (in der FR) demonstriert.

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