Thema: DLF Kultur

DLF-Highlights nicht verpassen: Impfen, Irland, Demenz

Von , am Samstag, 22. September 2018, in Hörbefehl, Lesebefehle, Medien.

Das letzte hörbare deutsche Radioprogramm hat in der abgelaufenen Woche, bzw. an diesem Wochenende wieder einige Programmhöhepunkte zu bieten, auf die ich gerne hinweisen möchte.
Zum Impfen gibt es in unserer Gesellschaft sehr verschiedene Meinungen. Diejenigen, die es skeptisch sehen, werden in der Regel als intellektuell vernagelte, wissenschaftsfeindliche Verschwörungstheoretiker veralbert (z.B. in diesem argumentfreien Beitrag des medienkritischen (?) TV-Magazins Zapp/NDR). Das DLF-Wochenendjournal hat heute gezeigt, Weiterlesen

Versicherungen verunsichern

Von , am Donnerstag, 13. September 2018, in Politik.

In der guten alten Marktwirtschaft von Ludwig Erhard, die heute selbst von Sahra Wagenknecht verehrt wird, waren Lebensversicherungen das Sicherste, was der Sozialstaat zu bieten hatte. Sie haben Zukunft und Erbschaft der Nachkommen gesichert, nicht selten waren sie ein Mordmotiv. Linksliberale Boheme hat sich mit satirischer Begeisterung darüber amüsiert. Aber als wir in einer der letzten Unterhaltungsinnovationen des deutschen Fernsehens, in “Stromberg” den Versicherungen bei der Arbeit zusehen durften, da lag ihr Geschäftsmodell schon im Sterben. Weiterlesen

Cannabis-Therapie für Nazis?

Von , am Montag, 10. September 2018, in Lesebefehle, Politik.

Heute berichtete “Europa heute” des DLF über 60 Jahre Kinderraub in Spanien. Frauenarzt Eduardo Vela sitzt gerade als Angeklagter vor Gericht. Die Sendezeit scheint zu knapp gewesen zu sein für einen Hinweis, dass diese Verbrechen im faschistischen System der Franco-Diktatur begangen wurden. Journalismus heute.
Welche wirksamen Mittel gibt es gegen Faschismus-Gefahr? Das ist die beherrschende Frage für heutige demokratische Politik. Da stiess ich auf ein Feature des gleichen Senders – seiner Berliner Abteilung DLF Kultur – vom letzten Donnerstag (Autor: Marko Pauli).
Cannabis bewirkt bei uns folgende Wunder: Weiterlesen

Antje Vollmer zur Russlandpolitik

Von , am Freitag, 30. März 2018, in Lesebefehle, Politik.

Noch Ende des vorigen Jahrtausends konnte ich mir nicht vorstellen, mit meiner damaligen “Parteifeindin” in essentiellen politischen Fragen starke Übereinstimmungen zu finden. Ich gehörte seinerzeit der gleichen grünen Strömung an wie Ludger Volmer – mit dem es dann zum Kosovo-Krieg 1999 aber auch viel Streit gab.
Vor einigen Monaten hatten beide bereits in diesem Blog (sie hier, er hier) veröffentlicht.
Heute gab Antje Vollmer dem DLF-Kultur ein Interview, hier in einer Zusammenfassung des Senders.

Parallel berichtet Andreas Westphalen/telepolis aus Dokumenten des National Security Archives Weiterlesen

“Eigentumsfrage am Boden komplett neu stellen”

Von , am Freitag, 30. März 2018, in Beuel & Umland, Hörbefehl, Lesebefehle, Medien, Politik.

Es ist Zeit, der “Zeitfragen“-Redaktion des Deutschlandfunk-Kultur hier mal ein fettes Kompliment zu machen. Ich habe diese Radiosendung noch nie zum Zeitpunkt ihrer Ausstrahlung gehört. Sondern immer Tage oder Wochen später wahrgenommen – meistens die Textfassung auf der Homepage gelesen. Noch nie waren Themen und Inhalte inaktuell geworden.

Und so wird auch der Beitrag “Wie bezahlbarer Wohnraum entstehen könnte” von Richard A. Fuchs, so ist zu befürchten, noch jahrelang aktuell bleiben. Weiterlesen

Der deutsche Wald ist adelig

Von , am Sonntag, 30. April 2017, in Beuel & Umland, Politik.

Drunter machen wir es hierzulande nicht. 50% des Waldes, der immerhin ein Drittel unsrer Republikfläche belegt, gehört uns, der Öffentlichkeit – also 1/6; immerhin. Die andere Hälfte ist Privatbesitz, darf aber von uns allen betreten werden. Da können wir dann auf eine Adelige treffen, die uns ermahnt, nicht mit unserem Mountainbike über ihre Baumwurzeln zu fahren. Wenn Sie noch was über den deutschen Wald dazulernen wollen, über die Bilder hinaus, die wir sowieso alle von ihm im Kopf haben (eine deutsche Besonderheit), dann lesen oder hören Sie diese “Deutschlandrundfahrt” des DLF Kultur von heute morgen.

In Bonn ist weniger als ein Drittel Wald, dafür aber überwiegend in Stadt- oder Landesbesitz, gehört also uns. Bedeutend umfangreicher und wichtig für die Attraktivität unserer Stadt sind die “Grünflächen”, von denen der Wald nur ein Teil ist. Die Stadt Bonn hat nun gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis eine Landschaftsarchitektenfirma aus Erftstadt ein “Integriertes Handlungskonzept Grüne Infrastruktur” erstellen lassen, das schon am 11. Mai vom Stadtrat beschlossen werden soll – um noch rechtzeitig Anträge auf Fördergelder des Landes stellen zu können.
Kursorisches Lesen hinterliess bei mir den Eindruck: ökologisch-fachlich ist alles gut durchdacht, aber für Bürgerbeteiligung war “keine Zeit” und ist darum erst später, wenn alles diskutiert ist, vorgesehen, die Bürokratie in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.